1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Mischwerkzeuge

muss man alle Digipulte bedienen können?

  • wora
  • 30. März 2010 um 19:07
  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.415
    Beiträge
    27.259
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 30. März 2010 um 19:07
    • #1

    spätestens seit dieser messe kommen wir nun so langsam in die von mir vor jahren beschriebene situation:
    es gibt haufenweise unterschiedliche bedienkonzepte - und noch viel mehr unterschiedlich klingende und funktionierende dynamics und effekte.
    diesen wust an verschiedenen möglichkeiten und unterscheidlich reagierenden parameter sehe ich in der tat eher als rückschritt denn als fortschritt, weil man nicht auf allen systemen gleich gut sein kann.
    im analogen zeitalter war das alles noch ein bisschen einfacher, es gab nur eine handvoll wichtige kompressoren und effektgeräte, die man irgendwie doch kannte und somit auch bedienen konnte (bis auf´s PCM70 ;) ). die pulte selber waren ja sehr einfach zu verstehen und überwiegend gleich aufgebaut.

    heutige digitalsysteme (einigermassen alphabetisch -ohne anspruch auf vollständigkeit!):
    - Allen&Heath iLive R72, T80, T112, iLive 80, iLive 112, iLive 144, iLive 176
    - Digico D5, D1, SD7, SD8, SD9
    - Digidesign Venue Profile, Venue D-Show, SC48
    - Innovason SY80, SY48, Eclipse
    - Mackie TT24, UMX96
    - Roland RSS
    - Soundcraft Vi6, Vi4, Vi2, Vi1, Si3, Si2, Si1
    - Studer Vista5
    - Yamaha PM5D, M7CL, LS9, o2R, 01V

    - und dann gibt es noch einige Studiopulte, die live eingesetzt werden. diese sind für uns in der regel weniger interessant, deshalb spare ich mir die mühe...

    an den aufgezählten namen kann man leicht erkennen, das wir es mittlerweile mit einer wahren flut an digitalkonsolen zu tun haben, die vor allem eines gemeinsam haben: sie verfolgen (fast) alle ein anderes konzept und bringen zum teil völlig anders reagierende parameter mit sich.
    wir als techniker können nicht alle diese pulte perfekt beherrschen, was meiner ansicht nach für eine möglichst erfolgreiche jobdurchführung zwingend erforderlich wäre.

    es liegt also auf der hand, das sich in einem verdrängungswettbewerb die spreu vom weizen trennt.
    was wird sich wohl durchsetzen?


    meiner meinung nach werden folgende hersteller ganz vorne dabei sein, auf ihre geräte muss man sich einarbeiten:
    A&H, Digico, Soundcraft und Yamaha.
    bei soundcraft fährt man zwei unterschiedliche philosophieen, ich denke die Vi ist hier das deutlich interessantere produkt. bei A&H ist man auf einem guten weg, ebenso bei Digico, die offenbar eine sehr gute werbestrategie haben. Yamaha hat durch die grösste verbreitung sehr gute karten, ihre pulte kommen aber langsam in die jahre... da kommt demnächst sicher noch was nach.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • jürgen bleekmann
    Beiträge
    193
    Marktplatz Einträge
    1
    • 30. März 2010 um 19:50
    • #2

    Hallihallo,

    ja aber hat das nicht auch Vorteile?

    Hey... 4-5 Bedienkonzepte verstanden haben, gut bedienen können und der Held in der Branche sein....
    Ich behaupte mal ein Automechaniker in einer freien Werkstatt (die im Prinzip alle Marken reparieren) muss auch ne Menge verschiedener Techniken drauf haben.
    Früher, in der ANALOG-ÄRA gab es jede Menge Hobbymischer die ein Pult für ihre Hobby-Combo bedient haben und meinten sie könnten das natürlich auch auf "richtigen" Mischpulten machen.
    Sind ja nur mehr Kanäle und mehr Auxe.
    Das hat zwar so nie funktioniert, diese Leute haben es sich aber zugetraut und ärgerlicherweise auch gemacht, möglichst für kein Geld. (Bringt ja ne Mange Spass...und ein Foto: Ich und ein GROSSES MIschpult)

    Das wird jetzt anders. Hoffentlich.
    Selbst auf einem aktuelle 01V96 haben die Proberaumrocker keine Chance.

    Das alles gilt selbstverständlich nicht ab einer gewissen Liga.
    Aber da wird man dan eh wegen speziellen Wissens gebucht.
    Sei es jetzt der Hardrockexperte oder eher der Feingeistjazzer.
    Wobei man natürlich alles können sollte, was in der Praxis aber manchmal so auch nicht funktioniert.


    The Bleekman

    Jürgen Bleekmann
    http://www.b-acoustic.com

  • derautor
    Profi
    Reaktionen
    18
    Beiträge
    1.089
    • 30. März 2010 um 20:24
    • #3

    Zumindest grundlegend.

    Es ist imho ein großer Unterschied, ob man ein Pult für eine Show von null an komplett einrichten muss, oder als Gast "nur" eine bzw. die Show mischt.

    Komme ich z.B. auf irgendeinen Industriejob mit gutem Babysitter und entsprechendem Informationsaustausch im Vorfeld, ist das eigentlich kein Problem.

    Ist die Vorbereitung schlecht und das Pult vor Ort mir unbekannt, habe ich ein Problem :D .

    Wesentlich wichtig wird es in der nächsten Zeit sein, sich auf ein, zwei Modelle einzufuchsen, damit man guten Support bieten kann.

    Geht es um ein längeres Engagement mit ein und derselben Konsole, muss man sich damit halt im Vorfeld auseinandersetzen und lernt das Pult dann während der Jobs vollständig.
    Irgendwann hat man die gängigen Konsolen dann intus (zumindest theoretisch könnte das so funktionieren :D )

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • jürgen bleekmann
    Beiträge
    193
    Marktplatz Einträge
    1
    • 30. März 2010 um 20:38
    • #4

    Einmal das und es ändert sich ja nichts am Globalen, sozusagen.

    Es gibt immer x Kanäle, mit warscheinlich vollparametrischen EQ, mit x Auxwegen pre/post und mehr oder weniger guten eingebauten Effekten und EQs.
    Und jetzt auch noch mit eingebautem ProTools.
    Vielleicht demnachst von Roland auch noch mit eingebautem Sonar.
    Und das Apple IPhone mit Logic Audio.. ;)

    Ob das Pult selber rechnet oder die Intelligenz im Mixrack liegt is ja dem geneigten TonI erstmal wurst.

    The Bleekman

    Jürgen Bleekmann
    http://www.b-acoustic.com

  • Jueof
    Verifiziert
    Beiträge
    529
    • 30. März 2010 um 21:06
    • #5

    Hi, tolle frage die idee hatte ich auch schon im kopf als ich am we durch die halle auf der messe lief. Es scheint auch so das da jeder sein eigenen favoriten hat. Bei mir ist es das soundcraft gefolgt vom roland am anderen ende das a&h und ls9. Ich weiß aber das es wegen der ver breitung mein sub jektives empfinden sein muß. Wenn ich mir nun vorstelle all diese schüsseln bedienen können zu müssen wird mir schlecht. Ohne kinder mädchen geht das nicht. Schöne neue welt am foh. Kann für mich nur hoffen das mein favorit sich durch setzt
    LG

  • bemi
    Reaktionen
    64
    Beiträge
    1.755
    • 30. März 2010 um 21:23
    • #6

    Hi,


    wie viele Kollegen sich hier schon geaeussert haben: mit gutem Sitter geht alles, z.B. auch das Mischen einer Liveband mit 40 Kanaelen an einer Stagetech Konsole. Ohne gutes Kindermaedchen haette ich keinen Ton rausgebracht ... ;) Mein erster Job am M7 war aehnlich - damals hatte ich noch keins.

    Bald wird man bei den gaengigen Konsolen dann selber Shows fahren koennen, kleinere auch selber komplett einrichten. Als naechster Schritt folgt dann kompliziertere Sachen machbar machen und dann schnell zu werden, Kniffe zu kennen. Dabei lernt man dann sicher auch, anders als auf anderen (analogen) Konsolen zu arbeiten (z.B. sich Kanaele/Fader anders anzuordnen, Y fuer Spezialitaeten zu machen usw.). Dann ist man so fit, dass man auch Sachen umsetzen kann, die analoge Mischer nur deshalb fordern, um zu zeigen, dass digital nichts ist ;)


    VG bemi
    01V96, DM1000, DM2000, 02R96, M7CL-sicher
    bald Vi-sicher :)
    hoffentlich bald iLive-sicher :D
    DDX3216 sicher :oops:

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 30. März 2010 um 21:33
    • #7
    Zitat von "jürgen bleekmann"

    Einmal das und es ändert sich ja nichts am Globalen, sozusagen.

    Es gibt immer x Kanäle, mit warscheinlich vollparametrischen EQ, mit x Auxwegen pre/post und mehr oder weniger guten eingebauten Effekten und EQs.
    Und jetzt auch noch mit eingebautem ProTools.
    Vielleicht demnachst von Roland auch noch mit eingebautem Sonar.
    Und das Apple IPhone mit Logic Audio.. ;)

    Ob das Pult selber rechnet oder die Intelligenz im Mixrack liegt is ja dem geneigten TonI erstmal wurst.

    The Bleekman


    Ich sehe es ähnlich pragmatisch bzw. bin dahingehend schmerzfrei. Es sind nur Pulte, keine Kernphysik oder Raketenwissenschaft.

    Bis jetzt habe ich alle Pulte mehr oder weniger "on the fly" gelernt. Natürlich mit Hausaufgaben (Anleitung, Editor) und je nach Job einem Babysitter.

    Wenn ich mit einer Band unterwegs bin treffe ich auf den Linecheck-Festivals auf die verschiedensten Pulte, da freue ich mich natürlich über ein PM5D, Vi4 oder iLive, weil ich die Pulte gut kenne, M7CL geht auch gut. Digidesign, Digico oder völlig unbekannte Pulte werde ich nicht von der Bettkante stoßen, wenn sie für den Job grundlegend geeignet sind. Meistens sind dann auch gute Betreuer da, die Patching etc. handhaben. Bei Industrie-Jobs ist es noch einfacher, da hat man mehr Zeit. Da ist mir ein unbekanntes aktuelles Digitalpult inzwischen lieber als ein bekanntes Analogpult mit unbekannten Fehlern.

    Soweit zur Lage als Bandmischer.

    Als Betreuer ist mein Anspruch, immer mehr über das Pult zu wissen als der Betreute. Das bedeutet, daß ich weniger Pulte betreuen kann als darauf mischen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • mathias81
    Verifiziert
    Reaktionen
    204
    Beiträge
    550
    Termine
    10
    • 30. März 2010 um 21:48
    • #8

    Ich muss ehrlich sagen Soundcraft sehe ich nicht als ganz vorne mit dabei, vielleicht ab der VI 4 Liga. Aber das was die mit der Si Serie und VI 1 / 2 zeigen, also in der Klasse wo sich die Masse tummelt interessiert doch echt keinen Mensch.
    Ich kenne imho niemanden der mit dem Gedanken spielt sich eine SI oder kleine VI zu kaufen geschweige denn dass ich hier im weiteren Umkreis jemanden kennen würde der so ein Pult gekauft hat. Und an von der immer noch nicht verfügbaren digital Core Lösung für die kleinen wird schon seit dem Spätjahr 2008 gesprochen...
    Ich für meinen Teil habe genau 2 mal auf einem Festival eine VI 6 gesehen und damit gearbeitet. Es ist ein klasse Bedienkonzept das mir sehr gut gefällt und auch klanglich absolut oben auf. ebenso die VI4 aber diese hat meines Erachtens in der Grundaustattung mit 48 Monokanälen von denen pro Stereoreturn 2 verballert werden zu wenige Kanäle für das was man dafür auf den Tisch blättern muss.
    Ansonsten immer noch jede Menge Yamaha und mittlerweile auch Digico SD8. A&H wird langsam mehr.

  • jürgen bleekmann
    Beiträge
    193
    Marktplatz Einträge
    1
    • 30. März 2010 um 21:53
    • #9

    Schnipp------------------------

    Ich sehe es ähnlich pragmatisch bzw. bin dahingehend schmerzfrei. Es sind nur Pulte, keine Kernphysik oder Raketenwissenschaft.

    Bis jetzt habe ich alle Pulte mehr oder weniger "on the fly" gelernt. Natürlich mit Hausaufgaben (Anleitung, Editor) und je nach Job einem Babysitter.

    Schnipp-------------------------

    Eben.
    Es kommt ja selten oder nie vor das man ne unbekannte Show mit nem unbekannten Tisch mischt.
    Eins von beiden kennt man meistens.
    Und mit einem halbwegs teamfähigen Babysitter kann man mit jedem Tisch eine ordentliche Show zaubern.

    The Bleekman

    PS: Und ich mach sogar mit nem Behringer DDX3216 und 32 Kanälen einen ordentlichen Sound. Obwohl das ja auch gar nicht so schwer ist... :D

    Jürgen Bleekmann
    http://www.b-acoustic.com

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 30. März 2010 um 22:59
    • #10

    Meiner Ansicht nach trifft Woras Frage genau den Punkt. Ich gebe ehrlich zu das mich die Fähigkeit alle Pulte bedienen zu können nicht reizt. Oder anders ausgedrückt, ich will es eigentlich nicht wirklich wissen. Für mich trifft das zum Glück auch nicht zu, da ich seit längerem nicht mehr für Bands auf fremden Anlagen arbeiten möchte.
    Die Bedienung diverser Pultoberflächen die man nicht kennt macht eigentlich keinen Spaß. Es ist wie "Memory" spielen in der Kindheit - wo war nochmal Aux 7?
    Hier wurde oft der "Babysitter" am fremden FoH erwähnt, mit dessen Hilfe man dann doch gut über die Runden kommt. Da wirft sich eine Frage auf: warum macht derjenige nicht direkt die Kappelle?
    Die Frage ist provokant, ich weiß. Aber ich habe schon so oft überlegt, warum eine Band einen jungen Mann mitbringt, der grundsätzlich nicht so toll erfahren ist? Ich behaupte einfach mal, dass ich 70% der Mixe die ich mir in den vergangenen Jahren Standby am FoH herumhängend angehört habe, besser gemacht hätte.
    Vor allem bei den üblichen Cover/Unterhaltungsbands sehe ich da nicht immer den Sinn externer Techniker denen man erst alles beibringen muss. Vor allem wenn das Ergebnis arg zu wünschen lässt.
    Wenn man das so betrachtet relativiert sich die Sache ob man alle Pulte bedienen können muss auf die Typen, mit denen man selber zu tun hat.

    Einmal editiert, zuletzt von rockline (30. März 2010 um 23:03)

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 30. März 2010 um 23:00
    • #11

    Um auf die Ursprungsfrage zu antworten: Können - Ja, wollen - nicht alle.

    Wobei der Grad der Bedienung je nach Pult, Pultbekanntheit und Situation variieren kann. Stagetec wurde ja schon genannt, auf einer Lawo war ich auch froh, daß ich alles Wichtige zeitnah gefunden habe.

    In der Analogwelt war es streckenweise auch nicht anders, die Bedienoberfläche setzte sich nur aus mehreren Geräten zusammen.
    Nett auch meine erste Begegnung mit einer AMEK recall (unbekanntes Pult) an einer unbekannten PA (Bänchenhochtöner-Premiere) bei meinem ersten Gig für eine unbekannte Band. Dann konsequenterweise auch gleich mit 6 Wegen Monitor vom FOH - die 3 Sängerinnen über OE5 (50cm Abstand) an PS15. Brett bitte. Super. Aber es ging gut. Was war ich froh über den guten Betreuer. Am Ende hat es extrem viel Spaß gemacht, sogar ohne Harmonizer (den hatte ich über Mute-Szene versehentlich "weggemutet", was dem Betreuer einen schnippischen Spruch über mein damaliges Lieblingsgerät entlockte. Es war das Einzige, was ich in dieser Situation überhaupt kannte). Es war alles schon derbe anders. Mit der Gruppe habe ich über ein Jahr im Folgendem einige nette Gigs gemacht.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • oton
    Profi
    Reaktionen
    920
    Beiträge
    3.123
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    5
    • 30. März 2010 um 23:33
    • #12

    ein Mischpult ist ein Mischpult ist ein Mischpult ... was brauche ich denn zum Mischen, Gain/EQ/Comp-Gate/Aux/Fader ... das ist doch immer das Gleiche, und ändert sich nicht wirklich, ob digital oder analog. Und ganz ehrlich, soooooo unterschiedlich sind die verschiedenen Pultkonzepte auch nicht, auch wenn die Hersteller gerne suggerieren, das ihr Pult gaaaaanz anders und viel besser ist ...

    Ich habe bis jetzt auf Yamaha, Soundcraft VI, Digidesign und Digico D5 gearbeitet, und es gab nichts, was man an der grundsätzlichen Bedienung nicht in 10 Minuten verstehen konnte. Klar gibt es viel Eingemachtes, das man erst lernen muss und das das Arbeiten beschleunigt, aber die GRUNDLEGENDE Bedienung ist doch jetzt nicht so komplex.

    Um hier mal mein Lieblingsstatement anzubringen, schaut euch doch mal 10 Minuten ein beliebiges modernes Lichtpult an ... wird sind alle unwürdig !!!!

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • jürgen bleekmann
    Beiträge
    193
    Marktplatz Einträge
    1
    • 30. März 2010 um 23:47
    • #13
    Zitat von "oton"


    Um hier mal mein Lieblingsstatement anzubringen, schaut euch doch mal 10 Minuten ein beliebiges modernes Lichtpult an ... wird sind alle unwürdig !!!!

    YES... und deswegen bin ich auch TON und nicht Licht oder gar Rigging oder Trucking oder sonstiges ..."ing"
    Wenn überhaupt bin ich "Drummiking" oder "Kakaotrinking"

    The Bleekman

    Jürgen Bleekmann
    http://www.b-acoustic.com

  • masterprof
    Beiträge
    21
    • 31. März 2010 um 00:43
    • #14

    Um mal auf das den Thementitel zu kommen.
    Ja, man muss alle Digitalpulte bedienen können als Freelancer.
    Das Problem oder die Herausforderung ist alle Geräte gleich Gut zu kennen. Viele irgendwie aber keins so richtig gut. Die Plattformen werden in Zukunft noch Komplexer werden. Man wird mehr Möglichkeiten mehr Freiheiten vielleicht aber auch Hilfen vom Pult selbst.
    Die Hersteller werden sich auch nicht so schnell auf ein Einheitliches Konzept einigen.


    Oben in der Reihe fehlt noch Midas.

  • frank_nachtigall
    Profi
    Beiträge
    282
    • 31. März 2010 um 08:33
    • #15

    Das wird wohl ähnlich wie im Lichtbereich werden.

    Entweder hat man den Operator zum Pult oder umgekehrt. Bei wachsender Komplexität kann ich mir auch eine Trennung zwischen Bediener und Mischer vorstellen.

    Uns hat das die Tage hier so genervt, bei ner kleinen 8-Kanal Baustelle ( nee das yammi kann ich nicht, nee die I-Live kenne ich nicht,usw..) das wir einfach auf die schnelle eine kleine Analogkonsole gekauft haben. Und Ruhe war.

    Wir überlegen ernsthaft für einige Baustellen wieder auf analoge Pulte umzusteigen.

    Es geht ja mittlerweile nicht nur um unterschiedliche Bedienkonzepte, sondern auch um unterschiedliche Firmwareversionen, Kartenbestückungbund demnächst auch um Software Plugins.
    Die Möglichkeiten werden da unendlich.

    Schöne neue Welt.

    Interessanterweise diskutiert man heute nur noch über Ausstattung und Haptik.
    Früher hiess es ich brauch den Tisch weil der klingt so oder so.

    gruss frank

    lgF

    aktuelle Verkaufsliste: http://www.toneheads.de/gebrauchtware/

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.415
    Beiträge
    27.259
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 31. März 2010 um 10:02
    • #16

    das problem mit den babysittern ist doch, das man nie weiss ob der entsprechende betreuer nun gut ist oder nicht.
    ich habe schon komplett eingerichtete pulte übernommen, die für mich absolut unbrauchbar waren... ich kam mit dem voreingestellten mix nicht klar. und das war noch zu analogen zeiten...
    was ich damit sagen will: jeder hat doch seine eigenen vorgehensweisen, die meisten mischer haben sich ihre kleinen "kniffe" selbst erarbeitet, die mit den angewohnheiten anderer kollegen nicht zwingend übereinstimmen müssen. das beziehe ich z.b. auch auf voreingestellte effekte und kompressoreinstellungen. da gibt es sogar enorme unterschiede im geschmack. ganz ehrlich: es erstaunt mich, das das offenbar noch keinem aufgefallen ist.

    und wie oft hatte ich schon babysitter vor der nase, denen ich erklärt habe wie ihr pult wirklich funktioniert... :shock:

    aus diesen gründen würde ich mich NIE auf einen babysitter verlassen, ich muss das pult selbst aus dem FF beherrschen, um perfekte arbeit abliefern zu können. doch das kann ich nie auf allen angebotenen plattformen.
    irgendwie was hindrehen, damit das publikum nicht motzt, kann ich selbstverständlich auf jeder büchse... aber es erfüllt nicht meinen anspruch.
    es gibt natürlich jobs, die nicht so wichtig sind (oder wenn die entlohnung entsprechend gering ist). und es gibt jobs, die keine andere möglichkeit ermöglichen (z.b. open airs oder gar kleine stadtfeste).
    ich erfahre in letzter zeit jedenfalls, das es immer mehr bands gibt die ihre eigenen pulte mitbringen. tja, warum wohl?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 31. März 2010 um 12:14
    • #17
    Zitat von "Frank_Nachtigall"
    • unterschiedliche Bedienkonzepte
    • unterschiedliche Firmwareversionen
    • Kartenbestückung
    • Software Plugins


    Das sind auch meine Sorgen. Ich zähle mich ja nach wie vor zur Insel der glückselig Rückständigen, die keinen Digitaltisch im Hause haben - und außer rudimentärsten Kenntnissen des 01V verstehe ich davon auch nichts. Im ausgehenden letzten Jahr kam es zum ersten Mal vor, dass ich bei einer gestellten PA mit einer Truppe anreiste und einen eigenen FoH im Kombi mitführte - weil mir nach den Vorgesprächen mit der ausführenden Company klargemacht wurde, dass außer einem iLive nichts dahingestellt würde. Also: Analogmoppel raus, und stereo in die digitale Konsole hinein.

    Das schlagende Argument der analogen Konsolen ist einfach: kennste eine, kennste alle. Klar gibt es unterschiedliche Ideen, die da und dort mal verwirklicht wurden, ob das jetzt Spielereien wie AuxFlip oder sonst was sind, egal... man konnte davon ausgehen, dass man sich irgendwo in Deutschland hinstellt, die Hände aus der Tasche nimmt und Sound machen kann. Die einzige Frage, die sich stellte, war: wo ist die Kompressorpeitsche, und wo laufen die Effekte zurück?

    Das geht jetzt alles nicht mehr. Wäre da eine gewisse Einheitlichkeit, hätte ich mir gewiss ein Digitalpult gekauft und mich eingearbeitet. Aber es sind ja nicht nur die extrem unterschiedlichen Hardwarelayouts. Das setzt sich fort, wie schon geschrieben, mit unterschiedlichsten Darstellungen auf dem Display (mal touchable, mal nicht), unterschiedlichen Systemversionen... und als ich vor Monaten las, dass man sich jetzt auch noch merken muss, welcher USB-Stick für die Verwendung in welcher Konsole geeignet ist (von den unterschiedlichen Dateisystemen und -formaten, die die Maschinen erzeugen, ganz zu schweigen - da wird niemals Kompatibilität herstellbar sein), setzte es bei mir endgültig aus. Das ist mir zu aufwändig, mich in diese Welt hineinzudenken.

    Es führt m. E. kein Weg daran vorbei, sich klar zu machen, worauf das hinausläuft. Die Geschichte, von allem ein bisschen zu können, wird sich auf sehr wenige Leute in der Branche beschränken. Und wer von allem nur ein bisschen kann, ist zwar sehr flexibel, kann aber nichts wirklich richtig gut. Es kann nur auf Spezialisierung hinauslaufen - genau das, was hier einige schon angedeutet haben, indem sie ihre Digitalpultpräferenz hinschrieben. Demnächst gibt es Experten für's iLive, nebenan Cracks auf dem Vi, und drei Straßen weiter der Kollege kann richtig gut M7. Jeder deshalb, weil er selber das entsprechende Möfchen in der Garage hat.

    Wir spezialisieren uns also nicht mehr auf guten Sound oder gute Musik (einer gewissen Stilrichtung evtl.), sondern auf Technik - auf das Medium. Das empfinde ich als gefährliche Prioritätenverschiebung. Klar, hier werden wieder Leute kommen und sagen, der Phil ist der Durchgepeitschte, der hört wieder das Gras wachsen. Aber hier nimmt die Fokussierung auf ein Werkzeug erheblich mehr Raum ein (unscharf betrachtet), als ihm eigentlich zusteht. Derzeit kreisen doch bei vielen Veranstaltungen hauptsächlich die Gedanken des Tonmannes darum, jetzt möglichst effizient und zügig das auf dem Digitalpult zu realisieren, was zu tun ist (wie ging das hier nochmal? Ja, wo war denn jetzt der Aux7, und wie route ich den nach Dingenskirchen? Wie hieß das verdammte Layer noch mal, und wie schalte ich jetzt dahin um?). Da geht viel Rechenkapazität in der Bedienerbirne verloren, die der Maschine gewidmet wird und nur sehr sekundär dem Sound. Und das bloß, weil da irgeneine Konsole steht, für die man einen Waffenschein braucht oder einen Einflüsterkasper. Das finde ich nicht gut.

    Ich bin immer noch unmodern und rücke mit zwei großen Schränken an, die mein Büro darstellen: ein Pultcase mit 24er- oder 32er-Inhalt nebst 20HE-Siderack. Da fühlt man sich gleich wie zu Hause. :D

    Vielleicht liegt das aber auch alles nur daran, dass ihr so tragefaul seid und so steinalt. Wir mit Anfang 30 haben keine Hemmungen, auch ein 60kg-Case mal eben aufs Tischchen zu wuchten, ohne eine Miene zu verziehen :lol:

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 31. März 2010 um 13:06
    • #18

    Ich denke, es kommt drauf an.

    Wenn ich als Babysitter unterwegs bin, muß man die Pulte wirklich beherrschen.

    Als Bandtechniker ist es von Vorteil, möglichst alle zu können, aber zumindest die gängisten.
    Aber den Rest muß dann wieder der Babysitter machen.

    Man könnte es auch so sehen:
    je mehr Pulte man gut kann, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das man viele und gute Jobs bekommt.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.415
    Beiträge
    27.259
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 31. März 2010 um 17:29
    • #19

    nun ja, um möglichst viele pulte wirklich zu können, benötigt man auch einen zugriff auf die entsprechenden probanden.
    und wer kann sowas schon ?
    nach dieser theorie kann es nur wenige mischer geben können, die alles beherrschen. aber für die gibt es viel dann einfach zu viele jobs.
    alles aus dem handbuch zu lernen und dann vor ort sofort alles zu beherrschen halte ich für nicht möglich.
    also wird es wohl so werden, das man sich auf gewisse kandidaten spezialisiert - und wenn was anderes da steht, macht man eben "dienst nach vorschrift".
    was dabei leidet ist möglicherweise die künstlerische darstellung, für die wir eben auch verantwortlich sind.
    na ja, schaun mer mal...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 31. März 2010 um 17:31
    • #20

    Da stimme ich zu. Aber wie soll das praktisch vonstatten gehen? Welche Leute haben denn Zugriff auf, sagen wir mal, nur die fünf oder sechs (derzeit!) gängigen Digitalpulte? Klar kann ich mir die Manuals im Netz herunterladen und die Nachttischlampe jeden Abend ein bisschen länger brennen lassen, aber ob das ausreicht? Angelesenes Wissen schön und gut, aber praktische Erfahrung ist doch durch nichts zu ersetzen. Und die kommt imho nicht durch die Tatsache, dass man da mal einen Vi-Job und da mal einen iLive-Job macht und am nächsten Freitag seit sechs Monaten mal wieder einen M7-Job (Mann, lange nicht mehr davorgestanden... wo war noch gleich...? Ach herrjemine, da ist ja eine neue Software für rausgekommen - und jetzt? Muss ich wieder den Hilfsbeamten hinter mir fragen...). So baut man m. E. keinen wirklich reichen, vielseitigen Erfahrungsschatz auf, was die praktische Handhabung betrifft. Es ist ja uninteressant, wie man Gains pegelt oder Q-Faktoren einstellt. Das kann jeder. Schwierig wird es doch, wenn etwas Unkonventionelles zu realisieren ist oder etwas abseits des Erwarteten passiert. Auf Analogpulten fallen mir da für alle möglichen Szenarien sicherlich sofort einige Workarounds ein, um die VA doch noch zum Ende zu bringen. Aber digital auf die Schnelle, wenn es pressiert?

    Naja, und dann ist da ja immer noch mein ausgelutschtes Argument, dass ich meine linke Hand innerhalb von höchstens einer Sekunde auf den Fadern der Auxmasterbusse liegen habe und reagieren kann, wenn es plötzlich unerwartet heftig lospfeift. Bei meiner breiten Pranke ziehe ich auch sechs Monitorbusse gleichzeitig herunter. :D Und das dann digital? Nein, ich darf gar nicht dran denken. Dann diese in meinen Augen miserable Filterei mit vier vollparametrischen Bändern in den Auxlines - da würde ich wahnsinnig werden. Es gibt nichts, was einen EQ-230 mit seinen vielen Glitzerfadern toppen könnte. Nichts. Und ein Digitalpult mit einem Grafikverzerrer aufliegend auf den Channelfadern (31 Bänder, bitte mit einem genau so effizienten Feedbackfinder!) habe ich noch nicht gesehen. Kann aber sein, dass ich da nicht auf der Höhe der Diskussion bin. Nein nein, ich scheue dieses Zeug nach wie vor wie der Teufel das Weihwasser!

    Oh, Edit: Wolfgang war ein bisschen schneller - aber sieht manches offenbar ähnlich!

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

Letzte Themen

  1. IHOS DSP 6.4 / Kingray GPA415 FIR Designer .txt Dateiformat?

    ThomasA
    5. Oktober 2026 um 19:16
  2. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  3. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  4. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  5. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  6. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  7. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  8. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  9. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  10. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™