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Lampen dimmen ohne Dimmer

  • skyper
  • 19. Mai 2009 um 13:59
  • skyper
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    • 19. Mai 2009 um 13:59
    • #1

    Geschätzte Kollegen,

    ich versuche gerade ein wenig zu "Brainstormen", wie ich mir die Anschaffung größerer Mengen Einzeldimmer ersparen kann.
    (die Billigheimer kann ich nicht leiden, meine zwei Testexemplare haben die erste Stunde Einsatz nicht überlebt,
    daher verzichte ich gerne auf weitere Erfahrungen. Bei den qualitiativ besseren Modellen ist mir der Anschaffungswiderstand
    eigentlich zu hoch dimensioniert...)

    Anwendungsfall ist das klassische Hintergrund-Floor-Geschmeiße, bei dem mir (S4-)Pars oft zu hell sind,
    bzw. die Käseplatten auf dem Buffet vor Freude dahinschmelzen :)

    Die klassischen "2 Schukodosen in Serie"-Adapter kenne ich, da kommen aber nur 25% je Lampe raus,
    ferner muss das Design dann immer paarweise erfolgen. (Trafos sind eh quatsch, da ist der Dimmer billiger)

    Nachdem ich von "Lastrelais von Triac auf Thyristor umbauen" oder irgendwelchen Mini-Dimmern in Eigenkonstruktion
    eigentlich Abstand halten wollte bin ich auf den Ansatz einer Leistungsdiode mit hoher Sperrspannung in Serie zum Leuchtmittel
    gekommen. Könnte man sehr leicht in eine "gepimpte" Verlängerungsleitung bzw. Peitsche/Plugbox einbauen,
    und käme mit minimalem Aufwand davon.
    Entsprechende Kennzeichnung ist schon klar, soll hier aber nicht Hintergrund der Diskussion werden.

    Hat zu diesem Thema zufällig schon jemand Erfahrungen sammeln können und mag diese auch mit der Öffentlichkeit teilen?
    (Die Problematik mit "im schlimmsten Fall lassen alle Lampen die gleiche Halbwelle durch" ist mir bewusst, das könnte man aber
    z.B. innerhalb einer Plugbox oder Peitsche lösen)

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • Tobias Zw.
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    • 19. Mai 2009 um 14:05
    • #2

    Was spricht eigentlich gegen ND-Folien?

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • skyper
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    • 19. Mai 2009 um 14:28
    • #3

    die lokale Verfügbarkeit...

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  • madmax
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    • 19. Mai 2009 um 19:00
    • #4

    ...ne (z.B.10A) Diode pro Kanne in Reihe und gut..
    Mußt halt was basteln, Erwärmung je nach Leuchtmittel / Umgebungstemperatur testen und danach Kühlkörper / Diode dimensionieren. Billig, einfach, sicher und gut.
    Lampen flackern leicht, kann man aber mit leben.

    Never stop a running System

  • skyper
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    • 19. Mai 2009 um 19:40
    • #5
    Zitat von "madmax"

    ...ne (z.B.10A) Diode pro Kanne in Reihe und gut..

    Das wäre eben die Frage, ob das wirklich so gut ist...
    Normalerweise brechen Dioden ja ab einer Rückwärtsspannung irgendwo im Bereich 50...100V durch,
    (man versuchte mir damals was von Zener-Effekt beizubringen...)
    daher die Frage ob das schon jemand erfolgreich praktisch zelebriert hat.
    (und evtl. mit welchen Bauteilen und Rahmenbedingungen, so dass es ohne Pyroeffekte ablief)

    Trotzdem schon mal Danke für die Beteiligung...

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  • madmax
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    • 19. Mai 2009 um 20:13
    • #6

    Man muß natürlich Dioden mit einer genügend großen Sperrspannung benutzen. In diesem Falle genügen 400V. Bis zu dieser Spannung sperrt sie, darüber "bricht" sie durch und die Diode is in der Regel hin.
    Bei Z(ener)-Dioden ist das aber gewollt und durch die Herstellung so 'eingebaut'. Ab einer bestimmten, gewünschten Spannung wird die Z dann quasi leitend in Sperr-Richtung und wieder sperrend, wenn die Spannung unter den Z-Wert sinkt.

    Never stop a running System

  • rolf herrmann
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    • 19. Mai 2009 um 22:02
    • #7

    Die Diode in Reihe verwende ich als Elektriker schon seit Jahrzehnten, um (Faulheit siegt... :lol: ) nicht so oft Lampenwechsel in den Ampelanlagen unserer Firma machen zu müssen. Die Lichtausbeute sinkt m. E. kaum, dafür gibt es eine Verlängerung der Lebensdauer um den Faktor 3-5 umsonst dazu... :wink:

    MfG Rolf

    Ändere die Dinge, die du ändern kannst; lass bleiben, was du nicht ändern kannst; aber sei so weise, das eine vom anderen zu unterscheiden...

  • siedfleisch
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    • 19. Mai 2009 um 23:54
    • #8
    Zitat von "madmax"

    ...Billig, einfach, sicher und gut. Lampen flackern leicht, kann man aber mit leben.


    Auch meine Erfahrung, mir war das Flackern zu stark. Kann aber an der geringen Leistung der Testlampen gelegen haben, evtl. kühlen stärkere nicht so schnell ab.

    Theoretisch sinkt auch noch die Lebensdauer bei Betrieb mit Gleichstrom, was aber durch die geringere Leistung mehr als ausgeglichen wird.

    -sf-

  • skyper
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    • 20. Mai 2009 um 01:14
    • #9

    dann zeige ich mich hiermit schon mal begeistert,
    und bedanke mich bei allen Protagonisten für die Infos.

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  • tobias bröcking
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    • 20. Mai 2009 um 09:35
    • #10

    Du schraubst lieber Kabel und Lampen um, als ne Rolle ND Folie, die genau dafür gemacht ist, zu bestellen?

    --------------------------------------------------
    Nur Geduld! Aus Gras wird irgendwann auch Milch!

    http://www.lampentreff.de
    http://www.capital-lighting.de

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    • 20. Mai 2009 um 09:56
    • #11

    yepp, mitunter ist das genau so.

    So eine lausige Rolle Farbfolie kostet mich einen dreistelligen Betrag
    und einen halben tag Zeit um sie aus dem Zoll zu bekommen,
    (bzw. einen dreistelligen Betrag um sie per DHL oder UPS herzuschicken,
    und dann ist noch lange nicht gesagt dass sie auch zeitnah den Weg zu mir findet).
    Mit den Dioden könnte ich Glück haben und bei einem der zwei lokalen
    Bauteilehändler was in den Grabbelkisten finden bzw. über den örtlichen RS-Stützpunkt
    halbwegs bezahlbar an den Start bekommen (was dann etwa drei Wochen dauert).

    Sollte der ausstehende Job noch bestätigt werden rennt mir aber die Zeit davon.
    Außerdem habe ich hier Arbeitskraft die mich quasi nix kostet.

    Andere Länder, andere Sitten...

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    • 20. Mai 2009 um 15:22
    • #12
    Zitat von "skyper"

    Die klassischen "2 Schukodosen in Serie"-Adapter kenne ich, da kommen aber nur 25% je Lampe raus, ferner muss das Design dann immer paarweise erfolgen.

    Wenn Du diese Serienschaltung an 400V hängst (Drehstrom zwischen zwei Phasen), dann dürfte das mit der Helligkeit in etwa hinkommen...

    Das Design muss dann aber immer noch paarweise erfolgen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • skyper
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    • 20. Mai 2009 um 15:57
    • #13

    der Ansatz ist natürlich auch eine Überlegung wert,
    komme ich bei grober Rechnung mal auf 75% Leistung je Lampe
    wenn ich mich nicht total verhaspelt habe...

    Muss ich mal drüber nachgrübeln, wie das am "idiotensichersten" zu lösen,
    und mit den verfügbaren Supplies zu bewerkstelligen ist.

    Dann kann ich als kleines Zwischenfazit schon mal die vergleichsweise einfach
    zu erzeugenden 25% / 50% / 75% verbuchen - Merci an dieser Stelle!

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    • 21. Mai 2009 um 21:47
    • #14
    Zitat von "skyper"

    komme ich bei grober Rechnung mal auf 75% Leistung je Lampe
    wenn ich mich nicht total verhaspelt habe...

    Nun haben Glühlampen nun mal keinen konstanten Widerstand, so dass solche Berechnung allenfalls in erster Näherung genau sind...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • DJheini
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    • 21. Mai 2009 um 22:03
    • #15

    Sind für diese Art von Konstruktion normale Schukodosen überhaupt zulässig?
    Im Fehlerfall können da doch dann 400 V anliegen. Mir wäre das zu kriminell.
    Dann lieber ein paar günstige 1-Kanal 10 Ampere Dimmer dazustellen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • skyper
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    • 21. Mai 2009 um 22:44
    • #16

    a) natürlich sind die Einwände berechtigt.
    (Die Lösung mit den 400V auf 2x Schuko scheidet schon aus Gründen der Verfügbarkeit von 400V an den benötigten Stellen
    sowie den zu unhandlichen Steckverbindungen etc. tendentiell aus.)
    Warum ich im Zweifelsfall zumindest für das besagte Projekt keine Einzeldimmer verwenden möchte
    steht ja schon weiter oben begründet.

    b) bewege ich mich mit meinem Anliegen einige tausend Bonusmeilen fernab deutscher Vorschriften
    und Durchführungsanweisungen, daher sage ich mal unter Vorbehalt:

    Was ich hier mache/plane liegt technisch immer noch etwa 782% über den sonst hier gebotenen Sicherheitsstandards.
    (fängt schon damit an dass ich nicht wie alle anderen die Schukos mit Hilfe von Schraubenzieher und Gewalt in die englischen
    Steckdosen zwinge, sondern Adapter verwende bei denen auch der Schutzkontakt mitgeführt wird,
    oder auf hart verschaltene Brettchenverteiler von 63A auf 12x CEE 16 blau verzichte,
    und stattdessen nach europäischen Standards bestückte Stromverteilungen benutze...)
    Daher verzichte ich wider besseren Wissens tatsächlich erst mal auf unruhigen Schlaf...
    Außerdem sind es primär meine Lampen die gefährdet wären - wenn ein Caterer seine Kaffeemaschine daran himmelt
    tangiert mich das eher periphär...

    Ferner habe ich in meinem Leben nun schon das eine oder andere Megawatt an Lichtanlagen in Betrieb genommen,
    bin mir meiner Handlungsweise also durchaus bewusst :)

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  • fexlex
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    • 22. Mai 2009 um 08:00
    • #17

    Folglich bleibt Dir wenig an Optionen übrig

    • Einzeldimmer selber bauen - Vorschlag: Veränderbarer Lastwiderstand
    • 200m 0,5mm² Kupferleitung - unzulässig Spannungsfall / Querschnitt
    • Einzeldimmer Fa. Botex DDP-405 - meine Favouriten

    Achja: Ich finds toll, dass du Dich an Vorschriften hälst ... mir haben die Ohren geschlackert als
    ich die Geschichte mit dem 400V auf zweimal SchuKo gelesen habe. :?

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    • 22. Mai 2009 um 10:45
    • #18
    Zitat von "DJheini"

    Sind für diese Art von Konstruktion normale Schukodosen überhaupt zulässig?
    Im Fehlerfall können da doch dann 400 V anliegen.

    Im Anwendungsbereich der VDE-Normen ist das wohl nicht zulässig, aber ich interpretiere Skypers Andeutungen so, als ob er sich nicht mehr in Europa aufhält.

    Und bei den Kriechstrecken, die wir bei Schuko haben, sollten indoor ein paar kV dort nicht das Problem sein - wegen 400 V würde ich mir da noch keine Gedanken machen. Was natürlich ein Problem sein könnte: Jemand steckt statt dem 1kW-PAR etwas mit deutlich geringerer Leistung - das bekommt dann natürlich mehr als 250V ab.

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  • skyper
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    • 22. Mai 2009 um 12:31
    • #19
    Zitat von "fexlex"

    Folglich bleibt Dir wenig an Optionen übrig

    Einzeldimmer selber bauen - Vorschlag: Veränderbarer Lastwiderstand


    yepp, ich werde bestimmt einen 500W Heizblock in den Publikumsbereich einer Galaveranstaltung stellen,
    mit Option auf elende Bastelarien vorher, und Brandsanierung nachher.
    (von der beschriebenen Problematik der Bauteilbeschaffung ganz abgesehen -
    Bevor ich mit so einem Humbug starte würde ich tatsächlich lieber die Nerven und Kosten auf mich nehmen
    und eine einfache Rolle ND importieren

    Zitat von "fexlex"


    200m 0,5mm² Kupferleitung - unzulässig Spannungsfall / Querschnitt


    ebenfalls im Galabereich immer gerne gesehen, einfach Kupfer im Gästebereich aufschütten...
    Leider haben wir hier zwischen 240 und 245 V Netzspannung, daher würden es vermutlich eher 300m werden,
    vielleicht bekomme ich aber auch Aluminiumkabel an den Start...

    Zitat von "fexlex"


    Einzeldimmer Fa. Botex DDP-405 - meine Favouriten[/list]


    steht in der dritten Zeile meines Eingangspostings, warum ich das nicht tun werde.
    (von der erwähnten Problematik mit der Beschaffung erneut abgesehen)
    Dann noch eher FGs oder Major

    Zitat von "fexlex"


    Achja: Ich finds toll, dass du Dich an Vorschriften hälst ... mir haben die Ohren geschlackert als
    ich die Geschichte mit dem 400V auf zweimal SchuKo gelesen habe. :?


    Nur damit ich der böse Bube bleibe: ich habe hier tatsächlich Verteiler von CEErot 400v auf CEE blau - ebenfalls auf 400V verdrahtet.
    Erfüllt genau seinen Zweck (nämlich größere Mengen Sill ratzifatzi mit geringem Aufwand zu verstöpseln).
    Selbst wenn der Steckverbinder anders spezifiziert ist verwende ich
    als vermutlich einziger im Land H07RN-F statt PVC, das kann ja 750V ab :D

    Nur damit alle wieder ruhig schlafen können und keine Panik entsteht:
    Es wird wohl vorläufig auf den "Schuko auf 2-Schuko-in-Serie" bzw. die Lösung mit den Dioden hinauslaufen.

    Von mir aus wäre das Thema damit erledigt...


    Um meinen Standpunkt nochal zu verdeutlichen:
    hier gibt es ganz andere Problemchen, sowas z.B.

    Nachdem man hier kaum fünfadrige Kabel kennt, klebt man normalerweise den Schutzleiter separat mit dran.
    In dem gezeigten Beispiel hängt übrigens eine komplette Containerstadt an der Schnur,
    die Schraube dürfte so Größe M10 haben...

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