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Rittershow

  • Martin Senft
  • 7. September 2009 um 09:05
  • Martin Senft
    Beiträge
    27
    • 7. September 2009 um 09:05
    • #1

    Hallo,

    meine Freundin ist dieses Wochenende auf einer Pferde-Rittershow auf einem Mittelalter-Markt mitgeritten.
    Die Beschallung mit entsprechender Musik und Kommentarin von einer "Heroldin" mit Headset war leider ziemlich schlecht.
    Das lag einerseits daran, dass das Mikro der Heroldin ziemlich uebersteuert war. Andererseits war die Boxenaufstellung suboptimal.
    Ich hab mal eine kleine Skizze gemalt:

    Die Boxen sind die kleinen gruenen Vierecke. Irdendwelche 12"/2" Boxen. Oberkante der Boxen waren so auf 1,70m
    Meine Freunin meinte auch fuer die Reiter waere es noch uebeler gewesen, weil die noch naeher an den Boxen standen. Daher kam auch das Problem, dass es immer wieder zu Rueckkopplungn kam, weil die Heroldin ebenfalls an den Boxen vorbeigeritten ist.

    Da ich selber schon kleinere Reitveranstaltungen hobbymaessig beschallt habe, habe ich mir Gedanken gemacht wie man das optimieren kann. Und wuerde gerne die Idee diskutieren. Da ich die Veranstalter kenne, kann ich vielleicht einen Vorschlag unterbreiten.

    Budget-Loesung:
    1. an die vordere Wand (Holzkonstrukt mit Tor zum Einreiten) haette ich ein Paar von den Boxen aufgebaut, möglichst hoch (4-5m).
    2. ein oder zwei Delay-Lines entlang der Bahn (leicht nach aussen gerichtet)
    3. evtl. 2x Bass nach vorne damit die "Kampf"-Musik etwas besser kommt.
    4. Heroldin unbedingt Dynamik-Kompression verpassen

    Interessenshalber noch die Idee, wenn Geld keine Rolle spielen wuerde:
    1. Line-Array an die "Vorderseite" + Bass
    waeren da noch Delays notwendig?
    Welche Alternativen gaebe es noch?

    Viele Gruesse
    Martin Senft

  • terrine
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    541
    • 7. September 2009 um 10:11
    • #2

    Hmm hier sind mehr profis als ich, aber ich denke, dass für so etwas keine Delay-Line notwenig ist, da es keine "Bühne" im klassischen Sinne gibt (Bezugspunkt) und die "Moderatorin" durch die Gegend reitet. Denke, dass es merkwürdig klingt, wenn sie an den Zuschauerreihen vorbeireitet und der Sound von "vorhe" (Tor) kommt
    Ich würde also alle Lautsprecher mit dem gleichen, unverzögerten Signal ansteuern. Was auch das Setup erleichtert.

    Gruß,
    Moritz

  • skyworker
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    • 7. September 2009 um 10:31
    • #3

    Hmmm - Satzvey?

    Unabhängig davon - es dürfte an der Interessenlage scheitern. Natürlich kannst du dem Veranstalter etwas vorschlagen, aber alles wird mehr kosten als das, was er jetzt hat ;O) Man kann sowas auch anders machen, ich würde den Zuschauerbereich in mehrere Zonen unterteilen und mit kleineren Systemen, dafür mehr Systemen arbeiten. Bassunterstützung nach Belieben für die martialischen Szenen - aber vorsicht, ich hab mir sagen lassen, sowas führt schon in geringen Dosen bei Tieren zur Irritation. Die Pferde da sind es normalerweise gewohnt, durch Feuer und Böller zu reiten - aber mit tiefem Gegrummel ist das scheinbar so ne Sache.

    Bei der Größe der Szenenfläche plus Publikum wirst du wohl deutlich mehr Boxen brauchen als die vier Vorhandenen. Ob man stadientypisch von Vorne nach oben oder (falls die Möglichkeit besteht) von der jeweils gegenüberliegenden Tribünenseite oben beschallt müsste man ausprobieren.

    Ich glaube, im Schwesterforum gab es unlängst einen ähnlichen, allerdings recht überfrachteten Beitrag zum Thema Rangbeschallung bei Sportveranstaltungen. Stand einiges hilfreiches drin.

    Nein - es geht auch ohne Linearray! Ganz bestimmt sogar ;O)

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tufkaklto
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    • 7. September 2009 um 11:21
    • #4

    Bei sowas sollte man nachdenken, ob man da nicht was in die Mitte über der Bühne hängt.

    Vorteil:
    Man kommt aus der Mitte raus und spielt Richtung zuhörer, sodaß auch das Image einigermaßen stimmt.

    Die Reiter ( bzw eigentlich die Pferde ) werden weniger akustisch niedergeprügelt, was die Pferde sicher auch weniger stört.
    Die großen Tierchen können da ganz schön empfindlich werden.

    Weniger Interferenzen und Stress mit Rückkopplungen

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Online
    nojunk
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    • 7. September 2009 um 12:06
    • #5
    Zitat von "klauston"

    Bei sowas sollte man nachdenken, ob man da nicht was in die Mitte über der Bühne hängt.

    Vorteil:
    Man kommt aus der Mitte raus und spielt Richtung zuhörer, sodaß auch das Image einigermaßen stimmt.


    mit center cluster mit mehreren eng-bündelden speakern (40°x20°), und passenden delay-bereichen VOR den zuhörerbereichen (l nahe bühne, l fern bühne, m gegenüber bühne, rechts fern bühne und r nahe bühne) mit orientierung von der bühne weg habe wir schon mit erfolg gemacht.
    ist nicht zu laut, hat aber gute verständlich, is' ja hauptsächlich 'ne sprachbeschallung! von zusätzlich subs würde ich, wie klauston schon schrieb, absehen.

    :?: wie gross ist das budget?

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • Mechwerkandi
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    • 7. September 2009 um 12:29
    • #6

    Wenn ich die Zeichnung richtig interpretiere, dann brüllen die Boxen ins infield.
    Die Zuschauer sitzen aber draussenrum.
    Macht das Sinn?

  • Martin Senft
    Beiträge
    27
    • 7. September 2009 um 12:41
    • #7

    Vom Budget her waeren realistisch noch 2-4 Boxen mit Amping und evtl. Controller drin.
    Problem dürfte ehr sein, dass die keinen Techniker haben der immer dabei ist. d.h. ein realistischer Vorschlag muesste so sein, dass die das hinstellen und gluecklich sind. Jetzt am Wochenende haette ich die Show betraeuen koenne, aber sonst ehr nicht.

    Boxen ueber der Mitte verteilt fliegen oder als Centercluster ist schwierig weil sich das ganze im Freien abspielt.

    Die Idee mit den Delay-Lines hatte ich weil mir extrem aufgefallen ist, dass man die anderen Boxen laufzeitverzögert hoert.

    Aber das Argument, dass es ja keine Buehne gibt ist schon richtig. d.h. ueber kreuz Beschallen waere schon ok, aber wenn dann mit 3-4 Boxen pro Seite der Bahn und unverögert? Das waere auch von der Verkabelung recht einfach.

    Mechwerkandi: Die Idee hinter der Aufstellung ist wohl, dass man jeweils mit den Boxen einer Seite die andere Seite der Zuschauer erwischt. Passt auch vom Abstrahlwinkel besser. Aber die Darsteller kriegen voll die "Droehnung".

  • Campfire
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    • 7. September 2009 um 14:38
    • #8

    in der mitte der Reitbahn läuft doch so ein "Zaun"....
    wenn man da am anfang und am Ende nen höheren, standfesten Mast montieren könnte mit oben nem T-Stück und 2-4 Boxen (je nach abstrahlwinkel) auf ca. 3-4 m höhe nach unten geneigt denke ich wäre das akustisch am günstigsten.....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Mechwerkandi
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    • 7. September 2009 um 15:49
    • #9
    Zitat von "Martin Senft"


    Mechwerkandi: Die Idee hinter der Aufstellung ist wohl, dass man jeweils mit den Boxen einer Seite die andere Seite der Zuschauer erwischt. Passt auch vom Abstrahlwinkel besser. Aber die Darsteller kriegen voll die "Droehnung".


    Beschissene Idee.
    Dreh erstmal die Boxen um, dann gewinnt ihr jede Menge gbf und es braucht weniger Laut.
    Lautsprecher so dicht wie möglich ran ans Auditorium.
    Und nicht so weit wie möglich weg...

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 7. September 2009 um 16:21
    • #10

    Ich wette da hat wieder eine "Profi"Firma den Auftrag für 230.- umgesetzt.

  • terrine
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    541
    • 7. September 2009 um 16:27
    • #11
    Zitat von "Campfire"

    in der mitte der Reitbahn läuft doch so ein "Zaun"....
    wenn man da am anfang und am Ende nen höheren, standfesten Mast montieren könnte mit oben nem T-Stück und 2-4 Boxen (je nach abstrahlwinkel) auf ca. 3-4 m höhe nach unten geneigt denke ich wäre das akustisch am günstigsten.....

    Da es etwas ritterliches ist, denke ich mal, dass der Zaun auch für die Duelle mit Lanzen benutzt wird. Zwei hohe "Fahnenmasten" sind da, allein schon wegen dem verletzungsrisiko, mit sicherheit suboptimal :)

  • david kess
    Verifiziert
    Beiträge
    86
    • 8. September 2009 um 00:37
    • #12

    rockline: wenn überhaupt so viel... :evil:

    was nicht passt - wird passend gemacht!!! ;)

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 8. September 2009 um 11:42
    • #13

    Hallo,

    hier auch meine unmaßgebliche Meinung, wie man der Sache zu Leibe rücken könnte:

    8-10 Druckkammerlautsprecher dem Publikum zugewandt (und nicht auf die Pferde, was für eine dumme Idee). Das Stück vielleicht so 12-25W, davon immer zwei Stück auf einen Ständer, etwa in 2,5...3m Höhe.
    Ein oder zwei entsprechende Verstärker dazu, selbstverständlich 100V.

    MfG

    DirkB

  • Elevat0r
    Beiträge
    612
    • 8. September 2009 um 18:59
    • #14

    eine weitere Anregung für das etwas gehobenere Budget...

    Letztens selbst auf einem Fußballplatz ausprobiert.
    3-4 Tops "Array" à la JBL VRX pro Ecke des Platzes an der langen Seite an Genies, hochgefahren auf 4-5m, ein Bass pro Seite drunter, hüa! ;)


    Funktioniert übrigens für Sprachbeschallung beeindruckend gut, man packt gut und gerne 60-80m in ausreichender Sprachverständlichkeit.

    -----------------------------------------------------------

    Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich habe nichts mit dem DJ-Versandhandel zu tun! ;)

  • Alfons Paintner
    Verifiziert
    Beiträge
    85
    • 8. September 2009 um 19:01
    • #15

    Hallo,

    also ich kenn es von der "Landshuter Hochzeit" (riesen Mittelalterspektakel!) so, dass auf dem Turnierplatz links und rechts von den Bahnen für die Lanzengänge auf hohen Säulen die Speaker sitzen und rundum strahlen. Auf den Bildern [url hier]http://www.landshuter-hochzeit.de/galerie_we2/[/url] teilweise gut zu sehen. Sind die "Kronen" im Hintergrund. Oben LS, unten Licht.

    Ich denke, das wäre entsprechend skalierbar...

    LG

    Alfons

  • holger kirmes
    Beiträge
    51
    • 8. September 2009 um 20:31
    • #16

    Hallo zusammen, denkt mal über Immissionswerte nach ! Das was in der Skizze zu sehen ist geht mal gar nicht. War vor Jahren bei Ritterspielen tätig und wir haben vor die Zuschauerränge alle paar Meter Monitore gelegt - die Randbereiche zusätzlich mit kleinen 8"/1" auf Stativen versorgt. Damit das Infield und somit die Akteure versorgt wurden kamen noch 12"/1" (geflogen) zum Einsatz - diese standen auf einer der Längsseiten schön auf das Turniergeschehen gerichtet. Das Ergebnis war eine sehr ausgewogene gleichmäßig Beschallte Fläche und das noch unter Einhaltung der Immissionswerte. Das ganze hat aber nix mit einem 230€ Party-Job zu tun. Da aber das Geld immer knapper wird ist das was der Kollege Martin uns da skizziert hat an der Tagesordnung. Traurig ! Gruß Holger

  • Mechwerkandi
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    1
    Beiträge
    7.712
    • 9. September 2009 um 10:55
    • #17

    Über einen Zusammenhang lässt sich sicherlich Einigkeit erzielen:
    Mit einem Mehr an Aufwand kann man ein besseres Ergebnis erzielen.
    Kann, muss nicht.

    Das ist wie mit dem Duschvorhang, der kann schimmeln, muss aber nicht.

    Das Abschätzen zwischen Aufwand und Wirkung fällt den meisten VA Technikern aufgrund ihrer ambivalenten Grundhaltung eher schwer.
    Liest man eine Weile mit, erkennt man schnell, das in den meisten Fällen eine "viel hilft viel" Lösung propagiert wird.

    Ob das fallweise sinnvoll ist, ist fraglich, zumal der ausführende Techniker sein Lösung immer als "notwendig" beschreiben würde.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 11. September 2009 um 00:34
    • #18

    dass ist Thread, wo sich die Spreu vom Waizen trennt :wink:

    bei der Ein oder Anderen Empfehlung kommen mir Zweifel, ob der Empfehlungsgeber schon überhaupt ein einziges mal auf einer solchen VA war......:wink:

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Alfons Paintner
    Verifiziert
    Beiträge
    85
    • 11. September 2009 um 07:58
    • #19

    Hab nochmal nachgehakt, über die "Förderer" (=VA) der Landshuter Hochzeit kann man bestimmt rausbekommen, was die da aufbauen bzw. wer für die aufbaut.

    Hier die Kontaktdaten:

    "Die Förderer" e.V.
    Spiegelgasse 208
    D-84028 Landshut
    Telefon: (0871) 2 29 18
    Telefax: (0871) 27 46 53
    eMail : info@landshuter-hochzeit.de

    LG

    Alfons

    P.S.: Wenn ich mal wieder in der Heimat bin, werd ich mich mal umhören, wie die es da gemacht haben...

  • Martin Senft
    Beiträge
    27
    • 11. September 2009 um 09:22
    • #20

    Hallo,

    ein grosses Dankeschoen an alle die geantwortet haben.
    Da waren einige gute Tipps dabei.
    Wenn ich die Verantwortlichen wieder sehe werde ich auf jedenfall mal empfehlen, dass die die Beschallung in professionelle Haende geben. :)
    Da ich aber befürchte dass dazu das Budget zu eng sein wird (Die machen ja kleine Sachen im Vergleich zur Landshuter Hochzeit) befuerchte ich, dass dort weiter gebastelt wird. Aber vielleicht nimmt man den Tipp an, die Boxen wenigstens nicht auf die Darsteller zu richten. :)

    Viele Gruesse
    Martin Senft

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