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muss man alle Digipulte bedienen können?

  • wora
  • 30. März 2010 um 19:07
  • tufkaklto
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    • 4. April 2010 um 10:57
    • #61

    Das MP3 gejammere meinte ich nicht.

    Es gibt genügend andere Gründe, warum das Publikum den Gig gutfindet, selbst wenn der Tonmann nicht zufrieden war.

    Oder umgekehrt, der Tonmann war mit dem Sound zufrieden, und das Publikum nicht begeistert vom Gig.

    Wir müßen aufpassen, das wir das ganze nicht zu steril technisch sehen sondern die Musik dabei immer im Auge behalten.
    Und die hängt nicht davon ab, ob wir unser Lieblingspult stehen haben.

    Und ich bin auch der Meinung, es genügt, wenn man nur ein Digitalpult bedienen kann
    Allerdings unter den Voraussetzungen, das ich dann mein Auslangen mit den Jobs habe, die mir damit angeboten werden.

    Tu ich das nicht, dann sollte ich tunlichst mehr können.

    Selbst internationale Techniker sind nicht immer in der Lage, sich nur auf ein Pult versteifen zu können ( oder da nur wenige )
    Und wenn man für Verleiher arbeitet, dann soll man die Pulte können, die in den Firmen sind.
    Dort über Pulte zu jammern hilft halt nix.
    Wir sind dazu da, Probleme zu lösen und nicht , um unseren Kunden immer neue zu schaffen, indem wir über Pulte meckern.
    Dafür haben die nämlich meist kein Verständnis.

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  • wora
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    • 4. April 2010 um 11:16
    • #62
    Zitat von "klauston"

    ...
    Wir müßen aufpassen, das wir das ganze nicht zu steril technisch sehen sondern die Musik dabei immer im Auge behalten.

    den satz darf man mal ganz dick unterstreichen.
    aber es geht nicht nur um "das lieblingspult", sondern um die tatsache das wir unseren job so machen können, wie der künstler das erwartet. in meinem falle bedeutet das z.b., der soundcheck sollte nicht zu lange sein... :lol:


    Zitat von "klauston"

    ...
    Wir sind dazu da, Probleme zu lösen und nicht , um unseren Kunden immer neue zu schaffen, indem wir über Pulte meckern.
    Dafür haben die nämlich meist kein Verständnis.


    das ist in der tat ein problem. viele künstler bekommen die veränderungen an unserem arbeitsplatz ja gar nicht mit, bzw. es interessiert sie nicht. sie erwarten, das ihr monitor gut funktioniert und die beschallung der hütte so geamcht ist, das das publikum gut mitgehen kann. dann kommt bei dem ein- oder anderen künstler noch ein bisschen "kunst am sound" dazu, also z.b. spezielle effekte, die seinen auftritt unterstützen. das sich hier in der arbeitsweise einiges geändert hat, wissen die meisten überhaupt nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Joe_B
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    • 4. April 2010 um 11:27
    • #63
    Zitat von "LC2412"


    Das denke ich mir manchmal auch! Hast Du schon mal Jugendliche mit ihren Handies quäkenderweise durch die Fußgängerzone laufen sehen? Demnächst werdet ihr Sprachsäulen statt kompletter Systeme aufstellen, damit ihr das, was die Jugendlichen gewöhnt sind, auch mischen könnt. Vielleicht kann man so auch alte Handies weiterverwenden, indem man sie clustert. :roll:

    Das haut mich auch jedesmal um wenn ich sowas sehe (und höre). Da waren wir damals mit unseren Walkman irgendwie besser dran. :lol:

    Wenn ich aktuelle Musik im Autoradio höre glaube ich auch ab und zu ich müsste mal zum Ohrenarzt. Was da teilweise (qualitativ) abgeliefert wird ist schon bedenklich.

  • tufkaklto
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    • 4. April 2010 um 12:10
    • #64
    Zitat von "Joe_B"

    Das haut mich auch jedesmal um wenn ich sowas sehe (und höre). Da waren wir damals mit unseren Walkman irgendwie besser dran. :lol:

    Wenn ich aktuelle Musik im Autoradio höre glaube ich auch ab und zu ich müsste mal zum Ohrenarzt. Was da teilweise (qualitativ) abgeliefert wird ist schon bedenklich.


    Was jetz aber echt nix mit dem Thema Digitalpulte zu tun hat.

    Klar, unser Walkman war analog, alles super.
    Dafür haben wir aber immer akzeptiert, wenns gezerrt hat weil die Batterien dem Ende zugingen.
    Und es war uns egal, weil wir die Batterien solange ausgelutscht haben, bis gar nix mehr ging, egal wie es geleiert hat.

    Das nur mal so nebenbei.

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  • wora
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    • 4. April 2010 um 13:20
    • #65

    da kann ich dir leider nicht zustimmen.
    wenn die batterieen so ausgelutscht waren das die musik schon geleiert hat, hab ich es vorgezogen auszuschalten. :wink:
    die wiedergabe per kassette hat mir früher nie zugesagt, weil´s einfach nie schön geklungen hat. aber es gab halt keine andere möglichkeit...
    mit meinem heutigen iPod bin ich dagegen sehr zufrieden, der klingt echt sauber... wenn man die entsprechend sauber konvertierte musik geladen hat.

    aber nun zurück zum thema...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 4. April 2010 um 16:31
    • #66

    Ich mag den Ipod auch, und ich hatte auch versucht, die Batterien immer so bald wie geht zu wechseln.

    Ich wollte nur damit aufzeigen , das diese "heute ist alles schlechter " ( bzw früher war alles besser ) Diskussion so nicht immer unbedingt stimmt

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  • Joe_B
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    • 4. April 2010 um 18:19
    • #67

    Auch wenns OT ist und wirklich nichts mit dem Thema zu tun hat war doch die Aussage:

    *** Hast Du schon mal Jugendliche mit ihren Handies quäkenderweise durch die Fußgängerzone laufen sehen? ****

    D.h. die Kiddies hören die Mucke aus dem Handylautsprecher, nicht über KH.

    Was die Sache mit den Digipulten angeht bin ich der Meinung, daß jmd. der seinen Job ernst nimmt keine Probleme mit versch. Pulten haben sollte. Es ist ja auch kein Problem sich die Manuals runterzuladen und seine Hausaufgaben zu machen. (sich ein wenig "schlau" zu machen hat noch niemandem geschadet)

  • guma
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    • 4. April 2010 um 18:52
    • #68

    Was wir, so glaube ich, bei allen Ausführungen doch so ein bisschen vergessen haben, ist dass man zu allen Kursen, Verleihlagersitzungen, Handbuchlesereinen und selbst erstellten Editorfiles bei allem Eifer und aller Hingabe noch etwas zusätzliches braucht um mit mehreren verschiedenen Digitalpultoberflächen zurecht zu kommen, nämlich Routine !

    Beispielsweise ist mein letzter ilive Job jetzt fast vier Monate her und trotz aller Vorbereitung befürchte ich, dass ich für den nächsten, sicherlich kommenden, wieder neu Hausaufgaben machen muß. Das ist dann definitiv wieder nicht so wie bei für mich gewohnten Oberflächen. Dieser Minuspunkt bleibt generell für die Unterschiedlichkeit der Oberflächen auf jeden Fall erhalten. Das bleibt weiter so wie etwa das Anwenden einer Software, die man nur alle halbe Jahre mal braucht.
    Entwicklungspotential ( siehe den immer wieder bemühten Analogvergleich ) bleibt genau an dieser Stelle: Ist eine Software sehr nah verwandt mit einem häufiger eingesetzen anderen Produkt, geht das flüssiger, ist es nicht so, bleibt es zäh.

    In den Anfangszeiten der Analogpulte war das übrigens nicht anders. Auch da hat erst im Laufe der Zeit eine Annäherung stattgefunden.

  • wora
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    • 4. April 2010 um 21:04
    • #69

    ich denke du bist einer der wenigen, wenn nicht der einzige, der weiss worauf ich eigentlich hinaus will.
    schon kurz nach beginn der "digitalära" habe ich angemerkt, das es auch bei den analogen pulten irgendwann mal eine verdrängung zugunsten logischer bedienoberflächen gekommen war. und ich habe gesagt, dies wird auch bei den digitalen geschehen.
    deshalb wollte ich hier wissen, welche pultkonzepte der hersteller dafür wohl in frage kommen. leider kamen zu dieser frage nicht viele antworten, statt dessen haben wir uns mal wieder scharmützel an der "analog/digital-front" geliefert - und ich bin auch noch drauf eingestiegen... 8)

    also zurück zum thema:
    natürlich muss man heute mit vielen verschiedenen philosophieen zurecht kommen.
    aber das wird sicher nicht das ende der geschichte sein...
    es ist nämlich genau so wie du sagst: man vergisst nach einem job schnell wieder die kleinigkeiten.
    und je öfter man auf einem pult arbeitet, desto besser läuft die sache und desto sicherer kann man garantieren, das nix schief geht.
    das ist doch völlig normal.
    wenn man nur ab und an auf verschiedenen pulten arbeiten muss, mag das argument "handbuch lesen und vorbereiten" noch machbar sein. aber wenn man an jedem wochenende 3 gigs auf unterschiedlichen pulten machen muss, dann artet es langsam in arbeit aus... die aber natürlich keiner bezahlen will.
    also macht man es wieder so wie zu analogen zeiten: man wählt einen kanal, stellt den gain ein, dreht ein bisschen am EQ, eventuell sogar noch an gate oder kompressor und sendet das signal auf die summe... wer will das instrumant auf dem monitor?... dreh dreh.... alles klar, nächster kanal, - usw...
    die ganzen möglichen vorteile der digitalpulte werden damit in den harz gekickt, sprich: die braucht keine sau.
    da die digitalpulte aber alle unterschiedlich reagieren (vor allem dynamics und effekte!), bekommen wir bei möglichst kurzen soundcheckzeiten sehr wahrscheinlich einen mix, der noch deutlich verbesserbar ist.
    das genügt manchmal sogar, ohne frage. aber wer mehr herausholen will oder sich gar die tägliche arbeit einfacher gestalten möchte, der wird damit sicher nicht glücklich.
    ich erinnere mich noch an meine ersten gigs mit iLive, da hab ich oft zu viel komprimiert weil ich erstmal meine erfahrungswerte der yamaha-konsolen ansetzte. mittlerweile weiss ich wie ich vorgehen muss und bekomme bessere ergebnisse. das sind dann die erfahrungswerte, die man benötigt. aber die kann man nicht für alle pulte parat haben, vor allem nicht nach dem durchlesen des manuals...
    also gehen wir wieder einen schritt zurück.

    der reine dienstleister sieht das natürlich pragmatisch, denn es funktioniert ja auch immer irgendwie.
    wer etwas mehr aus der technik herausholen möchte und die musik mit den neuen möglichkeiten aufwerten möchte, bekommt dabei aber eher schlechte laune.
    das ist meine meinung.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dark
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    • 8. April 2010 um 11:09
    • #70

    Interessante Diskussion.

    Ich würde gerne noch einmal andere Vergleiche ziehen.Ich selbst bin ja Lichtmann und wir hatten diese Änderungen ja einiges früher.
    Ich denke es wird wie beim Licht werden.Es gibt für jede "Klasse" 1-4 Pulte die man können sollte.Wenn man gut gebucht sein möchte sollte man 2 davon richtig gut beherrschen bei den anderen sollte es möglichst nicht zu sehr auffallen das man überlegen muss ;)
    Wer in andere Klassen aufsteigen will sollte sich seine Kandidaten vorher anschauen - falls das unvorgesehen kommt bleibt nur in höflichem Ton dem Babysitter zu schmeicheln damit der einen nicht auflaufen läßt ;)

    Mal provokativ gefragt - sind Tonleute soviel dümmer/lernunwilliger als Lichtleute?

    Uns hat niemand gefragt ob wir von einem Celco mit 1 Million Fader auf eine GrandMA light umsteigen wollen die Technik und die Zeit haben es einfach vorgegeben.Ich kann mich auch nicht ansatzweise an solche "will ich nicht/geht nicht" Diskussionen erinnern wie sie jetzt manchmal beim Ton geführt werden.Heute noch wird dem GrandMA Operator beim Open Air seiner Mittelklasseband eine Maxxys vorgesetzt und er muss dann zusammen mit dem Betreuer eben das beste herausholen.Auch darum habe ich eben mein eigenes Pult um diese Dinge zu vermeiden.

    Ich kann gut Licon/Scanco und GrandMA(zumindest was in meiner range so gebraucht wird) bedienen,dann so durchschnittlich HOG II dazu bekomme ich auch aus der Avolite Licht und kann mit einem Betreuer da eine gute Show fahren und kenne aus dem unteren Bereich mich noch mit SGM ganz gut aus.Und das reicht für Jobs von 50 - 5000 Leuten.Größer mache ich ja nicht also warum mir den Kopf über Catalyst oder DL3 mit HoG 3 vernetzen zerbrechen?

    Und ich behaupte einfach es werden sich max 4-6 Pulte auf dem Markt durchsetzen die man sich dann näher anschauen sollte.

    Ich als Lichtler habe in 20 min rudimentär begriffen wie eine M7CL funktioniert da sollte der professionelle Tonler darauf doch eine Band mischen können.Das heißt nicht das er das Patching oder das Slot Setup durchschaut aber da sollte man einfach mal den Kollegen vertrauen. Wenns derselbe ist der letztes Jahr an der gleichen Stelle nicht wusste wo auf dem analogen Tisch welchem Send/Return die Effekte liegen und seinen Kabelwust im Siderack nicht durchschaut hast du eh ein anderes/größeres Problem ;)

  • rockline
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    • 8. April 2010 um 11:30
    • #71

    Mit "bedienen" in Sinne der Bedienung zum Kappelle mischen wird wohl nicht das ordinäre Bedienen der EQs, Dynamics und Faderoberfläche gemeint sein. Das ist doch sofort zu verstehen.
    Es geht wohl mehr um das "aussem Kopp" wissen wie, wo, und weshalb man die und die Szene laden oder speichern soll, wie man die komplette Busstruktur der Kiste patcht, oder von einem Übertragungsprotokoll auf das andere umschalten kann usw.
    Also all die Dinge, die manches Digitalpult mehr oder weniger zum Netzwerk PC machen.
    Die Grundbedienung zum Musik machen ist Kindergeburtstag.

  • wora
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    • 8. April 2010 um 12:26
    • #72

    es gibt noch einen wichtigen punkt:
    in unserem gewerbe geht es oft zeitlich beengt zu, es ist also hilfreich erfahrungswerte zu sammeln.
    also z.b." wie stelle ich den kompressor für den gesang oder die snare ein"
    die digitalpulte bieten da ja eine fülle an funktionen, auf die man oft in der kürze der zeit nicht richtig eigehen kann.
    offenbar interessiert sich aber wohl kaum jemand für solche difizilen sachen. hauptsache der kanal ist auf dem master hörbar?

    Dark:
    genau so sehe ich das auch.
    man wird sich auf ein paar passenden systemen einarbeiten, man muss ja nicht alles können.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • rockline
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    • 8. April 2010 um 15:24
    • #73
    Zitat von "wora"


    also z.b." wie stelle ich den kompressor für den gesang oder die snare ein"
    die digitalpulte bieten da ja eine fülle an funktionen, auf die man oft in der kürze der zeit nicht richtig eigehen kann.
    offenbar interessiert sich aber wohl kaum jemand für solche difizilen sachen. hauptsache der kanal ist auf dem master hörbar?

    Aber das gehört doch zu den Grundlagen eines Tonmischers, oder? Da ist doch jetzt keine Eigenheit eines Mixers mit digitaler Oberfläche. Das meinte ich ja mit dem grundsätzlichen "bedienen" einer Kiste. Ich finde das nicht komplizierter als an einem analogen Mixerplatz.

  • simonstpauli
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    • 8. April 2010 um 23:20
    • #74
    Zitat von "rockline"

    Aber das gehört doch zu den Grundlagen eines Tonmischers, oder? Da ist doch jetzt keine Eigenheit eines Mixers mit digitaler Oberfläche. Das meinte ich ja mit dem grundsätzlichen "bedienen" einer Kiste. Ich finde das nicht komplizierter als an einem analogen Mixerplatz.


    Ist es meiner Meinung nach auch nicht.

    Verschiedene EQ- und Dynamics-Konzepte gab es ja auch schon analog.

    wora: das Phänomen "Hauptsache der Kanal ist auf dem Master hörbar" beobachte ich auch immer noch auf Analoplätzen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • guessi
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    • 9. April 2010 um 00:02
    • #75

    spontan würde ich schonmal folgende Trends erkennen:

    farbliche Fadergestaltung
    Digico (SD-Serie), A-H & Midas machen es über den Beschriftungsknopf (bzw. -feld)
    Soundcraft mit der LED-Zeile am Schieberegler

    freie Faderbelegung ("User Bank")
    man bastelt sich seine Oberfläche - wobei ich hier das Konzept von Midas für richtig große Belegungen sehr interessant finde, bei den anderen besteht das Problem der Verzettelung durch die nahezu unendlichen Möglichkeiten

    zum Thema Zeit für Einarbeitung / Vorbereitung
    wie schön wäre es denn, wenn man sich "seine" Kanalbelegung in einem Universalformat anlegen und dann in jedes Pult laden könnte? Wie hier schon mehrfach erwähnt, hat jedes Pult grundlegend gleiche Funktionen und Parameter. Wenn die grundsätzlichen erstmal drin sind, hab ich viel mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Man muss überhaupt nicht eine komplette Pultkonfiguration vorbereiten - in vielen Situationen ist das außerdem absolut kontraproduktiv.

  • wora
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    • 9. April 2010 um 02:18
    • #76
    Zitat von "rockline"


    Aber das gehört doch zu den Grundlagen eines Tonmischers, oder? Da ist doch jetzt keine Eigenheit eines Mixers mit digitaler Oberfläche. Das meinte ich ja mit dem grundsätzlichen "bedienen" einer Kiste. Ich finde das nicht komplizierter als an einem analogen Mixerplatz.


    irgendwie scheine ich da andere ohren zu haben, oder andere anwendungen.
    ich bemerke zum teil deutliche unterschiede zwischen den kompressoren der pulte. was man an dem einen einstellt muss an dem anderen nicht zwangsläufig gut funktionieren, mit dem selben quellsignal.
    also muss ich immer erstmal ausprobieren, wie sich die kennlinien verhalten. das dauert.
    im analogen zeitalter war es so, das man (im professionellen bereich) 3-4 verschiedene kompressoren immer wieder vor der nase hatte, die man dann irgendwann kannte. es war ja nicht bei jedem pult auch gleich eine ganz neue kompressorserie dabei, meist waren es "die alten bekannten". bei der heute gebotenen digitalen vielfalt geht das einfach nicht mehr.
    um weitere missverständnisse zu vermeiden:
    natürlich bekomme ich fast immer die kompressoren so eingestellt wie ich es mir wünsche. ich weiss ja was ein threshold ist und was attack bedeutet. darum gehts mir aber nicht.
    es dauert manchmal einfach ein paar songs, manchmal den halben gig bis ich zufrieden bin (oder mich dran gewöhnt habe). wenn ich dagegen ein file habe mit erarbeiteten einstellungen, geht das wesentlich flotter... aber ich habe eben nicht für alle pulte vorgespeicherte einstellungen parat.
    komisch, das das offenbar nur mir auffällt... mit der iLive hab ich da am anfang auch gekämpft, wenn man da ein bisschen zu forsch komprimiert ist das signal gleich ganz weg, ähnlich wie früher bei den BSS kompressoren. man muss sich an die kennlinien gewöhnen, um wirklich gute einstellungen heruszubekommen.

    sehr ähnlich verhält es sich bei den effekten...
    mit "werksprogrammen" kann ich leider nur selten etwas anfangen.
    irgendwie geht das natürlich schon, aber bis ich da ein paar parameter rumgeschubst habe und dann wirklich zufrieden bin, dauert es immer einige gigs.
    das sind meine erfahrungswerte.

    was die von guessi aufgezählten trends angeht:
    genau sowas meinte ich!
    nicht das hier und jetzt, sondern "was kommt als nächstes, was brauchen wir wirklich und was setzt sich durch" ist die interessante frage!
    im augenblich kann ich mir schwer vorstellen, das es irgendwann mal eine herstellerübergreifende pultkonfiguration geben wird. man wird sie weiterhin für jeden pulttyp neu erstellen müssen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dark
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    • 9. April 2010 um 14:35
    • #77
    Zitat von "wora"

    Aber was spricht denn dagegen eine Art Mastershow auf dem Ilive auf der M7CL und dem Digico SD8 zu haben?Habe ich beim Licht auch für Hog 2 , Licon und GrandMA.

    Klar wer von Innovason zu Digico SD 8 über PM5D zum Roland oder Tama muss der hat Probleme aber wieviele betrifft das denn?

    Ich finde für seine 3-4 bevorzugte/gegebene Pulte kann man ruhig Shows in der Hinterhand haben.Und gerade mit den Offline Sachen lassen sich Jobs bei denen man weiss welches Pult steht besser vorplanen - und Ja auch auf Open Airs kann man sich evt das File vorher schicken lassen und selber sein Bandsetup erstellen ;)

    Das ist beim Licht schon längere Zeit so und wird sich beim Ton auch einspielen denke ich.Im Moment wehren sich nur viele der "Laptopgegner" aus Angst (die meiner Meinung nach aus den Erfahrungen mit ihren PC Kisten daheim rührt) vor Abstürzen etc noch ein wenig ...

  • simonstpauli
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    • 11. April 2010 um 10:44
    • #78
    Zitat von "Dark"

    Aber was spricht denn dagegen eine Art Mastershow auf dem Ilive auf der M7CL und dem Digico SD8 zu haben?Habe ich beim Licht auch für Hog 2 , Licon und GrandMA.

    Klar wer von Innovason zu Digico SD 8 über PM5D zum Roland oder Tama muss der hat Probleme aber wieviele betrifft das denn?

    Ich finde für seine 3-4 bevorzugte/gegebene Pulte kann man ruhig Shows in der Hinterhand haben.Und gerade mit den Offline Sachen lassen sich Jobs bei denen man weiss welches Pult steht besser vorplanen - und Ja auch auf Open Airs kann man sich evt das File vorher schicken lassen und selber sein Bandsetup erstellen ;)

    Das ist beim Licht schon längere Zeit so und wird sich beim Ton auch einspielen denke ich.Im Moment wehren sich nur viele der "Laptopgegner" aus Angst (die meiner Meinung nach aus den Erfahrungen mit ihren PC Kisten daheim rührt) vor Abstürzen etc noch ein wenig ...


    Hm. Gerade im Lichtbereich erlebe ich verstärkt, daß Leute ihre eigenen Pulte mitbringen, weil sie damit 110%ige Shows fahren können. Gerade auf Festivals, wo es um Millisekunden geht (mal eben 20 Moving Lights im Linecheck einleuchten z.B.).
    Auf einer Tour finde ich das auch beim Ton ultimativ sinnvoll, weil sich weniger Rahmenbedingungen ändern, gerade bei konsequentem In-Ear-Monitoring.
    Beim schnellen Festival-Aufschlag mit 2Subs in der Band, anderen Mikrofonen (weil man seine eigenen nicht auf das Schlachtfeld bauen möchte, die müssen ja dann auch hektisch wieder abgebaut werden) ist mir das Pult fast egal, schnell muß es sein. Also Grundsetup mit Patch vom Babysitter, Grundsetup mit Lo Cuts (aktivieren, auf sinnvolle Eckfrequenzen schon mal setzen) den Dynamics (schon mal aktivieren, Ratios und Zeiten setzen und den Threshold erstmal aus dem Weg) und den Rest muß ich mir drehen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 12. April 2010 um 09:01
    • #79

    ich hatte jetzt am wochenende nach monaten mal wieder ein analoges PM3500 vor der nase.
    und ganz ehrlich: ich musste mich erstmal wieder entsinnen wie das geht. das ging zwar schnell, nach ner minute war ich wieder drin, aber im ersten moment dachte ich: upps, wie war das nochmal, wo fange ich jetzt am besten mit meiner vorbereitung an?? ;)
    irgendwie scheine ich langsam alt zu werden... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • discodude
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    • 16. April 2010 um 19:17
    • #80

    Ich lese ja garnicht mehr ds Wort HAPTIK bei euren Threds......das wurde vor einigen Jahren ( ich glaube Analogära kann man sagen ) sehr oft benutzt.

    Und ja.....ich freue mich drauf wenn man selber bald sein Setup von zuhause mitbringen kann..........
    Ich hatte das ja schonmal in dem Presonus 24.4.2 Thred angsprochen...........hoffentlich kann man sich bald mit seinem Laptop an das Pult anstöpseln , welches dann nur noch als Controller und AD wander fungiert , wo man sein setup druf läd und fertig.....

    USB 3.0 bringt hoffentlich die beschleunigung das man alles rechner intern lösen kann....... das heisst dann endlich auf allen Kanälen 1176 compressoren :)

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