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Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

  • guma
  • 13. Juni 2010 um 13:14
  • wora
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    • 6. September 2010 um 10:08
    • #141

    hoppla, da hab ich ja ein paar antworten übersehen...

    Zitat von "rockline"

    ... Und ganz ehrlich: das musikalische Talent der meisten Digitalpultinformatiker lässt zunehmend zu wünschen übrig.


    und auch ganz ehrlich: diese sache kann ich jetzt langsam nicht mehr hören bzw. lesen.
    mischpulte, egal ob analog oder digital, können absolut nix dafür, wenn sie nicht musikalisch bedient werden!!!
    sie können nix dafür!
    nix dafür!
    gar nix...!
    8)

    wofür sie allerdings etwas können, ist den bediener zu sehr an ihr display zu fesseln!
    und das ist beim 01V auch nicht besser...
    deshalb sage ich: nur wer ein digitalpult WIRKLICH gut kennt, kann damit einen richtig guten job machen.
    wer erst vor ort zum ersten mal an einem solchen teil steht, kann keinen optimalen job abliefern.
    und genau deshalb müssen heutzutage verschiedene pulte aufgebaut werden.

    ADMIN:
    warum zum henker muss ich mich in diesem thread IMMER neu anmelden, wenn ich ihn lesen möchte??

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • nojunk
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    • 6. September 2010 um 10:40
    • #142
    Zitat von "rockline"

    Und ganz ehrlich: das musikalische Talent der meisten Digitalpultinformatiker lässt zunehmend zu wünschen übrig.

    mal ehrlich, den digitalpurltinformatikern - ich liebe diesen begriff :D - wird's ja auch leicht gemacht: du kaufst dir für 2000€ eine digital-mixer und schon bist der king! wir hatte schon vor jahren einen thread, ich finde ihn im moment leider nicht, in dem wir über die "grundkenntnisse" der mixtechnik sprachen/schrieben. wird leider meisst nicht erfüllt, hauptsache digital und billig/willig :twisted:

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    • 6. September 2010 um 10:45
    • #143

    Aber jetz mal ganz ehrlich, das gab und gibt es auch zu Hauf bei den kleinen Analogpulten.

    man kauft sich ein Pult und ist der King.
    Ich hab das ( und erlebe das ) mit diversen Bands auf kleineren Veranstaltungen leider immer noch zu oft.

    Ist jetzt für mich auch nicht das Argument.
    Dieses Problem liegt meiner Meinung nach daran, das zu viele meinen, Techniker zu werden ist cool und leicht.

    Und das ist es nicht.
    Und wenn solche Typen dann größere Digitalpulte als ein 01V in die Hand bekommen, dann entstehen eben genau solche Treads, wie wir sie haben !!!!!!

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  • wora
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    • 6. September 2010 um 11:10
    • #144

    eine kleine anekdote hierzu?
    an fasching hatte ich einen gig, bei dem zwei bands abwechselnd spielen sollten.
    jede band stellte ihre eigene anlage und den eigenen techniker, die bühnen befanden sich an der jeweils gegenüberliegenden seite.

    die andere band war schon aufgebaut, als wir ankamen: da standen 2 neue EV 15"tops auf stativen, dazu ein paar bässe
    sein pult war ein analoges, ich glaube ein soundcraft GB4 mit siderack.

    unsere anlage war eine recht betagte d&b 602 mit den 18"bässen und den alten (zu schwachen) controllerendstufen.
    beim thema "erreichbare lautstärke" war unsere anlage jedenfalls definitiv unterlegen.
    als ich dann mein pult auspackte, sagte der kollege mit weinerlichem ton: "oh scheisse, ein digitalpult. da haben wir ja gar keine chance mehr..." :shock:
    :lol:

    so weit ist es also schon.
    in der meinungswelt der kleinen beschaller bedeutet "digital" also automatisch "=besser"


    übrigens: das einzige rezept, das der andere mischer hatte, war SUPERLAUT zu fahren...


    aber auch dies hat NICHTS mit diesem thread zu tun... :oops:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • nojunk
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    • 6. September 2010 um 12:29
    • #145
    Zitat von "klauston"

    Dieses Problem liegt meiner Meinung nach daran, das zu viele meinen, Techniker zu werden ist cool und leicht. Und das ist es nicht.


    du hast den nagel auf dem kopf getroffen - ich gelobe besserung meiner ausdrucks- bzw. schreibeweise wegen :oops: :lol:

    Zitat

    Und wenn solche Typen dann größere Digitalpulte als ein 01V in die Hand bekommen, dann entstehen eben genau solche Treads, wie wir sie haben !!!!!!

    meine rede seit '61 :D

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  • rockline
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    • 6. September 2010 um 12:49
    • #146
    Zitat von "guma"

    Hm, ich denke immer mehr, ich müßte mal bei rocklines zu Hause einen Gig mischen


    guma, sehr gerne: bei uns kannst Du zwischen 01V96, LS9-32, Allen&Heath GL4000 und Soundcraft Europa wählen - was anderes gibt es nur wenn der Veranstalter diese Zusatzkosten für Anmietung übernimmt. Dann stünde dort aber genau das was Du wünschen würdest.
    Zu den Fremdmischern bleibt zu sagen, dass speziell bei der jungen "Knüppel aus dem Sack Musikerfraktion" die das Vorabendprogramm manches Festivals bereichern der Tonmann oftmals nicht weit hergeholt ist. Das kannst Du zu 85% vergessen - alle Fader möglichst weit nach oben ist nicht das Ziel. Bei vielen Coverbands ist es ähnlich, wobei viele dieser Bands ohne Techniker kommen, oder einer kannte einen der einen kennt....
    Du darfst mir aber schon abnehmen das ich den Job nicht erst seit vorgestern mache, und mir durchaus zutraue auf eine lange Tätigkeit als Tonmann zurückzublicken. Da sei es mir erlaubt die Sache weniger verklärt, dafür aber mit einer gesunden Portion Realismus anstatt Idealismus zu betrachten. Ich glaube kaum das ich so lange im Geschäft wäre wenn meine Talente irgendwie nicht dafür geeignet wären. Leider kann ich selbiges nicht bei jedem Techniker entdecken, und staune manchmal wie man einen Mix richtig vergurken kann. Auch bei Künstlern nebst Techniker, bei denen man eigentlich davon ausgehen sollte das sie besser klingen als die 3 Uhr Band ohne eigenen Techniker.

  • rockline
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    • 6. September 2010 um 12:58
    • #147
    Zitat von "wora"

    hoppla, da hab ich ja ein paar antworten übersehen...


    und auch ganz ehrlich: diese sache kann ich jetzt langsam nicht mehr hören bzw. lesen.
    mischpulte, egal ob analog oder digital, können absolut nix dafür, wenn sie nicht musikalisch bedient werden!!!
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    8)

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    Digitalpultinformatiker: das ist der Typ der das bedient - nicht das Mischpult. Ich glaube Du verstehst mich da jedesmal falsch.

  • wora
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    • 6. September 2010 um 13:04
    • #148

    mag sein das ich dich missverstanden habe.
    trotzdem sollte man nicht alle über einen kamm scheren.
    wenn du aber die erfahrung gemacht hast, das 85% aller mischer ihren job nicht gut beherrschen, dann ist das eine seeehr traurige bilanz!
    wenn es so weitergehen sollte, dann werden automatische mischpulte vielleicht doch mal realität, weil sie das kleinere übel sind...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 6. September 2010 um 15:03
    • #149
    Zitat von "rockline"

    Du darfst mir aber schon abnehmen das ich den Job nicht erst seit vorgestern mache, und mir durchaus zutraue auf eine lange Tätigkeit als Tonmann zurückzublicken. Da sei es mir erlaubt die Sache weniger verklärt, dafür aber mit einer gesunden Portion Realismus anstatt Idealismus zu betrachten. Ich glaube kaum das ich so lange im Geschäft wäre wenn meine Talente irgendwie nicht dafür geeignet wären. Leider kann ich selbiges nicht bei jedem Techniker entdecken, und staune manchmal wie man einen Mix richtig vergurken kann. Auch bei Künstlern nebst Techniker, bei denen man eigentlich davon ausgehen sollte das sie besser klingen als die 3 Uhr Band ohne eigenen Techniker.

    Leider wieder ein Mißverständnis. Ich würde Dich auch nicht besuchen wollen weil ich der Meinung bin, dass Du Deinen Job irgendwie nicht richtig machst, ganz im Gegenteil.

    Statt dessen würde ich mir vorstellen, ich könnte Dich vielleicht davon überzeugen, daß es nicht so ablaufen muß, wie Du das hier mehrfach geschildert hast, sondern daß das durchaus auch angenehm und sinnvoll ablaufen kann, wenn jemand mit dem Stick kommt. Ausserdem könnte ich es vielleicht besser verstehen, woher Deine Abneigung dagegen kommt, wenn ich die Situation bei Dir mal real erlebt habe.

  • rockline
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    • 6. September 2010 um 17:39
    • #150

    guma: Ich bin da eigentlich völlig offen. Wenn jemand sein Programm laden möchte (und wir haben das passende Pult dafür da) kann und soll er das natürlich gerne machen. Ich möchte nur zum Ausdruck bringen das es in vielen Fällen keinen besonderen Vorteil bringt, wenn man von etlichen InEar Wegen einmal absieht. Wie ich schon sagte haben wir schon oft extern mitgebrachte Pulte sämtlicher couleur angeschlossen - und es war vom Klang nie so, dass ich sagen müsste "Donnerwetter, dass klingt nun wegen des anderen Pultes und der Mixeinstellung viel besser".

    wora: hier relativiere ich das mal ein wenig: zu den 85% zähle ich auch die, bei denen der Klang gut ist, aber deren Job eine Coverband XY zu mixen sehr einfach ist und quasi von unserem FoH Personal auch genauso bedient werden könnte. Sprich - eigentlich hätte die Band sich das Geld sparen können.
    Was mich stört sind die Mischer die Gas geben, und überhaupt nicht merken das die PA keine Luft mehr für den Sänger hat. Oder selber Gitarrist sind und die ganze Zeit nur entsprechendes Klirrbrett geben. Wenn ich dann merke das es besser (erträglicher) gehen könnte bin ich über die Anwesenheit der Hobbymixer nicht sonderlich erfreut. Ich gehe dann meistens mal Pommes essen.
    Aber mieser Sound schadet dem Image der ausführenden Company, daher bin ich selbstredend darauf bedacht hier möglichst viel Kollateralschaden zu vermeiden.

    Man darf folgendes nicht außer acht lassen: es gibt sicherlich 100000 Tonleute die in aller Regel mit ihrer Band auf einfachen Systemen bis zu 10 x im Jahr irgendwie ihren Job machen. Kommen solche Bands mit eigenem (Gelegenheits)Techniker auf eine große Veranstaltung mit mächtig Material, muss das im Umkehrschluss nicht bedeuten das dessen mangelnde Erfahrung hier groß was reißen wird. Da würde auch ein mitgebrachtes File nichts nützen, was man sich mitunter selber irgendwo vom Operator einer PM5 oä. abgezweigt hat. Leider ist es oft auch so, dass junge Bands mit Achtungserfolg und CD-Deal in der Tasche plötzlich als Mittagsband auf großen Festivals auftauchen und ihren alten Jugendheimmixer zum Festivaltechniker mutieren ließen. Solche Jungens sehe ich immer schon von weitem. Das sind nämlich die, die bereits 3 Bands vorher schon ihre Runden um den FoH drehen um zu gucken was da so aufgebaut ist. Manche kommen die gar zu zweit weil es noch ein paar Racks mit Geheimequipment heranzuschleppen gilt. Und wie oft musste ich dann doch wieder aushelfen, weil die Insertstrippen auf Stereoklinke aufgelöst waren und so garnicht in die zwei Löcher des Kanalinserts passen wollten. Das man den Channelinsertschalter noch betätigen muss verkneife ich mir manchmal zu sagen, und staune derweil wie emsig an nicht aktivierten Kompressoren geschraubt wird! Soviel zu den Hobbytechnikern.
    Anderes Beispiel sind die Profis, von denen man erst 5 Minuten vor dem Linecheck etwas sieht. So gesehen zb im Sommer bei Good Charlotte, Everlast, Donots uä - kommen an, machen Minimalsoundcheck, und mischen wenn der Auftritt beginnt. Und sind genau so schnell wieder weg wie sie gekommen sind - ohne Spur, ohne Aufwand, und vor allem vollkommen entspannt. Man weiß das es funktioniert und nur R n'R ist! Tschüss, war nett mit euch und bis bald mal....
    Den kompletten Mix umstellen? Wollen die nicht, höchstens das VCA Routing ändern.

    Nichts für ungut - das Thema heißt "Digitalpultverwaltung im Festivalbetrieb". Es gibt doch abseits von meinem grundsätzlichen Vorschlag nur einen Weg: wir laden das gewünschte File! Ist doch ganz einfach :wink:

  • dechnikusch
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    • 6. September 2010 um 18:14
    • #151

    zitat@rockline
    ...und überhaupt nicht merken das die PA keine Luft mehr für den Sänger hat...


    auf welchen mittleren bis etwas grösseren baustellen gibt es wirklich eine rückmeldung
    von der amp-city oder controller an den foh,
    so dass sich der ausführende tech ein bild machen kann, was noch geht
    oder welche amps / controller-kanäle schon abregeln / ins clip gehen...

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • rockline
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    • 6. September 2010 um 18:46
    • #152
    Zitat von "dechnikusch"

    zitat@rockline
    ...und überhaupt nicht merken das die PA keine Luft mehr für den Sänger hat...


    auf welchen mittleren bis etwas grösseren baustellen gibt es wirklich eine rückmeldung
    von der amp-city oder controller an den foh,
    so dass sich der ausführende tech ein bild machen kann, was noch geht
    oder welche amps / controller-kanäle schon abregeln / ins clip gehen...

    Schau mal oben im rechten Rack - da sieht man was die Turmuhr schlägt :!:

    Davon abgesehen meine ich aber nicht nur die Endstufenleistung an sich, sondern die Dynamikfähigkeit der PA als solches.

  • dechnikusch
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    • 6. September 2010 um 19:14
    • #153

    hallo stefan,

    t´schuldige - mein kommentar war nicht auf dich bezogen...
    aber danke für das bild " controller in rot "

    hier könnten wir einen eigenen thread beginnen:

    ...pegel-management als gasttech bei gegebenen hardware-verhältnissen...

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

    Einmal editiert, zuletzt von dechnikusch (6. September 2010 um 19:15)

  • tufkaklto
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    • 6. September 2010 um 19:15
    • #154
    Zitat von "dechnikusch"

    zitat@rockline
    ...und überhaupt nicht merken das die PA keine Luft mehr für den Sänger hat...


    auf welchen mittleren bis etwas grösseren baustellen gibt es wirklich eine rückmeldung
    von der amp-city oder controller an den foh,
    so dass sich der ausführende tech ein bild machen kann, was noch geht
    oder welche amps / controller-kanäle schon abregeln / ins clip gehen...


    Ich kenn das mittlerweile fast nur mehr so.
    Entweder Controller am FOH oder Controller / Amp mittels Netzwerk am FOH Laptop, welcher genau anzeigt, wie die Pegel sind.

    Unabhängig davon haben alle Pulte Metering.
    JEDER, der auf Pulten arbeitet müßte wissen, was das heißt und wo bei professionellen Geräten die Arbeitspunkte liegen.

    Sei es bei + 18 dbu oder bei -6dbfs, ab dann wirds eng und das sollte jeder Techniker im Blut haben. Sofern die Gain Struktur stimmt.

    Wer sich den Headroom selbst wegnimmt............
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Wie war das mit Verwaltung????

    Und noch was müßen wir unterscheiden:
    Diejenigen, die mit Files kommen, und diejenigen, die ohne Files kommen und eigentlich ein Pult benötigen, welches sinnvoll vorbereitet wurde, sodaß man die meisten Dinge schnell als Standard erkennen kann und auch sinnvoll und schnell darauf arbeiten kann.

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  • guma
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    • 6. September 2010 um 20:22
    • #155
    Zitat von "rockline"


    Man darf folgendes nicht außer acht lassen: es gibt sicherlich 100000 Tonleute die in aller Regel mit ihrer Band auf einfachen Systemen bis zu 10 x im Jahr irgendwie ihren Job machen. Kommen solche Bands mit eigenem (Gelegenheits)Techniker auf eine große Veranstaltung mit mächtig Material, muss das im Umkehrschluss nicht bedeuten das dessen mangelnde Erfahrung hier groß was reißen wird. Da würde auch ein mitgebrachtes File nichts nützen, was man sich mitunter selber irgendwo vom Operator einer PM5 oä. abgezweigt hat. Leider ist es oft auch so, dass junge Bands mit Achtungserfolg und CD-Deal in der Tasche plötzlich als Mittagsband auf großen Festivals auftauchen und ihren alten Jugendheimmixer zum Festivaltechniker mutieren ließen. Solche Jungens sehe ich immer schon von weitem. Das sind nämlich die, die bereits 3 Bands vorher schon ihre Runden um den FoH drehen um zu gucken was da so aufgebaut ist. Manche kommen die gar zu zweit weil es noch ein paar Racks mit Geheimequipment heranzuschleppen gilt. Und wie oft musste ich dann doch wieder aushelfen, weil die Insertstrippen auf Stereoklinke aufgelöst waren und so garnicht in die zwei Löcher des Kanalinserts passen wollten. Das man den Channelinsertschalter noch betätigen muss verkneife ich mir manchmal zu sagen, und staune derweil wie emsig an nicht aktivierten Kompressoren geschraubt wird! Soviel zu den Hobbytechnikern.

    Ich verstehe das nach über 30 Jahren Töpferei sehr gut und ich finde ebenfalls, dass es da oft besser wäre, wenn die "Proberaumfreunde" zu Hause bleiben würden.
    Allerdings muß ich hier an zwei Stellen widersprechen b.z.w. finde, dass Du da zu viel in einen Topf wirfst.

    1. hat diese grundsätzliche Problematik erst mal überhaupt nichts mit 'presets vom USB laden ja oder nein' zu tun, denn wie Du selbst richtig bemerkt hast, ist das eben von egal welcher "Startposition" fürn Arsch b.z.w. nicht besser, sondern eher schlechter als das, was der FOH-Betreuer machen würde.

    2. glaube ich überhaupt nicht, dass 5 Minuten vor dem Gig erscheinen und dann einen erträglichen Rock n' Roll-Sound abliefern, ein Merkmal oder gar Beweiß besonderer Professionalität ist, auch wenn hier etliche Leute Deiner Meinung sind. Natürlich ist es so, dass im Laufe einer Tour für den einen oder anderen Kollegen andere Dinge wichtiger werden, allerdings ist es nun nicht immer so, dass der Stress so groß ist, dass das gerade noch stillbare Bedürfnis nach Essen und Schlafen allein zum "spät Kommen - schnell Mischen - früh gehen-Takt" führt. Statt dessen gehört da auch ein gewisser Teil Unorganisiertheit und eine gehörige Portion "Zeit verplempern mit vermeindlich nötigen persönlichen Freiräumen" dazu.

    Statt dessen lerne ich immer wieder sehr gute und sehr professionelle auch ältere erfahrene Kollegen kennen, die sehr wohl für ihren Künstler früh aufschlagen, sich ein Bild machen, ein ( kleines ! ) Rack mit besonderen Lieblingen mitführen, allerdings dieses auch wieder wegtragen, wenn sie merken, dass alles vorhanden ist, was sie sich so wünschen, einen frühen aber ausführlichen Soundcheck machen, und nach dem Speichern ins Catering oder in die Koje bis zum Gig gehen. ( Denke da z.B. an Roman von Frau Stürmer, weil ich den gerade so erlebt habe oder, was mir ewig im Gedächtnis bleibt, war vor vielen Jahren ein Gig mit Peter Stumpf (PB), der sich damals für Herrn Chapman entsprechend ins Zeug gelegt hat. Je länger ich da so in meiner Erinnerung blättere, würde ich eher behaupten, dass es in der echten Rock n' Roll Oberliga gerade nicht unbedingt zum guten Ton gehört, 5 Minuten vorher aufzuschlagen.

  • rockline
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    • 6. September 2010 um 20:53
    • #156

    Ich kenne das aber tatsächlich so, und dabei sind gebuchte Techniker von internationalen Bands auf Festivals mit 20 Minuten Changeover höchstens schon mal inkognito um den FoH geschlichen um dann kurz vor mitternächtlichem Dienstantritt offiziell aufzuschlagen. Bei vielen Stadtfesten oder Rockfestivals geht's ja auch kaum anders - das ist jedenfalls in unserem Festivalumfeld so.
    Vor kurzem hatten wir noch ein Festival mit "Revolverheld", deren Techniker ebenfalls spät abends nur einen Linecheck benötigte um daraus einen durchaus passablen Ton zu schrauben. Auch hier wieder eigenes Monitorpult der Combo!
    Auch bei Stadtfesten finde ich es nicht immer passend die Besucher an den Bier und Wurstbuden mit minutenlangen Paukenschlägen zu unterhalten. Mir reicht meist ein kurzer Klangeindruck im Kopfhörer und eine gesunde Übersicht des Gains. Danach brauche ich 2 bis 3 Lieder - und dann passt es weitgehend. Vorausgesetzt Monitor ist separat, oder vorzugsweise von der Band selber mitgebracht > Stichwort XLR Auflösung aus deren Monitorrack.
    Ich freue mich immer über Kollegen die das auch können, und dabei direkt zu Anfang einen Sound abliefern der niemanden zur Flucht der Veranstaltungsstätte verleitet. Wer hier nervös ist, ohne File für ein Pult was man nicht hat nicht mehr arbeiten kann, der ist in solchen Situationen sicherlich nicht ganz glücklich - aber die Realität ist grade im Bereich "große Bühne mit vielen Programmpunkten" so.
    Was anderes ist ein Konzert, da hat man die Zeit die man fordert und braucht. Das Publikum ist noch zu Hause und nicht vom Soundcheck genervt - ein mitgebrachtes File? Gerne doch, gib mal her...
    Ob mit oder ohne File - man sollte das eigentlich schon hinbekommen. Und meiner Ansicht nach hilft es dabei ungemein wenn bereits ein solides Grundfundament ab Pult steht, egal ob analoge Kiste oder Digitalpult. Primäres Ziel ist die Einhaltung des Zeitplans, und dem Veranstalter das Gefühl zu geben das nicht der Drumsoundcheck zwecks Verdeutlichung der Anlagenpotenz im Mittelpunkt steht.
    Das sind so meine Zielsetzungen, ich bin halt auch nicht mehr der Jüngste und muss auch nicht mehr testen wie gut die Subs knallen. Ich glaube man wird abgeklärt und weise, und lässt sich so leicht kein X für ein u vormachen.

  • guma
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    • 6. September 2010 um 21:19
    • #157

    Ok, wir reden jetzt eindeutig von verschiedenen Arten von Veranstaltungen. Hast Du auch schon mal überlegt, dass der USB die Belästigung für den Bier trinkenden Kleinstadtbürger auch veringern könnte ?

    Ich persönlich kann auch ganz ohne Soundcheck aber wieso soll ich das mögen, und wieso soll ich das von Deiner Startposition anstatt von meiner eigenen auf dem USB befindlichen tun ??????? Die Frage bleibt immer dieselbe. Wenn Du Deine Arbeit am System-EQ und am via library von Dir übernommen Master-EQ richtig gemacht hast und meine am Bandequipment angeklemmten Mikros richtig gesteckt hast, bin ich sofort fertig.

  • gert
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    • 7. September 2010 um 11:30
    • #158

    also jetzt fangt Ihr wirklich an Erbsen zu zählen. Man sollte mal klarstellen das das vorbereiten eines Mischpultes , sei es analog oder Digital, eine gewisse Zeit dauert. Also Inserts bauen, beschriften, Routing etc. Der grosse Vorteil des digitalen liegt doch darin das man das schon vorher machen kann. Bei der analog schüssel ( egal wie gut sie auch ist) kann ich das dann erst machen wenn ich dran bin. Da gibt es jede Menge Dinge zu tun die mit dem Klang erst mal gar nichts zu tun haben. Wenn ich aber nur 20 Minuten Zeit habe ist es doch besser wenn mir die ganzen Dumpfjobs schon abgenommen sind und ich mich auf Linecheck und Klang konzentrieren kann. Niemand wird es schaffen ne Show zu laden und bei Grün auf los zu drücken und alles ist super.
    Wie detailliert man dabei vorgeht sollte doch jeder fuer sich selber entscheiden. Da gibt es je nach Künstler und Mixer soviele Variablen das man da keine goldene Regel fuer aufstellen kann.

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 7. September 2010 um 11:46
    • #159

    Ja natürlich. Ich stelle ja auch keine goldenen Regeln auf. Ich lasse mich in der Regel auch nicht auf solche Nummern ein. Ich hatte mich ja gegen die von rockline zum Maß der Dinge erhobenen "Fünfminutenstartprofis" gewehrt. Allerdings ist es, wenns schnell gehen muß, mit Digitalpult-preset und vernünftigem Systemtuning einfach schneller. Das ist doch ganz banal.

  • gert
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    • 7. September 2010 um 12:19
    • #160

    da bin ich Deiner Meinung Guma.

    Practice, Practice, Practice

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
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