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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Gewolltes Auslöschen von Tonsignalen und Resonanzen

  • just feel it
  • 29. Juni 2010 um 10:27
  • just feel it
    Beiträge
    193
    • 29. Juni 2010 um 10:27
    • #1

    Es geht um ein - zumindest für mich - sehr interessantes Thema:

    Es geht um den folgenden Versuch:

    Ich arbeite momentan daran in einem "Stahlraum" (näheres weiter unten) mit nebenstehendem Generator die enstehenden Resonanzen der Bauteile und anderen Tonsignalen durch das Einsetzen von Lautsprechern bzw. Bodyshakern etc. zu eliminieren bzw. zu verringern.

    Ich kam auf die Idee, da mir immer wieder aufgefallen ist, dass ich durch ändern der Phase der Lautsprecher (einer gegenpolig zum anderen) vorallem den Pegel des unteren Frequenzbereich verringern konnte.
    Das System des verpolten Anschlusses sollte ja bekannt sein - meist ist es aber nicht gewollt :)Hier schon!

    Über etwa 200Hz sieht es jedoch nicht so gut aus - hier spielen wohl die Wellenlänge und das Abstrahlverhalten eine wesentliche Rolle.

    Rahmenbedingungen:


    Näheres zum "Stahlraum":

    - Er ist etwa 40m² groß (10meter x 4meter - 2.5meter hoch)
    - Das Gerüst des Stahls ist ähnlich (weit aus dem Fenster gelehnt) wie ein Truss-System (nur deutlich stabiler)
    - Verkleidet sind die ganzen Außenwände mit einem sehr dünnen Blech.

    ---> Man könnte es wie ein Bau-Kontainer sehen

    Der Generator:

    - Er ist an dem Gerüst fest fixiert und bringt somit die anderen Materialen zum Schwingen --> Stichwort: Resonanz

    Diese Gegebenheiten sind fix - es kann weder weiter isoliert werden noch kann der Genenator weiter weg oder sonst etwas. Diese Fakten sind Gegebenheiten und ich bitte nicht darüber zu Diskutieren was man dort machen könnte.


    Was gewollt ist:

    - Die Tonsignale bzw. Resonanzen mit dem Frequenzsprektrum ~ 0-15000Hz zu verringern. (Ich werde die Gegebenheiten in den kommenden Wochen messen)


    Bisherige Überlegungen:

    Gegenpoliges Signal:

    - Durch die Anbringung von Bodyshakern oder Lautsprechern etc. am Gerüst selbst sollen Frequenzen ausgelöscht bzw. verringert werden. (Von den Gegebenheiten ist es möglich den kompletten "Stahlraum" in Schwingung zu bringen)


    Falls jemand weiterem Ideen einfallen so würde ich mich freuen, wenn hier diskutiert wird.
    Ich bitte jedoch um fachliches Wissen.

    Freue mich über Rückmeldung


    PS: Falls es das falsche Brett ist (mir fällt kein besseres ein) so bitte ich einen Mod den Thread in das passende Brett zu verschieben.

  • SRAM
    Profi
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    6
    Beiträge
    5.548
    • 29. Juni 2010 um 20:18
    • #2

    Wenn du nicht dämpfen kannst (willst ?), dann ist das Ganze aussichtslos. Insbesondere, weil oberhalb der Frequenz, ab der die einzelnen Bestandteile des Raumes in wilde Eigenschwingunge aufbrechen, gezielter Gegenschall nicht mehr möglich ist.

    Wobei ich das nicht verstehe: wenn für Lautsprecher Platz ist, dann auch für 50mm Dämpfung, die in diesem Frequenzbereich 100 mal effektiver ist als jeder Versuch mit Gegenschall.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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    straight razor, and surviving.

  • Jueof
    Verifiziert
    Beiträge
    529
    • 30. Juni 2010 um 07:20
    • #3

    Hi, dem ist nichts hin zu zufügen. Eine bestimmte stelle im unteren frequenzbereich würde mit gegenschall gehen aber so, never. Lg

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 30. Juni 2010 um 08:22
    • #4

    Subfrequente Schallemissionen lassen sich irgendwann nur noch mit Masse dämpfen...

  • lorien
    Beiträge
    285
    • 30. Juni 2010 um 16:05
    • #5

    Praktisch funktioniert die aktive (breitbandige) Schallauslöschung nur in einem Raum-Punkt (und mit entsprechende hohem Aufwand). Mir sind keine praktischen / wirtschaftlichen Realisierungen bekannt, außer Kopfhörerlösungen (und integrierte Systeme zur Erhöhung der Rückwärtsdämpfung von hochwertigen PA-Systemen, was aber nicht ganz das gleiche ist).

    Da es sich bei dem Generator sicher nicht um ein Spielzeug handelt (?), ist selbst die Auslöschung der niederfrequenten Anteile vsl. nicht wirtschaftlich realisierbar. Denn hierzu müssen außer den "gleichen" entsprechend phasenverschobenen Signalen, auch die gleichen Energiemengen aufgewendet werden.

    Wenn es tatsächlich andere in der Praxis betriebene Fälle gibt, würde mich das auch interessieren.
    (War vor ein paar Jahren mit dem Thema beim Flugzeugbau [Airbus] beschäftigt).

    Wenn es spezielle Frequenzbereiche (Du sprichst von Resonanzen) gibt (messen !!!), sehe ich die einzige Lösung über Absorber. Hierfür solltest Du Dich von einem Profi beraten lassen.

  • bfbs
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 4. Juli 2010 um 17:12
    • #6

    Was für ein Generator ist es denn????

    Wenns nur um Resonanzen geht kann man diese nur mit Masse dämpfen, oder das ganze schwingungsfrei aufhängen.

    Wenns auch noch um Zuluft und Abgasbearbeitung geht kann ich da am besten auf das BHKW-forum verweisen.

    Die haben damit viel Erfahrung...

    Zum Gegenschall: Man benötigt Laufzeiten (Strecken) um so unterschiedliche Schalkörper effektiv gegeneinander laufen zu lassen. Die hast Du aber laut Deinem Aufbau nicht...

    Gruss Flo

    http://www.soundatwork.de
    Wir Beschallen die unmöglichsten Situationen ;)
    Oldenburg-Scater, P-town-openair, Chritical mass, CSD, Kramermartsumzug, Polyester-klub.de Fridays for future, Seebrücke, und weitere solidarische Veranstalltungen.
    Stromplanung und Ausführung für Festivals. Prototypenbau für abgefahrene LED Decken und Installationen.

  • just feel it
    Beiträge
    193
    • 4. Juli 2010 um 18:51
    • #7

    Vielen Dank erstmal für die Antworten.

    Es war mir bewusst, dass eine komplette Auslöschung der Signale nicht realisierbar ist - erst recht nicht, wenn wir die Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Jedoch ist eine Absenkung des Pegels gewisser Frequenzen möglich - hiermit werde ich mich auch weiterhin beschäftigen.
    Ich wollte ledigliche weitere Gedankengänge sammeln - vielen Dank nochmal für die bisherigen Antworten.

    @ lorien: Es handelt sich natürlich nicht um Spielzeug - ich bin gerade in der Automobilbranche tätig.
    Für mich ist es derzeit interessant, wie man den Themenblock "Akustik" in der Qualtitätssicherung und Entwicklung bestimmter Bauteile mit einbringen kann.
    Das die "Akustik" bereits in einige Aufgabenfelder Einzug genommen hat ist mir bewusst - jedoch meine ich, dass es viele weitere Einatzbereiche gibt.

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 4. Juli 2010 um 22:07
    • #8

    Für typische Kapselanwendungen in diesem Bereich: http://www.plasticsportal.net/wa/plasticsEU~…tect_automotive

    Die Kollegen von der Anwendungstechnik helfen Dir gerne weiter.

    Gruß SRAM

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  • Jonnytrance
    Gast
    • 4. Juli 2010 um 22:25
    • #9
    Zitat von "just feel it"

    ...Jedoch ist eine Absenkung des Pegels gewisser Frequenzen möglich...


    Möglich schon, aber wie effektiv?
    Als Bsp. 2 Subs spielen was, einer davon ist in Phase gedreht. Es kommt trotzdem "genung" Pegel raus.

  • just feel it
    Beiträge
    193
    • 5. Juli 2010 um 08:45
    • #10

    Vielen Dank SRAM - ich werde mich dort umschauen.

    @ Jonnytrance: Kleine Fortschritte reichen vorerst aus - erstmal muss ein Ergebnis entstehen - die Effektivität wird dann ggf. verbessert.

    Das Thema, nennen wir es mal "gegenpoliges Signal" steht jedoch nicht an erster Stelle - es ist Neuland für mich.
    Derzeit wird erforscht wie sich Bauteile, welche in Resonanz gebracht werden, in ihrer Haltbarkeit verändern.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 5. Juli 2010 um 23:31
    • #11

    Na dann kannst du mal anfangen.
    Zuerst schaue welche Frequenzen man bekämfen will um dann passender Chassis rauszusuchen.
    Dann von Messmic ins Controller (im Controller Phasendrehen und Delays beachten, sprich Abstand Quelle zu Messmic und Quelle zu Chassis), dann Signal verstärken (auch richtig einpegeln) und ins Chassis.

    Viel Erfolg.

    P.S. Abstand Chassis zu Quelle sollte unter Lambda/4 sein. Bitte korregirt mich falls ich hier Falsch liege.

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