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Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

  • guma
  • 13. Juni 2010 um 13:14
  • rockline
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    • 18. Juni 2010 um 15:21
    • #41

    Ja Gert, dass ist ja auch sonneklar. Wenn Du mit DP aufschlägst, und ihr macht jeden Abend die gleiche Show - dann funktioniert das super. Nun stell Dir nur mal vor Du kämst bei einem ländlichen Festival die sich die Combo irgendwie leisten konnten an den FoH, und dort steht eine A&H ILive!
    Was nun? Wird es nun unmöglich die Band auftreten zu lassen, auch wenn Du kein File für diese Kiste dabei hast?

  • billbo
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    • 18. Juni 2010 um 16:36
    • #42
    Zitat

    Als Bandmixer irgendeiner einer unwichtigen Band die im Rahmen eines dicken Festivals spielt und unbedingt mit eigenem Tonhansel ankommen muss frage ich mich spätestens jetzt was ich hier soll?

    Richtig abstrus wird’s dann bei den vielen Vertretungsgeschichten. Mitten in der zerrissenen Festivalsaison durchaus ein Thema; spielen ja alle immer am selben Wochenende, oder es spielt (wegen WM oder so Zeugs) halt gar keiner. Da steht dann der Bandmensch mit dem Datenträger (hier, lad bitte mal, ich weiß nicht so genau wie das geht... ), und es stellt sich heraus – der kennt weder die Band wirklich gut noch das Pult, geschweige denn den Inhalt des Stammmischer - Files, das ihm vom Management in bester Absicht und Überzeugung in die Hand gedrückt wurde; das extra für diese Combo bestellte Pult ist ja schließlich am Start.
    Hat man von mir auch schon mal allen Ernstes verlangt; habe ich dann aber doch lieber dankend drauf verzichtet.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 18. Juni 2010 um 17:12
    • #43
    Zitat von "skyworker"

    .....Ich hab festgestellt, dass eine Generation von "Mischern" heranwächst, die ihre Files für eine Handvoll Pulte dabei haben ...


    Da würde ich aber eher einen gewissen Vertrauensvorschuß dafür einräumen, dass der geschätzte Kollege sich mit der Problematik schon ein wenig auseinandergesetzt hat, was nicht immer selbstverständlich ist. Leute die ohne File alles können, könnte man ebenfalls als sehr suspekt betrachten. :wink:

    Zitat von "skyworker"

    - und wenn die Kiste nicht da ist, dann kann auch nicht gemischt werden. Da werden anerkannt gute bis bessere Frontplätze oder anerkannt gut funktionierende Plätze abgewählt - weil man kein File dafür hat... Manch einer besteht sogar auf die explizite 1:1 Erfüllung der Mikrofonliste und lehnt auch hier gute, bessere und berechtigte Alternativen ab. Das führt mich zu dem Punkt, irgendwann die Frage nach dem "Warum" zu stellen...

    Für diese Verhaltensweise spricht, dass man immerhin seine eigenen Grenzen kennt, in einem Meer von Unwägbarkeiten versucht, eine kleine Insel der konstanten Bedingungen zu schaffen und verstanden hat, dass man auf diese Weise Dinge realisieren kann, die in der "Vor-Speicherpult-Ära" schlicht nicht möglich waren. Ich verweise hier wieder auf den Miniaturschauplatz "Speicherkarte gegen Concerthall". Waren da die Speicherkartenstecker auch die, die nicht mischen konnten oder umgekehrt: Ist der Umstand, dass einem Concert Hall + predelay + Reverbtime nicht genügt, ein Beweiß für mangelnde Mischerfähigkeiten ? :roll: :roll:

    Zitat von "skyworker"

    Mein Erklärungsversuch: besagter Personenkreis kann gar nicht wirklich das, was er verspricht – nämlich mischen. Tatsächlich handelt es sich um die Berufsgruppe der „digitalen Schallereignissortierer“, besagte Kollegen haben irgendwoher mal ein File von jemandem erstellt bekommen oder sich in 1000 und 3 quälend langen Gigs an ein hörbares Ergebnis herangetastet – und dieses ist nun sakrosankt.

    Das halte ich für konstruiert und unrealistisch, vor allem im Zusammenhang mit

    Zitat von "skyworker"

    Files für eine Handvoll Pulte

    Das mag im Einzelfall vorkommen, führt aber garantiert auf Dauer zur Selbstelimination des geschätzten Kollegen. :D

    Zitat von "skyworker"

    Da wird nichts mehr gemischt, nicht gedreht, nicht gemacht – da wird das File geladen und ab dann ist man cool.


    Ich denke nicht, dass man im Umkehrschluss, um zu beweisen, dass man mischen kann, das aus einer beliebigen Null- ( kann Default oder auch das Ergebnis der Niete vorher bedeuten :wink: ) position an einem Mischpult beweisen muß. Ich muß es jedenfalls nicht und ich mische sowohl kleine wie auch große Jobs.

    Ich denke diese Argumentationsweise ist häufiger die Scheinargumentation für local-Kollegen, denen das zu viel Stress ( wegen eines nicht im Budget liegenden Zumietpultes), zu viel Arbeit ( das Ummikrofonieren ) oder einfach nur zu hoch ist.

  • guma
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    • 18. Juni 2010 um 17:27
    • #44
    Zitat von "billbo"

    Da steht dann der Bandmensch mit dem Datenträger (hier, lad bitte mal, ich weiß nicht so genau wie das geht... ), und es stellt sich heraus – der kennt weder die Band wirklich gut noch das Pult, geschweige denn den Inhalt des Stammmischer - Files, das ihm vom Management in bester Absicht und Überzeugung in die Hand gedrückt wurde; das extra für diese Combo bestellte Pult ist ja schließlich am Start.
    Hat man von mir auch schon mal allen Ernstes verlangt; habe ich dann aber doch lieber dankend drauf verzichtet.

    Moment !!!

    Hier haben wir ja dann wieder die Situation "Mischen aus einem fremdem setting, einer fremdem session heraus". Dafür ist es ja völlig gleichgültig, ob es das setting des local-Kollegen zum "weiter mischen" oder das des anderen Bandmixers ist.

    Ich lese: billbo lehnt Mischen aus fremden presets heraus ab und ist meiner Meinung, oder wie oder was ? :wink:

  • rockline
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    • 18. Juni 2010 um 19:17
    • #45
    Zitat von "guma"

    Ich verweise hier wieder auf den Miniaturschauplatz "Speicherkarte gegen Concerthall". Waren da die Speicherkartenstecker auch die, die nicht mischen konnten oder umgekehrt ist der Umstand, dass einem Concert Hall + predelay + Reverbtime nicht genügt, ein Beweiß für mangelnde Mischerfähigkeiten :roll: :roll:

    Guter Einwand! Der Concert Hall vom PCM genügt dem ein oder anderen Techniker nicht, vielleicht hört der ausführende Mischer sogar "seinen" Spezialreverb. Mag sein das ich bei Jazz oder Akustikkonzerten auch noch feststelle das der spezielle Hall ganz ok ist, aber bis auf 3% Musikerpolizei im Publikum interessiert es auf einem Livekonzert keinen Sack, ob da ein PCM 91 oder Alesis Microverb 3 für den Hall angemacht wird. Und ich meine noch nicht mal die Baustellen im Mehrzweckraum vom Jugendheim.
    Auch schön die Anekdote von einem ganz wichtigen Kollegen mit Speicherkarte und dollem Effekt für ein PCM 80 an meinem dicken Analogpult: nachdem die Combo bereits gute 30 Minuten gespielt hatte erbarmte ich mich doch den Kollegen darauf hinzeuweisen, dass alle Effektreturns nicht nur am Channelreturn hochgeschoben werden müssen, sondern auch noch an einer angewählten VCA Gruppe. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er selber nicht mal bemerkt das "sein" Effekt überhaupt nicht online war.
    Soviel dazu.

    Grundsätzlich muss ich mich natürlich fragen wie wir noch vor gut 2/3 Jahren und länger ohne Files guten Sound machen konnten? Ich gewinne hier leider den Eindruck ohne File 13 für Band XY und Pult ABC klappt heutzutage nichts mehr.

  • guma
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    • 18. Juni 2010 um 19:35
    • #46

    Es ist doch albern, wenn wir jetzt wieder in einer Runde "Auf was man beim Mischen alles verzichten kann" landen. Das wissen wir doch alle wie das geht.

    Denk doch mal an meine Nummer mit dem Deboingker ( bitte, bitte jetzt keine Diskussion darüber, ob man das nun hört, braucht oder das soziokulturelleszentrumskompatibel ist :roll: ) Das kann ja nicht die Mischerleistung sein, das immer wieder von Neuem zusammenzuschrauben, statt es einfach zu laden ???

  • simonstpauli
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    • 18. Juni 2010 um 19:42
    • #47
    Zitat von "guma"

    Es ist doch albern, wenn wir jetzt wieder in einer Runde "Auf was man beim Mischen alles verzichten kann" landen. Das wissen wir doch alle wie das geht.

    Denk doch mal an meine Nummer mit dem Deboingker ( bitte, bitte jetzt keine Diskussion darüber, ob man das nun hört, braucht oder das soziokulturelleszentrumskompatibel ist :roll: ) Das kann ja nicht die Mischerleistung sein, das immer wieder von Neuem zusammenzuschrauben, statt es einfach zu laden ???


    Absolut.

    Ich will auch nicht jedesmal die Panoramas von 8 In-Ear-Mixen aus 28 Kanälen zusammenschrauben. Das finde ich extrem unnötig.

    Für mich ist ein Pultfile auch eher eine Vorlage, wie bereits hier schon beschrieben, die Basics wie Lo Cut, angeschaltete Dynamics ausserhalb des Arbeitspunktes, damit man schnell zum Mischen kommt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • gert
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    • 18. Juni 2010 um 20:17
    • #48
    Zitat von "rockline"

    Ja Gert, dass ist ja auch sonneklar. Wenn Du mit DP aufschlägst, und ihr macht jeden Abend die gleiche Show - dann funktioniert das super. Nun stell Dir nur mal vor Du kämst bei einem ländlichen Festival die sich die Combo irgendwie leisten konnten an den FoH, und dort steht eine A&H ILive!
    Was nun? Wird es nun unmöglich die Band auftreten zu lassen, auch wenn Du kein File für diese Kiste dabei hast?


    Da wunder Dich nicht wie oft ich sowas mache. Und zwar gerade mit DP. Was ich nie mache ist auf irgend einen Gig zu kommen und nicht wissen was da steht. Egal wie klein und und unwichtig der Gig erscheinen mag.
    Und wenn da ne I lIve steht und ich kein anderes Pult kriegen kann darf bezahlen soll dann werde ich mich damit auseinandersetzen und vor allen Dingen drauf vorbereiten.
    Was ich meinte ist aber eher so der Fall das dort ein Pult ( welches auf meiner Liste steht) steht und ich nicht laden darf. Da gibt es dann Ärger. Im besten Fall werde ich dafür sorgen das der Verleiher an dem Tag fuer das Pult keine Miete sieht.
    Es geht mir nicht darum ob wer kann, darf, will oder sollte. Ich kann auf einem Analog Platz, ich kann auch auf einem I Live, Ich kann auch auf Behringer. Der Punkt ist das ich erwarte das ein Gereat was abgemacht ist auch, A da ist, und B zu meiner Verfügung steht.
    Das ist alles.
    Und das geht mit Showfile besser und das Ergebnis ist auch besser. Klar gehts anders auch.

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 18. Juni 2010 um 20:18
    • #49
    Zitat von "rockline"

    Guter Einwand! Der Concert Hall vom PCM genügt dem ein oder anderen Techniker nicht, vielleicht hört der ausführende Mischer sogar "seinen" Spezialreverb. Mag sein das ich bei Jazz oder Akustikkonzerten auch noch feststelle das der spezielle Hall ganz ok ist, aber bis auf 3% Musikerpolizei im Publikum interessiert es auf einem Livekonzert keinen Sack, ob da ein PCM 91 oder Alesis Microverb 3 für den Hall angemacht wird. Und ich meine noch nicht mal die Baustellen im Mehrzweckraum vom Jugendheim.

    Was mir bein Hundespaziergang noch dazu eingefallen ist:

    Bitte, bitte nicht zwei Dinge durcheinanderbringen ! Es geht hier nicht darum, welches Gerät man braucht oder nicht braucht, und ob es ein XLS sein muß oder ein GLV genügt, sondern darum, ob einem auf einer Veranstaltung der Zugang zu den Speicheroptionen b.z.w. der Option, sich eine Pultoberfläche, auf der man arbeiten möchte, per download herzurichten, gewärt oder verwehrt wird. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. ... und wie gesagt: Die Option wäre bei vernünftigem Umgang damit ja für alle Parteien demokratischerweise gleich, kein Mensch hindert Dich daran, nach Band XY Dein eigenes setting wiederzuholen.

    Stell Dir mal vor, es treffen sich drei Mixer ( die eigentlich gut miteinander können ) , mit drei Bands zu WWs fröhlichem SAC-Mischen und jeder hat sich zu Hause sein Ding gestrickt.... :wink:

  • billbo
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    • 18. Juni 2010 um 20:22
    • #50
    Zitat

    Ich lese: billbo lehnt Mischen aus fremden presets heraus ab und ist meiner Meinung, oder wie oder was ? :wink:


    BillBo ist nicht immer in der Position sich das ausschließlich nach seinem Geschmack aussuchen zu können und wählt dann die Vorgehensweise, die er in dieser Situation als das kleinste Übel ansieht.
    Ob die Wahl glücklich war weiß er dann hinterher :D .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • rockline
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    • 18. Juni 2010 um 20:41
    • #51

    Natürlich kann und soll niemandem verwehrt werden sein File in die Kiste zu laden die vor Ort steht. Dazu ist so etwas ja auch da.
    Ich nehme nur einen Standpunkt zum Thema "Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb" ein. Und da gibt es doch nur zwei Antworten:
    a) alle können ihr eigenes File laden und benutzen.
    b) es gibt für die gängigen zu erwartenden Ereignisse eine gute Grundlage (mein Beispiel).
    Mehr gibt es doch kaum zu überlegen bzw zu verwalten!

    Mir geht es aber schon darum mal einen Gedanken an die Menge bauartunterschiedlicher Pulte zu legen (sonst könnten wir uns ja die ganze Diskussion sparen). Leider kann man es nicht allen immer wunschgerecht fertig machen (der eine kann und will mehr auf A&H, der nächste SC, dann kommt einer und wünscht sich Digico...) Daher vertrete ich in diesem Beitrag bewußt die etwas provokante Haltung zu weniger stoischer Fileverwendung, weil es eben auch "ganz normal" gehen kann!

    Im Fazit sage ich: jeder kann sein File laden - sofern wir die dazu passende Kiste überhaupt vor Ort habe. Steht das Wunschpult nicht zur Verfügung darf sich die Agentur gerne mit dem Veranstalter zwecks Klärung der Kostenübernahme unterhalten. Für ein 08/15 Landfestival oder Stadtfest mit 7 Bands und einem Topact stellen wir in der Regel das hin was wir selber haben. Bekommen wir explizit gesagt das das und das erwartet wird, besorgen wir das auch noch.
    Trotz allem - und da soll sich hier niemand persönlich angesprochen fühlen (weil wir uns untereinander ja auch überhaupt nicht beurteilen können): ich lasse mich nicht von jedem Spezi mit File blenden. Ich merke innerhalb von 2 Minuten was für ein Fürst grade aufschlägt. Und eigenes File hin oder her - das Ergebnis lässt manchmal echt Zweifel aufkommen, ob die Fileladerei sich überhaupt gelohnt hat.
    Wie auch immer - ich geh dann mal Pommes essen!

  • Audiowerk
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    • 18. Juni 2010 um 22:56
    • #52

    An der Stelle möchte ich als digital Unbeteiligter ja doch mal genauer nachfragen; nennt mich blöde, aber es ist mir nicht klar: was gäbe es denn für einen Grund, einem Kollegen das Einladen eines Presets in mein Pult zu verwehren? Kann doch hinterher normal gelöscht werden etc... warum stellen sich Leute da an? Ich kann doch trotzdem meinen, da einen albernen Wichtigtuer vor mir zu haben, wenn es denn so ist, aber warum soll der als Gasttechniker nicht eben sein Zeug ins Pult laden dürfen? Mir fiele da jetzt gar kein Argument ein, was ich demjenigen sagen sollte... Ich komme doch auch ständig auf fremde Baustellen und sage, Kollegen, schöne PA, aber wir benutzen unsere eigene Mikrofonie und Kabelage, und Stative haben wir auch selber dabei (was mit der Spezialisierung der Musikrichtungen zusammenhängt, die ich so vertrete - und es heißt eigentlich dann immer: joo, kein Thema, machs dir so bequem, wie du es willst, macht uns ja sogar noch weniger Arbeit) - habe nur selten Stress gehabt, weil irgendwelche Sturköpfe da meinten, es besser zu wissen. (?)

  • gert
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    • 18. Juni 2010 um 23:24
    • #53
    Zitat von "Audiowerk"

    Ich kann doch trotzdem meinen, da einen albernen Wichtigtuer vor mir zu haben, wenn es denn so ist, aber warum soll der als Gasttechniker nicht eben sein Zeug ins Pult laden dürfen? . (?)

    Genau da liegt das Problem. Früher hat man sich aufgeregt wenn jemand ein Hallgeraet bestellt das er nicht bedienen kann heute ist es genau umgekehrt. Da kommt einer und hat sich seinen Gig vorbereitet mit ein paar Specials und sich erlaubt endlich mal Effekte pro Song zu programmieren und schon ist er ein alberner Wichtigtuer.
    Unter den Bedingungen bin ich gerne ein alberner Wichtigtuer. Dann will ich nur hoffen das der überaus kompetente Systemmann auch genau weiss was er da tut.

    Practice, Practice, Practice

  • gylo
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    • 18. Juni 2010 um 23:36
    • #54

    Audiowerk:
    Es kann sein dass die Company vor Ort die das Pult stellt und betreut das Pult so gepatcht hat, dass der (digitale/interne) Master-Ausgang nicht über (analogen/externen) Ausgang 15/16 läuft sondern über 1/2. Jetzt hat der Fremdtech aber sein File so gebaut dass seine Monitor-Wege auf 1/2 liegen und seine Front auf 15/16.
    Und schon haben wir ein Problem, weil beim einfachen reinladen des Setups dann erstmal die Übergangsmusik im Publikum weg ist und stattdessen den Hands auf der Bühne beim Umbauen die Ohren volldröhnt.

    Das kann man jetzt weiterspinnen auf intern verpatchte Effekte, EQs usw.
    Aber ich denke der Grundgedanke ist klar geworden.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • simonstpauli
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    • 18. Juni 2010 um 23:45
    • #55
    Zitat von "gylo"

    Audiowerk:
    Es kann sein dass die Company vor Ort die das Pult stellt und betreut das Pult so gepatcht hat, dass der (digitale/interne) Master-Ausgang nicht über (analogen/externen) Ausgang 15/16 läuft sondern über 1/2. Jetzt hat der Fremdtech aber sein File so gebaut dass seine Monitor-Wege auf 1/2 liegen und seine Front auf 15/16.
    Und schon haben wir ein Problem, weil beim einfachen reinladen des Setups dann erstmal die Übergangsmusik im Publikum weg ist und stattdessen den Hands auf der Bühne beim Umbauen die Ohren volldröhnt.

    Das kann man jetzt weiterspinnen auf intern verpatchte Effekte, EQs usw.
    Aber ich denke der Grundgedanke ist klar geworden.

    gruß
    gylo


    ...und jetzt kommt die Professionalität des Pultbetreuers ins Spiel.

    Entweder schickt der dem Bandmischer vorher ein Patch-File, dann kann der Patch des Band-Files angepasst werden.
    Oder der Bandmischer schickt das File schon mal per mail, damit es in das Festivalpult im Voraus geladen werden kann.
    Oder er passt es eben schnell auf dem Job an, bevor es geladen wird.

    Das gehört für mich zum Job des Pultbetreuers dazu, genau so wie die Beherrschung des Pultes. Genau so wie Bandmischer mal vergeigen gibt es auch Pultbetreuer, die nach dem Prinzip "Hoffnung" arbeiten. (Damir möchte ich keine Grabenkämpfe auslösen sondern nur andeuten, daß nicht alles perfekt läuft, andernfalls wäre das Laden eines Files nie ein Problem sondern so normal wie ein mitgebrachtes Gesangsmikrofon)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 19. Juni 2010 um 00:07
    • #56

    über die mischer, die sowieso nicht wissen was sie da tun... über die braucht man doch eigentlich überhaupt kein worte zu verlieren. denn sie wissen ja eben ohnehin nicht was sie tun.
    es wäre grundlegend falsch, sie als maß der dinge anzusehen.

    für alle, denen die vorzüge gespeicherter band-settings und effekte nicht einleuchten mag:
    es gibt ja auch die möglichkeit, sich ein "flat" file reinzuladen, um damit einigen abstrusen voreinstellungen der geschätzten kollegen der vor-ort fraktion zuvor zu kommen. 8)

    es ist digital, da kann doch jeder machen was und wie er will.
    wenn sein ergebnis beim mischen nicht das ist was der künstler möchte, dann muss er sich halt neue kundschaft suchen. so einfach ist das... und das hat nicht mal was mit gespeicherten files zu tun, sondern letztendlich auch mit geschmack.

    ich habe in den letzten jahren jedenfalls sehr gute erfahrungen mit gespeicherten files gemacht, das möchte ich nicht mehr missen. im moment gibt es viele verschiedene pulte, da kann man eh nicht für alle ein passendes und erprobtes file haben. aber wenn ich eins habe, dann verwende ich es auch.

    was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann ist, wenn man mich daran hindern möchte die daten für meine show zu laden.
    wenn das mal der fall sein sollte, dann geh ich zu meinem künstler und werde das durchsetzen. und falls das aus irgend einem grund nicht durchsetzbar sein sollte, dann geh ich eben ins catering und schreib gleich dort auf meinem laptop meine rechnung.

    meine beobachtung im moment ist übrigens die, daß das in den letzten jahren von vielen professionellen verleihern gerne genutzte M7CL aus der mode zu kommen scheint. das hauptargument: es klingt nicht mehr gut genug ;)
    man wird gerade zunehmend mit SD8 konfrontiert. aber auch dafür werde ich irgendwann mal meine start-files haben, sobald ich den editor mal kapiert habe ;) neulich ist mir nämlich genau das passiert: ich musste mit einem file starten, das ein kollege angelegt hatte. und zwar ganz einfach aus zeitmangel... das war nicht nur spannend, sondern sehr stressig, weil der babysitter das pult nicht beherrschte und ich nicht wusste, was da im einzelnen geroutet war... sowas brauch ich echt nicht oft.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
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    • 19. Juni 2010 um 11:21
    • #57
    Zitat von "gert"

    Da kommt einer und hat sich seinen Gig vorbereitet mit ein paar Specials und sich erlaubt endlich mal Effekte pro Song zu programmieren und schon ist er ein alberner Wichtigtuer.


    Gert, langsam, dass wir uns nicht falsch verstehen... so war das von mir gar nicht gemeint. Nicht die Tatsache, dass jemand mit einem USB-Stick zu mir käme, klassifizierte ihn als Wichtigtuer! Das hat damit nichts zu tun, sondern mit einem eventuell damit verbundenen Auftreten ("hoppla, der König kommt"). Ich würde jedem Kollegen, der mit so etwas zu mir käme, erst einmal wertfrei gegenübertreten - und dann halt gucken, was er drauf hat! Und ob mit File oder ohne File, Deppen oder eben Wichtigtuer gibt es überall, wie Stefan es auch schon beschrieb. Oft ist da viel Schaumschlägerei um nichts...

    @ Gylo: Danke für den Hinweis, ist mir klar, worum es geht!

  • gert
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    • 19. Juni 2010 um 11:58
    • #58
    Zitat von "Audiowerk"


    Gert, langsam, dass wir uns nicht falsch verstehen... !

    Das hab ich schon richtig verstanden, keine Sorge.

    Und im meinen Fall zb. Ich habe 28 Inputs und 4 Effekte sowie einen I Pod. Das kriege ich selbst auf einem PM5 D auf einen Layher. Das hat bisher noch kein Babysitter richtig gemacht. Das hat auch bei mir ne Weile gedauert bis ich das raus hatte wie ich das am besten loese ohne das Hardware Patch zu verändern. Daher sind mein FX Returns anders usw.
    Wenn ich das nicht so mache, ist das arbeiten auf dem PM 5 nen echter Schmerz. Und das ist denke ich auch die Idee von so einem Pult. Das man sich Seinen Arbeitsplatz so gestaltet wie er am meisten Sinn fuer die gegebe Aufgabe macht.
    Ich hab zb auch teilweise 40 Jahre alte Instrumente auf der Bühne. Da wird auch schon mal ein Leslie gegated damit der zwischen den Songs nicht nervt. Dann hab ich nen Recording Mix fuer den Schlagzeuger. Der ist komplett Kryptisch da er das fuer Seine Webseite verwendet. Das sind alles Sachen die krieg ich in 15 Minuten nicht reingedreht.
    Meine VI Files sind so gebaut das sie per Custom Layer auf jedem VI laufen. Ich brauch deswegen nur einen VI File anstatt einen pro Version.
    Die paar outputs hab ich schneller gepatcht als den ganzen File gebaut. Was Pausenmusik usw betrifft kann ich nur sagen. Sowas gehoert auf einen extra Mixer. Nen Mini 8 Kanal Mackie oder so womit man Ansagen usw verarzten kann. Das ist keine Ausrede.

    Practice, Practice, Practice

  • billbo
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    • 19. Juni 2010 um 12:48
    • #59

    So ein wenig ist das trotz Praxisbrett aber auch mal wieder eine Phantomdiskussion. Wir paar engagierte Hanseln debattieren fröhlich darüber wie das alles so sein müsste mit File laden und los. Die Wirklichkeit (zumindest meine) zeigt bislang allerdings eher das Gegenteil. Ein Beispiel:

    In meiner ‚Heimatstammbaustelle‘ habe ich vor einiger Zeit den altehrwürdigen analog – FOH durch einen PM5 ersetzt. Nicht zufällig, sondern wohl kalkuliert. Knapp tausender Kapazität; hier gastiert nicht die World – Championsleague und nur selten die Coverkapelle von nebenan. Stattdessen sehr regelmäßig respektable nationale und internationale Acts die entweder mal richtig groß waren oder mal richtig groß werden wollen.

    Überlegung Nr. 1: mit dem bekanntesten/ verbreitetsten/ am besten eingeführten Digipult aus der Profiliga, auch wenn oder gerade weil es bereits ein wenig angejahrt ist, mach ich hier mittelfristig nichts falsch. Das kennt jeder, akzeptiert jeder, und kann jeder zumindest in seinen Grundfunktionen nach ein paar Minuten Eingewöhnung so weit bedienen dass er damit einigermaßen unfallfrei einen Standardgig geregelt kriegt; auch ohne dass dafür die ständige Anwesenheit eines spezialisierten Babysitters zwingend erforderlich ist.
    So weit, so richtig – die Zahl der Totalverweigerer und/ oder Vollkatastrophen ist erfreulich gering; geringer zumindest als befürchtet.

    Überlegung Nr. 2: zumindest für dieses Teil (wenn nicht dafür, wofür sonst?) hat es doch sicherlich der Großteil der international tourenden Bandtechs in den letzten 5, 6 Jahren geschafft, sich zwecks Arbeitserleichterung ein persönliches Setup für seine Band(s) zuzulegen. (Natürlich gibt’s vorsorglich auch die eine oder andere clubspezifische Vorkonfiguration für alle Fälle: oh, Ihr habt überhaupt niemanden dabei? Na gut, mach‘s halt ich, gibt dann aber Monitor von vorne. Und natürlich ist die Installation so eingerichtet dass bis auf ein, zwei zu erstellende 0dB – Ausgangsmatrixen die Sache mit jedem Fremdfile ohne Basteleien auf Anhieb funktioniert.)
    Also von nun an immer nur noch File laden, ein bisschen nach persönlichem Geschmack rumequalizern, und fertig zum Linecheck?
    Pustekuchen! Die Quote der insoweit vorbereitet einlaufenden Tourproduktionen ist schlicht lächerlich. Die Frage „have you got your own file or will you start from the house setup?“ stelle ich inzwischen überhaupt nicht mehr; die Antwort ist eh immer die gleiche: „Ehm, well, I take your settings. Can you show me the eqs and effects, please?“
    Und der Verbrauch an Marking Tape und Eddings ist noch genau so hoch wie zu seeligen Analogzeiten.

    So viel zur schnöden Normalität in der realen Welt der digitalen Revolution. So Gerts sind da einfach zu selten.:-D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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    • 19. Juni 2010 um 18:05
    • #60
    Zitat von "gert"

    ...Was Pausenmusik usw betrifft kann ich nur sagen. Sowas gehoert auf einen extra Mixer. Nen Mini 8 Kanal Mackie oder so womit man Ansagen usw verarzten kann. Das ist keine Ausrede.

    das sehe ich ähnlich.
    digitalpulte bieten sich zwar an, auch als matrix für verzweigte installationsgeschichten zu dienen, aber dann geht das mit dem eigenen file eben nicht mehr.
    aus diesem grund steht im rider "wir bringen ein eigenes file mit, der inhalt des pultes wird komplett überschrieben. signalverteilungen zu verschiedenen lautsprecherlinien sind bitte extern über controller zu realisieren".
    bisher hatte ich damit übrigens keine probleme.
    einmal ist es aber schon passiert, das auf einem festival die pausenmusik unterbrochen werden musste, weil ebendiese über den mischer lief. aber auch das war kein problem, das merkt fast niemand wenn die musik kurz weg ist.
    etwas anderes sind natürlich moderationen während des umbaus. das muss dann eben über einen kleinen submischer gelöst werden. das sollte aber echt kein drama sein.

    billbo:
    für´s PM5 hab ich auch keine files, weil ich die
    a) so gut wie nie vor der nase habe
    b) das ding keinen USB slot hat und mir die speicherkarte dafür einfach zu teuer wäre ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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