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Bühne komplett abnehmen mit Noise Canceling

  • Hutzelbutzel
  • 26. August 2010 um 17:12
  • Hutzelbutzel
    Verifiziert
    Beiträge
    12
    • 26. August 2010 um 17:12
    • #1

    Hallo,

    ich hoffe, das ist das richtige Bereich :D

    Ich habe am 3. und 5. Oktober eine Theateraufführung in der Schule und rätzele schon länger darüber, wie ich die Schauspieler am besten abnehme.

    Gespielt wird auf der Bühne (8m x 3m) in der Aula (ca 4m Raumhöhe). Links und rechts von der Bühne sind 2 Kabuffs (3m x 3m). Man fällt also von der Bühne direkt ins Kabuff.
    Hinter der Bühne ist eine Leinwand auf einer Rolle. Die Rolle hat einen Deckenabstand von ~50cm. Zur Sicherung der Rolle sind an der Unterseite der Halterung Bolzen angeschweißt, die die Rolle ggf auffangen würde.
    Vor der Bühne ist ein "Vorhang" (es soll zu mindest einer sei, aber Bewegungszeit von Decke auf Boden >90s) mit dem selben Prinzip wie die Leinwand angebracht.
    Auf die Fangbolzen der Rollen könnte man Mikrofone legen - das habe ich beim Vorhang ausprobiert. War eigentlich auch meine erste Idee, die Mikrofone möglichst unsichtbar zu platzieren.

    Problem:

    • Mikrofone müssen sehr stark vorverstärkt werden → lauter Trittschall
    • Große Geräuscheinstrahlung vom Zuschauerraum

    └► Lösungsidee: Noise canceling.

    └► Problem: Immernoch sehr lauter Trittschall und ich habe nur 2 Sennheiser e664 Chormikrofone. Ich könnte notfalls vllt noch 2-4 NT5 besorgen, aber ob das was nutzt ist eine andere Frage. An Mikrofonen haben wir an Sonsten nurnoch 3x SM58, 2x SM57, 1x PGX und 3x Samson S12. Also eigentlich nichtsmehr für deisen Verwendungszweck.

    └► Lösungsidee: Keine

    Ich habe mir noch gedacht, die Mikrofone vielleicht an die Kabuffs links und rechts neben der Bühne zu hängen, ob das Funktioniert weiß ich nicht. Ich denke, dass der Effekt der Selbe sein sollte. Es würde aber ein weiteres Problem dazukommen: Wenn jemand an die Stangen des Kabuffs kommt klapperts so ca 5s... Im Zuschauerraum nicht bis sehr leise zu hören, auf der Aufnahme aber wesentlich lauter.

    Ich bin am Verzweifeln und hoffe auf gute Tipps.
    Liebe Grüße
    Jens

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 26. August 2010 um 19:35
    • #2

    Unter noise canceling versteh ich die aktive Schalldämmung von Kopfhörern für Piloten oder inzwischen auch für Consumer. Ich denke nicht dass das gemeint ist, was dann?
    wenn trittschall dein größtes Problem ist schau dich mal nach Spinnen um, gibts beim Thomann recht günstig und universell passend. Selbstverständlich nen ordentlichen LowCut setzen.

    Gruß, Erik

    Edit: Mikrofone am besten von vorne, würde mal versuchen kleine Stative vor die Bühnenvorderkante zu stellen, sodass die Mikros nur knapp überhalb des Bühnenbodens sind.

  • Hutzelbutzel
    Verifiziert
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    12
    • 26. August 2010 um 20:05
    • #3

    Hmmm...
    Ich kannte bis jetzt den Trick ein Mikro in entgegengesetzter Richtung phaseninvertiert zu benutzen als Noice Canceling.

    Kleine Stative haben wir leider nicht. Ich könnte versuchen welche aufzutreiben, aber Budget = 0€
    Trotzdem Danke für den Vorschlag.

  • erik
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    1.408
    • 26. August 2010 um 20:52
    • #4

    der Ansatz ist mir neu, woher hast du das? Das ist im Prinzip der Versuch, die Richtcharakteristik noch extremer zu gestalten. Da kannst du dann aber auch direkt zu einer Keule greifen, denn dein Ansatz wird sofern ich das hier beurteilen kann das ganze Problem nur noch schwieriger machen, weil es einfach nicht so funktioniert wie du dir das vorstellst.
    Erzähl mal was du denn schon sa an Erfahrung gesammelt hast. Gabs besagte Veranstaltung schonmal? Wie wurde es da gemacht? Was war daran schlecht, muss also verbessert werden etc.

  • simonstpauli
    Profi
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    • 26. August 2010 um 21:28
    • #5
    Zitat von "Hutzelbutzel"

    Hmmm...
    Ich kannte bis jetzt den Trick ein Mikro in entgegengesetzter Richtung phaseninvertiert zu benutzen als Noice Canceling.

    Kleine Stative haben wir leider nicht. Ich könnte versuchen welche aufzutreiben, aber Budget = 0€
    Trotzdem Danke für den Vorschlag.


    Die Idee mit dem Noise Canceling wird so nicht funktionieren.

    Was klappt ist:

    zwei möglichst gleiche Mikrofone direkt nebeneinander, von denen eins direkt besungen / besprochen wird.
    Das andere Mikrofon polaritätsinvertiert addiert ergibt Noise Cancelling.

    So wurde es z.B. bei Greatful Dead gegen die brachiale Wall of Sound hinter den Sängern eingesetzt.

    Bei Aircraft-Anwendungen gibt es verschiedene Designs, von denen ich mir ebenfalls keins in Deiner Anwendung vorstellen kann.

    Es fehlt einfach die Nähe der Nutzschallquelle, die bei allen Konzepten unerlässlich ist.

    Ich würde versuchen, so nah wie so direkt wie möglich an die Nutzschallquelle heranzukommen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Sebastian Giese
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    • 27. August 2010 um 01:40
    • #6

    Ham die das damals nicht auch bei Woodstock versucht? Also das Noise Canceling, mit dem invertierten Mic mein ich?

    Ich hab was von "im Publikum nicht bis sehr leise zu hören" gelesen, d.h. es gibt eine Art von PA die die Signale wiedergibt? Dann musst du wirklich sehr nahe an die Schallquellen heran, sonst kriegts du einige Probleme mit Rückkopplungen.
    Oder eben in die Richtung Richtmikrofone/Keulencharaktersitik, wenn sich die Akteure bewegen wird aber auch das schwierig und auch das Budget wird belastet.
    Falls ihr doch etwas Geld in die Hand nehmen wollt, geht zu dem Verleiher eures Vertrauens und mietet euch 2-4 Grenzflächenmikrofone und legt diese vorne an die Bühnenkante. Das sollte mit nem richtig gesetzten Lowcut das beste Ergebnis bringen.

  • Jeremy
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    • 27. August 2010 um 09:31
    • #7

    Verstärkung von Sprache aus der Distanz ist immer eine heikle Angelegenheit. Und wenn Du schreibst, dass eine der am wenigsten misserfolgsgarantierenden Lösungen (Mikros auf kurze Stative an den Bühnenrand) am nicht vorhandenen Budget für die Stands scheitert, dann wird's echt schwierig.

    Ich denke, Du musst Dich dem Ziel von mehreren Seiten mit kleinen budgetangepassten Schritten nähern:

    1. Die Akteure müssen laut und deutlich in Richtung Publikum sprechen. Das ist die allererste Grundregel. Sollte der Regisseur von der Muse des intimen Flüsterns geküsst sein, dann sag ihm, er soll das Weibsstück rausschmeißen oder ein Budget für Funkstrecken ranschaffen.

    2. Wenn die Mikros nicht zu den Akteuren kommen können, dann müssen die Akteure zu den Mikros. Eine kleine Grenzfläche auf einem Tisch, an dem sich große Teile des Stücks abspielen, lässt sich dekotechnisch leicht einbauen. Das Prinzip ist, dass nur bestimmte Punkte der Bühne mikromäßig erschlossen sind, und nur dort wird gesprochen. Sollte der Regisseur von der Muse der vagabundierenden Rezitation geküsst sein, dann sag ihm, er soll das Weibsstück rausschmeißen oder ein Budget für Funkstrecken ranschaffen.

    Das Problem wird sein, dass sich die Stimmen der Akteure je nach Mikroabstand/Einsprechwinkel extrem unterschiedlich anhören werden, und das kann für das Publikum außerordentlich irritierend sein. Die natürliche Reaktion ("Was sitzt denn da für ein Pfosten am Ton?") bekommen nicht die Schauspieler ab, sondern Du.

    3. Gib Dich nicht der Illusion hin, dass Funkstrecken (falls sich doch ein Sponsor/Budget dafür findet) die automatische Wunderwaffe sind. Du handelst Dir, mehr noch als beim Einsatz von verkabelten Mikros, unter Umständen mehr Probleme ein als Du damit löst. Konzentriere Dich also nach Möglichkeit auf Vorschlag 1 ("Macht auf den Mund, das Maul macht weit, dann hört man Euch von jeder Seit!")

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • simonstpauli
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    • 27. August 2010 um 09:38
    • #8
    Zitat von "Jeremy"

    Verstärkung von Sprache aus der Distanz ist immer eine heikle Angelegenheit. Und wenn Du schreibst, dass eine der am wenigsten misserfolgsgarantierenden Lösungen (Mikros auf kurze Stative an den Bühnenrand) am nicht vorhandenen Budget für die Stands scheitert, dann wird's echt schwierig.

    Ich denke, Du musst Dich dem Ziel von mehreren Seiten mit kleinen budgetangepassten Schritten nähern:

    1. Die Akteure müssen laut und deutlich in Richtung Publikum sprechen. Das ist die allererste Grundregel. Sollte der Regisseur von der Muse des intimen Flüsterns geküsst sein, dann sag ihm, er soll das Weibsstück rausschmeißen oder ein Budget für Funkstrecken ranschaffen.

    2. Wenn die Mikros nicht zu den Akteuren kommen können, dann müssen die Akteure zu den Mikros. Eine kleine Grenzfläche auf einem Tisch, an dem sich große Teile des Stücks abspielen, lässt sich dekotechnisch leicht einbauen. Das Prinzip ist, dass nur bestimmte Punkte der Bühne mikromäßig erschlossen sind, und nur dort wird gesprochen. Sollte der Regisseur von der Muse der vagabundierenden Rezitation geküsst sein, dann sag ihm, er soll das Weibsstück rausschmeißen oder ein Budget für Funkstrecken ranschaffen.

    Das Problem wird sein, dass sich die Stimmen der Akteure je nach Mikroabstand/Einsprechwinkel extrem unterschiedlich anhören werden, und das kann für das Publikum außerordentlich irritierend sein. Die natürliche Reaktion ("Was sitzt denn da für ein Pfosten am Ton?") bekommen nicht die Schauspieler ab, sondern Du.

    3. Gib Dich nicht der Illusion hin, dass Funkstrecken (falls sich doch ein Sponsor/Budget dafür findet) die automatische Wunderwaffe sind. Du handelst Dir, mehr noch als beim Einsatz von verkabelten Mikros, unter Umständen mehr Probleme ein als Du damit löst. Konzentriere Dich also nach Möglichkeit auf Vorschlag 1 ("Macht auf den Mund, das Maul macht weit, dann hört man Euch von jeder Seit!")

    --
    Jeremy

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    +100

    Sehr schön zusammengefasst.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Hutzelbutzel
    Verifiziert
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    • 27. August 2010 um 10:48
    • #9

    Hallo,

    Theaterstücke in dieser Größenordnung habe ich an der Schule noch keine Erlebt. Außerhalb genauso wenig. Es gab zwar mal ein Vergleichbars Stück, aber das war vor meiner Zeit. Da waren es aber auch nur 4 Schauspieler, also hatte jeder von denen ein Mikro bekommen - mehr oder weniger gut wars.

    Die Idee mit den Grenzflächen ist garnicht mal so schlecht, leider eben auch mit Kosten verbunden. Ich werde aber wohl nicht drumherum kommen, irgendwo Geld herzubekommen (vielleicht kann ich was vom Eintrittsgeld abzwacken). Vielleicht bekomm ich die Schulleitung auch noch dazu überredet, 2-4 zu kaufen :D:D:D:D

    An Funkstrecken haben wir 4 PG14E. Bei 17 Schauspielern wird das aber etwas kompliziert. Man könnte dann vielleicht den 4 Leisesten ein Headset geben oder irgendwie versuchen davon zu überzeugen, zu schreien. Vielleicht kann ich aber irgendwo noch welche auftreiben.


    Eine PA zur Wiedergabe ist vorhanden, zur Live-wiedergabe aber nur mit ?. Der "Regisseur" weiß noch nicht, ob er das will oder nicht. Wird darauf ankommen wie man die Schauspieler bei voller Aula hören wird. Wenn die laut genug sind, wird der Ton nur zur Aufnahme benutzt und die PA nur zur Musikeinspielung.

  • erik
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    • 27. August 2010 um 13:25
    • #10

    achso, dir ging es hauptsächlich um eine Aufnahme... schreib das doch dazu, dann wirst du geholfen.
    Die vorhandenen Mikros an den Bühnenrand kann man auch gut machen indem man sich kleine Brettchen bastelt mit ner Schraube und Gummifüßen oder so, kostet nix, und man kann gut die mikros einfach auf den Boden stellen. Wird auch zum Aufnehmen die beste Möglichkeit sein.

  • discodude
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    1
    • 28. August 2010 um 12:40
    • #11

    Das Trennwandband dann aber nicht vergessen unter das Holz zu Kleben .......

    Ist nen Super Trittschallfilter für wenig Geld ;)

  • Hutzelbutzel
    Verifiziert
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    12
    • 28. August 2010 um 22:35
    • #12

    Ja wie gesagt ist sich der betreuende Lehrer (nachfolgend als Regisseur bezeichnet) sich nicht ganz schlüssig, was er denn will.

    Einerseits will er nur Musik über die PA, andererseits sollte es auch nöglich sein, notfalls etwas nachzuhelfen.
    Einerseits will er keine Headsets für sein Theaterstück, andererseits soll aber eine gute Aufnahme dabei rauskommen.

    Aber naja, ich habe so das Gefühl, dass Regisseure so sind. War bei meinem Praktikum im Theater auch nix anderes.

  • tufkadib
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    2.687
    • 29. August 2010 um 11:23
    • #13

    Ich bin mal gemein: wie zum Henker haben es die Schauspieler vor 200 Jahren geschafft, daß man sie verstanden hat? :D

    MfG
    DirkB

  • Sebastian Giese
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    • 29. August 2010 um 11:38
    • #14

    Es wurde in Räumen gespielt die durch geschickt gebaute z.B. runde Formen den Schall, ich sag jetzt mal "bündeln", mir fällt kein besseres Wort ein.
    Sehr eindrucksvoll z.B. im Shakespeare Globe Theatre in London zu erleben...

    Eine gemeine Schulaula its nunmal ein Multifunktionsraum und kein akustisch optimaler Raum für Theater.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 29. August 2010 um 11:41
    • #15
    Zitat von "DirkB"

    Ich bin mal gemein: wie zum Henker haben es die Schauspieler vor 200 Jahren geschafft, daß man sie verstanden hat? :D

    1. Es klingelten nicht dauernd irgendwelche Handys
    2. Es gab keine Walkmans oder MP3-Player -> die Leute hatten wenig oder keine Hördefizite
    3. Die Veranstaltungsstätten waren akustisch optimal (kann man in einigen Ruinen bis heute testen !)

  • janos buttgereit
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    412
    • 29. August 2010 um 14:46
    • #16

    Ich mach jetzt schon lange Theater bei uns an meiner Schule mit. Dort sind an der Bühne oben 3 Kondensatormikros angebracht, angedacht zur Verstärkung & Aufnahme. Die geschichte mit der Verstärkung kann man aber eigentlich völlig vergessen, weil es vor der wirklich wahrnehmbaren Verstärkung eher feedbackt. Das kann man aufgrund der Tatsache dass die Mikros fest installiert sind jeden "Regisseur" demonstrieren, was dann auch zu Einsicht führt. Somit wird hier seit Jahren vor 500 Leuten in der Aula von Schülern ohne Mikros gesprochen - und es geht wirklich gut. Man muss halt nur den Schauspielern erklären, dass sie von sich aus so laut sein müssen.
    Teilweise Headsets zu vergeben würde ich aus optischen wie auch aus Klanglichen Gründen vermeiden.

    Biete dem Regisseur an, zu einem realistischem Leihpreis gute Mikros und ein vernünftiges Mischpult mit parametrischen EQ's zu beschaffen und sag, dass du dich informiert hast dass es mit dem vorhandenen Equipment nicht geht. Wenn es dafür kein Geld gibt, mach klar dass es keine Verstärkung gibt, sollte es wirklich das Geld geben. freu dich mit gutem Equipment arbeiten zu können. Natürlich solltest du dann aber auch wissen was du machst. Ansonsten mach ihnen eine Schöne aufnahme fertig, dazu gabs ja hier schon Tips. Und noch was: Mach die Musik/Einspieler nicht zu laut, dann gewöhnen sich die Leute an die geringere Gesamtlautstärke und es wird insgesamt leiser.
    Wie gesagt, ich kenne den Ablauf an Schulen und würde dir empfehlen klare Positionen zu setzen. Denn nur dann schaffst du bessere Bedingungen für die Zukunf, sei es nun dem Regisseur ins Bewusstsein zu bringen dass seine Schauspieler laut sprechen müssen oder aber in der Anschaffung von besser geieigneten Mikros.

    Gruß
    Janos

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • Hutzelbutzel
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    • 30. August 2010 um 22:56
    • #17

    Das mit dem Leihen habe ich heute probiert. Er hat gesagt, Budget = 0, was ich mir leihen will, müsste ich aus meiner Tasche bezahlen. Vielleicht fällt von den Eintrittsgeldern -pardon Spenden- etwas ab, aber ich soll nicht damit rechnen.

    Ich bin ernstahft am überlegen, mir ein 01v und ein paar NT5 ausleihen zu gehn. Was schätzt ihr, was da an Kosten auf mich zukommt ?
    Andere Ideen ?

  • skyworker
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    2
    • 31. August 2010 um 13:11
    • #18

    Mhhh - du hast bisher noch nichts über das Kaliber der auf dich gerichteten Waffe erzählt. Oder steckst du bis zum Hals in anderen Schwierigkeiten, dass man dich so sehr in der Hand hat? Wer zwingt dich zu solchen Aktionen, auf eigene Kappe und eigene Rechnung Material anzumieten - ohne Chance auf Würdigung (weder pekuniär, noch moralisch)? Dein Ego?

    Mal ehrlich - auch mit einem Bündel Rode und einem Pult wirst du niemanden zufriedenstellen, du gibst also dein Geld aus, um dir hernach sagen zu lassen, dass das aber bestimmt auch besser gegangen wäre. Der Regiseur (oder wer auch immer) ruft das 0-Euro Budget aus - also muss er mit 0 Euro Technik leben. In diesem Augenblick liegt es an ihm, seine Schauspieler zu einer deutlichen und lauten Aussprache zu motivieren. Versuch nicht, seinen Job zu machen - das wird nichts! Ketzerischer Denkansatz: Wenn er Qualität will, dann muss er auch in Qualität investieren. Ansonsten gilt das 4K-Prinzip: Keine Kohle, keine Kunst!

    Ich würd mich zur Premiere entspannt in die letzte Reihe setzen und die Kollegen einfach mal machen lassen.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Hutzelbutzel
    Verifiziert
    Beiträge
    12
    • 2. September 2010 um 22:54
    • #19

    Naja, ich will halt immer nach Möglichkeit das beste Resultat liefern.
    Wenn ich was leihe, werde ich nichts dafür dortlassen. Ich bekomm das auch so, wenn es nicht anderweitig verliehen werden sollte. Unter der Woche wohl unwarscheinlich.

    Mir ist bewusst, dass es eigentlich nicht der optimale Weg ist, aber das ist mein 1. Job an der Schule (nach 4 Jahren Technik wohlbemerkt :lol: ), bei dem ich Informationen mehr als 1 Tag vor der Vorstellung bekommen habe. Daraus will ich einfach -ja, dazu zwingt mich mein "Ego"- das Beste machen, dass es nicht heißt "Ja, es wird ja auch nix wenn man euch Idioten vorher was sagt"

    Ich bekomme aber mehr und mehr das Gefühl, dass ich, ganz egal wie ich mich verbiegen werde, ein schlechtes Resultat bekommen werde und zwar nur, weil sich der Lehrer gegen Headsets wehrt... Darauf wird es wohl herauslaufen, oder ?

  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 2. September 2010 um 23:14
    • #20
    Zitat von "Hutzelbutzel"


    Ich bekomme aber mehr und mehr das Gefühl, dass ich, ganz egal wie ich mich verbiegen werde, ein schlechtes Resultat bekommen werde und zwar nur, weil sich der Lehrer gegen Headsets wehrt... Darauf wird es wohl herauslaufen, oder ?

    Ich seh das als den Falschen Ansatz. Natürlich kann man versuchen was zu verstärken, aber wo sieht man an renomierten Bühnen alle Schauspieler mit Headset rumlaufen? Nirgendwo. Denn es klingt einfach immer noch am besten wenn die Schauspieler selbst die nötige Lautstärke erzeugen.

    Man kann mit know How und hochwertigen Mikros durchaus Theater verstärken, unauffällige Headses sind zwar auch eine Möglichkeit aber wahrscheinlich noch teurer. Aber ich würde nicht zu viel erwarten, denn flüstern zu verstärken ist selbst mit der teuersten Mikrofonierung schwierig. Und vereinzelt Schauspieler mit günstigen Headsets auszustatten sehe ich auch nicht als gut an, dann verstehst du zwar ein paar wichtige, aber die Nebenrollen fallen dann umso mehr durch mangelnde Verstärkung negativ auf. Dann nimm lieber ein paar Kondensatormikros als minimale Stütze und versuch dein Glück. Ich würde aber erstmal niemandem viel versprechen.
    Und noch was: Bei mir an der Schule gibts pro Jahr 3-4 Theateraufführungen von Schülern und jeder Lehrer hat auch jeden Schüler auf der Bühne dazu bekommen so laut zu sprechen dass ihn 500 Leute problemlos verstanden haben. Es ist einfach der falsche Ansatz zu versuchen, mit Technik Fehler auszubügeln die schon an der "Quelle" entstehen.

    Ach ja, noch was: Wenn das dein 1. Job in 4 Jahren mit halbwegs akzeptabler Vorankündigung ist, solltest du dich dafür einsetzen dass da was geändert wird. Klar kommen mal kurzfristige Sachen, aber man darf sich vor allem als Schüler auch nicht ausnutzen lassen.

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

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