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Erfahrungen zum Groundstack von Linearray-Elementen

  • wora
  • 26. April 2010 um 14:22
  • david kammerer
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    • 2. Mai 2010 um 20:28
    • #41

    Hallo Christian,

    danke für den Hinweis, aber bei Meyer wird es eben nicht erklärt, wie es funktionieren soll. Da wir nur gesagt (behauptet), daß es so ist. Den Nachweis bleiben sie auch dort schuldig. Soweit war ich schon. Auch bei deinem anderen Link, habe ich beim ersten Überfliegen keine Erklärung des Interferenz-Modells sehen können.
    Aber nochmals Danke, auch dafür, daß Du ernsthaft versuchst weiterzuhelfen.

    Viele Grüße

    David

  • wora
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    • 2. Mai 2010 um 20:51
    • #42

    war meine erklärung denn so unverständlich?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 2. Mai 2010 um 21:10
    • #43

    zurueck zum urspruenglichen Problem / Frage: eigentlich sollte das weniger auftreten, wenn man "symmetrische" Elemente verwendet, also mit Doppelbestueckung im LF-Bereich, ala d'appolito. Das sollte dann auch horizontal buendeln (siehe auch z.B. das 600Hz "Loch" der Q).

    Jedoch stelle ich auch fest, dass ich bei LA Geschichten zwar oft vermeintlich mehr Schall auf der Buehne habe, was sich aber bei genauem Hinhoeren dadurch aeussert, dass ich die Baesse im Cardiomode habe und dass die LAs seitlich, ausserhalb ihres Nennabstrahlwinkels, ueber weite (Frequenz-)Bereiche gleichmaessig leiser werden. D.h. auch ausserhalb des Nennabstrahlbereichs klingts sauber (aber leiser).

    Um dann den LoMid Wulm vor und auf der Buehne anzupacken hilft ein ggf. vorhandener und passend missbrauchter EQ (ArrayEQ bei Nexo, Coupling bei d&b ...) ...

    Jedoch ist imo ein LA Groundstack immer ein uebler Kompromiss, mir jedoch mit ordentlichem LA lieber als mit vermurxten Horntops. Ich hoffe, dass ich meine Kunden ueberzeugen kann, immer auf Flug- oder wenigstens wenig-Elemente-auf-Staengele-Loesung bringen kann. Dazu noch gescheite Nearfills und alles wird gut.


    VG bemi


    PS: das mit den Interferenzen, wora, muss ich mir nochmal ueberlegen. Wenn ich zwei Kugelstrahler ueberlagere und diese den Abstand Lambda/2 der obersten abgestrahlten Wellenlaenge nicht ueberschreiten, sollten die nicht so interferieren, dass da viel vermurxt wird (leider ignorieren das viele Hersteller und lassen ihre Lo Pappen zu hoch spielen).

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Volker Holtmeyer
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    • 2. Mai 2010 um 21:42
    • #44

    Ohgottohgott, wo fangen wir denn da an?!

    Vielleicht mal grundsätzlich: Interferenzen sind der Schlüssel zum Line-Array. Oder anders: Interferenzen sind der Grund für das "Funktionieren" eines Line-Arrays - ohne Interferenzen kein Line-Array.

    In der Regel spricht man von Interferenzen und meint damit stillschweigend destruktive Interferenzen (es löscht sich also etwas aus). Gleichwohl gibt es aber auch konstruktive Interferenzen (da addiert such was). Ob und (vor allem) wo nun welche Interferenz stattfindet, hängt vom betrachteten Punkt im Raum und mithin von der Phasenlage ab. Haben alle Quellen zu meinem betrachteten Punkt etwa den gleichen Abstand, dann haben sie (in diesem Punkt!) die gleiche Phasenlage und der Pegel wird größer. Haben die einzelnen Quellen unterschiedliche Abstände zu meinem betrachteten Punkt, ist eben der Weglängenunterschied der einzelnen Signale von großer Bedeutung. Die einzelnen Signale werden nicht mit gleicher Phasenlage eintreffen und so kommt es im Extremfall zu einer vollständigen Auslöschung.

    Eine höheren Pegel durch konstruktive Interferenz gibt es in der Regel on axis eines Line-Arrays, und Auslöschungen durch destruktive Interferenz gibt es off axis.

    Da der wora ja Bildchen so mag, habe ich mal ganz tief gegraben und das folgende herausgesucht. Hoffe das trägt zum Verständnis bei.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • david kammerer
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    • 2. Mai 2010 um 21:43
    • #45

    Hallo wora,

    deinen Beitrag habe ich im Eifer des Gefechtes glatt übersehen :oops: Ich hoffe, Du verzeihst mir....
    Daß es Interferrenzen im LA gibt bezweifle ich nicht, man hört es ja oft genug bei schlechten Lösungen. Daß sie aber für den Abstrahlwinkel zuständig sind, kann ich mir immer noch nicht vor Augen führen.
    Zu deinem Modell:
    Diese Auslöschung (100%) an der Zuhörerposition gilt dann aber nur für eine Frequenz (und deren ganzzahlige Vielfache). Das würde (für mich) bedeuten, ich habe für jede Frequenz einen anderen Abstrahlwinkel, der sich dann aber jede Oktave wiederholt?
    Ein weiterer Einwand: Begebe ich mich nun an einen anderen Zuhörerpunkt, gilt die komplette Auslöschung ja für eine andere Frequenz. D.h. der Abstrahlwinkel wäre auch zuhörerpositionsabhängig. Wenn dem so ist, viel Spaß.
    Was man auch nicht vergessen darf, ist, daß der Schall ja nicht weg ist nach so einem Punkt der Auslöschung. D.h, wenn ich mich auf einer Geraden unter gleichbleibendem Winkel weiter von dem Array entferne, komme ich irgendwann zu einem Punkt, an dem sich die zwei Signale zu 100% addieren, das aber, obwohl sich der Winkel zum gesamten Array nicht ändert (serwohl aber zu den einzelnen Elementen).
    Noch bin ich nicht überzeugt....Wie gesagt, damit das hier nicht ausartet, muß keiner eine Doktorarbeit reinstellen, mir reicht ein Hinweis, wo ich das nachlesen/erklärt bekommen kann (sofern es den gibt :D )

    Viele Grüße

    David

  • Volker Holtmeyer
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    • 2. Mai 2010 um 21:47
    • #46

    David, du bist auf dem richtigen Weg!

    Aber mal nicht nur zwei Quellen betrachten.

    Und - ganz wichtig - immer schön

    - die betrachtete Frequenz
    - die entsprechende Wellenlänge
    - und den Weglängenunterschied zum betrachteten Punkt

    im Auge behalten.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Volker Holtmeyer
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    • 2. Mai 2010 um 21:53
    • #47
    Zitat von "tobias kammerer"

    3.: Kippe ich nur ein Arrayelemt ab (z.B. das unterste), so verändert sich auch das Richtverhalten der Lowmids. Das wäre über eine Interferenz nicht erklärbar, da der Abstrahlungspunkt des Lautsprechers genau gleich bleibt. Die Wellenfront wird aber neu geformt.


    Für den Low/Mid-Bereich ist es völlig uninteressant, ob ein einzelnes Element bewegt wird oder nicht. Hier zählt nur die gesamte Form des Arrays.

    Welchen Unterschid macht es für Frequenzen deren Wellenlängen einen halben Meter und größer sind, wenn ich ein Element voll curve und das akustische Zentrum damit vielleicht um 5 cm verschiebe?!

    Zitat von "tobias kammerer"

    Vom Prinzip erzeugt eine Schallzeile, wenn sie denn korrekt koppelt (also ein ideales Array), eine einheitliche Molekülbewegung in der Luft. Das heißt alle Moleküle schwingen exakt parallel vor und zurück. Deswegen interferieren sie auch nicht, da sich Ihre Wellenbewegungen nicht mehr kreuzen. Diese Einheitliche Bewegung nimmt über die Entfernung wieder irgendwann ab. Berechenbar wird das über statistische Verteilungen (Gaußsche Verteilung).

    NEIN und nochmals NEIN! Die Moleküle nehmen sich nicht gegenseitig an die Hand und sagen: "Wir haben uns so lieb und wandern von nun an gemeinsam durch dem Raum!"!

    Das hatten wir doch kürzlich erst in einem anderen Thread? Schallwellen durchdringen sich! Die einzelne Schallwelle interrressiert es einen feuchten Kehricht, ob da von links oder rechts noch eine weitere angerauscht kommt. Und dennoch kann es unter Umständen (die wir mit einem Line-Array gezielt hervorrufen) so aussehen, als ob es eine zusammenhängende Wellenfront gibt. Tatsächlich ist sie das aber nicht! Nochmal die kleine Animation, die das sehr anschaulich verdeutlicht:

    Zitat von "tobias kammerer"

    Hallo Leute,
    die Richtwirkung von Linearrays entsteht nicht durch Interferenzen!. Wenn das so wäre, dann gute Nacht für den Frequenzgang an verschiedenen Orten. Lautsprechersimulationssoftwaren benutzen die Addition von Punktquellen mit den Interferenzen nur als Näherungsweisen Trick um überhaupt das Abstrahlfeld errechnen zu können. Mit der physikalisch Realität stimmt das aber leider nicht überein.

    Doch, wie bereits gesagt, die Richtwirkung von Line-Arrays entsteht durch Interferenzen - und zwar einzig und allein durch diese.

    Und auch jede Simulationssoftware - das darf ich dir so zu sagen aus erster Hand bestätigen - berechnet das Schallfeld durch die komplexe Addition der einzelnen Signale (also nach Betrag und Phase). Für den Direktschallpegel bringt das eine sehr große Übereinstimmung mit der Realität.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

    2 Mal editiert, zuletzt von Volker Holtmeyer (2. Mai 2010 um 22:17)

  • wetbf
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    • 2. Mai 2010 um 21:59
    • #48

    david kammerer

    Eine einschlägige, etwas ältere Literaturstelle ist " Leo L. Beranek, Acoustics, McGraw-Hill, 1954 ", Seiten 96-97.

    Ich habe beide Seiten als PDF, schick' ich dir per E-Mail. Dann hast du was "Amtliches".

    Das PDF kannst du dann hier in das Forum hochladen, ich habe keine Ahnung wie das geht.

    wetbf

  • simonstpauli
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    • 2. Mai 2010 um 22:09
    • #49

    Hier noch der Klassiker aus der Anfangszeit der "modernen" Line Arrays:
    http://www.pa-anlagen.ch/Manuals/L'Acou…ce%20Arrays.PDF

    Und noch ein älterer:
    http://diyaudioprojects.com/Technical/Pape…Loudspeaker.pdf

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • david kammerer
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    • 2. Mai 2010 um 22:16
    • #50

    Hallo,

    nachmals Danke an alle, die hier mithelfen, daß ich verstehe. Ich werde jetzt eine (oder zwei) Nächte drüber schlafen und in mich gehen. Werde mir auch die entsprechenden Texte (danke schon mal an wetbf) durchlesen.

    Viele Grüße

    David

  • tufkaklto
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    • 2. Mai 2010 um 22:18
    • #51
    Zitat von "david kammerer"

    Hallo Christian,

    danke für den Hinweis, aber bei Meyer wird es eben nicht erklärt, wie es funktionieren soll. Da wir nur gesagt (behauptet), daß es so ist. Den Nachweis bleiben sie auch dort schuldig. Soweit war ich schon. Auch bei deinem anderen Link, habe ich beim ersten Überfliegen keine Erklärung des Interferenz-Modells sehen können.
    Aber nochmals Danke, auch dafür, daß Du ernsthaft versuchst weiterzuhelfen.

    Viele Grüße

    David

    Wenn man zB ein Seminar von Bob McCarthy besucht, nimmt man sich die zeit, diese Dinge zu erklären.

    Bob hat da die Art, Combing un Combining zu erklären

    Unter "Combining" erklärt er die konstruktiven Interferenzen, unter "Combing" ( Kammfilter ) die destruktiven.

    Auch bei einem System Design mit "normalen " Lautsprechern arbeitet man mit genau diesen "Combining" Effekten.

    IST EINFACH SO !!!

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  • tufkaklto
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    • 2. Mai 2010 um 22:23
    • #52

    Und eine Frage beschäftigt mich jetzt doch.

    Ihr seit ja 2 Brüder, die immer gemeinsam die Antworten und Lösungen auf alle Fragen parat haben.

    Aber warum schreibt man dann das, wenn man eigentlich gegen Schluß zugibt, doch nicht alles zu wissen??

    Das ist jetzt eine wirklich Ernst gemeinte Frage, weil Ihr ja immer sehr schnell mit "Erklärungen " seit, die man nur dann oft wegbekommt, wenn man sich wirklich die Mühe macht, das lang und breit zu beweisen:

    Zitat

    Hallo Leute,

    die Richtwirkung von Linearrays entsteht nicht durch Interferenzen!. Wenn das so wäre, dann gute Nacht für den Frequenzgang an verschiedenen Orten. Lautsprechersimulationssoftwaren benutzen die Addition von Punktquellen mit den Interferenzen nur als Näherungsweisen Trick um überhaupt das Abstrahlfeld errechnen zu können. Mit der physikalisch Realität stimmt das aber leider nicht überein.

    Jetzt geht es weiter. Ich glaube auch, daß zum Einen der Klauston die Argumentation von Wora nicht verstanden hat. Trotzdem hat er im Endeffekt Recht, daß es bei längerer Zeile weniger Lowmidprobleme gibt.
    Hier nochmals die Gründe in der Übersicht
    1.: Der Worst Case, eine vertikal gebeugte Welle kommt noch auf Kopfhöhe auf die Bühne, findet so nicht mehr statt, weil Sie entweder sich praktisch nicht mehr beugt oder Sie nach der Beugung schon über den Köpfen/ Mikros ist. (wurde schon angesprochen)
    2.: Sehr wichtiger Punkt: Der low Mid Anteil in größerer Entfernung steigt an und zwar erheblich, weshalb im Controllersetup oder sonst eben im EQ automatisch drastisch die Low Mids gesenkt werden --> weniger Ärger
    3.: Der Gesamtpegel in der Entfernung steigt an, wehalb man nochmals die Lautstärke zurücknimmt --> weniger Ärger

    Ich hoffe ich habe da nix vergessen.

    So nun zum Urthema: Wie handhabe ich das, wenn der Kollege für so eine Location ein LA bestellt hat.
    1.: Ich lach mich innerlich tot, wie bescheuert unsere Branche ist.
    2.: Ich versuche ihn zu überreden, das nicht zu machen, allerdings mit wenig Nachdruck, weil es zum Schluß sonst heißt, ich hätte keinen Plan.
    3.: Dann stelle ich es eben wie bestellt.
    4.: Ich lach wieder innerlich, wenn er dann den ganzen Abend jammert, daß der Raum so schwierig sei.
    5.: Ich sage ihm: Ja ja, da haben viele (Deppen) Probleme

    Ein normales System macht auch in der Schallverteilung deutlich weniger Ärger, als ein zu kurzes Linearray. Einzig die Sprachverständlichkeit hat da noch Vorteile.

    und auch noch: Acoustic Line K2 ist so immer das Parade extrem gerichtetete Klein PA Teil. Das kann man auch noch bei wirklich kleinen Locations benutzen und man bringt es sogar tüvgerecht auf einen Hochständer.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

    _________________
    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE

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    Wie gesagt, ist eine wirklich ernste Frage und nicht einfach ein "ans Bein pinkeln wollen "

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  • david kammerer
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    • 2. Mai 2010 um 22:33
    • #53
    Zitat von "klauston"

    Wenn man zB ein Seminar von Bob McCarthy besucht, nimmt man sich die zeit, diese Dinge zu erklären.

    Bob hat da die Art, Combing un Combining zu erklären

    Unter "Combining" erklärt er die konstruktiven Interferenzen, unter "Combing" ( Kammfilter ) die destruktiven.

    Auch bei einem System Design mit "normalen " Lautsprechern arbeitet man mit genau diesen "Combining" Effekten.

    IST EINFACH SO !!!


    Hallo Klaus,

    ich meinte damit den angegebenen Text. Wie es auf einem Seminar ist, weiß ich nicht, da war ich noch nicht.
    Viele Grüße

    David

  • david kammerer
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    • 2. Mai 2010 um 22:43
    • #54

    und nochmal Klaus.

    Streng genommen sind wir sogar vier Brüder, aber das ist eine andere Geschichte :D
    Daß wir oft zu einem Thema gleiches sagen/meinen, liegt daran, daß wir uns oft sehen und austauschen. Dennoch sind wir zwei idividuelle Teilnehmer hier und es wäre schön, wenn sich jeder die Mühe gäbe, auseinanderzuhalten, wer was geschrieben hat. Der von dir zitierte Text ist von Tobi, der hier schon länger nichts mehr gesagt hat. Außerdem, habe ich nicht behauptet alles zu wissen und gebe auch nichts zu. Ich bin immer noch nicht überzeugt von der Interferenz-Geschichte. Nicht weil ich lernresistent bin oder gerne dagegenrede. Ich möchte es halt wirklich verstehen und nicht nur nachsprechen, weil es mir einige vorkauen. Daher möchte ich mir ja auch die vorgeschlagenen Texte anschauen, was natürlich etwas dauert. Noch dazu, weil mein Englisch nicht so stark ist um Fachvorträge sofort fehlerfrei zu erfassen.
    In diesem Sinne gute Nacht.

    David

    ach ja und ich bin trotzdem hocherfreut und erstaunt, wie sachlich und ruhig es momentan hier vonstatten geht, auch zwischen uns beiden.... :D

  • wora
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    • 2. Mai 2010 um 23:16
    • #55
    Zitat von "david kammerer"

    ...
    Daß es Interferrenzen im LA gibt bezweifle ich nicht, man hört es ja oft genug bei schlechten Lösungen. Daß sie aber für den Abstrahlwinkel zuständig sind, kann ich mir immer noch nicht vor Augen führen.
    Zu deinem Modell:
    Diese Auslöschung (100%) an der Zuhörerposition gilt dann aber nur für eine Frequenz (und deren ganzzahlige Vielfache). Das würde (für mich) bedeuten, ich habe für jede Frequenz einen anderen Abstrahlwinkel, der sich dann aber jede Oktave wiederholt?
    Ein weiterer Einwand: Begebe ich mich nun an einen anderen Zuhörerpunkt, gilt die komplette Auslöschung ja für eine andere Frequenz. D.h. der Abstrahlwinkel wäre auch zuhörerpositionsabhängig. Wenn dem so ist, viel Spaß...

    wie Volker bereits erwähnte darf man hierbei nicht vergessen, das wir ja nicht nur zwei quellen übereinander haben, sondern im idealfall eben viel mehr.
    und je mehr quellen sich an der destruktiven auslöscharbeit beteiligen, desto gleichmässiger werden die frequenzen ausserhalb des hauptabstrahl-korridors ausgelöscht.
    dies passiert natürlich nie zu 100% und auch nicht völlig frequenzunabhängig. deswegen spielt die länge eines arrays ja eine entscheidene rolle bei der schallabstrahlung. und wie wir alle wissen kann es für unsere zwecke gut funktionieren.
    kurze, gestackte linearrays ergeben hier aber natrugemäss mehr kompromisse als lange bananen.

    bemi:
    eine doppelbestückung hat in der horizontalen unbestreitbar vorteile, wenn man die seitlich abgestrahlte energie betrachtet. aber man erkauft sich diese vorteile dann wieder mit ein paar nachteilen im eigentlichen arbeitsbereich, die je nach konstruktion (und konstrukteur!) sehr wenig oder sehr stark auffallen können.
    in diesem beitrag hier ging es mir speziell um die kleineren arrayboxen, eben so 1x8" oder sowas...
    demnächst habe ich eine VA wo ein array mit 6,5"ern gestellt wird... da bin ich sehr gespannt. laut dortigem beschaller hat der hersteller versichert, das es horizontal wenig auf die bühne strahlen soll. ehrlich gesagt kann ich mir das nicht wirklich vorstellen, wenn ich mir sich die physikalischen zusammenhänge ein bisschen vor augen führe.
    aber solche unglaubwürdigen aussagen von beschallern sind wieder ein anderes thema... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tobias kammerer
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    • 3. Mai 2010 um 08:42
    • #56

    Hallo Leute,

    auch zum Thema Doppelbestückung: Doppelbestückungen werden in der Regel nur gewählt um die Membranfläche zu vergrößern (mehr Power im Lowmid). Man will damit nicht den Abstrahlwinkel beeinflussen. Alle guten Arrays versuchen die Probleme (also das Abstrahlverhalten) von Doppelbestückungen durch andere konstruktive Maßnahmen wieder zu eliminieren (wie z.B. ströhmungsbeeinflussende Vorbauten, also eigentlich Phaseplugs, Winkelung zueinander...). Natürlich hat man trotzdem mit einem nicht korrigierten System auf der Seite weniger Probleme, haben wollte ich das dann aber IM Abstrahlbereich nicht.
    Dann zu Euren anderen Argumenten: Also bis jetzt erzählt Ihr mir über Interferenzen nichts Neues. Das ist ja auch wirklich Wellenlehre 7. Klasse. Also an dem Punkt brauchen wir noch gar nicht über Linearrays reden. Ich meine das auch nicht abwertend, denn im Grunde ist ja nur jeder bemüht, den Sachverhalt zu veranschaulichen. Aber gerade diese banalen Bildchen wie von Volker führen eben oft zu dieser populären Fehlannahme. Hauptproblem aller Zeichnungen ist, daß Sie immer nur eine Frequenz betrachten können und das dadurch alles sehr schnell sehr schlüssig aussieht. Auch Simulationssoftwaren können sich eben nur durch Punktquellen nähern. Es ist auch richtig, daß Schallwellen, die sich kreuzen einfach sich überlagern und voneinander völlig ungerührt bleiben. Trotzdem kann man Schall richten, sogar sehr exakt, was beispielsweise Schallwaffen beweisen (die sind ja nicht Science Fiction, sondern im Einsatz). Ich behaupte ja, das der Schall durch das Linearray Prinzip sich so exakt richtet, daß es nicht mehr zu einer Überlagerung kommt (im Idealfall).
    Abschließend: würde der Abstrahlwinkel eines Linearrays durch Interferenzen entstehen, so hätte man je nach Frequenz außerhalb der Zeile anders gelagerte Nebenmaxima. Man müßte also nur bei einer geraden Arrayzeile unterhalb oder Oberhalb Frequenzgangmessungen an ein paar Punkten vornehmen und sehen, was passiert. Ist es da kammfilterfrei, so stimmt die Interferenztheorie nicht, sonst schon. Achtung, die Messung gilt nicht für den Hochtonbereich, da die Hochtöner sowieso nicht korrekt koppeln.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • bemi
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    • 3. Mai 2010 um 08:52
    • #57

    Hi Tobias,


    ich glaube, dass du für den HF Bereich (das was durchs waveguide geht) - sagen wir mal - mehr Recht hast, als fuer den von wora angesprochenen quasi direkt abstrahlenden LF Bereich ...


    Natuerlich kann man ueber Waveguides erreichen, dass der Abstrahlwinkel gegen 0 geht, d.h. quasi parallel abgestrahlt wird. Das will man aber beim LA gar nicht, denn dann koennte man nicht curven. Schallwaffen funktionieren übrigens durch Modulation des Signals auf eine HF und Demodulation dieser an Gegenständen im Ziel.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Jueof
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    • 3. Mai 2010 um 09:22
    • #58
    Zitat

    Aber warum schreibt man dann das, wenn man eigentlich gegen Schluß zugibt, doch nicht alles zu wissen??


    Das sollte nun aber nicht allein der firma kammerer angelastet werden. Ich weiß das ich nichts weiß hat da mal einer gesagt der relativ viel drauf hatte. Oft ist es doch so das man leicht selbstunkritisch sachen zu verstanden glauben meint und dann kommt eine neue erklärung und schwups. Bemitleidenswert sind nur die die dann stein & bein dran festkleben weil sie eigene fehler nicht eingestehen können.
    Im speziellen lag hier doch wohl der hase bei den kontruktiven interferenzen. Interferenz scheint negativ also auslöschend besetzt. Volker sei dank. Tolle erklärung! Bitte date uns öfter mal up!

  • skyper
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    • 3. Mai 2010 um 10:58
    • #59
    Zitat von "tobias kammerer"

    Abschließend: würde der Abstrahlwinkel eines Linearrays durch Interferenzen entstehen, so hätte man je nach Frequenz außerhalb der Zeile anders gelagerte Nebenmaxima. Man müßte also nur bei einer geraden Arrayzeile unterhalb oder Oberhalb Frequenzgangmessungen an ein paar Punkten vornehmen und sehen, was passiert. Ist es da kammfilterfrei, so stimmt die Interferenztheorie nicht, sonst schon. Achtung, die Messung gilt nicht für den Hochtonbereich, da die Hochtöner sowieso nicht korrekt koppeln.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

    der Aussage ist leider zu entnehmen, dass es vom Verfasser nicht gemacht wurde.

    Hier gibt es aber einige Teilnehmer, die sich damit durchaus intensiver auseinandergesetzt haben.

    Es ist dementsprechend schade, dass hier mit einer Flut von Argumenten mit unsicherem Wahrheitsgehalt
    das Forum aufmunitioniert wird, ohne dass für einen weniger versierten Mitleser gleich erkenntlich ist
    an was man sich halten sollte, und was gewünschtes Hörensagen oder reine Vermutung ist.
    Eine eigene Meinung in allen Ehren, dann wäre es aber begrüßenswert diese auch so zu kennzeichnen,
    statt sie seitenlang in Beton zu grießen.
    Auch der kann bröckeln, und muss ggf. mit der Abrissbirne entfernt werden.
    Das möchte aber eigentlich niemand - viel unnötige Arbeit.

    Also mal jeder ein bisschen an den eigenen Rüssel fassen,
    und vor dem posten nochmal die Überschrift lesen
    und den Button "Vorschau" bequemen.
    Oft komme zumindest ich dann zu der Erkenntnis: "ist doch nicht so brilliant",
    leider des öfteren auch:
    "leckt mich. Bei dem Niveau hier behalte ich es lieber für mich."
    Und da bin ich nicht alleine.

    Cheerio, und schöne Woche...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • tufkaklto
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    • 3. Mai 2010 um 11:22
    • #60
    Zitat von "Tobias Kammerer"

    Dann zu Euren anderen Argumenten: Also bis jetzt erzählt Ihr mir über Interferenzen nichts Neues. Das ist ja auch wirklich Wellenlehre 7. Klasse. Also an dem Punkt brauchen wir noch gar nicht über Linearrays reden. Ich meine das auch nicht abwertend, denn im Grunde ist ja nur jeder bemüht, den Sachverhalt zu veranschaulichen. Aber gerade diese banalen Bildchen wie von Volker führen eben oft zu dieser populären Fehlannahme.

    Anscheinend doch nicht so einfach, sonst würdest Du das nicht verstehen.

    Zitat von "tobias kammerer"

    Abschließend: würde der Abstrahlwinkel eines Linearrays durch Interferenzen entstehen, so hätte man je nach Frequenz außerhalb der Zeile anders gelagerte Nebenmaxima. Man müßte also nur bei einer geraden Arrayzeile unterhalb oder Oberhalb Frequenzgangmessungen an ein paar Punkten vornehmen und sehen, was passiert. Ist es da kammfilterfrei, so stimmt die Interferenztheorie nicht, sonst schon.

    Viel Spaß beim Messen

    Aber :

    Ich hab mir noch mal erlaubt, 3 Simulationen zu posten
    Es hilft nix, wenn Ihr 4 Brüder Euch zusammensetzt.
    Ich würde empfehlen, setzt Euch doch mal ernsthaft mit der Thematik Tontechniker auseinander und geht tiefer rein, wenn Ihr solche Themen sachlich diskutieren wollt.
    Es ist zu einfach, da die Wirklichkeit aufzuzeigen

    Mit verschiedenen Frequenzen, um die Nebenkeulen aufzuzeigen ( 4k,500 Hz, 2k, )


    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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