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verblasen von funksignalen?

  • thebassbox
  • 6. März 2011 um 16:20
  • thebassbox
    Beiträge
    107
    • 6. März 2011 um 16:20
    • #1

    hallo leutz!


    ich hatte gestern ein merkwürdiges problem mit meinem funkmiks.
    ferquenzbereich 790-814mhz
    hab mic getestet und reichweite war prima.
    etwas später ist dann ein sehr starker wind aufgekommen und immer wenn eine starke böhe kam setzte kurz das mic aus.
    war dann aber sofort wieder da, voller empfang wieder bei böhen ging er immer weit zurück.
    mit dem micempfänger war ich weiter oben wo der wind herkam.

    kann es also sein dass ein starker wind mir das signal vom handmic vertragen hat?

    sonst hatte ich noch nie probs mit meinen mics, auch nicht an dieser location


    - thebassbox

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 6. März 2011 um 18:33
    • #2

    hat sich der Sprecher vielleicht jedes Mal erschreckt und hat aufgehört zu reden?

    Nee, mal im Ernst, TEM-Wellen haben eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von ~3*10^8 m/s, da reist ne Böhe selbst bei Schallgeschwindigkeit nix.
    Hast du den RF-Pegel Beobachtet? ging der plötzlich runter oder waren auch zwischenstufen drin, also je mehr Wind desto weniger Pegel oder ab ner gewissen Windstärke schlagartig weg? Welche Funkstrecke war das? abgesetzte Richtantennen? Wie groß war die Distanz?

    Gruß, Erik

  • thebassbox
    Beiträge
    107
    • 6. März 2011 um 18:47
    • #3

    abstand ca 60m
    es waren keine antennen booster dran, hab ich normal dran, aber ich dachte bei dieser entfernung kann ich mir die sparen!
    set war ein omnitronic dr 1000 und hm 1000, darüber will ich keine diskusion haben!
    ja je mehr wind desto weniger empfang
    wenn kein wind voller empfang

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 6. März 2011 um 19:30
    • #4

    Bleihaltige Luft?

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 6. März 2011 um 23:28
    • #5

    Hmm, bei anderen Strecken hätte ich gesagt, dass der Wind vielleicht so viel Pegel an der Kapsel erzeugt, dass der Compander in der Strecke kräftig drückt. Aber die JTS-gefertigten Strecken wie diese Omnitronic haben keinen solchen.

    Die Strecke an sich ist übrigens gar nicht schlecht, erst recht nicht zu dem Preis, nur die Kapseln sind nicht das Gelbe vom Ei.

  • wora
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    11
    • 7. März 2011 um 01:11
    • #6
    Zitat von "thebassbox"

    abstand ca 60m
    es waren keine antennen booster dran, hab ich normal dran, aber ich dachte bei dieser entfernung kann ich mir die sparen!


    60m kabel oder 60m luftstrecke?
    das wäre jetzt für das thema "booster oder nicht" eine sehr wichtige info!
    wie lange waren die kabel - und welchen kabeltyp hast du verwendet.
    na ja, das erklärt die windausfälle trotzdem nicht...

    frage: wie - oder wo - waren die antennen befestigt?
    waren es vielleicht richtantennen, die sich bei einer windbö kurz wegdrehten?


    Zitat von "thebassbox"


    set war ein omnitronic dr 1000 und hm 1000, darüber will ich keine diskusion haben!


    irrtum, wir sind schon mitten drin! ;)
    ohne die qualität der funkstrecke zu betrachten, wäre die ganze diskussion möglicherweise sinnfrei.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mirkot
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    • 9. März 2011 um 14:06
    • #7

    Ich habe öfters Funkstrecken Open-Air auch über größere Distanzen im Einsatz.
    Mit zunehmender Entfernung selbstverständlich mit Richtantennen.

    Windabhängige Probleme sind mir bisher nie aufgefallen, zumindest nicht was die Funkstrecke betrifft ;)
    Ich kann mir auch nicht vorstellen das der Wind das Signal "wegträgt".

    Was ich mir nach ein bisschen überlegen vorstellen könnte wäre das durch Interaktion von Wind mit "IRGENDWAS" ein Signal entsteht das deine Strecke stört - mein erster Gedanke war z.B. ein Windrad, oder ein selbstgebastelter Windmesser, oder eine Fremde Antenne die sich in deine Richtung "neigt"...

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • Tobias Niedenthal
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    321
    • 10. März 2011 um 14:34
    • #8

    Hallo,

    mit den 1000ern von Omnitronic habe ich in den letzten Jahren diverse Open-Air-Veranstaltungen gemacht. Eine besondere Anfälligkeit konnte ich da nicht erkennen. Mit günstigen Systemen von den "Marktführern" habe ich da wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht. Aber nachweislich auf Wind reagiert hat bislang kein System.


    Gruß aus Würzburg

    Öffentlichkeitsarbeit
    Steinigke Showtechnic GmbH

  • tufkaklto
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    • 10. März 2011 um 14:40
    • #9

    Bei 60 Meter kann es schon anbfangen, eng zu werden.

    Wie lange waren die Antennenkabel?

    Ich würde nicht auf Wind tippen, das würde ich eher als Zufall sehen.
    Aber wenn der Sprecher zB schützend die hand über das Funkmicro hält bei Wind, kann das bei der Entfernung schon ausreichen, das da der Empfang abbricht, wenn man die Antenne irrtümlich zuhält.

    Ich würde wirklich auf viel banalere Erklärungen tippen als Wind.

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  • Stofferl2003
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    • 10. März 2011 um 23:34
    • #10

    Ich denke, daß an der Geschichte mit dem Wind durchaus was dran sein kann. Allerdings nicht aufgrund dessen, daß das Signal verblasen und damit geschwächt wird. Das ist eigentlich nicht möglich, da elektromagnetische Wellen keinerlei Mediums bedürfen, um sich fortzupflanzen (komisches Wort in dem Zusammenhang). Ansonsten könnte die Nasa ja auch nicht mit den Mädels und Jungs in der ISS quatschen.

    Da ich aber selber schon 2 oder 3 mal Probleme bei größeren Distanzen mit Windböen und Funk (UHF) hatte (und ich unterstelle mir selbst, alles korrekt gemacht zu haben: Equipment, Antennkabel+Länge, Antennen, Antennenpositionen....), habe ich halt einmal recherchiert:

    Anscheinend gibt es nicht nur bei Schallwellen den -uns bestens bekannten- Dopplereffekt. Dieser tritt auch bei elektromagnetischen Wellen auf. Es treten also unter bestimmten Umständen (wenn z.B reflektierende Baumkronen durch Wind bewegt werden) Frequenzverschiebungen auf. Und diese Frequenzverschiebung durch "bewegte Reflexionen" könnte möglicherweise bei größeren Entfernungen (wo dann das Direktsignal schon recht schwach ist) Empfangsprobleme verursachen.
    Hier ein Link zu einem Artikel, der sich teilweise mit diesem Phänomen in der Meteorologie beschäftigt: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/g…090127_FE_6.pdf

    Mir fehlt leider ein bissi die Konsequenz das jetzt zu Ende zu denken, recherchieren und rechnen. Aber vielleicht ist das ja ein Anstoss für einen der theoretisch bewanderten Kollegen hier.

    Christoph, dessen Kopf nach halbintensiver Beschäftigung mit wissenschaftlicher Literatur jetzt raucht.

  • erik
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    • 11. März 2011 um 00:12
    • #11

    halte ich insofern für äußerst unwahrscheinlich, da wie ganz oben schon erwähnt die Ausbreitungsgeschwindigkeit einige Zehnerpotenzen überhalb aller vorkommenden relevanten Geschwindigkeiten liegt.

  • tufkaklto
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    • 11. März 2011 um 00:20
    • #12

    Aber sich bewegende reflektierende Dinge wären eine durchaus gute Erklärung

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  • Stofferl2003
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    • 11. März 2011 um 00:22
    • #13

    so, wie ich den oben von mir verlinkten Artikel lese, messen die Herrscher des Wetters Windgeschwindigkeiten mit Hilfe des Dopplereffekts bei elektromagnetischen Wellen.

  • audiobo
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    • 11. März 2011 um 10:00
    • #14
    Zitat

    Informationen können nur aus
    Regionen mit Zielen (Regen, Insekten, ...)
    gewonnen werden -> Geschwindigkeit
    eines Rückstreuers wird gemessen


    Immerhin passt das grob mit der Verwendung des UHF-Bereiches.

  • yamaha4711
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    • 11. März 2011 um 10:57
    • #15

    Tacho!

    Das mit der Radarmessung triff vor allem auf Bereich mit hoher Wasserkonzentration zu, also alle Arten von Wolken. Das Regenradar, welches man ja bei den typischen Wetterseiten sehen kann, beruht auf diesen Messungen. Die Radarwellen werden dort eben bevorzugt reflektiert.
    Nun kann man sagen, dass ein Blatt eines Baumes ja auch Wasser enthält und die Funkwellen da auch abgelenkt werden. Aber wenn es eine Sichtverbindung gibt.... unwahrscheinlich. Das ist alles sehr dünn.

    Eine Frequenzverschiebung kann schon vorkommen, aber dazu muss sich das Objekt halt bewegen. Wenn man z.B. mit LPD gedönse zwischen zwei fahrenden Autos funkt, so ist das ab und an schwierig. Je nach Qualität der Geräte läuft der Träger weg und es fängt sehr deutlich an zu rauschen, obwohl man noch locker in der max. Reichweite ist. Die Differenzgeschwindigkeit macht das eben aus.

    Falls also der Träger aus diesem Grunde weglaufen soll, so muss sich auch mind. eine (Funk)Station auch bewegen.

    Ich würde den Fehler wirklich an der länge der Übertragungsstrecke gepaart mit einem qualitätiv schlechten Gerät suchen.
    Wo z.B. waren die Antennen, gab es abgesetzte Antennen und wenn ja, wo waren die?
    War eine größere Ansammlung von Personen dazwischen?
    Hatten all diese Personen Handys? Das ist mitunter auch ein Problem. Je mehr Wellensalat, desto schlechter der S/R-Abstand.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wora
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    • 11. März 2011 um 11:51
    • #16
    Zitat von "Stofferl2003"

    Ich denke, daß an der Geschichte mit dem Wind durchaus was dran sein kann. Allerdings nicht aufgrund dessen, daß das Signal verblasen und damit geschwächt wird. Das ist eigentlich nicht möglich, da elektromagnetische Wellen keinerlei Mediums bedürfen, um sich fortzupflanzen (komisches Wort in dem Zusammenhang). Ansonsten könnte die Nasa ja auch nicht mit den Mädels und Jungs in der ISS quatschen...

    sehr schön beschrieben.
    ich denke mit diesem denkansatz dürfte jedem klar sein, das wind keine HF wellen beeinträchtigt.
    was diese wellen beeinträchtigen kann, sind elektromagnetische aufladungen und entladungen (blitze)
    die theoretische betachtung bewegter elemente, welche als reflektor dienen könnten und durch wind ständig verändert werden, halte ich in diesem falle für die passende erklärung. deshalb hatte ich auch gefragt, wie oder woran die antennen befestigt waren ;)

    allerdings kann man diesen thread mit sicherheit zumachen, denn unsere fragen werden ganz offensichtlich nicht beantwortet.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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