Also wir vermieten das Tourpult einfach billiger als der Oertliche. Das ist aber auch nicht so schwer da wir es ja auch fuer Tourmiete kriegen. Sonst muss ja einer irgentwo eins vorbereiten damit zum Job fahren und es wieder nach hause bringen. Alleine die Personalkosten sind da schon zuviel.
Man muss da nur ein wenig hin und her rechnen.
Zurück zu analogen Pulten?
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in meinem falle ist der "oertliche" im moment sehr oft eine bestehende veranstaltungsstätte, die ihr eigenes equipment hat und auch selbst der veranstalter ist.
diese möchten dann auch sehr günstige mietkosten nicht bezahlen, was ja irgendwo nachvollziehbar ist.
also fordern wir am besten ein bestimmtes pult im rider und können es dann für wirklich vernünftiges geld bereitstellen. mit "wirklich vernünftig" meine ich, das man nicht gerade ein XL8 fordern sollte oder sein eigenes pult zu höchstpreisen vermietet, sonst wird der act auch nicht mehr gebucht.
den vorteil von pulten, die dem bandmischer vertraut sind, kann aber jeder nachvollziehen. -
Ich denke, der Unterschied zwischen der Situation 'gert' und der Situation 'wora' ist, dass Gert von einem headliner ausgeht, dessen rider-Erfüllung tatsächlich ernstgemeint, von der Agentur unterstützt und mit Repressalien auch durchgesetzt wird. D.h. das geforderte Pult gibts entweder 'local' oder 'mitgebracht' aber sicher nicht garnicht und ein "alternativpult", also die abgerockte "Vorortbüchse" steht einfach gar nicht zur Debatte.
Wenn allerdings wie in der Situation 'wora' der Künstler auf deibel komm raus den Job spielen will ( muß ) und dabei die von uns ungeliebten Kompromisse eingeht ( oder ihm das scheißegal ist ), wird kein Veranstalter der Welt sich genötigt sehen, für Geld ein Mischpult zuzumieten auch nicht vom Techniker des Künstlers.
So ischt das ebend


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Das mit den mitgebrachten Pulten mag ja hier und da noch gehen. Aber spätestens wenn im FoH Büdchen kein Platz mehr ist, wenn man spezielle Digitalcore durch gefüllte Besucherbereiche verlegen will, und das Zeitfenster wegen ohnehin gemeinsam genutzter Backline bei manchen Lokalfestivals sehr eng ist, relativiert sich der kleine Vorteil gespeicherter Shows auf dem ein oder anderen mitgebrachten Tonplatz.
Ich habe so etwas auch schon zu Zeiten analoger Frontplätze erlebt und gehört. Die Ergebnisse waren nicht grundsätzlich besser als mit den hiesig gestellten Pulten es lokalen Rentals. Auch der Zirkus mit selber mitgebrachten Sideracks hatte außer eine Menge Strippen ziehen nie was auf dem Nacken! Im Gegenteil, ich habe schon obskure Sachen gehört - obwohl Auftritt und Motivation manches Zeitgenossen mit eigenem Equipment phänomenal zu beobachten war.Bei speziell vorzubereitenden Shows mag der Spaß mit bandeigenen, mitgebrachten Pulten vollkommen in Ordnung gehen, ja sogar Sinn machen. Im Festivalbetrieb klappt das bei genügend Vorlaufzeit (und Platz) auch noch ganz gut, aber für alle anderen 08/15 Sachen ist das oftmals übers Ziel hinaus geschossen. Der Vorteil ist leider auch nicht immer zu hören

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Ach ich muss auch oft auf oertlichen Pulten arbeiten und oft macht es mir auch nix aus. Und man muss schon im Rahmen beiben manchmal gibts eben kein anderes Pult und der Transport wird in Kilos abgerechnet.
Ich hab in Kasachstan schon DP Shows auf Venice Pulten gemischt.
Das ist nicht unbedingt schlecht. Bei DP steht im Vertrag das die kein Pult teilen. Wenn man dann anbieten kann das die Supportband das Digipult mitbenutzen darf freuen sich die Oertlichen meist.
Wolfgang ich weiss ja nicht wieviel du verlangst aber wenn die Band unbedingt spielen muss will etc macht es nicht sinn bei der Band nen Festpreis incl Pult durchzudruecken? sagen wir mal 50 Euro mehr. Einfach im Rahmen der Lohnerhoehung
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Dieser Threat spiegelt genau den Alltag wieder;schön!(zum besseren Verständnis
Grundsätzlich kann jede Band incl. Techniker seinen eigenen FoH mitbringen wenn:- dies im Rider vermerkt ist
- das Pult im Preis inbegriffen ist
- vorher Absprachen mit dem VA bezüglich dessen getroffen wurden um den lokalen PA Mann nicht vor den kopf zu stoßen( ein Handy haben wir doch alle dabei)Bei mir sieht es so aus das ich mich genau aus den weiter oben aufgeführten Gründen auf die Yammi Pulte konzentriert habe,die hat heutzutage jede vernünftige Firma und ein Lappi hab ich eh dabei,falls die 1.??? zu alt ist (richtig :kommt in 90% aller Pulte vor,egal ob LS oder PM).
Fahre selbst immer mit nem LS im Kofferraum auf Mugge falls mal Zeug da steht was nicht (2-3Tage) vorher abgesprochen war und absolut nicht geht.Gerade weil meine zu betreuenden Bands alle IEM vom FoH haben und teilweise bis zu 7 Wegen.Probleme ein Core zu legen hatte ich noch nie,auf Festi´s ordere ich eines,bei Solo-Muggen muss ich halt zeitig da sein.
Das garantiert mir schmerzfreies arbeiten und dankbare Gesichter seitens der Bands beim ersten Block. -
Zitat von "rockline"
...... Auch der Zirkus mit selber mitgebrachten Sideracks hatte außer eine Menge Strippen ziehen nie was auf dem Nacken! Im Gegenteil, ich habe schon obskure Sachen gehört - obwohl Auftritt und Motivation manches Zeitgenossen mit eigenem Equipment phänomenal zu beobachten war.
Das kenne ich aber auch sehr gut umgekehrt:
Oton FOH Betreuer: öh, das ist jetzt aber sehr seltsam, seit der Radiomoderator nicht mehr über Deinen mitgebrachten subgruppenkompressor ( nein ich verrat jetzt nicht über welchen
) läuft ( hatte echt einen Moment einen erschrockenen Gesichtsausdruck :wink: )
oton Nachfolgender Mixer: äh, kannst Du Deine Mikros nicht noch ein bisschen dalassen
oder:
oton nachfolgende Band: ( Kann man die Einsellungen jetzt gerade mal für uns so übernehmen ? ( am häufigsten ) kommt immer dann vor, wenn nicht unfreundliche FOH Betreuer meine Arbeit behindern, oder deren Firmenchefs ihre Digitalpulte nicht updaten oder die Vorortsituation sonst irgendwie irreparabel ist.PS: noch lieber als mitbringen, stecke ich Speicherkarten in vorhandene Geräte, was dann so in Richtung moderner Massenspeicher und Digitalpult geht

und da mache ich es dann umgekehrt und schleppe irgend ein echtes Vintagedingens mit mir rum. 


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Zitat von "henningt-33"
Dieser Threat spiegelt genau den Alltag wieder;schön!
Klar Mann, es ist ja auch ein richtiger 'Praxis-Thread'

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ein konzert soll ja ein erlebnis sein, wenn man alles immer genau so machen soll wie alle anderen, wo ist dann da noch die herausforderung bzw. der unterschied zwischen den bands?
einheitsbrei? - nein danke!
klar, wir sind dienstleister, aber ich sehe mich auch als teil der kunst. mein job ist es, die bühnenkunst auf die ohren der zuschauer zu übertragen und dies möglichst so zu tun, das ein bleibender positiver eindruck entsteht. dazu nutze ich gerne effekte, die nicht jeder einsetzt, z.b. grundsätzlich die von mir editierten effekte. serienmässige hallprogramme nutze ich sehr selten.das problem für mich ist mittlerweile, das viele verleihbuden ihre SPX990 und PCM91 verkauft haben, weil in ihren digipulten "alles drin ist". für meine anwendungen stimmt das allerdings nicht immer, selbst wenn ich einräume das ich auch künstler betreue, die auch mal vor nur 200leuten spielen. diese 200 erwarten trotzdem ein vollwertiges konzert.
selbstverständlich ist es nicht immer möglich die optimale anlage und mixmöglichkeit vorzufinden. gerade bei kleinen und gering budgetierten festivals muss man auch mal kompromisse eingehen, das ist klar.
aber das muss ja nicht zwingend zur selbstverständlichkeit werden!
sonst müssen wir bald alle unsere liebgewonnenen pulte und geräte mit den speziellem eigenschaften wegwerfen und dürfen nur noch LS9 spielzeuge verwenden, die mittlerweile zu einer wahren pest geworden sind (so hatte ich neulich sogar einen gig mit grosser Meyer-anlage und LS9!!)guma:
die problematik ist genau wie du schreibst. die künstler wollen ihre konzerte machen, und das "zur not auch mit abstrichen, wenn eine zu kleine location das finanziell nicht zulässt". somit ist man oft gezwungen, die technik einzuschränken. es bleibt ein bisschen verhandlungsgeschick, wie weit man gewisse sachen durchsetzen kann, die entwerde die arbeit deutlich vereinfachen oder einen zugewinn als sound bedeuten.gert:
die idee, die eigenen pulte in den vertrag zu integrieren habe ich ja auch, aber bei einigen leuten ist das tatsächlich schwer durchzusetzen...
interessanterweise habe ich nur eine band, die gnadenlos auf dem standpunkt ist: "bring dein pult mit, wir sehen den mehrwert für uns und bezahlen das"... diese musiker sind im schnitt alle um die 60 und haben den nötigen weitblick für so eine entscheidung.so hat halt jeder seine eigenen anforderungen.
- der verleiher möchte möglichst ein einziges digipult haben, mit dem er alles machen kann
- der künstler möchte sich von anderen abheben, was man nicht zuletzt auch durch andere technik hinbekommen kann
- der techniker braucht pulte, die seinen anforderungen 100%ig gerecht werden
diese drei punkte lassen sich aber sehr schwer unter einen hut bringen... -
Wer wie der Wora ein eigenes Pult benutzen möchte bekommt dies in aller Regel auch so realisiert. Ich finde das sogar sehr bequem, da ich in so einem Fall gerne auf 50.- oder 100.- FoH Pultmiete verzichte, und somit auch keine Multicore und ähnliches verlegen müsste. Das geht locker bei einer "Eine Band Show".
Bei einem Festival, Stadtfest und ähnlichen Gegebenheiten betrachte ich die Verwendung bandeigenen Materials ebenfalls immer sehr wohlwollend - sofern ich damit außer "hier sind deine beiden XLR" nichts am Hut habe. Zusätzliche Organisation von Regenschutz (Stichwort FoH Bude), Versorgung mit Gummimatten wegen irgendwelcher Bühnencores, Tisch fürs Pult herbeischleppen usw. sehe ich persönlich eher unter dem Aspekt "muss das jetzt sein", und in Verbindung mit der Frage "was habe ich von dem Aufwand, bekomme ich das zusätzlich vergütet?"
Gehen tut's immer irgendwie, wenn es toll klingt umso besser - aber manche Sachen die dort angeschleppt werden sind oftmals auch ein Schritt in die andere Richtung.
Vor einem Jahr hatte ich zb so etwas mit einer extrem bekannten deutschen Band, und einer stundenlang aufgebauten Backline nebst Monitorpult und separatem M7 für vorne gehört. Zwei völlig unbedeutende Vorbands klangen über die gestellte Festivalkonsole gemixt 3x besser als der Topact :shock:
Auch erinnere ich mich gerne an den Kollegen, der mit 6 vorhandenen BSS DPR402 nicht arbeiten wollte, weil er seine ganze Kiste voller dbx 166 mitgeschleppt hatte. Ich hätte es ja verstanden wenn der Sound wenigstens annehmbar gewesen wäre - aber außer PA-Controller im Dauerrot hatte das nix auf sich! Für mich war das einfach nur sinnloses umstöpseln der Inserts, inklusive Adaptersuche weil seine Stereoinsertkabel nicht auf die getrennten Send und Returns passten. So was ist für mich einfach nur Blödsinn. Noch besser finde ich die PlugIn Könige mit ihren mitgebrachten Macbooks inkl. Pro Tools Interface und 8-fach Insertauflöung. Was ich anfangs noch sehr interessant fand sehe ich mittlerweile eher befremdlich an....bringt außer viel Gemurkse keinerlei Vorteile.
Was ich in letzter Zeit oft beobachte, und auch für sinnvoll betrachte sind die kleinen M400, DM1000, 01V usw. für eigene InEar Mischungen. Das kann man bequem an die Stagebox verstrippen - und schon spielt der Monitor ohne das der Foh Mann ein gucken danach hat. Und vorne haben bis jetzt alle routinierten Knöppedreher bei guten Bands gegenüber immer innerhalb kurzer Zeit gute Sound abgeliefert. Auch in Festivalsituationen mit 30 Minuten changeover. Nach 2, 3 Lieder haut das doch immer hin!Zu Woras Effektsounds: das kenne ich auch, die berühmten Karten fürs 990 oder PCM. Doch sehr oft habe ich mich bemüht festzustellen was denn nun tolles zu hören ist, und wurde immer wieder belehrt das es nur irgendwie ein anderer Hall, eine andere Feedbackrate beim Delay, oder eine heitere Mischung aus Delay und Reverb ist. Ob der gemeine Konzertbesucher überhaupt merkt was da gezaubert wurde? Ich weiß es nicht, glaube aber das es oftmals nur die 7% Musikerpolizei im Publikum ist, die überhaupt bewußt wahrnimmt das da irgendwas passiert. Der Rest beschäftigt sich mit Frauen anbaggern, oder Verstand benebeln. Bei allen Effektgeschichten muss aber auch noch bedacht werden: löst die gestellte PA überhaupt so sauber auf das man was gescheites hört? Klingt die Halle, der Raum? Und immer wieder erlebe ich das gleiche Szenario: Concert Hall 3.2 beim PCM! Der übliche Standard, immer wieder gerne genommen.
Um auf den Titel zurück zu kommen: analoge Pulte verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Es ist vor allem nicht mehr schick ohne Bildschirm(e) und wichtig zuckenden Fadern den ahnungslosen Konzertbesuchern (neben dem grundlegenden Anspruch ans Musik hören) zu beeindrucken. Platz sparen die modernen Pulte ohne Ende, rauschen und brummen sind ebenfalls Fremdwörter, Kontakt und Kabelprobleme gehen auch gegen Null.
Tatsache ist aber auch, dass die Industrie bereits jetzt Oberwasser hat. Die Intervalle mit Neuerscheinungen werden immer kürzer, die Bedienkonzepte immer einfacher, und der Investor zunehmend unsicherer. Was man heute kauft ist vielleicht schon Morgen eine Fehlentscheidung gewesen. Wirkliche Säulen wie einst Midas XL, Soundcraft Serie5, Yamahas PM usw. wird es langfristig im Digitalpultmarkt kaum noch geben. Die integrierte PC Technologie wird zukünftig im 10 Monatszyklus ersetzt (man schaue sich die rasend schnelle Entwicklung im PC Bereich mal an - kaum ist ein Mainboard neu am Markt steht schon die nächste Generation in den Regalen), und die einfache Herstellung im Vergleich zu sehr aufwändigen Analogkonsolen rechtfertigt die ständige Neuplatzierung von Modellen. Der Markt wird in einigen Jahren überschwemmt von Digitalpulten, und nahezu jeder Popanz wird mit seinem Hardwarecubaseplatz auf die Straßen ziehen. Die einstige Differenzierung zwischen Musikermaterial und den sogenannten "amtlichen" wird schleichend untergehen, und der Preisverfall in der Beschallungsszene wird zusehends vereinfacht. Die Gewinner stehen jetzt schon fest: die Hersteller von digitaler Hightechware, die nicht mehr zu reparieren ist. Die Verlierer sind wir, da wir bereits vollends dem Glamour des schnellen Scheins erlegen sind und kräftig investieren - auch wenn kaum einer wirklich ein teures Digitalpult braucht!
Auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig überspitzte Zukunftsvision ist - warten wir mal ab. Vielleicht holt in 10 Jahren jemand diesen Beitrag wieder nach oben und sagt " damals hat der olle Rockline das schon gesagt...und heute zieht Murat aus dem HipHopkellerstudio mit seinem Digitalpult was vor 10 Jahren mal 35k gekostet hat los, um beim Stadtfest für 150.- den FoH Mann zu mimen"!
Männer - wir sind nicht mehr weit davon weg. Die neue Kompakttechnik sägt euch euren eigenen Ast ab. -
ich stimme mal grundsätzlich zu und ergänze:
Den Sound macht immer noch der Mischer (Mensch) aus dem Quellmaterial, nicht das Pult oder Outboard.
Das gemeine Digitalpult ist ja nur eine Digitalmatrix mit X Rechnenleistung, Y Bussen und Z Auflösung.
Dazu kommt der Knackpunkt, das Interface.Die grundsätzliche Fähigkeit, einen guten Mix hinzulegen verlernt ein "Guter" nicht, nur weil ein Behringer dort steht, ein "Schlechter" gewinnt sie nicht auf einem Studer oder Midas.
Jetzt bleiben wir mal bei dem "Guten", der möchte das Beste aus dem Quellmaterial machen und fordert dazu das Interface was ihm am besten passt, Features vorrausgesetzt. Dann kann er einen noch besseren Job abliefern.
Der "Schlechte" fordert oft was Andere cool fanden (wie oft hatte ich einen Eventide H3000D/SE auf dem Rider und was war beim Gig aus?) und können trotzdem nichts abliefern.
Nur das hat für mich mit analog / digital nichts zu tun, da kommen die 3 Grundlagen des Mischens zusammen:
1. Hören
2. Abstrahieren
3. UmsetzenBevor ich philosophisch werde - cut.
Wo war ich?
Der letzte Satz, ich wollte darauf hinaus, daß ein "Guter" immer gefragt sein wird und sich nicht unter Wert verkaufen muiß. Völlig unabhängig von der Technologie. Weil 2-3 auf einem bestimmten Interface einfach nur besser umsetzbar ist.
Morgen habe ich z.B. ein LS9-16 vor der Nase, mit ein wenig Vorbereitung passt das für 14 Kanäle.
Ich kann auf dem User Layer alles zusammen haben was den Mix und den 4-Effekte-Mix betrifft, auf 17-32 entsprechend 7 Monitorwege. Genaugenommen bin ich morgen extrem schmerzfrei was das Pult betrifft. Ich arbeite lieber an der Quelle und der Mikrofonie.Nächste Woche ist es anders, da brauche ich mehr Freiheit bei den Effekten (und mehr Effektwege) und es sind 25 oder so Inputs und deshalb gibt es iLive. Die Alternative zu "Pult mitbringen" wäre "nur die Hälfte der Kanäle haben" gewesen, das geht gar nicht.
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Nochdem sich die Havarieproblematik ja irgendwie erleigt zu haben scheint, ist doch wohl das größtle Problem die Kompatibilität:
Anologe Konsolen funktionier(t)en irgendwie immer gleich, zumindest in den Grunzügen.
Digitale verfolgen alle ihr eigenens Bedienkonzept - mit den angesprochenen Problemen.Die Lösung wäre also doch wohl etwas wie - nicht hauen - Windows für Pulte (nur besser
es gibt einen verbreiften Bedienstandard, allgemein verstanden und akzeptiert. Produktzyklus ca 5 Jahre, Neuerungen intuitiv erlenbar. Hardwareadaption auf updates mölich, ggf. mit kleiner Perdromaceeinbuße.
Auf diese Weise könnte wieder jeder mit jedem Pult - und man könnte sich auf die eigentlich Aufgabe konzentrieren - den Ton. Das Pult ist Mittel zum Zweck. Oder: Watt zählt is aufm Platz
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Zu dieser ganzen Diskussion, ob Analog- oder Digitalpult muss ich mal folgendes anmerken:
Oft kommt mir die Argumentation pro Digipult so vor wie bei Kindern in der Schule beim Quartettspiel: Mein Ferrari hat aber 94 Kanäle und 12 Effekte gleichzeitig, Dein LS9 nur 240 PS. Ich habe gewonnen!
Nichts gegen Digipulte an sich, ich bediene ja auch selber welche.
Aber die Qualität dessen, was beim Publikum ankommt, hängt nicht nur davon ab. Auch mit dem teuersten Digipult kann man aus einer schlechten Schülerband nicht einen U2 Sound herausholen, wohl aber kann ein guter Soundtec meist auch aus einer miesen Anlage mit einem Uralt Mitecpult und einer halbwegs guten Band ohne grossen Soundcheck nach spätestens ein, zwei Songs einen wohlklingenden Sound hervorzaubern.
Vor letzterem habe ich mehr Respekt als vor den Soundtechs, die ohne 8 EQ´s und vier Multicomps/gates im Master nicht mehr auskommen. -
Oha...
Seit über 25 Jahren drehe ich jetzt Knöpfe, verleihe Anlagen und kaufe schöne Pulte sowie nette 19" Geräte.
Ja, ich kann damit umgehen
Ja, der Sound ist gut
Ja, ich hab ne Menge Spass beim Mixen ( und aufbauen... )
Ja, es wäre schön wenn das so bleiben könnte !!!Ich werde bis zu meinem Ruhestand analoge Pulte bevorzugen und all die kleinen Schätzchen im Siderack die ich mir in den vielen Jahren mühsam zusammengesucht habe weiterhin schätzen.
Wer's anders sieht > ok, es ist halt eine Wegwerfgesellschaft geworden.
Wer's mag > ok, mal sehen wo das hinführt...
Wer mich mag > meine Kunden ! Die buchen mich immer wieder weil sie wissen was sie bekommen.Ich mach nicht mit im Spielchen " Wer hat das neueste , bunteste oder wie auch immer Gimmik ".
Alles Neue hat gerne mal Kinderkrankheiten.
Schöne Aussichten
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rockline: schön aus dem Leben, und überspitzt ist da gar nichts. Vor 2 Jahren oder so habe ich hier irgendwo mal etwas Ähnliches reingestellt: in nicht all zu ferner Zukunft wird jedes Bierzelt, jeder Kneipensaal, jede Schulaula ganz selbstverständlich über ihren 512 - Kanal ‚Tonverteilserver‘ verfügen. Wandler gibt’s noch an Mikrofonkapseln, in DI – Boxen und Aktivlautsprechersystemen; die Software ist Gratisgimmick eines amerikanischen Betriebssystems ab Verkaufsstufe ‚Premium‘. Wer sich dort dann wann zu welchem Zweck mit welcher Bedieneinheit einloggt bleibt jedem selbst überlassen.
Und wehe, die Masterclock versagt.
Trotzdem sehe ich’s weniger pessimistisch. Diejenigen, die wirklich damit umgehen können und sich auch sonst darauf verstehen, die Schnittstelle zwischen Performer und Publikum effektiv und unauffällig zu besetzen werden auch dann noch ihren Lebensunterhalt damit verdienen können.
Zitat(wie oft hatte ich einen Eventide H3000D/SE auf dem Rider und was war beim Gig aus?)
Sehr fein beobachtet. Ich gestehe: richtig bedienen kann ich das Ding nicht. Zusammen mit ‚Röhrenkompressor‘ (irgendwas mit 5mm Alufrontplatte, dicken Messingknöpfen dran und mindestens einem RICHTIG großen, indirekt beleuchteten ‚VU – Meter‘ drin) dennoch mein absolutes Lieblingsgerät aus der Rubrik ‚diverse Sonderwünsche‘. Seit 20 Jahren regelmäßig im Einsatz, dabei bis heute nahezu völlig frei von irgendwelchen unliebsamen Abnutzungserscheinungen im Bedienbereichsumfeld. Und jedesmal 25 oder 30 Euro extra!
Zitatsonst müssen wir bald alle unsere liebgewonnenen pulte und geräte mit den speziellem eigenschaften wegwerfen und dürfen nur noch LS9 spielzeuge verwenden, die mittlerweile zu einer wahren pest geworden sind (so hatte ich neulich sogar einen gig mit grosser Meyer-anlage und LS9!
Sehen wir’s doch mal ganz nüchtern: jeder hat aus alter Gewohnheit die gängigen Standard – Renommierobjekte (D5/ PM5/ VI6; falls analog ab H2000 + Vollausstattung aufwärts) im Rider stehen. (SD7 und XL8 tauchen interessanterweise bisher recht selten auf; woher eigentlich so viel Skrupel bei Vorverkaufszahlen um die +/- 300, meine Herren?). Im Tourbusanhänger wird dann aber doch nur der LS9 oder M7 + Alibichannelstrip mitgebracht („Du weißt schon, das Transportproblem, die Umstände, blablabla ...“).
Und Örtliche sind gute Beobachter und scharfe Rechner.Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Jemand hat's geschrieben - und ich habe genau auf diese Antwort gewartet: der "Gute" und der "Schlechte"!
Da ist selbstverständlich genau der Punkt. Es geht nämlich nicht um die Gehhilfe buntes Pult, sondern um das Talent des Benutzers. Demnach kann es ja eigentlich egal sein ob oldschool analog, oder neuzeitlich bunt und schrill.
Nur - die Kunden sehen das nicht immer. Vielmehr wird massiv mit der jüngsten Technik geworben wenn es um die Jobs geht, und wer die bunteste, teurste und mit den meisten TFT's ausgestattete Kiste hat, hinterläßt den meisten Eindruck.
So auch Murat, wenn er in einigen Jahren eine prall ausgesattete PM5 für 1200.- bei ebay besorgt, und damit King vom Block wird! Durch ein vollausgestattetes Pult in Verbindung mit ein paar billig geschossenen Hornstacks von EAW wird auch ihm die Möglichkeit leicht gemacht eine PA zu erstellen.Mit einem analogen Platz war das nahezu undenkbar. Außer es hat nix gekostet, und war dementsprechend "unamtlich".
Aber welche Jugendheimclique aus der Bronx konnte sich schon eine XL200 oder PM3500 nebst adäquaten Siderack leisten? Mit den Digitalpulten kann sich jeder junge Cubasejunkee seinen funktionierenden PA Laden aufmachen - und bekommt in absehbarer Zeit heutige Hightech zum Schrottpreis.
Ob er guten Ton schraubt oder nicht ist egal - die Möglichkeiten sind inzwischen da, und jeder Milchmann bekommt sein Versuchsfeld. Und warum sollte nicht auch der "Schlechte" lernen einmal "Gut" zu werden. In den Geenen ist das nicht verankert.Digital schafft Möglichkeiten für lau....und der einst hohe Sockel der Maßstäbe ist zerbröselt. Wie wollen sich die Digitalfreaks noch differenzieren? Das wird nur noch über "ich habe grad wieder das neuste Pult xyz geleast, und das von vor drei Jahren bin ich bei ebay noch für 1600.- losgeworden"
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Also, wenn ich mich mal zum Thema melden dürfte: IMHO wird es noch für Jahre kein "zurück zum analogen Pult" geben, sondern ein einträgliches Nebeneinander. Warum sollte ich mein erprobtes, funktionierendes Analog-Besteck am FOH verschrotten? Weil alle (viele) es tun? Weil ich mit TFT's blenden will? Weil's der Rider fordert? WENN ich neu oder erstmalig investieren MÜSSTE wäre ein digitaler Frontplatz natürlich erste Wahl. Ich hab aber noch meine liebgewonnen "Schlachtschiffe" nebst Racks, Cores und Tilt's (lol) und verdien Geld damit.
Ich weiss aber auch: Meine nächste Investition in Pulte wird irgendwann ein Digitales sein......
Leo
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Insgesammt wirds mir jetzt ein bisschen zu apokalyptisch
:roll: Zitat von "billbo"Sehr fein beobachtet. Ich gestehe: richtig bedienen kann ich das Ding nicht.
Ja, das Phänomen ist bekannt. ( Bedienungsanleitungskopien by PN by mich :wink: ) Allerdings ist es so, dass selbst wenn man die Bedienung mal kappiert hat, das nicht unbedingt bedeutet, dass man aus dem trockenen gute Ergebnisse aus dem Gerät erzielt. Man muß mal eins wirklich ein paar Tage gequält haben.
Statt dessen kann man die Peinlichkeit als guter Babysitter vermeiden, indem man ein: "Du hast warscheinlich genau diesen Sound gesucht" einfädelt. Ich kenne allerdings auch Kollegen ( Hallo Singen am Hohentwiel ), die dem Gerät wirklich tolle Sounds entlocken. ( Die hatten aber meist auch selbst mal eins :wink: )
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Zitat von "guma"
Insgesammt wirds mir jetzt ein bisschen zu apokalyptisch
:roll: Ja, das Phänomen ist bekannt. ( Bedienungsanleitungskopien by PN by mich :wink: ) Allerdings ist es so, dass selbst wenn man die Bedienung mal kappiert hat, das nicht unbedingt bedeutet, dass man aus dem trockenen gute Ergebnisse aus dem Gerät erzielt. Man muß mal eins wirklich ein paar Tage gequält haben.
Statt dessen kann man die Peinlichkeit als guter Babysitter vermeiden, indem man ein: "Du hast warscheinlich genau diesen Sound gesucht" einfädelt. Ich kenne allerdings auch Kollegen ( Hallo Singen am Hohentwiel ), die dem Gerät wirklich tolle Sounds entlocken. ( Die hatten aber meist auch selbst mal eins :wink: )
Wahrscheinlich bin ich ein untypischer Techniker, wenn ich ein H3000D/SE anfordere, dann weil ich das Gerät für bestimmte Sounds einfach brauche. Und es natürlich bedienen kann. Es ist zwar etwas mühsehlig, die Parameter händisch von den Merkblättern einzugeben aber es lohnt sich.
Bei einer Theatershow in Wien hat das mal nicht geklappt und man stellte mir ein nicht ganz funktionstüchtiges H4000 hin. Am Ende hat sich eine Rental-Company gefreut, daß sie ihr 3000er wieder mal für eine Woche vermieten konnten und das 4000er hab ich als Tongenerator benutzt. Der 119er-Sound, den ich brauchte, war auf dem 4000 nicht drauf.Die Grundbedienung ist mMn ziemlich selbsterklärend, wenn man tiefer in die Parameter geht muß man schon etwas nachdenken. Aber nichts, was man mit einem IQ über einem Kartoffelgratin nicht erfassen könnte wenn man wöllte.
Aber wir waren hier ja bei Pulten. Also mein Job heute auf dem LS9-16 war so, daß ich kein analoges Pult hätte haben wollen. Alles nah beisammen, viele Dynamics, z.T. einfach nur 1:2 Expander mit sehr niedrigem Threshold zum sauber machen und komprimierte Effekt-Sends, weil mir der aufgezogene lange Hall sonst alles wegbrezelt wenn mal jemand etwas lauter ins Mikrofon singt. Das wäre auf 1mx1m FOH analog sehr schwer geworden. Und auch nicht mehr übersichtlich.
Analoge Pulte haben sicherlich ihre Berechtigung aber ich sehe keine generelle Veranlassung, zu ihnen "zurückzukehren".
Es gibt sie, sie werden eingesetzt, genau so wie digitale Pulte.
Die Tendenz geht zu digital, die Feature-Sets und Interfaces werden langsam besser. -