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"Ich War Noch Niemals In New York" in Wien mit APG

  • mathias jell
  • 6. Juni 2010 um 09:40
  • mathias jell
    Beiträge
    79
    • 6. Juni 2010 um 09:40
    • #1

    Hi!

    Ich habe mir gestern im Wiener Raimundtheater das Musical "Ich War Noch Niemals In New York" angesehen und war eher enttäuscht. Nicht vom Stück her, das ist große Klasse, sondern vom Sound her.
    Seit einigen Jahren werden die Musicals nichtmehr wie früher mit (großteils) Meyer Sound beschallt, sondern mit APG. Vom Gesamtklangbild war es nicht so schlecht, klang alles sehr sanft und natürlich, jedoch fehlte das gewisse Etwas und das nennt sich in diesem Falle "Druck". Die Drums kamen fast garnicht, oder besser sehr schlecht, durch den gesamten Mix. Aber dasselbe war es auch bereits im Oktober bei "Tanz der Vampiere". War bis jetzt mit dem Sound bei den Vereinigten Bühnen immer zufrieden (ob Elisabeth, Romeo und Julia, We Will Rock You,...).

    Beschallt wurde im Raimundtheater mit (hab nicht alles ganz genau gesehen, ist ja ziemlich dunkel):
    Parkett/Parterre: je 2x SMX-15 li. u. re.
    Center (über dem Bühnenportal): ebenfalls 2x SMX-15
    1./2. Rang (über der Bühne): denke Matrix Array APG4000 (konnte ich aber nicht genau erkennen)
    Subs: je 2x TB118S oder TB215S li. u. re. auf Bühnenniveau gestackt sowie je ein doppel 15" Woofer (sahen von der Ferne wie Meyer 600-HP aus) in einer Kammer über den Logen am ersten Rang.
    Fills: diverse Lautsprecher der Micro Axial Serie (glaube großteils MX1 gesehen zu haben)

    Angetrieben werden die LS über LAB.GRUPPEN, gemischt wird glaube ich mit einem SALZBRENNER STAGETEC AURUS Pult.
    Würde eher mal die Lautsprecher in Schutz nehmen und auf's Sounddesign tippen, hat von euch jemand (Hör-)Erfahrung mit APG?

    Schöne Grüße!

    Scheiß Anlage, aber guter Sound

  • slaytalix
    Verifiziert
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    1
    • 6. Juni 2010 um 15:35
    • #2

    Hallo

    APG France wird in D jetzt von Audio Technica vertrieben, auch wieder ein neuer Distributor. Klingt sonst nicht so übel

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Lamia
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    348
    • 7. Juni 2010 um 13:44
    • #3

    Ich war einmal bei einem Konzert im Ronacher (ok. da war die BAnd auf der Bühne) dort gibts quasi exakt die gleiche PA wie von Dir beschrieben plus 2 Meyer 650er Subs, oder waren es 2 pro Seite, na egal - ich war vom Sound her auch schwer enttäuscht obwohl ich ih selbst gemacht habe - is halt manchmal so.

    - Alex -

  • mathias jell
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    79
    • 8. Juni 2010 um 16:47
    • #4
    Zitat von "Lamia"

    Ich war einmal bei einem Konzert im Ronacher (ok. da war die BAnd auf der Bühne) dort gibts quasi exakt die gleiche PA wie von Dir beschrieben plus 2 Meyer 650er Subs, oder waren es 2 pro Seite, na egal - ich war vom Sound her auch schwer enttäuscht obwohl ich ih selbst gemacht habe - is halt manchmal so.

    War auch bei "Tanz der Vampire" im Ronacher voriges Jahr dasselbe. War auch APG beschallt (bis auf einige Meyer UPA, die in Form des Ranges/Balkones über diesem hangen und richtung Decke! ausgerichtet waren. Wohl einige FX Speaker) Auch hier kamen die Drums nicht wirklich stark durch, es klang so (zumindest für mich), als käme das Orchester direkt unabgenommen aus dem Graben. Schade eigentlich, denn in Wien wird wirklich gutes Musical gespielt und leider ist halt Musical mit Musik. Ich kann mich immer nur an gute Ergebinsse bei den VBW erinnern (egal ob Elisabeth oder sonst was), oder liegt mir "We Will Rock You" noch im Ohr... (Martin W8LC 2x4 Elemente pro Seite mit dV-DOSC Center-Array.... :shock: ) und gerade bei "Ich War Noch Niemals In New York", mit den bekanntesten Titeln von Udo Jürgens, hätte ich es einfach gerne druckvoller und mitreißender erlebt. In Hamburg wird's ja mit Meyer M'elodie beschallt, wäre Interessant wie's da klingt!

    Lamia: Was war das für ein Konzert im Ronacher?

    Scheiß Anlage, aber guter Sound

  • monithor
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    1
    • 8. Juni 2010 um 17:29
    • #5

    ich kann mir schon vorstellen, daß das so gewollt ist. die zielgruppe sind ja nicht unbedingt "rocker". und die reagieren auf das, was wir druck nennen eher allergisch.

    ein auch davon betroffener
    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • skyworker
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    2
    • 8. Juni 2010 um 19:37
    • #6
    Zitat

    Seit einigen Jahren werden die Musicals nichtmehr wie früher mit (großteils) Meyer Sound beschallt, sondern mit APG.

    Hut ab für diese fundierte Aussage - ich wusste bislang noch nicht, dass Meyer Sound sich die weltweite Musicalszene gekauft hat.

    Scherz beiseite - ich stelle mal die Frage, was der Threadstarter mit seinem Post eigentlich sagen will? Wenn das in einem Musicaltheater eingesetzte Beschallungssystem einzig und alleine für den tonalen Erfolg der Produktion maßgeblich ist, dann kommen ja glorreiche Zeiten auf uns zu...

    Ich muss zugeben, ich hab schon Musicals gesehen (auch im Raimund-Theater), die klangen ohne Meyer fantastisch – genauso wie es Produktionen gab, die in meinen Ohren mit Meyer einfach schlecht waren. Womöglich ist die Betrachtung ja einfach sehr subjektiv? Oder gar von einer Erwartungshaltung bestimmt?

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mathias jell
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    79
    • 8. Juni 2010 um 19:47
    • #7

    monithor: Ist mir natürlich klar, dass hier eine andere Zielgruppe angesprochen ist, aber nehmen wir z.B.: Elisabeth her. Das Musical ist eher symphonisch mit teilweisen Rock und Pop Elementen, aber hier gefiel mir der Sound deutlich besser. Ich hätte ja auch niemals den Druck von "We Will Rock You" verlangt, sondern ein bisschen mehr (helft mir, ich such ein passendes Wort)... Dynamik (sagen wir's so), da ich Udo Jürgens' Musik auch gerne mag.
    Aber wie du sagst, es wird so gewollt sein.

    @ Skyworker: Meyer hat sich keineswegs die Musicalszene "gekauft" :? . Ich meinte, dass die Vereinigten Bühnen Wien den großteil (zumindest seit ich mir die Musicals ansehe) ihrer Musicals mit Meyer beschallt hat. Das mit der Erwartungshaltung ist ebenfalls falsch, denn "We Will Rock You" wurde im Raimund Theater nicht mit Meyer sondern mit Martin Audio beschallt und ich fand's sehr gut. Die Mamma Mia Tour mit L'Acoustics deto. Meyer kann halt auch keine Wunder vollbringen und wird ab und an mal nicht so toll klingen (kommt halt auf allseits bekannte Umstände an). Und ich wollte einfach nur Meinungen zu APG hören, da ich sie in Wien so wie beschrieben gehört habe und diesen Hersteller vorher noch nicht wirklich kannte. Es klang ja nicht saumäßig, mir fehlte halt einfach etwas die Dynamik (mag vielleich Geschmackssache sein). Die Beschallung ist natürlich nicht einzig und allein für den "tonalen Erfolg" verantwortlich, aber überträgt das ganze und ist in meinen Augen nicht ganz unwesentlich. Was wurde z.B. in Wien nicht mit Meyer beschallt?

    Scheiß Anlage, aber guter Sound

  • Bertelmann
    Verifiziert
    Beiträge
    11
    • 20. April 2012 um 13:48
    • #8

    Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht am Hersteller des Systems, sondern allein an dem Sound System Design.

    Ich habe Sister Act gesehen und bin über das Konzept, sagen wir mal, sehr verwundert.

    Soweit ich gesehen habe, ist hier die Idee folgende: Reflektoren über dem Graben sollen den Direktschall des Orchesters ins Auditorium zu leiten. Weiters habe ich Tops entdeckt, die in der Nähe des Reflektors geflogen waren. Da sie nebeneinander hängen, nehme ich an, daß sie verschiedene Signale abstrahlen. Dann habe ich noch ein bisschen Fills und Under-Balcony entdeckt. 4 Boxen im Portal konnte ich nicht identifizieren. Wahrscheinlich jeweils 2 Bässe übereinander.

    Ich saß im zweiten Rang, da waren noch transparente Folien gespannt, die den Schall vermutlich nach unten lenken sollen. Soweit so gut.

    Dieses Setup würde, denke ich, bei Operette oder Klassik, gut funktionieren. Für Musical ist es für mich eine klare Fehlentscheidung.

    Das Ergebnis war recht enttäuschend, aber nachvollziehbar. Die Musik zeigte sich brei-ig, ohne Höhen und Tiefenfundament - so ein Mittenmulm. Von der Rythmusgruppe keine Spur. Generell zu "leise", obwohl lautmachen das Problem nicht beseitigen würde. Die Vocals gingen unter und konnten sich bei den meisten Vocalpassagen nicht durchsetzen. Keine Sprachverständlichkeit in den Songs. Bei den Chören gings einigermaßen.

    Sehr aufwändig das Surround-Setup. Wozu? Schade um das viele Material und den Aufwand.

    Weiterer peinlicher Sound Design Fehler: Kirchenhall wurde mit Echo simuliert ... :shock:

    ---

    TdV habe ich auch gesehen - es war schrecklich. Ich saß in einer Loge mit "Hör- UND Sichtbehinderung" - Kartenpreis immerhin 35 Euro! Hier saß ich ausserhalb der Coverage des Systems. Das Ergebnis kann man sich denken ...

  • tufkaklto
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    7.116
    • 20. April 2012 um 16:36
    • #9

    Das Raimundtheater hat eigentlich eine gute Akustik.
    Ich hab da früher für Konzerte öfters PA gehängt.
    Ich weiß definitiv, das das Ergebnis immer zufriedenstellend war.

    Über das jetzige Sounddesign kann ich nichts sagen, ich weiß aber das so manche Sounddesigner schlimmer sind als Architekten

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