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Aufstocken auf Lightcommander 12/2 o. auf ETC Smartfade 1248

  • ewald landgraf
  • 24. Februar 2011 um 19:08
  • ewald landgraf
    Verifiziert
    Beiträge
    18
    • 24. Februar 2011 um 19:08
    • #1

    Hallo zusammen,
    möchte meine Günstig-Anlage in eine "wert"vollere und sinnvollere tauschen. Habe nun die Anleitungen vom Lighcommander 12/2 und die vom ETC Smartfade gelesen und werde nicht viel schlauer, was ich nun tun sollte. Bislang war der Ton bei uns im Vordergrund, das Licht Stiefkind und das muss sich nun einfach ändern. :)
    Jetzt suche ich Eure Praxiserfahrungen etc.
    Hintergrund: Eine mobile Theater-Bühne, ständig unterwegs, kleine Fläche, also auch relativ wenig Lampen, aber auch LED-Bars für Hintergrund. Hauptsächlich wichtig ist die absolut einfache Bedienung, da bei jeder Tournee ein neuer Laie daran sitzen wird! Das Schönste wäre: Ein Klick nach dem anderen (nach meiner Programmierung!) und ein Display, dass diese Klicks mit einer schönen Zahl beschreibt. :) Dann kann ich das (die Zahlen) in das Theatertextbuch übertragen und bin ziemlich sicher, dass die Veranstaltung lichttechnisch klappt. :) So stelle ich mir das grad vor.

    Jetzt hat z. B. der ETC auch diese Stack/Go-Geschichte, aber alles was ich herauslese ist doch nicht so ganz einfach, wie ich das für einen Laien bräuchte. Allerdings gebe ich zu, dass mir die Anleitung nicht so richtig behagt, irgendwie umständlich geschrieben - in meinen Augen. Vielleicht muss es ein Praxistest werden. Dennoch, bin super dankbar für Eure Erfahrungswerte! Überzeugt mich gern, wenn der Lightcommander die bessere Wahl wäre - für meinen Zweck.

    Kurze andere Frage: Gibt es im höherwertigen Bereich kleine, kompakte Vier-Kanal-Dimmer, die man z. B. an die Traverse etc. hängen kann? Bislang finde ich da nur die Sehr-günstig-Angebote. Die möchte ich tunlichst meiden. Die Kompaktheit lockt aber gewaltig ...

    Danke Euch!

    Ciao

    Ewald

  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 24. Februar 2011 um 20:08
    • #2

    Also ich würde sagen das Smartfade ist dem Lightcommander in sachen Laienbedienbarkeit aber auch in sonstigen Möglichkeiten haushoch überlegen. Man kann nun entweder halt ein Stack programmieren oder - viel einfacher wenn Laien dran sitzen - wichtige Szenen auf Fader speichern und dann nur zeigen: Wenn der Regler hoch kommt diese Lichtszene. So hab ich das früher als ich noch ein Smartfade hatte oft gemacht und es hat wirklich jeder auf Anhieb verstanden. Sogar das programmieren bringe ich einem in 5min darauf bei.

    Zu der Frage nach hochwertigen 4 Kanal Dimmer kann ich dich direkt auch auf ETC hinweisen, schau dir da mal die Smartpack Module an. Die Firma hat wirklich gute Produkte, zum teil viel zu wenig verbreitet meiner Ansicht nach.

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • ewald landgraf
    Verifiziert
    Beiträge
    18
    • 25. Februar 2011 um 09:37
    • #3

    Hallo Janos,
    danke für Deine kompetente Antwort! Du zählst einige gute Gründe auf, warum der ETC dem LC überlegen sein soll, aber laut Bedienungsanleitung des LC kann man das dort genau so handhaben, wie Du den ETC beschreibst, evtl. hab ich aber auch was falsch verstanden. Sag mir gern noch Gründe, warum es der ETC sein soll, ich bin hier hin- und hergerissen. Beim Light Commander hab ich das Problem, dass ich beim "Nacheinander Schritte ablaufen lassen" (und nur DAS möchte ich - wegen Laien etc.) immer mal die Bank wechseln lassen muss. Beim ETC scheint das einfacher zu gehen? Ich hatte eine virtuelle Plattform des Smartfade 1248 über ETC erhalten, um zu "üben". Leider klappt das mit dem Stack dort nicht. Ist es wirklich so, dass mein Laie dann lediglich (nach dem alles programmiert ist) nur noch einen "Knopf" immer wieder drückt? Und hat er dann eine klare Kontrollmöglichkeit, dass es auch der richtige Step ist? (eine Nummer im Display, die er mit dem Theatertextbuch vergleichen kann?) Sorry für die konkreten Fragen, aber das ist gerade das am meisten Entscheidende. Natürlich irritiert mich irgendwie, dass die Bedienungsanleitung des ETC 88 Seiten hat, die vom LC 33 Seiten (auf Anhieb verständlicher für mich). Wiederum irritiert, dass die Bedienungsanleitung des LC von 1995 ist. :) Dann forsche ich hier ein wenig in den Foren, und nahezu alle schwärmen vom LC. Deshalb: hin und hergerissen. Werde um einen Test nicht herumkommen. War halt mein Wunsch, die Entscheidung "per Forum" treffen zu können. Leider hab ich ja bislang keine weiteren Rückmeldungen erhalten.

    Danke auch für die Modulempfehlung von ETC! Ist dennoch ein bisschen zu groß für meine Zwecke, aber ich bin dabei auch auf die Smartbar 2 gestossen. Die könnte sozusagen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit 400 EUR pro Stück nicht das Schnäppchen, aber das würde ich in Kauf nehmen. Allerdings müsste ich sie so gestalten, dass ich sie auch mit Schuko versorgen kann. (nicht überall, wo wir sind, gibt es Starkstromanschluss)

    Ciao

    Ewald

  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 25. Februar 2011 um 15:08
    • #4

    Also wie gesagt ich habe das Pult das letzte mal vor 1 1/2 Jahren vor mir gehabt aber ich habe es wirklich geliebt. Wie das genau mit dem Stack aussah auf dem Display weis ich nicht mehr so genau aber ich bin mir doch ziemlich sicher dass es angezeigt hatte in welchem step man sich befand. Man kann beim Hochfahren übrigens den Modus auswählen, da kann man auch einen Wählen bei dem der Benutzer nur abrufen und nicht selbst in die Programmierung oder den Patch fuschen kann.

    Warum überall der LC gelobt wird? Nun ja, das teil ist halt irgendwie Industriestandard und alleine vom Gehäuse nicht kaputt zu bekommen, läuft zuverlässig in vielen Locations seit Jahren. Da haben sich natürlich viele Leute dran gewöhnt. Aber wie du schon sagst, die Bedienungsanleitung ist von 1995, und das Gerät gibt es auch halt schon ewig. Seitdem hat sich aber so einiges in der Technik getan und da ist das ETC Pult einfach moderner. Das erklärt auch die größere Anzahl an Seiten, es kann definitiv mehr. Aber es kann dabei meiner Meinung nach auch viel intuitiver. Ich steh nicht so oft an einem LC und wenn ich dann mal wieder an einem stehe muss ich mir bestimmte sachen immer wieder vorher noch mal durchlesen in der Anleitung, beim ETC hab ich mir einmal die Anleitung reingezogen und das war es. Und du hast halt wie gesagt den Vorteil der verschiedenen Modi und des Stacks, das hat der LC gar nicht. Und der Layer wechsel ging so weit ich es weis auch mit einem einfach beschrifteten Knopf.

    Aber bitte probier doch die Pulte selbst aus. Eine Entscheidung "per Forum" kann im Endeffekt wie ich erfahren musste auch zu nicht so befriedigenden ergebnissen führen. Ich weis nicht, vielleicht gibt es ja einen Vertrieb der beide Produkte im Portfolio hat (ich meine bei Lightpower hat man ETC und MA), schau sie dir an, fass sie an und was dir besser erscheint kannst du kaufen.

    Zu dem Thema Dimmer mit CEE an Schuko: Da kann man einen Adapter bauen, der sollte dann aber auf keinen Fall in falsche Hände geraten...

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • treibsand
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    • 25. Februar 2011 um 18:06
    • #5

    Ich brech mal ne Lanze für den LC :wink:

    Der kann nämlich auch Szenen: Im Theatermodus lassen sich zu den Szenenschritten (99 Schritte pro "Chase") auch die überblendzeiten programmieren. Dann ist es nur noch ein Knopfdruck und schon geht's los.
    Das lässt sich über Sound-to-light ggf. mit einer Tonspur ansteuern oder über einen externen Schalter triggern.

    Der MA ist tatsächlich alt - älter als die Anleitung von 95 :wink: Aber die Tatsache, dass er immer noch State-of-the-art ist, zeigt dass er professionelles Arbeiten zulässt. Er ist robust und sehr logisch in der Programmierung - ich habe es zwar lange nicht mehr machen müssen, aber es geht immernoch "Blind". Für das Unterwasser Marionettentheater hab ich seinerzeit am LC 48/6 eine Show mit Wackelköpfen programmiert - das sprenge den Rahmen der 99 Schritte. Ansonsten denke ich, dass man damit locker auskommt.
    Schade ist allerdings, dass man beim 12/2 keine Chases in eine Sequenz programmieren kann, da er hier nicht unterscheidet.

    Ein kleines Manko am MA: er hat "nur" 99 DMX Adressen. Aber wann braucht man bei einem 24Kanal Pult auch mehr?
    Und er hat nur die alte MA-Card als externes Speicher & Übertragungsmedium. Hier punktet der ETC mit der Allerweltskarte. Das ist insbesondere bei der Archivierung von Shows von Vorteil.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • fabio hermann
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    • 26. Februar 2011 um 03:57
    • #6

    Ich muss hier jetzt mal ein anderes Pult in den Raum werfen:

    Es geht um das Frog von Zero 88, neu nicht mehr erhältlich aber gebraucht teils recht günstig. Alternativ neu das Frog 2.

    Das Pult steht in einer Schule und wird dort seit Jahren fürs Theater eingesetzt, mit 24 Dimmerkanälen und je nach dem mit Leds oder weiteren 24 Dimmerkanälen.
    Du kannst die einzelnen Szenen abspeichern, ich meine 99 pro Bank, benennen, Fade in / Fade out Time einstellen und noch ein paar andere Sachen, dafür müsste ich aber selber das Handbuch zur Hand nehmen.
    Durch den VGA Ausgang kann man relativ günstig ein großes Display anschließen wo dann Name der Szenen, u.U. sogar mit Stichwort; Nummer und diverse anderen Informationen angezeigt werden und für jeden Laien mit Textbuch ohne Probleme abrufbar sind,
    Zusätzlich gibt es 12 Fader und mehrer Bänke die sich mit Szenen oder auch Chasern belegen lassen, z.B. Einlasslicht oder ein Strobe, um es eben gezielt in der Szene zu nutzen und nicht während der ganzen Szene.

    Ich selber habe unzählige Vorstellungen hinter dem Pult verbracht und würde es für die Anwedung einen LC vorziehen, das ETC kenne ich leider nicht.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • janos buttgereit
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    • 26. Februar 2011 um 13:02
    • #7

    Ich glaube das aktuelle Pendant ist dann das Zero88 Jester. Das hat in der ML Ausführung dann auch das ETC bei uns abgelöst, ist auch ein gutes Pult, nach diversen Softwareupdates läuft es auch richtig stabil, das war anfangs nicht so und mit jedem Update kommen auch schöne neue Features hinzu. So gesehen auch ein tolles Pult mit vielen Möglichkeiten, aber definitiv nicht so einfach zu verstehen wie das Smartfade. Ich würde das Jester eher in die Theater-Ecke einordnen und das Smartfade eher als Pult das auch für kleine Rock'n Roll sachen konzipiert wurde. Aber das ist nur eine ganz grobe Richtung, die können beide auch das jeweils andere.

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • yamaha4711
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    • 26. Februar 2011 um 13:07
    • #8

    Tacho!

    Alle genannten Pulte sind in Ordnung und haben für normales Licht ihre Daseinsberechtigung. ABER!

    Zitat

    Hintergrund: Eine mobile Theater-Bühne, ständig unterwegs, kleine Fläche, also auch relativ wenig Lampen, aber auch LED-Bars für Hintergrund.


    LED Bars haben mehr als 1 Kanal pro Lampe, im einfachsten Fall 3 DMX Kanäle wegen der Farbmischung. Daraus folgt, dass man bei z.B. 8 LED Lampen 24 Kanäle verbrät, wenn man denn alle getrennt ansteuern möchte/muss. Damit ist dann der kleine LC an der Grenze. Man könnte nun die 3 Farbkanäle zusammen gruppieren (per Kanalzuordnung), doch nicht alle LED Lampen haben einen getrennten Helligkeitsparameter. Auch mehrere Lampen in Gruppen zusammen zu fassen würde auch gehen, doch ist das immer ein Kompromiss.

    Man sieht: es lässt sich alles auch auf einem LC oder einem Smartfade programmieren, doch spätestens dann wenn ein Laie dran sitzt ist die Gefahr einer Fehlbedienung und einer verpatzten Szene groß bzw. man muss Kompromisse in der Flexibilität machen.

    Warum nicht an dieser Stelle eine PC Lösung nehmen. Man kann sich dort eine Szenenliste samt Beschriftung zusammen stellen und diese dann nacheinander anklicken. Das kann auch der unbegabteste Laie und man ist in jedem Fall freier in der Programmierung und kann die LED Lampen entsprechend frei nutzen.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • janos buttgereit
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    • 26. Februar 2011 um 13:30
    • #9

    Ok, die LEDs hatte ich in der Fragestellung glatt übersehen... wenn die nicht alle gleich angesteuert werden sollen oder vielleicht als 2 verschiedene Gruppen stimmt es natürlich was Michael da einwendet. PC Lösung ist eine möglichkeit, aber wenn es drum geht eine gute Oberfläche für den nicht so versierten Benutzer zur Verfügung zu stellen finde ich ein Hardwarepult sinnvoller. Wo wir eben bei Zero88 waren fällt mir da vieller das Jester TLxtra ein. Das kann genug konventionelles wie auch LED und auch Movingheads bedienen, hat einen dicken gelb leuchtenden GO Button um die Szenen weiterzuschalten, Pfeiltasten um zwischen den Szenen hin und her zu springen und man kann einen Bildschirm anschließen auf dem dann eine Liste der einzelnen Lichtszenen zu finden sind, die man großzügig mit Stichwörtern, Szenennummern oder sonstigem beschriften kann. Nur programmieren sollte das jemand der sich etwas eingearbeitet hat in das Gerät.

    Aber ich weis jetzt nicht wie/ob das in eure Budgetvorstellungen passt.

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • ewald landgraf
    Verifiziert
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    18
    • 28. Februar 2011 um 18:31
    • #10

    So, nun hab ich das ETC Smartfade 1248 seit drei Tagen bei mir und ordentlich getestet. Die Entscheidung ist schon gefallen, den LC werde ich nicht mehr testen, auch, wenn er das gleiche können sollte, was gut möglich ist (ich hab ja schon mit mir gerungen).

    Letztlich hab ich mich dann immer noch für den etwas geringeren Preis und die klar schönere Optik entschieden. :)

    Die etwas komplizierte Smartfade-Bedienungsanleitung hat dann nicht mehr gestört, es ging ruckzuck und in einer Stunde hatte ich ein "Theaterstück" programmiert und es ist wie ein Traum ... diese Stack-Funktion, erste Sahne! Genau das richtige für meinen Zweck. Danke für alles Mitüberlegen! Freu mich schon auf die nächste Tournee. Wenn derjenige Laie gute Augen hat und seine Timings im Textbuch im Griff hat, darf das ganz einfach keine Probleme ergeben!!

    Bislang hab ich trotz zweier LED-Bars nur 9 DMX-Adressen/Kanäle verbraten. Ist also noch ordentlich Puffer, um weiter aufzurüsten.

    Danke für alles Mit-Überlegen! Das Forum ist klasse!

  • tobias kammerer
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    1
    • 4. März 2011 um 08:53
    • #11

    Hallo,

    1.: Gute Entshceidung!
    2.: Sehr gute kompakte Dimmer gibt es auch von TTL ("Theater Technisch Labs" oder so). Die sind auch nicht so teuer. Vertrieben werden die z.B. von Feiner Lichttechnik.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

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