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Grundsatzfrage zu Klangideal / Bassbereich

  • ibkoeppen
  • 9. August 2010 um 10:42
  • guma
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    • 22. August 2010 um 17:25
    • #81

    Ich glaube, das gleiche setup hatte ich auch schon. :D . War es MTL4 in Zahnlücke + RCF - Line Array ? War super gemacht. Keinerlei Problem im Übergang zwischen Bass und LA.

  • wora
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    • 22. August 2010 um 17:51
    • #82

    ja, genau dieses setup war´s :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 22. August 2010 um 19:25
    • #83

    ... und für alle, die jetzt denken: Was für ein Schmarrn, wenn der guma und der wora aus der gleichen Ecke kommen, ist's ja kein Wunder, wenn sie es mit den gleichen PAs zu tun haben:

    Faaalsch, es war ne gaaanz andere Ecke Deutschlands :D:D

  • wora
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    • 23. August 2010 um 10:10
    • #84

    eben, zwischen billbo´s wirkungskreis und unserer heimat liegen einige fahrstunden...

    dennoch, um zum thema zurückzukommen:
    es gibt in deutschland sehr viele anlagen, die nicht so gut abgestimmt sind. diese erfahrung kann ich eindeutig bestätigen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jueof
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    • 23. August 2010 um 10:54
    • #85
    Zitat von "guma"

    Ich glaube, das gleiche setup hatte ich auch schon. :D . War es MTL4 in Zahnlücke + RCF - Line Array ? War super gemacht. Keinerlei Problem im Übergang zwischen Bass und LA.

    Na da schau an. Er geht auch mit "altem" material obwohl der markt da immer wieder anderes behauptet. Mein schönstes tiefenerlebnis war sogar noch älter und auch ohne dritten speaker hinten gerichtet :wink:

  • wora
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    • 23. August 2010 um 11:23
    • #86
    Zitat von "Jueof"

    ...Er geht auch mit "altem" material obwohl der markt da immer wieder anderes behauptet...


    nein, das sind die verkäufer, die anderes behaupten.
    und dann gibt es noch sehr viele, die einfach nachplappern...
    alle anderen, die genug erfahrungen haben und sich ihre eigenen gedanken machen können, wissen, das dies nicht zwingend so ist. 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 23. August 2010 um 20:57
    • #87
    Zitat

    da er ganz offenbar wusste das ich zum mischen komme, hat er sich vermutlich extra angestrengt :D

    Ja, ich habe schon 3 - 4 Nächte vorher kaum mehr ein Auge zu gekriegt. Und bin nach 12 Stunden nächtlichen Einmessens so gerade eben der Steinigung durch eine Horde hocherfreuter, allerdings etwas unverständlich reagierender Anwohner entgangen :D.
    Und der einsame DCX 2496, der bei diesem (Analog – FOH) Setup die gesamte Verteilung (Crossover/ Low – und Highcuts für Tops, Subs, Near Fills/ 7 Delayzeiten/ hier und da ein bisschen Pre – EQ) übernehmen muss, ist damit auch wirklich sehr gut ausgelastet. :D

    Das verwendete ‚mittlere‘ RCF Array ist, anders als viele ähnlich dimensionierte und aussehende Kisten, ein echtes aktives Dreiwegsystem. Unter den üblichen 8“ + HF arbeitet ein richtiger Low Mid Teil in Form von 2 etwas langhubigeren 8 – Zöllern; damit spielt das Zeug je nach Arraylänge problemlos bis 100Hz oder auch noch tiefer. Das spart die anderswo angebotenen unsäglichen ‚Zusatzflugmidbässe‘ (die wegen umständlicher Handhabung dann später eh kaum jemals benutzt, geschweige denn geflogen werden). Auch den Mitten kommt’s zugute: wenig Hub = wenig Intermodulationsverzerrungen; zudem keine Trennung im Sprachbereich zwischen 450Hz und 3 kHz. Erinnert ein bisschen an‘s Turbosoundkonzept der 80er.
    Eines der ganz wenigen Systeme, mit welchem man unter die üblichen Budget – Bühnendächer mit ihren 5m + ein bisschen Augen zugedrückt Dachhöhe genügend schlau aufgeteilte Membranfläche gehängt kriegt, damit Rockenrollmischen dort wenigstens noch ein klein wenig Spass macht.
    Nach manch enttäuschender Mischererfahrung mit Q, GEO-S8, XLD, und ähnlichen Kandidaten war das einer der Hauptgründe für die Anschaffung. Ich war nie ein ‚Italiener‘ – Fan; in der Gesamtbetrachtung Anschaffungspreis/ Systemgewicht/ Handling/ Performance/ Narrensicherheit ist das m. E. derzeit jedoch ein echter ‚Best Buy‘ für den, der keine Buchstaben liefern muss. Und gegen den ‚modernen‘, für meinen Geschmack etwas übertrieben zischeligen Hochtonanteil hilft ein simpler Kuhschwanz ab 5 kHz.
    Mit den dafür vorgesehenen RCF Bässen spielt’s, na ja, ganz ordentlich. Aber viieeel besser gefällt mir zum Arraybasteln dafür die gute alte MTL4. Mit ihrer vergleichsweise riesigen Membranfläche wuchtig und unangestrengt im Tiefbass; gleichzeitig wegen der noch akzeptabel kleinen bewegten Masse der Einzelsysteme sauber im Grundtonbereich bis über 100Hz hinaus (sofern man sie nicht gerade, wie im Originalsystem ursprünglich vorgesehen, bis 160Hz quälen muss).
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die in diesem Thread erörterten Probleme auch sehr viel damit zu tun haben, dass Lautsprecherkonstrukteure heute viel zu viel Hirnschmalz für’s Wegkühlen astronomischer Wattzahlen verwenden (müssen?) statt für den Bau wirklich gut klingender Boxenkonstruktionen.

    Mit freundlichem Gruß in den ganz, ganz tiefen Süden
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • audiobo
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    • 23. August 2010 um 22:51
    • #88

    Wo ist der facebook-mässige "Gefällt mir"-Button??? :D

  • wora
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    • 23. August 2010 um 22:55
    • #89

    billbo:
    da hast du jetzt noch etwas anderes angesprochen:
    einen "übertrieben zischeligen" hochtonanteil.
    das war mir bei einem konzert mit einer anlage mit der kleineren RCF-box (TT31) auch sehr negativ aufgefallen.
    und hier dache ich: hoppla, die grössere box scheint da ja wirklich besser abgestimmt zu sein... ;)
    das hast also du gerichtet. auch dafür ein "dankeschön".

    zischeligen höhen begegneten mir auch schon öfter mal, aber die PAs mit seltsamem bassverhalten überwiegen eindeutig.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jueof
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    • 24. August 2010 um 10:45
    • #90
    Zitat

    Das verwendete ‚mittlere‘ RCF Array

    Hi. Tät mich mal interessieren um welches rcf produkt es sich da genau handelt. Ich kenne das sehr gute nx23 aber das war es wohl nicht. Die rcf sachen haben den markt der platzhirsche ganz schön aufgemischt. MfG

  • billbo
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    • 24. August 2010 um 13:15
    • #91

    Jueof: TTL 33-A

    Zitat

    einen "übertrieben zischeligen" hochtonanteil.
    das war mir bei einem konzert mit einer anlage mit der kleineren RCF-box (TT31) auch sehr negativ aufgefallen.

    Ja, auch übertriebene Hochtonanhebung ist ein Phänomen der heutigen Zeit.
    Es ist schon bemerkenswert, wie sehr Mode, Zeitgeist und werbungsgelenkte Massenpsychologie mitunter den 'Geschmack' auch im Bereich Beschallungsprodukte bestimmen können.
    Hierzulande krakehlen Nachwuchsverleiher und - Boxenbauer zur Zeit gerne lautstark und überzeugt nach einem besseren :roll: Ersatz für den altbekannten „kreischenden“ JBL – Zweizöller. Haben sie mal irgendwo gelesen; und die klingen ja auch gar nicht wie ihre Car Audio Anlagen mit allen Klangreglern auf Rechtsanschlag. Um die Dinger anschließend auf uffzz-uffzz – Komasaufmassentanzveranstaltungen zu Tode zu prügeln.
    Gleichzeitig erzielen drüben über'm großen Teich versiegelte LE375/ 2240 Exemplare absurde Mondpreise. Die dortigen Hi End – Puristen :roll: haben den „smooth sound“ (soll heißen: den strammen roll-off oberhalb von 8 oder 9kHz) der ersten Serie Aludiaphragmen wiederentdeckt und braucht sie nun ganz dringend für ihre überdimensionierten Wohnzimmer :roll: anlagen.

    Manchmal kommt mir die Audioszene schon ein bisschen GaGa vor :lol:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
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    • 24. August 2010 um 13:53
    • #92
    Zitat von "billbo"

    Jueof: TTL 33-A

    Ja, auch übertriebene Hochtonanhebung ist ein Phänomen der heutigen Zeit.
    Es ist schon bemerkenswert, wie sehr Mode, Zeitgeist und werbungsgelenkte Massenpsychologie mitunter den 'Geschmack' auch im Bereich Beschallungsprodukte bestimmen können.
    Hierzulande krakehlen Nachwuchsverleiher und - Boxenbauer zur Zeit gerne lautstark und überzeugt nach einem besseren :roll: Ersatz für den altbekannten „kreischenden“ JBL – Zweizöller. Haben sie mal irgendwo gelesen; und die klingen ja auch gar nicht wie ihre Car Audio Anlagen mit allen Klangreglern auf Rechtsanschlag. Um die Dinger anschließend auf uffzz-uffzz – Komasaufmassentanzveranstaltungen zu Tode zu prügeln.
    Gleichzeitig erzielen drüben über'm großen Teich versiegelte LE375/ 2240 Exemplare absurde Mondpreise. Die dortigen Hi End – Puristen :roll: haben den „smooth sound“ (soll heißen: den strammen roll-off oberhalb von 8 oder 9kHz) der ersten Serie Aludiaphragmen wiederentdeckt und braucht sie nun ganz dringend für ihre überdimensionierten Wohnzimmer :roll: anlagen.

    Manchmal kommt mir die Audioszene schon ein bisschen GaGa vor :lol:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Manchmal? :lol:

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Mechwerkandi
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    • 24. August 2010 um 15:20
    • #93
    Zitat von "billbo"


    Ja, auch übertriebene Hochtonanhebung ist ein Phänomen der heutigen Zeit.


    Nö.
    Eher ein Produkt merkantiler Betrachtungsweisen...

    Angefangen vom "Taunus-Sound", über die klirrenden Metallkalotten im 80er Jahre HIFI bis hin zu dem nervenden Geplärre einer JBL C1, ist eine auffallend präsente Ht Wiedergabe schon immer ein primäres Verkaufsargument gewesen:
    "Hören Sie mal, wie brilliant das klingt!"

    Das man das "S" in der Gesangsstimme akustisch nicht mehr von einem Becken unterscheiden konnte, wen hat das schon interessiert...

    Höhen waren schon immer interessant, Bässe heuer mehr denn je. Mal sehen, wann man sich für die Mitten interessiert...

  • billbo
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    • 24. August 2010 um 15:57
    • #94

    Auch der Taunussound war eine zeitlich und vor allem örtlich begrenzte Modeerschinung. Engländer etwa sahen (und sehen) das völlig anders. Vergleiche mal eine 'Heco Professional' mit einer Spendor, Goodmans oder Celestion Ditton aus etwa der gleichen Zeit.
    Der Einzug in die Beschallungswelt ist dagegen eher neu; Martin modular, EV Beamer oder JBL Arschbacken wurden in aller Regel ohne Zitronen o.ä. betrieben. Macht ja auch ab einer gewissen Größenordnug überhaupt keinen Sinn.

    Preisfrage: wer hat es schon mal bei einer ernstzunehmenden Großbeschallung (sagen wir, so ab 10.000 Zahlenden aufwärts) geschafft, Frequenzen jenseits der +/-8kHz oberhalb der Wahrnehmungsschwelle bis hin zum Ohr des letzten Zuhörers zu befördern? Bitte melden und berichten.
    Ich hab's schon so einige Male ausprobiert. Aber gelungen ist mir das noch nie.
    Ich kenne aber einen befreundeten Beschaller, der hat das mal mit 24 Stacks MT4 versucht (indem er die Begrenzung des 4. Weges ausgeschaltet hat :roll: ). Hat auch ganz kurz funktioniert. Ein bisschen jedenfalls. Aber ob das den anschließend fälligen Tausch von 96 Treibern Wert war?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
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    • 24. August 2010 um 16:05
    • #95
    Zitat von "billbo"

    Auch der Taunussound war eine zeitlich und vor allem örtlich begrenzte Modeerschinung. Engländer etwa sahen (und sehen) das völlig anders. Vergleiche mal eine 'Heco Professional' mit einer Spendor, Goodmans oder Celestion Ditton aus etwa der gleichen Zeit.
    Der Einzug in die Beschallungswelt ist dagegen eher neu; Martin modular, EV Beamer oder JBL Arschbacken wurden in aller Regel ohne Zitronen o.ä. betrieben. Macht ja auch ab einer gewissen Größenordnug überhaupt keinen Sinn.

    Preisfrage: wer hat es schon mal bei einer ernstzunehmenden Großbeschallung (sagen wir, so ab 10.000 Zahlenden aufwärts) geschafft, Frequenzen jenseits der +/-8kHz oberhalb der Wahrnehmungsschwelle bis hin zum Ohr des letzten Zuhörers zu befördern? Bitte melden und berichten.
    Ich hab's schon so einige Male ausprobiert. Aber gelungen ist mir das noch nie.
    Ich kenne aber einen befreundeten Beschaller, der hat das mal mit 24 Stacks MT4 versucht (indem er die Begrenzung des 4. Weges ausgeschaltet hat :roll: ). Hat auch ganz kurz funktioniert. Ein bisschen jedenfalls. Aber ob das den anschließend fälligen Tausch von 96 Treibern Wert war?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Die Frage beim HT ist ja: wer braucht das in 50m Abstand? Das Gehirn dreht doch völlig durch wenn da auf ein Mal Frequenzen hörbar sind, die da nicht hingehören. Psychoakustisch gesehen...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • madmax
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    • 24. August 2010 um 19:55
    • #96
    Zitat von "simonstpauli"

    Ich kenne aber einen befreundeten Beschaller, der hat das mal mit 24 Stacks MT4 versucht (indem er die Begrenzung des 4. Weges ausgeschaltet hat :roll: ). Hat auch ganz kurz funktioniert. Ein bisschen jedenfalls. Aber ob das den anschließend fälligen Tausch von 96 Treibern Wert war?

    Alle kaputtgewesen? Hast du seine Kunden dann übernommen, weil er in die Insolvenz mußte?

    Schon seltsam; früher sind alle über die MT4 hergefallen, wenn die Rede drauf kam...

    :D

    Zitat von "billbo"

    Und der einsame DCX 2496, der bei diesem (Analog – FOH) Setup die gesamte Verteilung (Crossover/ Low – und Highcuts für Tops, Subs, Near Fills/ 7 Delayzeiten/ hier und da ein bisschen Pre – EQ) übernehmen muss, ist damit auch wirklich sehr gut ausgelastet.

    Sowas kann der? :shock:

    Never stop a running System

  • Jueof
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    • 24. August 2010 um 22:51
    • #97
    Zitat von "billbo"

    Ja, ich habe schon 3 - 4 Nächte vorher kaum mehr ein Auge zu gekriegt. Und bin nach 12 Stunden nächtlichen Einmessens so gerade eben der Steinigung durch eine Horde hocherfreuter, allerdings etwas unverständlich reagierender Anwohner entgangen :D.
    Und der einsame DCX 2496, der bei diesem (Analog – FOH) Setup die gesamte Verteilung (Crossover/ Low – und Highcuts für Tops, Subs, Near Fills/ 7 Delayzeiten/ hier und da ein bisschen Pre – EQ) übernehmen muss, ist damit auch wirklich sehr gut ausgelastet. :D

    Das verwendete ‚mittlere‘ RCF Array ist, anders als viele ähnlich dimensionierte und aussehende Kisten, ein echtes aktives Dreiwegsystem. Unter den üblichen 8“ + HF arbeitet ein richtiger Low Mid Teil in Form von 2 etwas langhubigeren 8 – Zöllern; damit spielt das Zeug je nach Arraylänge problemlos bis 100Hz oder auch noch tiefer. Das spart die anderswo angebotenen unsäglichen ‚Zusatzflugmidbässe‘ (die wegen umständlicher Handhabung dann später eh kaum jemals benutzt, geschweige denn geflogen werden). Auch den Mitten kommt’s zugute: wenig Hub = wenig Intermodulationsverzerrungen; zudem keine Trennung im Sprachbereich zwischen 450Hz und 3 kHz. Erinnert ein bisschen an‘s Turbosoundkonzept der 80er.
    Eines der ganz wenigen Systeme, mit welchem man unter die üblichen Budget – Bühnendächer mit ihren 5m + ein bisschen Augen zugedrückt Dachhöhe genügend schlau aufgeteilte Membranfläche gehängt kriegt, damit Rockenrollmischen dort wenigstens noch ein klein wenig Spass macht.
    Nach manch enttäuschender Mischererfahrung mit Q, GEO-S8, XLD, und ähnlichen Kandidaten war das einer der Hauptgründe für die Anschaffung. Ich war nie ein ‚Italiener‘ – Fan; in der Gesamtbetrachtung Anschaffungspreis/ Systemgewicht/ Handling/ Performance/ Narrensicherheit ist das m. E. derzeit jedoch ein echter ‚Best Buy‘ für den, der keine Buchstaben liefern muss. Und gegen den ‚modernen‘, für meinen Geschmack etwas übertrieben zischeligen Hochtonanteil hilft ein simpler Kuhschwanz ab 5 kHz.
    Mit den dafür vorgesehenen RCF Bässen spielt’s, na ja, ganz ordentlich. Aber viieeel besser gefällt mir zum Arraybasteln dafür die gute alte MTL4. Mit ihrer vergleichsweise riesigen Membranfläche wuchtig und unangestrengt im Tiefbass; gleichzeitig wegen der noch akzeptabel kleinen bewegten Masse der Einzelsysteme sauber im Grundtonbereich bis über 100Hz hinaus (sofern man sie nicht gerade, wie im Originalsystem ursprünglich vorgesehen, bis 160Hz quälen muss).
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die in diesem Thread erörterten Probleme auch sehr viel damit zu tun haben, dass Lautsprecherkonstrukteure heute viel zu viel Hirnschmalz für’s Wegkühlen astronomischer Wattzahlen verwenden (müssen?) statt für den Bau wirklich gut klingender Boxenkonstruktionen.

    Mit freundlichem Gruß in den ganz, ganz tiefen Süden
    BillBo

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    billbo

    Zitat

    TTL 33-A

    Sieht sehr interessant aus die konstruktion. Die haben sich mal mächtig ins zeug gelegt was "ideales" abzuliefern. Wie machst du das bei regen weil die sind ja aktiv?

  • gert
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    • 25. August 2010 um 11:23
    • #98
    Zitat von "billbo"

    Preisfrage: wer hat es schon mal bei einer ernstzunehmenden Großbeschallung (sagen wir, so ab 10.000 Zahlenden aufwärts) geschafft, Frequenzen jenseits der +/-8kHz oberhalb der Wahrnehmungsschwelle bis hin zum Ohr des letzten Zuhörers zu befördern? Bitte melden und berichten.
    Ich hab's schon so einige Male ausprobiert. Aber gelungen ist mir das noch nie.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Ja hab ich schon oft. Ist aber nicht billig. Braune Boxen und ganz viel davon. Lange Banane und kleine Winkel. Dann klappt das schon sehr gut. Mit der gemeine Schwabenkiste J geht das auch super. Aber wer nur 6 Schachteln pro Seite hängt muss sich leider mit MP3 begnuegen. :D

    Practice, Practice, Practice

  • simonstpauli
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    • 25. August 2010 um 11:49
    • #99
    Zitat von "gert"

    Ja hab ich schon oft. Ist aber nicht billig. Braune Boxen und ganz viel davon. Lange Banane und kleine Winkel. Dann klappt das schon sehr gut. Mit der gemeine Schwabenkiste J geht das auch super. Aber wer nur 6 Schachteln pro Seite hängt muss sich leider mit MP3 begnuegen. :D


    Trotzdem und nach wie vor: psychoakustisch ist es Blödsinn, in 50m Entfernung genau so viel HF zu bieten wie in 10m, selbst wenn es technisch möglich ist. Der Mensch ist es gewohnt, daß bei steigender Entfernung weniger HF vorhanden ist, es ist Teil des Entfernungshörens.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Entfernungsh%C3%B6ren
    Wenn ich jetzt 50m weg stehe und viel HF da ist mag ich instinktiv nicht mehr nach vorne gehen (interpoliert viel zu viel HF, auch wenn das faktisch nicht stimmt)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 25. August 2010 um 12:38
    • #100

    bei richtigen grossveranstaltungen erwarte ich auf 50m aber schon noch richtigen hochton, denn dort steht dann ja auch der FOH. und das geht tatsächlich, aber natürlich nicht mit zu kleinen anlagen - das ist logisch.
    das man ganz hinten im stadion weniger HF und je nach wind viele "soundverwehungen" hat, das ist ganz normal und nicht wirklich sinnvoll abstellbar (kosten!)

    wenn ich nochmal kurz was zu dem TTL33 array loswerden darf:
    ich hatte den eindruck, das die lomids zwar schön vorhanden waren, diese hier jedoch nicht ganz 100%ig zum rest des klangs passten. sie waren irgendwie "weich" im vergleich zum mittelton, was ich auf das impulsverhalten der beiden 8"er im bandpass zurückführe. mit grösseren pappen kann man das schon besser hinbekommen, aber dann passt die banane (wie billbo schon passend erwähnte) unter umständen nicht mehr unter´s dach.
    aber auch dies ist natürlich geschmacksache - und immerhin waren sie überhaupt vorhanden! es handelt sich also offenbar um einen kompromiss zwischen funktion und klang.
    aber so ist es immer im lautsprecherbau: ohne kompromisse kommt man nicht aus!
    wer weniger kompromisse machen möchte, braucht mehr geld und grosse boxen... und grössere bühnen! ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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