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Defekt durch Kunde

  • yamaha4711
  • 6. Oktober 2009 um 13:29
  • mringhoff
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    • 8. Oktober 2009 um 21:13
    • #21
    Zitat von "yamaha4711"

    Damit wird die Weiche, aber nicht die Sofitte umgangen und die gesamte Leistung liegt am HT an.


    Ja, dann hab ich gleich noch mehr Fragen: wozu ist dann die Sofitte da, wenn sie nicht zuverlässig gegen diesen Überlastfall absichert? Wenn die Weiche umgangen wird, warum sind dann Bauteile auf der Weiche defekt? Ist die Sofitte falsch dimensioniert oder fehlt eine Feinsicherung als letzte Absicherung?

    Und wenn ich auf der Produktinfoseite nachsehe, steht da:
    "Jedes Lautsprecherchassis ist in beiden Betriebsarten durch Thermoschalter bzw. Halogen Lampenschutz gegen kritische Leistungspegel und kurzzeitige thermische Überlast zuverlässig gesichert."

    Es kann ja wohl nicht sein, daß man allein mit einem kleinen Schalter - der ja auch für andere Gäste zugänglich ist - versehentlich mal den Hochtöner schrottet. Da müssen wir uns schon mal fragen, ob da der Hersteller nicht etwas praxisfern gebaut hat...
    Wenn das so ist, dann ist diese Box definitiv nichts für Dryhirekunden....

    (nein ich kenne die Box nicht und die letzte von mir verwendete passiv auf aktiv umschaltbare Box hatte zwei verschiedene Eingänge und einen Schalter, bei dem nichts passiert ist, wenn man den mal im Passivbetrieb auf aktiv geschaltet hat...)

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    Einmal editiert, zuletzt von mringhoff (8. Oktober 2009 um 21:24)

  • DJ-JAJA
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    • 8. Oktober 2009 um 21:23
    • #22
    Zitat

    Es kann ja wohl nicht sein, daß man allein mit einem kleinen Schalter - der ja auch für andere Gäste zugänglich ist - versehentlich mal den Hochtöner schrottet. Da müssen wir uns schon mal fragen, ob da der Hersteller nicht etwas praxisfern gebaut hat...

    Beim gleichen Hersteller gehört es doch auch zum Programm, dass Dir nach 1h Betrieb die Bassboxen so heiß werden, weil Sie dauerleuchten und die Wärme nicht gescheit vom Magnet ableiten, dass der Klang einfach mulsch wird. Und das bei dem Werkseinstellungen am Werkscontroler.
    Sind Kisten auf Alleinunterhalterniveau, die dann im Grunde die Marketingversprechen nicht halten können.
    Wir haben unser komplettes V System deshalb modifiziert. Für die Produktionen im Elektronischen Musikbereich, die wir damit machen, war es untragbar. Schlägst das Prospekt auf, wird schnell die Werbebootschaft der tollen Einsätze z.B. auf der Streetparade ins Auge springen....
    MAchen kannste da nix, außer Konsequenzen für die Zukunft draus ziehen.

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • rockline
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    • 8. Oktober 2009 um 21:48
    • #23

    Man muss sich natürlich auch die Frage stellen, warum nur eine Box so verbrannt ist? Was hat der andere Verstärkerkanal denn gemacht?
    Auch steht noch die Frage im Raum, warum die verwendete Endstufe überhaupt die Möglichkeit einer so erheblichen Überlastung bot?
    Zuletzt kommt noch die Frage, warum Mietanlagen für Endkundengebrauch (technische Laien) nicht mit entsprechenden Limitern ausgeliefert werden?

    Alles in allem sicher eine unangenehme Situation auf beiden Seiten, aber rechtlich aufgrund mangelnder Beweislage (im Zweifel für den Angeklagten) nicht durchsetzbar.
    Ich würd's reparieren, und für die Zukunft etwas in Richtung Begrenzer ausdenken. Das Beispiel mit dem Auto im ersten Gang hinkt ja auch ein wenig, da ein ordentlicher Motor mit Drehzahlbegrenzer auch im ersten Gang in der herstellerseitig zugelassenen Höchstdrehzahl laufen kann.

  • yamaha4711
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    • 8. Oktober 2009 um 22:31
    • #24

    Danke nochmals für all die Antworten und die rege Diskussion. Ich wollte letztendlich nur eine Einschätzung bzw. Strategienen dazu hören wie es die Kollegen solch ein Problem lösen. Hierzu wurden ja schon viele Ansätze geliefert. Danke.
    Die nächsten Tage werden es zeigen wie es ausgeht.

    mringhoff
    Ich weiß nicht was sich der Hersteller dabei gedacht hat. Ich weiß nur, dass im Normalbetrieb das Halogenarray öfter mal den Wolframdraht wegwirft. Das ist ne Krankheit bei der Box. Es ist aber komisch, dass es immer nur bei einem bestimmten Kundenkreis passiert und mir selbst bisher nur ein einziges mal und das auch nur weil der Monitorweg und das Mikro recht gut auf waren und ich den Muteschalter gefunden habe. *fiiiiiep*
    Als Nutzer erwarte ich von einer solchen Box, dass sie funktioniert und bisher hat die Sofitte den Hochtöner auch geschützt aber auch nur wenn niemand an besagtem Schalterchen herummanipuliert.

    Auf der Weiche sind sonst keine weiteren Bauteile defekt. Lediglich die Sofitte ist hoch gegangen und da ist eben nun auch ein Brandfleck. Bild stelle ich wie schon gesagt die Tage ein.

    DJ JAJA
    Sicher ist die Welt nicht gerecht, aber man kann ja sein Recht einfordern. Solange der Kunde zu einem Kompromiss bereit ist seh ich kein Problem und wenn es ein Nullgeschäft oder wenigstens nur ein bisschen Minusgeschäft ist, dann soll es so sein. Nur sehe ich nicht ein, dass ich dafür gerade stehe, was andere verbockt haben.
    Lehrgeld habe ich schon mehr als genug bezahlt und für einen kleinen Verleih wie es meiner ist sind 200€ nicht Existenzbetrohend aber tun doch unangenehm weh.

    rockline
    Es ist eine ganz normale und eigentlich DAU-sichere Anlage
    Dynacord Powermate 1000 und 2 VM15 als MuFu auf Stativen. 2x 500W @ 4 Ohm und die PM hat ja auch einen Limiter. Die VM15 haben für die beiden Wege Schutzelemente. Die Anlage spielt und ist wahrlich nicht Billig. Eben die Butter und Brot Anlage.
    Der Schalter zur Passiv/Aktiv Umschaltung war ja auch nur an der nun defekten Box manipuliert. Zudem weiß ich ja nicht ob beide Box auch richtig eingesteckt waren. Ich habe schon Kunden gehabt die angerufen haben "...die Anlage ist kaputt, da kommt nix raus". Beim unweigerlichen Besuch der Baustelle stellte sich heraus, dass die Speakon's zwar eingesteckt waren, aber nicht gedreht wurden. Das kann nicht gehen. Soviel dazu.
    Begrenzer ist auch sinnfrei, wenn man nicht daneben steht. Jeder Karl Friedrich kann das umgehen, auch wenn er noch so wenig Ahnung hat. Dafür reicht es dann doch meistens, aber hinter dann die Krokodilstränen rollen lassen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • billbo
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    • 8. Oktober 2009 um 23:28
    • #25
    Zitat

    Das ist freundlich gesagt totaler Unsinn den du da von dir gibst.


    Echt :?:

    So, weil ich mich über Deine Antwort geärgert habe hab‘ ich auch mal kurz nachgeschaut, was Du da vermietet hast. Prima, EV 15“/ 2“. So was (und ähnliches) betreibe, verwalte und vermiete ich auch seit gut zwanzig Jahren; derzeitiger Bestand so an die 1000 Chassis. Wenn dabei was kaputt geht dann entweder deshalb, weil’s vom LKW gefallen ist (sieht man) oder wegen Altersschwäche (deutet sich im Voraus an und ist abgesehen vom Ärger ein rein statistisches Problem). Oder weil ich etwas falsch gemacht habe. Sonst NIE!
    LS/ Amp – Kombinationen gehören vom Vermieter betriebssicher konfiguriert. Passivweichen verbieten sich da dem Techniker von selbst; zumal wenn deren ‚Überlastschutz‘ lediglich aus zwei simplen Glühlämpchen besteht. Sauberste Lösung: ausschließlich Aktivbetrieb nebst narrensicherer Begrenzung. Das ging schon 1980 problemlos.
    „Umschalter“ an einer Box für den mobilen Einsatz sind ein No Go und gehören stillgelegt; im einfachsten Fall reicht dafür ein Klacks Heißkleber.
    „S001“ in Deiner kaputten Kiste ist ein Verbrechen. Sofern sein Umschaltkontakt nicht mechanisch untrennbar mit „S002“ verbunden ist (ist er augenscheinlich nicht); in diesem Fall ließe sich mittels einer durchdachten Systemverkabelung immerhin noch das Schlimmste verhindern. Dein Kunde kann das nicht wissen, braucht er auch nicht. Du als Vermieter einer Zusammenstellung technischer Geräte solltest das aber sehr wohl wissen und entsprechende Vorkehrungen gegen versehentliche, fahrlässige oder mutwillige Fehlbedienung treffen. Tust Du das nicht sind teure Schäden unausweichlich und nur eine Frage der Zeit.

    In einem Satz: Dein Treiber lief Fullrange, hat das nicht überlebt; und Du hast es versäumt im Vorfeld dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passieren kann.
    Folge: Lehrgeld.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • yamaha4711
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    • 9. Oktober 2009 um 00:32
    • #26

    billbo
    ...und wieder irgendwie nicht nachvollziehbar, unverständlich und ein Statement das du selbst negierst. Naja, vielleicht kannst du mir es ja erklären.

    Du schreibst selbst, dass das Material so gut wie nicht kaputt zu bekommen ist, außer durch massive Fehlbedienung oder mechanischer Einwirkung (Sturz). Prima!
    Damit sagst du ja indirekt, dass es ein Bedienfehler des Kunden war, oder?!

    Alterschwäche haben die Chasis, Treiber und das Holz drumherum noch nicht. Sind gerade mal 9 Jahre alt.
    Betriebssicher im Sinne des normalen Betreibens sind die Teile und die gesamte Anlage - so wie sie vermietet wird - auch und ich vertraue auf die Schutzelemente, die der Hersteller dafür vorgesehen hat. Haben bisher auch immer das schlimmste verhindert. Da will ich ja auch nicht maulen, wenn mal ein Lämpchen das Wolfram abwirft.
    Was da als Brot und Butter Anlage rausgeht ist das was der gemeine Alleinunterhalter oder Privat DJ braucht. Eine kompakte Anlage, die Pegel bringt und einfach zu transportieren und aufzubauen ist; also ein Powermixer mit 2 Boxen. Einmal Netzstecker rein, 2 Leitungen zu den Boxen und das Ding spielt.

    Das Betreiben einer simplen MuFu Box im aktiven Modus halte ich für eine gute, aber nicht praxisorientierte Idee. Zum einen hat der Kunde ein Gerät mehr das er fehlbedienen oder ganz umgehen kann, zum anderen ist der Kostenaufwand höher. Nicht zu vergessen die 2. Endstufe.

    Der Umschalter an der Box halte ich nun nicht für unverzichtbar und im Normalfall ist es auch nicht sofort ersichtlich, dass da Schalter sind, die zudem versenkt sind und nur mit guten Fingernägeln oder einem Schraubendreher in eine andere Position bewegt werden können. Letztendlich sind die Schalter und dein Controller dasselbe... wer sich daran vergeht muss Buse tun.
    Ich weiß nicht genau wie die Schalterchen intern verknuddelt sind und das ist wohl vom Hersteller nicht ganz zu Ende gedacht. Aber wie schon gesagt... wer sich an Dingen vergeht die er nicht kennt muss eben Buse tun. Denn wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    Mein Kunde braucht das nicht Wissen und soll genau aus diesem Grund die Finger weg lassen. Als Nichtelektriker darfst du ja auch privat in deiner Steckdose rumrühren, ohne einen Schimmer davon zu haben was da denn nun passiert, doch dann nicht maulen, wenn's zippt macht. Als Privatpyrotechniker darfst du am Silvester ja auch Böller anzünden (vielleicht auch zwei Böller aufmachen und zu einem großen mutieren lassen oder die Zündschnur kürzen), ohne zu Wissen was da dahinter steckt doch bitte nicht maulen wenn der Finger oder die Hand weg ist. Hat hier dann auch der Energieversorger oder der Hersteller der Böller versagt, wenn man sich daran vergeht und Unfug damit treibt?
    In den USA sicher, denn da muss ja auf der Bedienungsanleitung der Mikrowelle stehen, dass man keine Kleintiere darin trocknen soll und beim Fahren eines Wohnmobils mit Tempomat nicht nach hinten gehen darf, um sich Kaffee zu kochen.

    Ich sehe keinen Fehler meinerseits, als dass ich es vernachlässigte hätte alles gegen eine Fehlbedienung zu tun. Im Gegenteil: ich baue mit dem Kunden zusammen die Anlage im Lager auf, eben damit keine Missverständnisse aufkommen.

    Im übrigen: gegen mutwillige Fehlbedienung ist kein Kraut gewachsen. Wie verfährst du mit deiner Kundschaft, wenn sie dir die dein Material zurück bringen mit der Aussage (falls sie dies überhaupt machen, die Aussage)... wir haben einen anderen Amp (HiFi Amp mit 1000W) benutzt oder wir wollten mal sehen ob man die 50Hz aus der Steckdose direkt hören kann.

    Sag doch mal... was ist dein ultimatives Sicherheitsmerkmal das deine Gerätschaften vor allem möglichen und unmöglichen Ideen deiner Kundschaft schützt. Ich denke der einzige Schutz hierfür ist nichts zu vermieten.

    Zu deinem Fragezeichen am Eingang deines Post... ja, echt!

    Grüßle,
    michael

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  • mringhoff
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    • 9. Oktober 2009 um 09:32
    • #27
    Zitat von "billbo"

    ...So was (und ähnliches) betreibe, verwalte und vermiete ich auch seit gut zwanzig Jahren; derzeitiger Bestand so an die 1000 Chassis.


    Respekt.

    Zitat von "yamaha4711"

    gegen mutwillige Fehlbedienung ist kein Kraut gewachsen.


    das war sicherlich nicht mutwillig, der Kunde dachte wohl, daß er durch den Schalter vielleicht mehr Power rausholen hätte können. "Aktiv" klingt so ähnlich wie "Power"...
    Mutwillig wäre gewesen, wenn er das gewusst hätte (also wenn Du ihn vorher daraufhingewiesen hättest)

    Wer ahnt schon, daß eine Box einen Selbstzerstörungsschalter eingebaut hat?

    Also für die Zukunft würde ich entweder diesen Schalter abklemmen (um dann im Bedarfsfall vielleicht dann doch mal aktiv fahren zu können, Heißkleber fände ich jetzt nur sinnvoll, wenn man ganz sicher nie den Aktivbetrieb haben wird), oder einen Streifen Gaffa drüber (und gleich noch einen Streifen über das Wort "Aktivbetrieb", wer weiß, welcher vermeintlicher "Profi" das wieder falsch interpretiert.)

    Aktivbetrieb im Dryhirebereich (Brot und Butter...) ist ein Schmarrn, das braucht keiner. Und auch sonst finde ich den Aktivbetrieb bei 15/2er Boxen in dieser Qualitätsklasse etwas übertrieben. Da würde ich eher in (noch) hochwertigere Boxen statt zweiter Endstufe, Controller/Frequenzweiche etc. investieren.


    Also mein Fazit aus der Cash & Co Sicht:
    repariere es und lass es gut sein.
    Der Ärger, die vergeudete Zeit und das negative Image, das Du ungewollt verbreitest (Der Kunde urteilt anders als Du und wird das sicher weitererzählen...) ist das einfach nicht wert.

    Wenn Du es einfach mal wissen willst, den Kunde sowieso doof findest und Dir auch für eine Handvoll Euros nicht zu schade bist zu streiten, dann kannst das ja mal ausprobieren: Rechnung schreiben, Mahnung etc.
    Aber spätestens wenn er beim Mahnbescheid Einspruch erhebt, würde ich aufgeben... Denn das wird Dich mehr kosten als es bringt. (Wie der Richter das sehen wird, haben wir ja schon weiter oben diskutiert)

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  • yamaha4711
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    • 9. Oktober 2009 um 11:28
    • #28

    mringhoff

    Zitat


    das war sicherlich nicht mutwillig, der Kunde dachte wohl, daß er durch den Schalter vielleicht mehr Power rausholen hätte können. "Aktiv" klingt so ähnlich wie "Power"...


    Das war als allg. Antwort auf den Post von billbo gemünzt. Ich unterstelle dem Kunden ja keine mutwillige Fehlbedienung sondern einfach eine Fehlbedienung.
    Mein Gedanke geht in ähnliche Richtung wie du es hier beschreibst... akitv = mehr power.

    Die Schalter lahmzulegen geht nicht, da ich die Boxen auch aktiv betreibe. Für lautes Bühnenmonitoring unerlässlich. Genau aus diesem Grund wurden die Teile ja auch angeschafft.

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Kunden ja auch schon geeinigt. Sollte also kein Thema mehr sein.

    Andererseits... warum müssen wir als kleine handelstreibende eigentlich immer klein beigeben, vor allem wenn die Beträge eher kleinerer Natur sind? Wenn ein größeres Telekomunikationsunternehmen einen Fehlbetrag von 50 Cent auf dem Buchungskonto feststellt werden doch auch alle erdenklichen Mitteln eingesetzt, um an den Fehlbetrag zu kommen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • terrine
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    • 9. Oktober 2009 um 12:14
    • #29
    Zitat von "yamaha4711"

    [...]

    Andererseits... warum müssen wir als kleine handelstreibende eigentlich immer klein beigeben, vor allem wenn die Beträge eher kleinerer Natur sind? Wenn ein größeres Telekomunikationsunternehmen einen Fehlbetrag von 50 Cent auf dem Buchungskonto feststellt werden doch auch alle erdenklichen Mitteln eingesetzt, um an den Fehlbetrag zu kommen.

    Grüßle,
    michael

    Find ich keinen guten Vergleich. Wenn EIN kunde 50c schuldig ist, bricht das kein Bein. Wenn aber 50.000 Kunden 50c schuldig sind, ist das eine ganz andere Größenordnung. Ich denke nicht, dass auch nur einer hier einen entsprechenden Kundenstamm hat 8) ...damit kleine Fehlbeträge nicht zum standard werden und sich Rumspricht: "Du, denen ist es egal, wenn man ihnen noch 50c schuldet" - "Boa, geil...dann mach ich das auch!", wird versucht sowas komplett zu unterbinden.

  • yamaha4711
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    • 9. Oktober 2009 um 13:09
    • #30

    Warum war mir das so klar, dass ein solcher Einwand kommt. Denk doch mal ein wenig weiter...

    Du hast recht, dass 50Cent bei 50.000 Kunden eine Menge Geld sind. Nun brich das mal auf den Rahmen eines Vermieters runter.

    Reparaturen in der Größenordnung von 50-250€ sind keine Seltenheit und das rechne mal dann auf deinen Kundestamm von sagen wir 50-60 Kunden hoch. Da bist du auch gleich in der Größenordnung von 3-4k€ und nun sag mir ob dir das nicht weh tut bzw. gar deine Existent gefährden könnte.

    Eben auch - wie du schon sagst - weil es sich dann herumspricht: Boh bei dem kannste alles kaputt machen und wirst noch dafür belohnt.

    Ich komm mir so langsam vor wie beim Verbraucherschutzverband. Der böse Vermieter ist schuld und will den armen Mieter nur abkassieren, obwohl der zu dusselig ist das Zeug zu bedienen.

    Grüßle,
    michael

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  • billbo
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    • 9. Oktober 2009 um 13:22
    • #31
    Zitat

    Damit sagst du ja indirekt, dass es ein Bedienfehler des Kunden war, oder?!

    Nein, es war Dein Fehler, dem Kunden diesen Fehler zu ermöglichen. Schalter sind zum Schalten da. Mit einer problemlos zu betätigenden Selbstversenkungseinrichtung muss er nicht rechnen. An seiner Stereoanlage schaltet er auch überall rum, ohne dass was kaputt geht.

    Zitat

    ... und ich vertraue auf die Schutzelemente, die der Hersteller dafür vorgesehen hat.

    Das ist mutig, muss aber nicht immer gut gehen. Ich vertraue auch auf den Airbag, bremse im Zweifel aber lieber.

    Zitat

    Das Betreiben einer simplen MuFu Box im aktiven Modus halte ich für eine gute, aber nicht praxisorientierte Idee. Zum einen hat der Kunde ein Gerät mehr das er fehlbedienen oder ganz umgehen kann, zum anderen ist der Kostenaufwand höher. Nicht zu vergessen die 2. Endstufe.

    Zitat

    Sag doch mal... was ist dein ultimatives Sicherheitsmerkmal das deine Gerätschaften vor allem möglichen und unmöglichen Ideen deiner Kundschaft schützt. Ich denke der einzige Schutz hierfür ist nichts zu vermieten.

    Ich besitze seit mindestens 20 Jahren keine Box mit passiver Weiche mehr. Früher war das gleicbedeutend mit teuren, übelst schweren Systemampracks nebst ebenso schwerer, verwechselungssicher ausgeführter Kabelei. Heute kann das jede billige Plastikaktivbox für 200 Euro; wenn nicht, geht sie zurück an den Verkäufer.
    Dafür, was langfristig praxisortientierter/ wirtschaftlicher ist, ist Dein geschilderter Fall ein ausgesprochen gutes Beispiel.

    Bitte nicht falsch verstehen: ich will Dir überhaupt nichts; will Dich noch nicht einmal ärgern. Na ja :D. Aber ich habe im Laufe der Zeit gelernt (lernen müssen), dass – wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist – man zwar verständlicher Weise reflexartig nach einem Schuldigen sucht. Dass es aber auf Dauer zielführender ist sich zu fragen „was habe ICH falsch gemacht, und was kann ICH tun, damit mir so ein Blödsinn nicht noch einmal passiert?“

    Zitat

    Aktivbetrieb im Dryhirebereich (Brot und Butter...) ist ein Schmarrn, das braucht keiner. Und auch sonst finde ich den Aktivbetrieb bei 15/2er Boxen in dieser Qualitätsklasse etwas übertrieben. Da würde ich eher in (noch) hochwertigere Boxen statt zweiter Endstufe, Controller/Frequenzweiche etc. investieren.

    Sehe ich völlig anders. Powermischer + Passivbox war 1985; heute sind das 01V oder Diskopult + Aktivboxen.
    Der Wechsel von Controller + Amp + Box zur All In One – Lösung ist in vollem Gange und bereits weitgehend vollzogen, von Meyer Milo bis Monacor Plastik - Fantastik. Aktiv getrennt wird da schon allein deshalb, weil die zweite kleine Endstufe in SMD – Technik auf der selben Platine bei der Herstellung billiger ist als die großen, teuren Folienkondensatoren, Luftspulen und Sicherheitsschaltungen passiver Weichen.
    Wer mag in Zukunft noch Ampracks transportieren?

    Zitat

    Respekt.

    Danke, aber so viel ist das gar nicht, wenn man als mittlere Allerweltsbude schon ein paar Jährchen im Geschäft ist. Zähl mal im Geiste Deinen Bestand (habe ich neulich mal spasseshalber gemacht, daher die Zahl); Du wirst staunen, was da so alles zusammenkommt. Kleines Beispiel: ich habe noch 8 Bose 802, die sogar hin und wieder noch echtes Geld einspielen. Das sind schon mal 64 ... :D.

    Zitat

    Andererseits... warum müssen wir als kleine handelstreibende eigentlich immer klein beigeben, vor allem wenn die Beträge eher kleinerer Natur sind? Wenn ein größeres Telekomunikationsunternehmen einen Fehlbetrag von 50 Cent auf dem Buchungskonto feststellt werden doch auch alle erdenklichen Mitteln eingesetzt, um an den Fehlbetrag zu kommen.

    Die haben eine Rechtsabteilung, die beschäftigt sein will. Ich kann mir das nicht leisten; ich muss das im Einzelfall so handhaben wie Du:

    Zitat

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Kunden ja auch schon geeinigt. Sollte also kein Thema mehr sein.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • terrine
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    • 9. Oktober 2009 um 13:37
    • #32
    Zitat von "yamaha4711"

    Warum war mir das so klar, dass ein solcher Einwand kommt. Denk doch mal ein wenig weiter...

    Du hast recht, dass 50Cent bei 50.000 Kunden eine Menge Geld sind. Nun brich das mal auf den Rahmen eines Vermieters runter.

    Reparaturen in der Größenordnung von 50-250€ sind keine Seltenheit und das rechne mal dann auf deinen Kundestamm von sagen wir 50-60 Kunden hoch. Da bist du auch gleich in der Größenordnung von 3-4k€ und nun sag mir ob dir das nicht weh tut bzw. gar deine Existent gefährden könnte.

    Eben auch - wie du schon sagst - weil es sich dann herumspricht: Boh bei dem kannste alles kaputt machen und wirst noch dafür belohnt.

    Ich komm mir so langsam vor wie beim Verbraucherschutzverband. Der böse Vermieter ist schuld und will den armen Mieter nur abkassieren, obwohl der zu dusselig ist das Zeug zu bedienen.

    Grüßle,
    michael

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    Das war kein "Einwand". Ich geb dir damit recht, dass es ärgerlich ist und man auch bei kleineren sachen hinterher sein sollte (jeh nach wichtigkeit/Umsatzstärke des Kunden :wink: ). Ich fand dein Beispiel einfach nur nicht passent :)
    Sry, wenn das falsch rüber gekommen ist.

  • mringhoff
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    • 9. Oktober 2009 um 14:08
    • #33

    billbo: ich meine ja auch nicht Aktivboxen, sondern (passive) Boxen im Aktivbetrieb. Und nur letztere finde ich für den Dryhirekunden einfach nicht sinnvoll...

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  • yamaha4711
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    • 9. Oktober 2009 um 14:45
    • #34

    billbo
    Schalter sind sicher zum Schalten da... doch schaltest du bei 50 auch in den Rückwärtsgang oder stellst bei der Automatik auf P?! Nach deinem Gedankengang ist das dann kein Fehler des Nutzers, wenn sich das Getriebe in Kleinteile zerlegt. Da hat der Hersteller was falsch gemacht.

    Schutzelemente sind wie der Name sagt zum Schutz in letzter Instanz da. Eigentlich sollte ein solches Element gar nicht erst ansprechen müssen, wenn man vernüftig mit der Sache umgeht. Andernfalls muss sie eben funktionieren, was in 95% der Fälle auch so ist.
    Ich frage mich warum du auf die Bremse trittst? Vor was hast du denn Angst? Der Hersteller hat doch dafür zu sorgen, dass das Auto von sich aus anhält. Im Falle des DJ's... warum soll er denn bei roten Lampen runterdrehen? Die Anlage muss das abkönnen also volle Pulle.
    Ist es denn nicht einfach so, dass man versucht sein Eigentum zu schützen und sich weniger darum kümmert, wenn es sich um Fremdmaterial handelt.

    Wenn du keine Box mehr mit Passivweiche besitzt, dann fährst du entweder nur noch Aktiv, also mit eingebautem Amp oder gibst dem Kunden ein Rack mit, welches externe Weiche und mind. 2 Endstufen beinhaltet. Ich weiß nicht, ob das wirklich wirtschaftlich ist, aber jeder so wie er mag.

    Es ist sicher nicht verkehrt das ganze selbst zu reflektieren und sich zu fragen wie hätte man es verhindern können, doch in anbetracht der Tatsache, dass die Anlage in dieser Konstellation recht DAU-sicher ist und statistischen gesehen die Defekte unter 1% liegen (davon wiederum 95% auf alltägliche Anfälligkeiten und damit nicht auf Kundenverschulden zurück zu führen ist) kann ich mir nicht vorstellen was sich noch verbessern lässt, außer nicht mehr zu vermieten.
    Als ich noch Software programmierte habe musst ich mich auch immer wieder fragen... was kann der Anwender verbocken und wie komme ich dem zuvor. Du wirst nicht glauben wie einfallsreich und "intelligent" die Anwender werden können. Es ist wahrlich faszinierend und da helfen auch die ausgeklügelsten Sicherheitseinrichtungen nichts.

    Die Kundschaftt, die ein 01V bedienen kann oder sonst irgendwie vernüftig mit einem Mischpult umgehen kann ist in meinem Kundenbereich ziemlich rar. Das macht weniger als 10% aus. Die restlichen 90% sind damit definitv überfordert.
    Was meinst du was so ein Diskettenwechsler an techn. Verständnis mitbringt. Der weiß wo man das Keyboard einschaltet, wo er seine Klinken einstöpselt und wo diese am Pult reinkommen. Wenn das Pult mehr als 10 Fader hat flippt es aus.
    Da erklär solch einem Menschen mal ein 01V und wofür welcher Knopf an den Aktivboxen ist.
    Bei meinem früheren Brötchengeber gab es ein geflügeltes Wort dafür: simplify!

    Eben... es ist ein Einzelfall der auch als solcher behandelt wird. Ich wollte ja nur eine Einschätzung hören und evtl. wie es die Kollegen hier handhaben. Nun wird eine Grundsatzdiskussion daraus.

    terrine
    Schon klar...
    Da es sich um einen Ad-Hoc Neukunden handelt, welchen ich eher in die Kategorie Laufkundschaft stecke und der Umsatz nach dem Defekt sowieso ein Minus- max. Nullgeschäft war, kann ich da schon fordernd werden.
    Ich sag es mal so... ich ziehe meine Konsequenzen daraus und überlege mir bei dem entsprechenden Klientel definitiv nein zu sagen bzw. eine entsprechende Kaution einzubehalten. Damit sind dann die Reparaturkosten in einem solchen Falle definitiv gedeckt.
    Negativpropaganda stört mich hier auch recht wenig, da ich meine Stammkunden habe, die vornehmlich aus der Industrie oder Eventagenturen kommen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Schrumpeln
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    • 9. Oktober 2009 um 15:46
    • #35

    Wie ist denn der Eingang der Box beschalten? Sollte man es nicht so machen, dass wenn der Schalter auf Aktiv steht, die gesamte Leistung auf den Speaker geht, der das aushält und das ist der Bass/Mid-Speaker. Der Hochtöner bekommt dann die normalerweise nicht benutzen 2+2-. dann würde da auch nichts passieren. Das ist aber wieder ein Konstruktionsfehler der Box, wenn dann die gesamte Leistung ohne Filterung auf den armen Hochtöner losgelassen wird.
    Dann brauchst Du deinen Kunden nur noch ein 2adriges Speakerkabel mitgeben und nichts kann passieren.

  • billbo
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    • 9. Oktober 2009 um 15:51
    • #36
    Zitat

    billbo: ich meine ja auch nicht Aktivboxen, sondern (passive) Boxen im Aktivbetrieb. Und nur letztere finde ich für den Dryhirekunden einfach nicht sinnvoll...

    Doch doch, genau das finde ich. Verbunden mit dem Gedanken, dass sich die Problematik bei Nutzung moderner Alles Drin – Lösungen eh mehr und mehr erledigt.
    Glaub mir – hätte ich in den vergangenen Jahr(zehnt)en versucht, meine gemischte Thrashmetal – Punktekkno – Gabbahiphop – Hardcoreschlagerparty – Kundschaft mit Passivweichenboxen auszustatten wäre ich längst drei mal pleite und/ oder mancher Hersteller von Conekits stinkreich.

    Zitat

    Schalter sind sicher zum Schalten da... doch schaltest du bei 50 auch in den Rückwärtsgang oder stellst bei der Automatik auf P?!

    Nein, denn das wäre Vorsatz. Aber mit dem Mietwagen fahr ich vollgas bis zu Anschlag, wenn ich das so möchte. Und wenn er stehen bleibt rufe ich die Notfallnummer des Vermieters an und verlange umgehend Ersatz für den mängelbehafteten Mist, den er mir da für teures Geld hinzustellen gewagt hat. (Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, in denen Mietfahrzeugflotten grundsätzlich nur in gedrosselter Ausführung in die Hände von Normalsterblichen gelangten, auch wenn der Autovermieter da nicht so gerne drüber sprach. Ob das heute immer noch so ist weiß ich nicht; inzwischen ist die All In One – Lösung 'KFZ' ja ebenfalls ein ganzes Ende narrensicherer als anno Tobak).
    Und ganz nebenbei: Mietfahrzeuge der großen, seriösen Anbieter sind nie 9 Jahre alt, sondern grundsätzlich maximal deren zwei. Bevor sie dann als 'einmaliges Schnäppchen zum Sonderpreis' (also knapp über EK des Vermieters) in die Hände ihrer glücklichen Zweitbesitzer gelangen.

    Zitat

    Ist es denn nicht einfach so, dass man versucht sein Eigentum zu schützen und sich weniger darum kümmert, wenn es sich um Fremdmaterial handelt.

    Völlig korrekt, leider. Und als Vermieter weiß ich all das. Und all das, was mein Kunde nicht weiß. Und noch viel, viel mehr. Und beuge dementsprechend vor. Das bin ich meinem Geldbeutel schuldig.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • billbo
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    • 9. Oktober 2009 um 15:57
    • #37

    Schrumpeln: genau das meinte ich mit 'Korrekter Systemverkabelung'.
    Es sind aber zwei getrennte Schalter, da "3x um" in stromfähiger Ausführung dem Hersteller wohl zu teuer war. Das bedeutet bei je nach Schalterstellung leider Fullrangehorn :lol: .

    Echter Bockmist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Kracky
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    • 11. Oktober 2009 um 15:43
    • #38

    Das ist aber doch genau das Thema was ich angesprochen habe. Du sagst die Anlage ist 9 Jahre alt, also hoffentlich schon seit 6 Jahren abgeschrieben und bezahlt und verdient seit dem Geld. Das sind 9 Jahre die das Material aber auf dem Buckel hat, der Restwert des Chassies sowie das Lautsprechers ist also wirtschaftlich gleich null und das Material ist eben doch schon recht runter. In Discotheken z.B. ist es doch recht normal das man so alle 2-3 Jahre das ein oder ander Chassies wechseln muß. Bei einem Lautsprecher der 9 Jahre alt ist muß ich mit sowas eigentlich immer rechenen und ich würde mich zwagsweise am Kunden bereichern, auch wenn er vielleicht etwas falsch bedient hat, wenn ich mir bei diesem Lautsprecher den Schaden zum Neuwert ersetzen lassen würde. Ich denke das ist wohl nachzuvollziehen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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    78598 Königsheim

  • yamaha4711
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    • 12. Oktober 2009 um 14:21
    • #39

    Nun, es soll ja Verleihbuden geben, welche doch recht klein sind, einen kleinen Kundenstamm haben und kleine Umsätze machen. Da kann es sein, dass zwar theoretisch die Teile nach 5 Jahren abgeschrieben sind, diese aber noch lange nicht real die Investition gebracht haben.
    Desweiteren hinkt der Vergleich mit der Discothek, da dort das Material meist am Limit läuft und das mehr als 3 Tage die Woche. Dass hier ein schnellerer Verschleiss stattfinden muss ist trivial. Andererseits, solange der Treiber noch läuft muss man ihn nicht tauschen. Das fällt an solchen Expositionsorten eher selten auf.

    Noch was: woher möchte man bitte aus der Ferne beurteilen wie "runter" mein Material ist?!

    Bei einem Lautsprecher der 9 Jahre alt ist muss ich damit rechnen, dass der Kleber aufgibt, die Sicke porös oder brüchig wird, der Korb anfängt zu rosten... all dies. Aber ich muss nicht damit rechnen, dass man durch welchen Frevel auch immer man die Frequenzweiche in Flammen aufgehen lässt und die Schwingspule durchbrennt.
    Dieser Auffassung nach müsste ja jede heimansässige HiFi Box (welche in 95% der Fälle unterhalb der Qualität einer prof. PA-Box liegt) keine 10 Jahren halten. Ich weiß nicht... meine HiFi Boxen haben mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel und ich hab noch Lautsprecher rumstehen, die stolze 50 Jahre oder älter sind. All die funktionieren noch einwandfrei.

    Ich werde und ich will mich nicht am Kunden berreichern; in keinster Weise. Es geht mir nur darum, dass der verursachte Schaden behoben wird - wie auch immer. Wenn du bei einem Verkehrsunfall einen Schaden verursachst, dann musst du oder eben deine Versicherung entweder den Zeitwert oder eben die Reparaturkosten bezahlen. Letzters muß auch dann bezahlt werden, wenn die Reparaturkosten den Restwert übersteigt, falls eine Reparatzur veranlasst wird. Es werden dann die echten Reparaturkosten vergütet, oder irre ich mich da.
    Es geht in keinster Weise darum die gesamte Box in einen neuwertig Zustand zu versetzen, sondern lediglich darum die Box in einen wieder betriebsfähigen Zustand zu versetzen.

    Um auch dem aufkeimenden Einwand "warum kaufst du dann so teures Zeug" zuvor zu kommen: ich bin kein Dumpinganbieter und wenn ich etwas vermiete, dann muss es auch entsprechend wertig sein.
    Vielleicht habe ich aber auch eine komplett verschrobene Vorstellung davon - man möge mir verzeihen. Es scheint mir so zu sein, als dass sich viele darüber freuen, wenn das Material defekt zurück kommt und der liebe Kunde ja überhaupt nix dafür kann. Doch wehe wenn es einem dann selbst passiert.... ich bezweifle es, dass sich jeder der hier in dieses Horn stösst auch wirklich nach diesen hier zu protokoll gegebenen Manifesten handelt.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • mringhoff
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    • 12. Oktober 2009 um 15:17
    • #40

    Halten wir mal fest:
    Du hast also eine Lautsprecherbox aus dem mittleren Preis/Qualitätssegment, die zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und bis auf ein paar Sofitten noch keinen merklichen Reparaturbedarf hatte.

    Nun kommt ein Kunde, der offenbar einen Schalter auf der Box betätigt hat, mit einem Schaden zurück.
    Der Schalter bewirkt, daß das Fullrangesignal, lediglich mit einer Sofitte geschützt, auf den Hochtontreiber trifft. Auch der Schaden (verschmorte Sofitte und defekter HT-Treiber) passt in die Logik.
    Alles andere, also wie gebraucht das Material sein könnte oder ob das schon alles abgeschrieben ist oder nicht, spielt keine Rolle, denn denn die Ursache des aktuellen Defekts ist klar: Fullrange auf HT-Treiber.
    Es lag also auch nicht daran, daß der Kunde unverhältnismässig laut gedreht hat, sondern am Schalter für den Aktivbetrieb.

    Herausgehört habe ich aber auch aus der Diskussion, daß Du das mit dem Schalter dem Kunden wohl nicht erklärt hast, sondern davon ausgegangen bist, daß Kunden an sich nicht rumschalten dürfen.
    Bleibt also lediglich die Frage, ob das man den Kunden dann wirklich anlasten kann, auch wenn er sich "Profi" nennt. So nennen sich viele. Alleine die Tatsache, daß er diesen Schalter betätigt hat, belegt doch, daß er von einem Aktivbetrieb weniger Ahnung hatte.

    In Zukunft würde ich dann einfach einen Streifen Gaffa über diese Schalter kleben. Das ist dann eindeutig.

    Dieser Schalter ist nicht optimal für einen Dryhirebetrieb, ich wundere mich, daß das nicht schon mal viel früher passiert ist. Meiner Meinung nach musste dieser Schaden irgendwann mal kommen. Insofern ist das vom Hersteller auch nicht wirklich geschickt gelöst. - Das sagst Du ja auch selber. Aber ob man das dann dem Kunden anlasten sollte?


    Zitat von "yamaha4711"

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Kunden ja auch schon geeinigt.


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