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Warnex Strukturlack Verarbeitungstipps

  • surfvill
  • 9. Juli 2010 um 16:22
  • surfvill
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    • 9. Juli 2010 um 16:22
    • #1

    Meine neue DJ-Backline wird so langsam fertig und nun steht mir die Lackierung bevor.
    Geplant hatte ich, erstmal alles schwarz zu rollen und dort, wo etwas angeschraubt wird, z.B. die Griffe, abzutapen und erst dann zu spritzen. Die Struktur kommt nur durch die richtige Spritztechnik und die Viskosität der Farbe zustande. Habe nun schon einige Foren nach Verarbeitungstipps durchforstet und denke, es hinzukriegen. Eben habe ich die Büchse aufgemacht und bin erschrocken wie extrem zähflüssig das ist.
    Also: wer hat von Euch schonmal damit gearbeitet? Ist es normal, dass das Zeug so ein dicker Brei ist oder ist nur mein Bottich undicht gewesen.
    Die Viskosität ist etwa so: wenn ich die Büchse plötzlich schräg halte, bewegt sich der Inhalt nur gemächlich, also benötigt so 3sek.

    Um der Frage, warum ich kein Idealstandardcase verwende vorzubeugen: Die Teile sind viel zu schwer! So ein Ding hat mal schnell 12-16 kg - ich bin jetzt bei 2kg. und außerdem finde ich die braunen Kisten mit Alukanten und Kugelecken altmodisch und häßlich - Duck und weg :D
    PA-Boxen sehen ja auch schon lange nicht mehr so aus, nä?

    Vielen Dank schonmal!

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • Boxenguru
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    • 9. Juli 2010 um 16:36
    • #2

    ich hab 2 möglichkeiten ausprobiert.

    die günstigere variante unterbodenspritzpistole
    vorteil : kostet net viel
    nachteil: dauernt nachfüllen , und problem der gleichmässigkeit auf der ganzen box.

    meine favoriert variante.
    Eine druckbecherspritzpistole.
    in den druckbecher wird der ganze kübel einfach reingestellt zugemacht und los gehts.
    vorteil : kein lästiges nachfüllen, und schön gleichmässig auf allen gehäusen.
    nachteil: teuer und aufwendiger zu reinigen.

    für beide varianten brauchst du nen vernünftigen kompressor.
    so nen 300 euro vom baumarkt kannste vergessen da der auf dauer die luftmenge net schafft die du brauchst um vernünftig arbeiten zu können.

    zum eingestellten druck auf der pistole da musst experimentiern.
    am besten auf nem probe holz.
    weil jeder mag die struktur gerne etwas anders haben der eine feiner da andere gröber etc....

    geht nicht gibts nicht !
    nicht motzen besser machen ;)

  • DJheini
    Moderator
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    • 9. Juli 2010 um 20:43
    • #3

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=42562

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Jobsti
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    • 12. Juli 2010 um 15:51
    • #4

    Ich habe auch beide genannten Pistolen, komme aber mit der Unterbodenschutzpistole bessere Ergebnisse.
    Nutze immer einen 1Kg Warnex Pott und halte die Pistole dort rein, Druck habe ich um die 2,5-3 Bar.
    Abstand ist unterschiedlich, geht aber so von 15-50cm. Verdünnt wird aber auf keinen Fall.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • surfvill
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    • 12. Juli 2010 um 17:01
    • #5

    Habe mich noch weiter kundig gemacht und teils widersprüchliche Ansichten gehört. Um die die Kiste mit dem ersten Versuch nicht gleich zu versauen und ich doch recht viel Arbeit investiert habe, werde ich sie vom Profi in der Lackiererei machen lassen. Habe aber verdünnt vorgerollt und mit 1000er geschliffen, um sicher zu gehen, dass es keine Probleme mit den (Polyester-)Spachteleien gibt.
    Ich werde dann Bilder vom hoffentlich vorzeigbaren Ergebnis posten...

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • DJheini
    Moderator
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    • 12. Juli 2010 um 17:51
    • #6

    Wenn du dir das nicht zutraust, ist das schon ok. Aber es ist wirklich viel einfacher als viele denken.
    Beim 1. lackieren dachte ich auch genauso wie du. Aber nach einem kleinen Test auf einem alten
    Brett habe ich sofort gemerkt das es kein Problem ist. Und mit 1000er Papier schleifen
    braucht man schon garnicht. Durch die Struktur und Stärke des Lackes sieht man (fast) nichts
    vom ursprünglichen Holz und kleinen Unebenheiten.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Thomas
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    • 14. Juli 2010 um 07:51
    • #7

    IMHO kann man die Kisten sogar mit 60ger Papier vorschleifen.
    Nach dem Warnexen sieht man da nichts mehr von.
    Etwas aufgerauhtes Holz hilft sogar eher, da die Oberfläche größer wird und die Farbe besser haftet.
    Nach dem ersten Rollen sieht eine Box richtig bescheiden aus. (nicht erschrecken)
    Schön wird es erst wenn die Struktur drauf gespritzt wird.

  • surfvill
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    • 14. Juli 2010 um 11:42
    • #8

    So, das Teil ist fertig lackiert...
    Habe es vorgestern abend in die Lackiererei gebracht.
    Ich zeigte dem Vorarbeiter mein Fohhntop, damit er 'ne Vorstellung hat, wie es aussehen soll. Ich gab ihm die Warnex Verarbeitungshinweise (die er stirnrunzelnd studierte) und zeigte ihm, worauf es ankommt - also Unterseite unwichtig. Gestern konnte ich die Kiste wieder holen (dreiviertel Stunde Fahrt/Strecke oneway). Sie erwartete mich schon draußen in der Sonne. Sie sah auf Distanz so aus, als wäre da gar keine Struktur. Naja, aus der Nähe sah es gar nicht so schlecht aus, jedoch bei Weitem nicht so, wie ich es dem Kollegen mit der Box gezeigt hatte. Naja, ich zahlte die 20 Eu+ brav Trinkgeld 10 Eus. Als ich das Case in den Transporter stellen wollte, sah ich, dass alle Vorderkanten, ja die ganze Front gar nix abgekriegt hatten - ein anderer Kollege: "na darauf hat die Kiste doch gestanden!" Klasse, wozu erzähle und zeige ich dem Vorarbeiter alles?
    Nun hat der sich das Ding geschnappt und selber nochmal drüberlackiert. Das Ergebnis (siehe Bild) ist zwar immer noch ein Stück entfernt von gleichmäßiger Struktur, aber 100x besser als vorher.
    Auf: "willst Du den Rest Farbe (etwa) wieder mitnehmen", erhielt ich die Dose mit eingedrücktem und mit einem Schraubenzieher maltrtätiertem Deckel. Ich glaube beim nächsten Mal probiere ich, es selber hinzukriegen...


    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

  • Jobsti
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    • 14. Juli 2010 um 13:54
    • #9

    Gleichmäßige Struktur ist doch langweilig, das schaut doch irgendwie nach China Fließbandware aus ;)
    Nagut, ist halt Geschmackssache.

    Ich hatte hier schon Lackierer bei mir stehen als ich gewarnext habe, die haben die Hände über'm Kopf zusammenschlagen, aber bei der Finalen Box dann doch ganz doof geschaut.
    Ergo, gebe sowas keinem Lackierer, die können das einfach net, da Warnex verarbeitet wird wie kein anderer Lack.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Sebastian K
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    • 14. Juli 2010 um 14:25
    • #10

    Ich walze warnex immer mit einer feinen schaumstoff walze.

    geht auch super

  • marcus höcht
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    • 14. Juli 2010 um 14:40
    • #11

    Das mach ich genauso. 2 bis 3 Schichten mit der Rolle und alles sieht super gleichmäßig aus.
    Und wenn man mal Kratzer hat, kann man das sehr gut ausbesser.

  • Jobsti
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    • 14. Juli 2010 um 15:26
    • #12

    naja die Struktur hat ja einen Sinn und Zweck, deswegen: um so gröber (grober?) um so besser.

    Aber lieber mit der Walze als garnicht ;)
    Sehr gut geht's auch mit ner ganz groben Lammfellrolle.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Thomas
    Verifiziert
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    • 15. Juli 2010 um 10:02
    • #13

    Schreiner und Lackierer können kein Warnex verarbeiten.
    Die gehen da herran wie bei herkömmlicher Farbe und versuchen nicht zuviel Farbe auf einer Fläche zu haben...
    Bei Warnex muss man da anders herrangehen. Immer schön draufrotzen und ruhig mal ordentlich Farbe auf die Flächen bringen.
    Ich habe mal zusammen mit einem Kollegen in seiner Schreinerei Boxen in der Kabine lackiert. War klasse. :)
    Er fing an und man sah sofort, dass das so nichts wird.
    Habe dann übernommen und mein Bekannter und der Chef haben mich angeguckt wie ein Auto als ich anfing.
    Das Ergebnis war allerdings gut und die Beiden haben sich gewundert.
    Allerdings können die hervorragend Hochglanzlackieren... da sind die unschlagbar.

    Ich finde die Struktur so ganz nett:
    http://www.extreme-webhosting.de/thomas/submod/sub11.jpg
    http://www.extreme-webhosting.de/thomas/Subs/DSCF0124.JPG
    http://www.extreme-webhosting.de/thomas/sub/DSCF0002.JPG

    Man kann natürlich auch noch mehr drauf rotzen :)

  • surfvill
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    • 15. Juli 2010 um 11:00
    • #14

    @ Thomas: klasse - das sind die besten Ergebnisse - so wollte ich das!
    Aber jetzt, da das Case fast fertig ist, sieht es schon ganz gut aus... Werde mal noch Bilder vom fertigen Teil nachliefern...

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

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  • Hitower
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    • 21. Juli 2010 um 18:42
    • #15

    Hi
    Ich habe heute gerollt!
    2mal mit der feinen Schaumstoffrolle (davon einmal verdünnt) und
    2mal mit der flauschigeren Rolle (Denke Lammfell in klein)

    Morgen seh ich das Ergebniss...1. Eindruck war sehr fein :)

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • surfvill
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    • 22. Juli 2010 um 16:40
    • #16

    Hatte ja versprochen, noch Bilder vom fertigen Case nachzureichen:

    Das making of zum ganzen Projekt gibt es hier:
    http://www.backus-online.de/vb/showthread.php?t=52694

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

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  • Jobsti
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    • 22. Juli 2010 um 16:45
    • #17

    Dein Link ist extrem lahm.
    Für was sind die ganzen Kippschalter und warum PoerCon UND Kaltgeräte vorne?

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • surfvill
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    • 22. Juli 2010 um 19:06
    • #18

    Hmmm, bei mir funzt der Link blitzschnell...
    Der Powercon ist die alternative Netzeinspeisung - im Normalbetrieb kommt alles über den 64-pol. Harting. Die Kaltgerätebuchse ist nur eine "Netzdose", wenn ich mal Strom direkt am Case benötige - also nur für den Fall der Fälle... Einfach nochmal den Link probieren! Habe dort alles genau beschrieben.

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

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  • morethanmusic
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    • 24. Juli 2010 um 21:23
    • #19
    Zitat von "jobsti84"

    naja die Struktur hat ja einen Sinn und Zweck

    welchen denn? Schutz durch Masse?


    Zitat von "jobsti84"

    deswegen: um so gröber (grober?) um so besser.

    Die Struktur sieht zwar nett aus, aber wie bringst du die denn sauber wenn sie mal verschmutzt sein sollte?

    Das Ergebnis von Thomas erstem Foto ist perfekt, da könnte sich mancher Hersteller noch was abschauen :)

    Was mich interessieren würde, welcher Lack wird denn von Herstellern verwendet? Kein Warnex 1K, oder, denn die Oberflächen bei gekauften Kisten sind doch robuster und nicht so kratzanfällig.

  • Jobsti
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    • 25. Juli 2010 um 05:37
    • #20

    Um so grober die Struktur um so eher wird der Lack oder auch das Holz geschützt, ist quasi so, als wenn man den Lack komplett 10x so dick drauf hätte.
    Die Struktur ist nicht dafür da, dass es schick ausschaut!

    Sauber machen? wie alles eben, ich nehme nen Handtuch, nen Lappen, oder sonst was, wobei ein grobes Handtuch am besten geht. Ich persönlich nehme immer gerne Schaumreiniger, das Zeug ist wirklich toll!
    Aufsprühen, dann schäumt es wunderbar auf, kurz warten, abwischen -> bling bling ;)

    PS: Ich finde es am schönsten wie auf Seite 1, Foto Nr. 4 von mir.
    Aber jeder mag hier was anderes, wie überall.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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