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Oszilloskop für den VA-Techniker

  • terrine
  • 20. Juli 2010 um 09:23
  • terrine
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    541
    • 20. Juli 2010 um 09:23
    • #1

    Ich weiß nicht ob es evtl. schon einmal gepostet wurde und mit Sicherheit gibt es noch diverse Alternativen, nur find ich diesen wirklich kompackt, durch die USB-Speisung sehr flexibel und entsprechend praktisch:

    http://www.bitzer.net/prod/usb/HProbe_3.pdf

    Losgehen soll er bei rund 440€

    Gruß,
    Moritz

  • rockline
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    • 21. Juli 2010 um 12:39
    • #2

    Ich arbeite regelmäßig mir zwei USB Messoszilloskopen von Picotech. Einmal das Modell 2203 (2 Kanal bis 20V plus Generatorteil) und das Modell 3425 (4 Kanal Differential bis 400V) und kann die Geräte sehr empfehlen. Allein die Software Picoscope 6 ist absolute Oberklasse.
    Aber: für den Service an defekten Geräten sind die Teile aufgrund der etwas langsamen Bedienung (ist eben ein Menü) nicht so klasse, hier ist ein analoges Hameg 2-Kanal Speicheroszi 10x flotter! Natürlich kann man die Picotechs auch im Automodus betreiben, aber immerhin "denkt" der USB Scope immer einige Sekunden bevor er was anzeigt. Kann man in der Werkstatt als Reparaturscope deshalb nicht so gut gebrauchen...
    Für protokollierte Messungen sind die Picotechs dagegen unschlagbar, und schlagen jedes R&S oder Tectronic Digitalscope. Die Picotech Geräte sind 100% Profiequipment, und fangen bei ~ 250.- an.

  • manuel steins
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    • 21. Juli 2010 um 14:32
    • #3

    Du solltest deinen Einsatzzweck mal genauer erläutern.
    Für alle 0815 Messungen auf Tour kann ich das Fluke 12X, oder wenn das Geld reichen sollte auch ein Fluke 19X sehr empfehlen.
    Damit kannst du mal eben Steckdosen prüfen, Kabel durchmessen, Audiopegel messen usw. und es kann auch mal runter fallen oder nass werden. Auch Trendplots sind möglich.

    Wenn nach einer PC-gestützten Lösung gesucht wird, geht eigentlich kein Weg an den oben genannten Picoscopes vorbei.
    Damit sind detaillierte Langzeitmessungen sowie schon anspruchsvollere Reparaturen möglich.
    Das von dir gezeigte USB-Oszi hat eine lächerliche max. Spannungsauflösung von 200mV, die Triggermöglichkeiten sind sicherlich auch nicht berauschend. Ist halt eine Preisfrage.

  • rockline
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    • 21. Juli 2010 um 15:55
    • #4

    Im Millivoltbereich ist das Bitzer H3 nicht so toll, dafür bietet es aber einen massefreien Differenzeingang bis 800V.
    Leider kenne ich die zugehörige Software nicht, kann so auch nicht beurteilen wie gut die Messwerte auswertbar sind.
    Schade das es nur ein 1 Kanal Scope ist.

    Beim Picoscope sieht die Software so aus:

    Man sieht einen Burst von etwa 13mS Länge aus einem Frequenzabschnitt von 80Hz. Die effektive Wechselsspannung zwischen den beiden X Linealen beträgt 75,29VAC, was an einer Last von 4 Ohm genau 1417Watt entspricht. Gut zu sehen ist außerdem das keinerlei Verzerrungen entstehen.
    Das Messdiagramm entstammt aus einer Messreihe für Auftragsarbeiten zu Endstufenmessungen.

    Soferrn der Bitzer H3 das auch so prima triggern und speichern kann, und dabei einfach und intuitiv bedienbar ist, wäre das auch ein gutes Taschenscope für den Laptop unterwegs.

  • Christian Engel
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    • 16. August 2010 um 20:52
    • #5

    Stefan:

    denkst du das Picoscope 2205 (ähnliche Specs wie das 2203, aber Samplingrate von 200 MS/s) ist bis circa 20MHz sinnvoll einsetzbar? Es geht mir dabei vor allem um Messungen an Schaltungen mit Mikrocontrollern. Da sind 20MHz zwar immer noch nicht viel, aber ausreichend für meine Anwendungsfälle.

    Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • rockline
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    • 16. August 2010 um 21:47
    • #6

    Das 2205 kann bei 20MHz schon ganz gut auflösen. Siehe Screenshot von einem Rechteck/20MHz:


    Installiere doch mal die Software Picoscope 6 und lade Dir das 2205 als Demo, dann kannst Du dir einen Eindruck machen.
    Grundsätzlich halte ich die Produkte von Picotech für erstklassig wenn es zum Beispiel um Dokumentation oder echte Erfassung und Analyse von Kurvenformen geht. Für reine Servicearbeiten (auch Mikrocontroller pcb's usw) wurschtel ich mit dem Analogscope irgendwie schneller und einfacher - mit einem Dreh ist die X-Achse eingestellt!

  • Christian Engel
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    • 16. August 2010 um 23:33
    • #7

    Hier in der Uni haben wir endlos viele Geräte zu stehen und ich gebe dir da völlig Recht: eine anständige Benutzeroberfläche macht definitiv Spaß! Mich reizt die Idee, ein brauchbares Gerät portabel zur Verfügung zu haben. Sei es für Messungen vor Ort beim Kunden oder aber für den Hobbyeinsatz in der Bastelecke daheim. Da scheint es viel Schrott zu geben auf dem USB-Oszi-Markt. Aber deine Empfehlung mit dem Picoscope scheint sehr anständig zu sein und ist im Prinzip genau das Richtige für mich. Kannst du eine grobe Aussage über die Möglichkeit des Echtzeiteinsatzes der Geräte machen? Mit wieviel Latenz muss ich vom Positionieren der Messspitze bis zur Anzeige des Signals rechnen?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • rockline
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    • 17. August 2010 um 16:08
    • #8

    Das geht schon recht flott. Man muss eben nur ab und an mit der Maus in das X/time Fenster um hier und da was nachzustellen. Oder eben den Automodus bemühen. Auch die Triggerung ist sehr umfangreich, und kann einem auch schon mal das ein oder andere Ei zum Nachdenken legen.
    Das Diagramm ist nach 1 bis 2 Sekunden sichtbar, nur eben wie - und dann muss man halt schauen. Beim "schauen" vergehen zwischen 5 Sekunden bei einfacher Angleichung und bis zu 20 Sekunden "bis man's raus hat"!
    Aber die reine (elektrische) Reaktionszeit vom Picoscope ist sehr schnell, quasi identisch zu einem analogen Scope.
    Für Service mit unterschiedlichen Kopplungsarten, X-Zeiten und Amplituden kann das schon mal nerven. Aber ich könnte auch mit dem Picoscope einen Mixer oder eine Endstufe reparieren - so ist das nicht. Bei einem CRT-TV kann man das dann aber komplett vergessen, da hat der AnalogOszi klar die Nase vorne.

  • mattias bost
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    • 27. September 2010 um 15:07
    • #9

    Hi,

    als "einfaches" Skope haben wir bei uns Teile von Rigol (z.B. DS1052) am Start, einfache gut durchdachte Bedienung, teilweise recht brauchbare Gimmicks (Filter) und rel. schnelle Darstellung bzw. Reaktion, recht langer Speicher (1Mbyte). Vorteil: Komplettes Skope für wenig Geld, Nachteil: nicht ganz "high end", aber nen Tek ist im Vergleich soviel auch nicht besser.

    Hier nen direkter Link:
    http://www.voelkner.de/products/78363…052e-50MHz.html

    Grüße
    Mattias

  • marcoboy
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    • 27. Oktober 2010 um 16:13
    • #10

    Nunja es hängt davon ab welche Signale du Sichtbarmachen möchtest.

    Schwachstellen von Digitalen Oszilloskop sind

    - Auflösung 25 Punkte pro Rastserteilung bei 8 Bit hier ist das Display der Knackpunkt
    - Geschwindigkeit mittel bis gering Informationsverlust der Wandlung
    - Rauschen ! Schlechte Abbildung von kleinen Signalen
    - Problem des Jitterns, Interpolation,Aliasing, Amplitudenschwankungen
    - geringe Speicherdichte um Signale darzustellen muss die Zeitbasis verlangsamt werden

    Zusammengefasst, sie sind nichts für kleine Signale, Signale die unregelmäßig Auftreten, komplexe Signale

    Gut sind Analog/Digitale Geräte also wo sich die Digitale Komponente Abschalten lässt. Das gute alte Analoge Gerät ist immer noch die Nummer eins in der Werkstatt. Als meins letzen Monat den geist auf gab. Habe ich mir ein HM 1508-2 von HAMEG gekauft. Die 150MHZ Bandbreite braucht man natürlich nicht ;) 40MHZ hätten es auch getan.

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