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NTI XL2 Delay Messung

  • steve-hs
  • 12. August 2010 um 08:48
  • steve-hs
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    • 12. August 2010 um 08:48
    • #1

    Hallo,

    ich habe am Wochenende versucht das Timealignment meines PA-Stacks mit dem NTi XL2 einzumessen. Leider hat das nur bedingt funktioniert.

    Die Übergangsfrequenz zwischen Subs und Tops lag bei 120Hz. Ich habe das Delay Testsignal von der beiliegen CD verwendet. Das hat bei den Topteilen perfekt funktioniert. Als ich dann die Subs messen wollte wurden mir keine Messwerte mehr angezeigt. Erst als ich mit dem NTI sehr nahe (ca. 2m) vor den Stack ging und die Lautstärke des Testsignals extrem anhob, bekam ich wieder plausible Werte angezeigt.

    Ist das normal? Bzw. was könnte ich falsch gemacht haben? Die Messungen sollten ja auch unter 120Hz noch funktionieren...

    Grüße,
    Stephan

  • TomyN
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    • 22. August 2010 um 08:54
    • #2

    Hi,

    eine Delayzeitmessung beim Sub ist generell schwierig, da die Impulsantwort keine klare Spitze aufweist. Das liegt an den fehlenden Höhen im Signal.
    Daher macht man den zeitlichen Abgleich über den Phasengang, bzw. dessen Steigung. Das geht aber imho nur mit einem PC gestützten Messsystem.
    Ein Beispiel findest du hier

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • wora
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    • 22. August 2010 um 17:42
    • #3

    ich nutze tomys messsystem selbst auch und finde es wirklich gelungen.
    da ich bei 90% meiner gigs aber kein messsysterm dabei habe (kofferjob), kommt diese lösung für mich leider meistens nicht in frage.

    wie sieht es denn mit einer "optischen" lösung aus, wie sind da die erfolgschancen?
    also mit einem lasermeter die relativen abstände zu den tops und zu den bässen messen und diese werte als grundlage für die zeitverzögerung einzugeben?
    klar kann man damit nicht das optimum erreichen, aber wäre eine solche vorgehensweise als kompromiss sinnvoll?
    bei delaylines funktioniert das recht gut.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • TomyN
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    • 22. August 2010 um 18:46
    • #4

    Hi Wora,

    schade.

    Das mit dem Disto geht gut, wenn das Prozessing und der Speaker gleich / ähnlich sind, und somit der Laufzeitunterschied nur durch die räumliche Entfernung ensteht. Der lässt sich dann mit dem Disto (oder mit dem Bandmaß) ganz gut bestimmen und mit 3ms pro Meter ganz gut kompensieren.
    Beim Übergang Top/Low spielen aber auch die Filterfunktionen des Prozessors (und evtl. der Gehäuse) mit rein, so dass es nicht so einfach geht.

    Grüße

    Tomy

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  • guessi
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    • 23. August 2010 um 00:00
    • #5

    der XL2 hat doch eine Oktavband-Polaritätsmessung, habe das jetzt noch nicht selber versucht, aber evtl. geht das für diese Anwendung besser?

  • wora
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    • 23. August 2010 um 10:15
    • #6

    eine polaritätsmessung sagt ja lediglich aus, ob ein speaker phasenrichtig schwingt oder ob er verpolt ist.
    eine zeitliche komponente wird bei dieser messung nicht berücksichtigt, somit kann man damit auch keine vergleichsmessung zur phasenlage verschiedener speaker machen

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • deep-house
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    • 23. August 2010 um 14:02
    • #7

    O.T.

    Zitat von "TomyN"

    Hi,

    Ein Beispiel findest du hier

    Tomy

    Hi Tomy,
    in deinem Beispiel wird das Top mit 10ms delay voraus belegt und diehnt als zeitli. Referenz.
    Damit hat man beim Sub-Zweig einen Regelbereich.
    Der DCX z.B. hat eine Grundlatenz vom 1,2ms. Digitale Mischpulte dann ebenso, Funkmiks auch noch??

    Wenn man die Einzelsummen der Latenzen zusammenzählt, dürfte es bei Livegesang und der Gesamtlaufzeit
    schon kritisch werden. Gibt es dazu Erfahrungen?

    Gruß UweS.

  • TomyN
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    • 23. August 2010 um 14:32
    • #8

    Hi,

    das mit den 10ms sollte ich mal etwas erklären:

    Der normale Ablauf bei der zeitlichen Anpassung ist der, dass man zuerst eine Delaymessung macht, was beim Top besser geht, da durch die hohen Frequenzen eine schönere Spitze entsteht.

    Mit dieser Delayeinstellung misst man das Topteil und speichert den FQ Gang (Phase + Amplitude)

    Nun misst man den Subwoofer und versucht die Steigung der Phasen im akustischen Übergangsbereich anzugleichen.
    Dabei kann es zu dem Fall kommen, dass man die Bässe 'beschleunigen' müsste, da ihr Phasenverlauf schon zu steil abfällt. Da es kein Gerät gibt, dass negatives Delay kann, geht dass nicht. Also muss man die Tops entsprechend verzögern. Um die Verzögerung zu bestimmen gibt's die folgenden Möglichkeiten:
    - Man speichert die Phasenkurve des Subs, wechselt zum Top und ändert da das Delay bis es passt.
    - Man gibt 'prophylaktisch' etwas Delay auf die Tops (z.B. die 'ominösen' 10ms) und wiederholt das ganze Spielchen. Am Ende setzt man dann das Delay der Tops auf die eingestellte Zeit - das Delay im Bassbereich und das Delay für die Subs auf 0. Man lässt also den 'Offset' nicht sondern reduziert ihr dann auf das unbedingt nötige
    - Man verschiebt den Bass virtuell nach hinten, indem man die Delayzeit im Messprogramm ändert, und dann die entsprechende Differenz als Delay beim Top einstellt. Die neue Version von SATlive (gibt's bald, hoffe ich) unterstützt das durch die Möglichkeit eine Referenzzeit zu setzen und die Zeitdifferenz anzuzeigen.

    Tomy

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  • bodob
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    • 24. August 2010 um 13:27
    • #9

    Hallo zusammen,

    auf diese Frage hin habe ich mich hier im Forum angemeldet und möchte mich zunächst kurz vorstellen: wir (Schalltechnik Süd&Nord GmbH) sind Vertriebspartner der NTi Audio AG in Liechtenstein und fühlen uns somit für technische Fragen zum XL2 und zu den anderen NTi Audio-Produkten zuständig. Sollte es also zukünftig Fragen zu AL1, XL2 und Konsorten geben - immer her damit...

    Unser Spezialgebiet ist Meßtechnik für Schall und Schwingungen mit den Einsatzfeldern Beschallung, Industrie, automatische akustische Fertigungskontrolle, Lärmmessungen sowie Bau- und Raumakustik samt komplettem Zubehör.

    Zur eigentlichen Frage: der Delay Chirp, der für Laufzeitmessungen mit AL1 und XL2 benötigt wird, beginnt bei 5 kHz und endet bei 1,4 kHz. Somit ist klar, daß aus dem Sub nichts Verwertbares mehr herauskommt. Als die Funktion vor Jahren und auf vielfachen Anwenderwunsch in den AL1 (Vorgängergerät des XL2) eingebaut worden ist, war als Funktionalität die Laufzeit vom Stützlautsprecher als 'Gesamtsystem' zum Meßgerät gewünscht, was ja nach Stephans Aussage auch problemlos geklappt hat.

    Beste Grüße, Bodo Besselmann

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