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Studium bald zu ende, was nun [Krankenversicherung, abgaben]

  • LEIF
  • 14. Januar 2010 um 20:13
  • LEIF
    Beiträge
    240
    • 14. Januar 2010 um 20:13
    • #1

    Hi!

    Mein Studium endet bald. Bisher (also bis ende 2009) habe ich mein Gewerbe als Kleingewerbe laufen lassen. Nun bin ich zwecks zu erwartender Überschreitung der 17000 Euro grenze für Kleinverdiener auf UST/MWST umgestiegen. Soviel zur Grundinfo. Das Ziel ist nach dem Studium das Gewerbe wachsen zu lassen. (Bereich ton, tour, va Betreuung)

    Meine Fragen lauten:
    Da ich ja momentan noch studentisch Krankenversichert bin, was ja mit der Beendigung meines Studium endet, welche Krankenversicherung ist gut und günstig, was muss ich beachten.

    Welche weiteren abgaben habe ich zu beachten, neben dem normalen Steuerkrams den ich mit dem Kleingewerbe eh schon hatte. Jetzt nicht bloss auf die Änderung auf UST/MWST bezogen, sondern mehr auf die Änderung von Nebengewerbe auf, ich sag jetzt mal, Haupteinnahmequelle. Stichwort Sozialabgaben etc...

    Danke!!!

    "i need stereo compressed talk back...."

  • timotimo
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    • 14. Januar 2010 um 20:56
    • #2

    Wenn du selbstständig bist: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Betriebshaftpflichtversicherung (am Besten über Versicherungsmakler diverse Angebote einholen); Unfallversicherung (als freiwilliges Mitglied über die Berufsgenossenschaft).

    Arbeitslosenversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall/in der Elternzeit, usw. gibt es ja für Selbstständige nicht.

    Einkommensteuer und Kirchensteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer gehen automatisch ans Finanzamt.
    IHK-Beitrag ist auch verpflichtend.

  • skyper
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    • 14. Januar 2010 um 21:22
    • #3

    auch wenn timotimo schneller war (und ich die IHK vergessen habe - was sie sicher bei Dir nicht machen wird...)


    a) Makler fragen was bei Krankenversicherung am billigsten ist,
    und ob gesetzlich (evtl. mit Zusatzversicherungen - Zähne, Einzelzimmer etc.)
    oder privat momentan mehr Sinn macht, und von wo man nach wo wann und wie wechseln kann.
    Aber aufpassen, oft gibt es "Sperrfristen" z.B. bei Zähnen, da muss man nach dem
    Wechsel dann über mehrere Jahre mit einem stark begrenzten Budget haushalten.
    Evtl. macht es Sinn die bisherige Versicherungsgesellschaft beizubehalten, und in einen
    "normalen" Tarif zu wechseln. (z.B. wenn größere Renovierungsarbeiten im Gebiss anstehen)
    Evtl. dazu auch mal einen Arzt im Bekanntenkreis ausquetschen...

    b) Du brauchst zwingend eigentlich nix,
    verpflichtende Sozialabgaben in dem Sinne gibt es für Selbständige nicht,
    dafür kümmert sich der Staat aber auch nicht wirklich um Dich wenn das Business floppt.

    Sinnvollerweise sollte man neben einer Krankenversicherung in dem Job haben:
    - Betriebshaftpflicht
    Da kann man versuchen, eine oder mehrere nicht festgelegte Personen als Aushilfen
    mit in der Police zu haben,
    das kostet u.U. nichts extra, dafür kannst Du mal eben einen Kumpel als Notlösung mit auf Baustelle nehmen
    und er ist auch ohne eigene Versicherung "safe"

    - Unfallversicherung
    (private Zusatzversicherung für Unternehmer geht über die Berufsgenossenschaften
    ganz gut - z.B. VBG oder BGETEM)
    Die sind per Definition dafür da Dich möglichst komplett hergestellt wieder ins Rennen zu schicken,
    bei privaten Versicherungsträgern geht es leider eher um einen kostenoptimierten Heilungsverlauf...

    - Rentenversicherung/Altersvorsorge (privat), alternativ/zusätzlich kannst Du Dich auch
    bei der Deutschen Rentenverunsicherung freiwillig ausnehmen lassen.
    Was da unterm Strich wo bei rumkommt -> am besten einen Makler fragen
    und separat bei der Dt. Rentenversicherung schlaumachen.

    sowie ggf.
    - Berunfsunfähigkeitsversicherung
    - Rechtschutzversicherung

    Ferner kostet die Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft für den Unternehmer ohne Angestellte nichts,
    kann aber im Schadensfall nützlich sein, ferner sind diverse Schulungsmaßnahmen kostenlos,
    wenn auch terminlich immer recht weit vorher festzulegen :(

    Was man leider mit Geld nicht kaufen kann, aber durchaus Sinn macht:
    - krisenresistente Eltern,
    - verständnisvolle Freunde
    - toleranter Lebenspartner
    - hilfsbereite Nachbarn (zumindest da kann man gelegentlich mit einer Flasche Sekt
    oder einer Schachtel Pralinen nachhelfen...)


    Noch ein Tip: bei der jetzigen Krankenversicherung rechtzeitig kündigen - oder darauf hinweisen,
    dass die Versicherungspolice das Studium als grundlegende Bedingung hat,
    sonst zahlst Du u.U. ein weiteres Jahr unnötig Beiträge


    Edit: Zeilenabstände angehübscht

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • timotimo
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    • 14. Januar 2010 um 21:52
    • #4

    kein Wunder, dass ich schneller war, ich hab´s ja auch stark verkürzt :)

    Ich stimme deinem Text voll und ganz zu, aber das:

    Zitat von "skyper"

    dafür kannst Du mal eben einen Kumpel als Notlösung mit auf Baustelle nehmen


    hab ich jetzt mal überlesen. Das nennt man Schwarzarbeit ;) auch kurzfistige Beschäftigte muss man anmelden... Ich hoffe, das hast du nur vergesen zu erwähnen. Bei uns machen das die HKS: nehmen gerade mal den kleinen Bruder als (billigen) Hand mit. Und wir melden alle unsere Kräfte an, und sind entsprechend teurer :twisted:

  • skyper
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    • 15. Januar 2010 um 03:02
    • #5

    logo dass man den anmelden muss.
    ging eher drum dass man dem kein Bein stellt, wenn man ihm zu einer kurzfristigen,
    und demnach bescheiden bezahlten Beschäftigung verhilft ;)

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  • falcocgn
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    • 15. Januar 2010 um 09:05
    • #6

    Meine Lieblingsempfehlung wurde schon genannt: die freiwillige (Unfall)-Versicherung in der BG. Dazu möchte ich noch meinen Senf dazugeben.

    Diese Unfallversicherung ist meiner Meinung nach die wichtigste überhaupt für den selbständigen, da nirgendwo sonst so gut für so wenig abgesichert werden kann. Ich selber zahle bei einer Versicherungssumme von 50.000€/Jahr ca. 380€ Beitrag. Das dann auch erst nach dem abgelaufenen Versicherungsjahr. Dafür bekomme ich im Ernstfall bei Unfall mit Krankenhausaufenthalt 110€ Verletztengeld ab dem ersten Tag täglich. Bei ambulanter Versorgung ab dem 27. Tag. Zusätzlich erhalte ich eine komplette Wiederherstellung. Bei kleineren Arbeitsunfällen werde ich in den Krankenhäusern von spezialisierten Ärzten behandelt und diese Kosten werde auch von der BG getragen und belasten meine KV nicht. Die Zahlen gelten für die VBG, in der ich unsere Branche noch am besten aufgehoben sehe. Abgesehen von Strom-, Holz- oder Metall-Lastigen Kollegen natürlich.

    Die Aussage, die Mitgliedschaft in der BG koste nichts, stimmt so also nicht. Abgesehen von den Leistungen im Unfalle kann der Versicherte dann auch noch von den unzähligen Seminaren der BGen profitieren. Seminare, Übernachtung und Essen umsonst. Oder von den zahlreichen Infos und Arbeitshilfen, die die diversen BGen ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen.

    http://www.vbg.de, http://www.mmbg.de, http://www.holz-bg.de

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • mringhoff
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    • 15. Januar 2010 um 10:25
    • #7

    Bei der BG-Unfallversicherung sind aber nur die betrieblichen Unfälle (incl. Wegeunfälle und Berufskrankheiten) versichert. Wer also einen Unfall im Privatbereich hat und hier ausfällt, der geht dann leer aus...
    http://www.vbg.de/versicherungss…wegeunfall.html
    Aber wer viel arbeitet und wenig Freizeit hat (und das ist ja bei uns nichts ungewöhnliches), da reduziert sich das Risiko des privaten Unfalls.

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  • test
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    • 15. Januar 2010 um 14:03
    • #8

    finger wech von den privaten krankenkassen. solltest du mal vater werden, ist die private deutlich teurer als die 'normale' es ist überhaupt kein problem eine private zusatzversicherung abzuschließen.
    die kann man dann auch jederzeit kündigen.
    ansonsten betriebshaftpflicht: du solltest dir gedanken machen was du so alles verbocken kannst. das solltest du dann absichern.
    die bg ist auf jedenfall wertiger als eine private versicherung.
    das kannst du dann als zusatz f privat, wenn du magst.
    ganz wichtig: du mußt an deine rente denken !!
    das sollten dann auch so 500e im monat sein.

    ansonsten viel spaß. gibt es denn nichts festes in dem breich den du studiert hast?

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  • LEIF
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    • 15. Januar 2010 um 21:16
    • #9

    Erstmal vielen dank für die vielen Antworten!

    Also eine Berufshaftpflich (mit Übernahme der Privaten und Familie wenn da eine währe ;) ) habe ich zwecks der Tätigkeiten als "Kleingewerber" schon. Bin bei VDMV also AXA quasi. Ob das jetzt eine gute Wahl war, keine Ahnung, mir ist, glücklicherweise!!!, noch nichts passiert bei dem ich die Versicherung hätte kontaktieren müssen.

    Mir geht es vor allem momentan um die Krankenversicherung/Unfall V.

    Gibt es denn konkrete Versicherungen (grade KV) die man als "VA-Techniker" (auch wenn ich ohne schein unterwegs bin und eigentlich nur FOH/Monitor mache) antriggern könnte. Oder muss man da solange googlen bis was passendes bei rum kommt und/oder einen Versicherungsmakler an fragen?

    test
    Ja das ding mit dem Studium ist folgendes: Das ganze mit meinem Studium setzt sich nicht sonderlich gut durch. Ich studiere Elektrotechnik und kann nicht davon ausgehen, dass ich dies erfolgreich beende. Zu dem kann ich mir nicht vorstellen, dass ich später Schauschränke zusammen bastel. Trotz Vorerfahrung als Anlage Elektriker keine Chance. VA Technik ist da mehr mein gebiet und meine Tätigkeiten im FOH Bereich laufen besser und besser.... Dazu bin ich bereits 27 Jahre alt und denke, dass ich werde es erstmal als FOH Freelancer weitermachen werde als in meinem Studium unglücklich zu vergammeln und die Chancen die sich momentan FOH mässig für mich ergeben ungenutzt zu lassen.

    skyper
    Die IHK und das örtliche FA kennt mich wohl bereits ;)

    danke!

    "i need stereo compressed talk back...."

  • Biby
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    • 15. Januar 2010 um 21:27
    • #10
    Zitat von "LEIF"

    Gibt es denn konkrete Versicherungen (grade KV) die man als "VA-Techniker" (auch wenn ich ohne schein unterwegs bin und eigentlich nur FOH/Monitor mache) antriggern könnte. Oder muss man da solange googlen bis was passendes bei rum kommt und/oder einen Versicherungsmakler an fragen?

    Als Tipp: Unbedingt mal bei der KSK (Künstlersozialkasse) anfragen.
    Die nehmen auch schon mal freie Mediengestalter mit auf.

  • LEIF
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    • 15. Januar 2010 um 21:34
    • #11
    Zitat von "Biby"

    Als Tipp: Unbedingt mal bei der KSK (Künstlersozialkasse) anfragen.
    Die nehmen auch schon mal freie Mediengestalter mit auf.


    Ich weis von einem befreundetem Drummer das er sehr lange gebraucht hat um da rein zukommen. Des weiteren geht die KSK angeblich davon aus, dass FOH bzw Tontechnik eine Dienstleistung ist und keine künstlerische Aktivität (ganz im gegensatz zu Licht design....) ist und somit nichts in der KSK verloren hat.

    "i need stereo compressed talk back...."

  • Biby
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    • 15. Januar 2010 um 21:43
    • #12
    Zitat von "LEIF"

    Ich weis von einem befreundetem Drummer das er sehr lange gebraucht hat um da rein zukommen. Des weiteren geht die KSK angeblich davon aus, dass FOH bzw Tontechnik eine Dienstleistung ist und keine künstlerische Aktivität (ganz im gegensatz zu Licht design....) ist und somit nichts in der KSK verloren hat.

    Kommt immer auf die Begründung an... :wink:

    Es gibt auch Sounddesigner, genau wie Lichtdesigner...

    Auch wenn es im Einzelfall nicht so leicht ist, in die KSK hineinzukommen, die Tarife sind aber unschlagbar günstig.

  • test
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    • 18. Januar 2010 um 18:22
    • #13

    klar ist die ksk DAS versicherungsmodell :)
    die klagen es ja auch an allen möglichen stellen wieder ein ;)
    ich habe 2 freunde die es erfolgreich beendet haben. der eine bastelt heute an isdn rum und der andere macht in auto netzwerke. gut bezahlt und auch auf ihre art und weise interessant. vor allem aber auch richtig gut bezahlt.
    gut, wenn du davon ausgehst das du es nicht schaffst, dann ist da jeder tag einer zu viel

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