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Verstärker-Phänomen...

  • ewok
  • 25. Februar 2015 um 15:41
  • ewok
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    • 25. Februar 2015 um 15:41
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich hab da ein Problemchen und werd da im Moment nicht ganz schlau draus: In einer winzigen* Kneipe laufen an einem the t.amp S-75 MK II (2 x 75 W an 4 Ohm, lüfterlos) 2 Stück Behringer Monitor 1Control (5 ½"+HT, Belastbarkeit 100 W/IEC268-5, Impedanz 4 Ohm) für Hintergrundmusik, TV-Fußballton und ab und an mal Party. Der Verstärker ist als oberstes Gerät in einem Rack eingebaut, darüber sind 15 cm Luft.

    Problem: Selbst bei Hintergrundmusik wird der t.amp kochend heiß und schaltet nach einiger Zeit in Protect bis er wieder abgekühlt ist. Ok, eingeschickt zum großen T => Anruf vom Techniker: Amp ist in Ordnung, vielleicht eine Nummer größer kaufen! Telefonat mit PA-Abteilung: "Hm, die Boxen haben 100W, der Verstärker nur 75, das ist ja zu wenig. Also wird er deshalb zu heiß"
    Äh, ja, danke fürs Gespräch...

    Seit wann muss man denn jetzt schon Mini-Brüllwürfel mit Leistung mit 3-stelligen Wattzahlen befeuern?!? Da lief vorher ein Uralt-Hifi-Amp. Wenn der mal 40 Watt hatte... :roll:

    Mir fehlt da momentan ein wenig die Erklärung für; die Boxen hab ich auch schon mal mit dem Messgerät durchgemessen; Gleichstromwiderstand liegt im Bereich von irgendwas über 4 Ohm; ein Kurzschluss auf der Leitung scheidet also auch aus.

    Was bringt einen Verstärker, der angeblich einwandfrei spielt, dazu sich selbst zu grillen?!?


    *Winzig = Vor der Theke ist genau so viel Platz wie hinter der Theke....

    http://www.partyontour.de

  • Kracky
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    • 25. Februar 2015 um 16:01
    • #2

    Wie wäre es mit Ersatzgerät und den Amp mal im Lager ne Weile an zwei Boxen beobachten. Wenn er da das selbe macht, Amp als defekt über ebay und Ersatz. Alles anderen lohnt doch den Aufwand gar nicht bei nem 100.- Euro Amp.

    Mein Tipp als Ersatz JB Systems - AMP 100.2, hab 2x von den 400.2 seit Jahren in einer Installation und laufen einwandfrei.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • Jürgen Klingel
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    • 25. Februar 2015 um 17:04
    • #3

    Wo tritt bei dem t-Amp die Luft zur Kühlung ein? Direkt unterhalb der Austrittsöffnungen? Was befindet sich darunter für ein Gerät, wie warm wird es im Rack ohne eingeschaltete Endstufe?
    Wenn da Wärmequellen drunter sind, die schon mal mit 45°C oder so vorheizen, dann wird´s mit der Verlustleistung des Verstärkers schnell mal zu viel und der kann sich - mangels Lüfter - keine zusätzliche Kühlung zufächeln.
    Betreibe den Amp mal außerhalb des Racks, überhitzt er da auch. Die angeschlossenen Boxen dürften den Verstärker im Standgas nicht zum schwitzen bringen - also haben wir entweder eine Fehlfunktion, oder schlechte Kühlungs-Gegebenheiten.

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ewok
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    • 25. Februar 2015 um 17:07
    • #4

    Kracky: Das Teil ist nagelneu, deshalb auch postwendend zurück zum T.

    Jürgen: Darunter ist eine weitere Endstufe für einen Nebenraum, die aber im Normalfall gar nicht läuft. Ansonsten nur Mischpult + CD-Player, also keine nennenswerten Wärmequellen.

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  • Mechwerkandi
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    • 25. Februar 2015 um 17:13
    • #5
    Zitat von "ewok"


    Was bringt einen Verstärker, der angeblich einwandfrei spielt, dazu sich selbst zu grillen?!?


    Das ist genau der Punkt...
    Wackelkontakt, Selbstheilung, wir wissen es nicht.
    Es lohnt sich auch einfach nicht.
    Neues Gerät einbauen, fertig. Alles, was an Zeit über anliefern (< 5 km) und Montage hinausgeht, ist schon rausgeschmissen.

    Das wird auch keiner beim t. versuchen zu reparieren. Da gibt's ein neues und fertig.

  • ewok
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    • 25. Februar 2015 um 17:21
    • #6

    Natürlich, so würde ich ja normalerweise auch vorgehen. Was mich jetzt nur arg irritiert sind die Aussagen vom Techniker und von der PA-Abteilung beim T, dass der Verstärker zu klein ist und deshalb heiß wird... Das will einfach nicht mit meinem Erfahrungshorizont zusammenpassen :roll:

    Wenn ich dieser verqueren Logik folgen würde, stände ich halt doof da und müsste ich meinem Bekannten sagen "sorry, wir müssen mehr Geld ausgeben weil 75 Watt reichen nicht für unsere 2 Brüllwürfel". :shock:

    http://www.partyontour.de

  • Kracky
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    • 25. Februar 2015 um 17:43
    • #7

    Hab jetzt nur ein Bild von nem offenen S75 MK1 gefunden.

    Sorry, aber das geht für mich gar nicht, Konfektionskühlung von unten nach oben bei einem Gerät das 365 Tage im Jahr laufen soll. Bei nem anständigen Rackgerät läuft die Kühnung von der Front nach hinten und Basta. Mein Tipp bleibt, die JB System 100.2

    Die Aussage mit zu klein ist ein Blödsinn, weil es völlig Wurscht ist wie groß der Lautsprecher dahinter ist, wenn der keinen Defekt hat. Das wird erst dann interessant wenn man an der Grenzlast fährt und auch da sollte eher der Lautsprecher durch Clipping sterben als das die Endstufe nachgibt, die muss auch unter Volllast ihre Leistung liefern und fertig.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • HaDe
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    • 25. Februar 2015 um 18:03
    • #8

    Hallo,

    wird der Verstärker auch heiss wenn du das Kabel zum Mixer absteckst? Nicht das da was über dem hörbaren
    Bereich schwingt und so den Amp zum heizen bringt.

    Gruß Holger

  • dj-pichl
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    • 25. Februar 2015 um 18:37
    • #9

    Ich würde ebenfalls mal OHNE angesteckten Input und Output den Amp beobachten. Also
    lediglich Netzspannung anlegen und einschalten.

    Vllt stimmt auch was mit der Verkabelung nicht!? Vllt mal andere Lautsprecher (direkt mit kurzem Kabel) anschließen.

    MfG

    DJ Pichl

    --- !!! Der Ton macht die Musik !!! ---

  • Thorsten Erpel
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    • 25. Februar 2015 um 20:25
    • #10

    Speziell bei diesem Verstärker könnte es auch sein, daß etwas mit dieser ERP Schaltung nicht stimmt - also die mal OFF stellen.

    ERP ist wohl eine Ein/Ausschaltautomatik die den Verstärker bei 15min ohne Eingangssignal in Standby setzt.

    Des weiteren würde ich die Eingangsempfindlichkeit auf 1,4V stellen - diese niedrige bei den t.amps hat mich schon immer gestört - aber muss ja wohl für die tollen Leute sein welche ihr Smartphone anschließen und da ansonsten nicht auf Pegel kommen :wink:

    Wieviel Platz ist UNTER dem Amp? Das die warme Luft oben aus dem Deckel kommt ist das eine - schön wäre es aber auch wenn von unten was nachströmen kann bzw. möglichst wenig warme Luft von den Geräten dadrunter.

    Wenn also nach unten bisher kein Abstand ist würde ich mir schon von der Änderung auf 5cm unten und 10cm oben statt 15cm nur oben Besserung versprechen.

    Ansonsten - beim Messen des Widerstandes ist hoffentlich auch die Zuleitung mitgemessen worden - also an den Kabelenden die in den Amp kommen - das würde ja dann eventuelle Fehler der Lautsprecherkabel zeigen.

  • Mechwerkandi
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    • 26. Februar 2015 um 08:22
    • #11
    Zitat von &quot;Kracky&quot;


    Sorry, aber das geht für mich gar nicht, Konfektionskühlung von unten nach oben bei einem Gerät das 365 Tage im Jahr laufen soll.


    "Konvektion" ist das Prinzip des Luftaustausches über Temperaturgefälle. "Konfektion" is was anderes... :wink:
    btw gibt es haufenweise Geräte, die 24/7 laufen und ihre Abwärme auf diesem Weg loswerden...

    Zitat von &quot;Kracky&quot;


    Bei nem anständigen Rackgerät läuft die Kühnung von der Front nach hinten und Basta.


    gsd gibt es auch noch unanständige Geräte.
    Und wenn es keinen, oder nur unzureichenden Luftaustausch gibt, dann nutzt die kühnste Kühnung nichts. :grin:

  • Kracky
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    • 26. Februar 2015 um 16:33
    • #12
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    "Konvektion" ist das Prinzip des Luftaustausches über Temperaturgefälle. "Konfektion" is was anderes... :wink:
    btw gibt es haufenweise Geräte, die 24/7 laufen und ihre Abwärme auf diesem Weg loswerden...


    gsd gibt es auch noch unanständige Geräte.
    Und wenn es keinen, oder nur unzureichenden Luftaustausch gibt, dann nutzt die kühnste Kühnung nichts. :grin:

    Ich gelobe Besserung, es geht nur um das Prinzip, es ist sicher nicht falsch wenn eine Kühlung von unten nach oben verläuft, entspricht ja der Physik aber das geht nur wenn die Geräte frei stehen und die Luft zirkulieren kann, in einem Rack ist es äußerst selten der Fall das die Luft frei von unten nach oben zirkuliert und daher muss dort eben die Luft vorne rein und hinten wieder raus, am besten sogar noch mit Hilfe eines Lüfters der dafür sorgt das der Luftaustausch auch wirklich stattfindet. Ich hoffe jetzt wird mein Statement nachvollziehbarer.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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  • zegi
    Verifiziert
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    • 26. Februar 2015 um 20:50
    • #13

    Es kann nicht sein, dass die Böxchen falsch angeschlossen wurden und der Widerstand auf 2 Ohm ist?

    Der Ton macht die Musik.

  • andreas herrmann
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    205
    • 26. Februar 2015 um 22:22
    • #14

    Hi Ewok,

    ich würde spasseshalber mal mit dem Multimeter den Widerstand der Boxen inklusive Boxenkabel messen.
    Vielleicht hat sich ein "Nagel" im Kabel verirrt...

  • ewok
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    • 26. Februar 2015 um 23:52
    • #15

    Hi!

    Danke für die vielen Ideen! Kabel mit Boxen dran habe ich schon durchgemessen; liegt jeweils im Bereich von 4 Ohm, also hängt an jedem der beiden Kabel wirklich am Ende nur eine Box.

    ERP war ausgeschaltet, die hat mich beim Testen schon genervt. Die ganze Anlage wird über einen zentralen Schalter eingeschaltet.

    Was die Kühlen angeht: Ok, das Bild mit der offenen Endstufe zeigt, dass da ja wirklich nicht allzu viel Kühlkörper vorhanden ist.

    Nach oben hat der Verstärker Platz gehabt, nach unten muss ich meinen Bekannten nochmal fragen; da ist nachträglich noch ein weiterer Amp dazu gekommen (der für den Nebenraum, der aber fast immer AUS ist). Vorher war da nur das Mischpult mit wenig Einbautiefe unter dem T.Amp. Jetzt sitzt die zweite Endstufe darunter. Wenn da natürlich GAR KEIN Abstand dazwischen war, dann könnte das in der Tat dem Verstärker zu warm werden :( Ich muss mir das wohl nochmal vor Ort ansehen...

    http://www.partyontour.de

  • FireFly3390
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    • 27. Februar 2015 um 07:45
    • #16

    Hi ewok,

    ich würde auch stark für einen Testlauf im Lager bei offenem Gehäuse plädieren.
    Da kann man mit der Hand oder evtl sogar mit Infrarot oder Kontaktthermometer direkt bestimmen, wo es zu heiß wird und damit den Fehler eingrenzen.
    (Das man dabei entsprechende Vorsicht walten lassen muss brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen :wink: )
    Spontan fällt mir auch noch der Ruhestrom ein. Der lässt die Transistoren auch bei wenig Last schnell kochen, wobei es mir unwahrscheinlich erscheint, dass der quasi ab Werk (Amp ist ja ziemlich neu) so stark verstellt ist.
    HF in der Installation könnte auch ein Problem sein, das findet man mit einem guten Oszi oder Spectrum Analyser (vor Ort) heraus.
    Schwingende OPs (vllt angeregt durch HF) ist ebenfalls unwahrscheinlich, da die Bauteile ja noch nicht gealtert sind, aber theoretisch auch möglich.

    Viel Spass bei der Fehlersuche :grin:

    Gruß
    FireFly

    Was machen Bits am liebsten?

    Bus fahren! :D

  • Mechwerkandi
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    • 27. Februar 2015 um 08:15
    • #17
    Zitat von &quot;ewok&quot;


    Was die Kühlen angeht: Ok, das Bild mit der offenen Endstufe zeigt, dass da ja wirklich nicht allzu viel Kühlkörper vorhanden ist.


    Für ein Gerät dieser Leistungsklasse unter normalen Betriebsbedingungen mehr wie genügend...

  • Wolfgang
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    1.377
    • 3. März 2015 um 12:21
    • #18

    Hallo,
    Den Ruhestrom würde ich mir speziell bei diesem Modell auch mal genauer ansehen. Ich erinnere mich, dass bei der ersten Generation ein unpassender Widerstand in der Ruhestromversorgung drin war, und bevor man den nicht getauscht hatte, war es unmöglich, mittels der Trimmer brauchbar hohe Ruheströme einzustellen.

    Ich habe einige dieser modifizierten Amps als Messendstufen im Einsatz und die bleiben eigentlich auch bei hoher Beanspruchung passabel kühl.

    Beste Grüße
    Wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • markus weng
    Beiträge
    188
    • 4. März 2015 um 06:26
    • #19

    Hallo,

    mal da drüber nachgedacht das der Amp eventuell doch keine 4 Ohm kann ob voll es drauf steht?
    Für mich hört es sich so an .

    Gruß

  • ewok
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    7
    Beiträge
    2.541
    • 4. März 2015 um 09:43
    • #20

    hi!

    Danke nochmal für die zahlreichen Tipps! Bei einem Neugerät fange ich natürlich nicht an, es zu zerlegen und zu vermessen; der Verstärker ist ja mittlerweile wieder beim T angekommen und ein anderes Gerät darf ab dieser Woche ran. Ich werde berichten, was passiert.

    http://www.partyontour.de

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