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Verbesserter Controller für Pelco PT570?

  • niggles
  • 11. Oktober 2009 um 17:08
  • niggles
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    • 11. Oktober 2009 um 17:08
    • #1

    Servus zusammen,

    mir ist mal wieder was schönes in die Hände gefallen: Ein Pelco PT570-P24. 20 Jahre alt, aber nie benutzt und komplett mit Kabel und Steuerung.
    Wunderbares Teil für fernbediente Truss- und Rednerpultkameras. Typisch amerikanisch "overengineered" mit Gehäuseteilen aus massivem 10mm Aluminium und Motoren mit denen man notfalls auch einen kleinen Benzingenerator anlassen könnte...
    Die passende Adapterplatte auf Vinten 4-Punkt bzw. 2x Halfcoupler war schnell gemacht, und es trägt und bewegt auch wie erwartet einen nicht gerade leichten Sony DXC 55 Kamerakopf inkl. 32er Zoom ohne zu wackeln oder sich zu verstellen.
    Blöd ist nur daß der Hersteller offenbar nie an diese Anwendung gedacht hat - die Pan/Tilt-Geschwindigkeit ist nicht regelbar, und es gibt auch keinen Sanftanlauf. Schwenks und kleine Korrekturen im On fallen damit weg - es ruckt einfach zu heftig. Leider gibt es wohl auch keinen passenden Controller mit "echtem" Joystick und stufenloser Geschwindigkeitsregelung statt den einfachen Tasten für up/down/left/right.
    Andererseits kann es doch nicht so schwierig sein eine Elektronik zu bauen die zwei kleine Oszillatoren (24V/1A/0-200 Hz) mit einem handelsüblichen Joystick (Modellbau...) verknotet? Hat so was schon mal jemand realisiert? Den Schaltplan des Kopfes gibts im Netz bei Pelco (im Service Manual)...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • TomyN
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    • 11. Oktober 2009 um 19:26
    • #2

    Hi,

    die Frage ist, ob der Motor über die Frequenz gesteuert werden kann, oder ob die Geschwindigkeit eher mit der Spannung zusammenhängt.
    Im Prinzip ist beides kein wirkliches Problem, man müsste halt vorher mal testen, wie sich die Kamera am besten Steuern lässt (Tongenerator -> Endstufe -> Gerät)

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • niggles
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    • 11. Oktober 2009 um 20:21
    • #3

    Genau das werd ich mir morgen mal in der Werkstatt genauer ansehen; Leider gehen die Motortypen nicht aus dem Service Manual hervor, der Laufruhe und der Beschaltung nach ist das aber irgendwas bürstenloses. Also Gehäuse auf und nachgesehen...

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  • TomyN
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    • 11. Oktober 2009 um 20:37
    • #4

    Hi,

    irgendwo meine ich was von AC gelesen zu haben, so sind's wenigstens schon mal keine Brushless DC Motoren.

    Tomy

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  • niggles
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    • 12. Oktober 2009 um 21:11
    • #5

    Soooo,

    jetzt war der Deckel noch mal ab. Die Motorenbezeichnungen sind ziemlich kryptisch ("Oriental Motors"), es sind aber eindeutig simple Synchronmotoren; immer zwei auf einer Achse, einer für jede Drehrichtung und vermutlich mit speziellen Nadellagern am loslaufen in die jeweils falsche Richtung gehindert. Also A2 (eine Verschwendung sondergleichen, ich weiß...) und die Werkstattendstufe angeworfen, und siehe da: da läßt sich einiges machen. Unter 10 Hz geht der Oszillator nicht, aber da kriechen die Motoren schon brav und ohne zu ruckeln vor sich hin. Bei 100 Hz wiederum gehen sich schon ziemlich rasante Schwenks aus 8) . Etwas darüber ist allerdings plötzlich Schluss, die Motoren blockieren unvermittelt.
    Über die Spannung läßt sich eigentlich gar nichts steuern; Bei etwa 15 V (bei 50 Hz) laufen die Motoren ruckelnd an, und erst bei etwa 22V wird eine flüssige Bewegung draus - in Nenngeschwindigkeit.

    Also lauten die Eckdaten zweimal 24-30V Sinus, 5-100 Hz, 1A, (um-)steuerbar mit zwei handelsüblichen 5k-Potis. Kräftiges Netzteil (24V ac/30V dc) ist vorhanden...

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  • TomyN
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    • 12. Oktober 2009 um 21:26
    • #6

    Okay, das hört sich doch gar nicht schlecht an.

    Das ganze zerfällt in Verschiedene Teilbereiche.

    1) Erkennung der Richtung -> Komperator, der jeweils den entsprechenden Motor auswählt.
    2) Erkennung der Frequenz ist etwas kniffelig, da das Poti ja in der Mitte die niedrigste Frequenz haben sollte.
    3) Erzeugung des Sinussignals, also ein klassischer VCO. Hier gibt's mit Sicherheit was integriertes, ich bin da aber schon ziemlich draussen.
    4) Power dazu -> Klassische Endstufe

    Bin gerade über diesen Link gestolpert. Da gibts auch die Endstufe, allerdings auf +/- 15V dimensioniert.

    http://www.klausrohwer.de/privat/hobbies…ro/sinusvco.htm

    Tomy

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    • 12. Oktober 2009 um 21:41
    • #7

    In der Nullstellung (Bahnmitte) beider Potis muß es natürlich einen "toten" Bereich geben, in dem auch die Amplitude des Oszillators auf 0 geht. Ansonsten werden die Motoren nicht lange leben... :shock:
    Ab einer gewissen Abweichung davon sollte eben zum einen die Endstufe auf die entsprechende Laufrichtung geschaltet (SSR, evtl. auch getrennte Endstufen für jeden (Halb-) Motor - kost' ja nix...) und zum anderen der Oszillator sanft hochgefahren werden.

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    • 14. Oktober 2009 um 16:29
    • #8

    Hallo,
    das müsste die Variante mit 24V AC Motor sein. Tut es da nicht ein Umrichter mit analoger Drehzahlvorgabe für beide Drehrichtungen (kann dann bspw. sehr bequem mit einem Joystick gesteuert werden) und als Versorgung ein 24V AC Netzteil?

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • niggles
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    • 14. Oktober 2009 um 18:28
    • #9

    Im Prinzip ja. Die Drehrichtungszuordnung muß halt irgendwie gelöst werden - es gibt vier einphasige Motoren (rechts/links/hoch/runter) mit einem gemeinsamen Masseanschluss. Es muß kein großer Umrichter sein, kleine Module (24V, 1A) reichen aus.
    Ich würde die Potis des Joysticks z.B. einfach mit einer Gleichspannung von 5V belegen. Bei 2,5V Steuerspannung müßten beide Umrichter aus sein, sinkt die Spannung unter ca. 2,4V ab müßte einer (links bzw. runter) relativ schnell auf 24V 5Hz Sinus anlaufen und bei 0V dann schließlich 24V 100Hz Sinus ausgeben. In der Gegenrichtung (ca. 2,6-5V) müßte dann das gleiche mit dem jeweils anderen Umrichter passieren. Das war's schon...

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    • 14. Oktober 2009 um 18:41
    • #10

    Die Rampen kann man in den Umrichter reinprogrammieren. Das Umschalten der Motoren kann über eine kleine Logik die die Potis des Joysticks auswertet mit MOSFETHighside Power Switchs erledigt werden, bspw. BTS621L1 (bei Reichelt).

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • TomyN
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    • 14. Oktober 2009 um 18:48
    • #11

    Hi,

    ich würde einfach einen Fensterkomperator nehmen, und die Ausgänge dann über 1N4148 verunden und damit auf den jeweiligen Enable oder Enable# des Umrichters gehen. Imho kann man das auch evtl. im Umrichter selber programmieren.

    Tomy

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