stereo, sweet spot und solche Begriffe gestern ja gerne in der Gegend herum.
Und jede junge Fachkraft träumt sicher (
) davon einmal ein gaaanz grosses Konzert "voll stereo" zu fahren :wink:
Bob McMarthy erzählt eine nette Anekdote und erklärt dann warum und wie es geht (oder eben nicht
);
in seinem Blog unter (engl.):
http://bobmccarthy.wordpress.com/2011/03/09/the-emperors-new-stereo
heute abend mal kein stereo, oder doch ?
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Bereits unsere ELA – und Kinotonvorfahren wussten vor Jahrzehnten: das einzige wirklich saubere Beschallungskonzept ist die Zentralampel :-D. Der Rest läuft – mal mehr, mal weniger freiwillig – unter ‚Special Effects’.
Sehr lesenswerte Gedanken. Auch und gerade für die Vertreter der Auffassung, bei großen Beschallungssystemen mit mehreren räumlich voneinander getrennten Teilkomponenten sei der Drops mit einem gemessenen oder errechneten „richtigen“ Wert zur Laufzeitkompensation gelutscht. Für den FOHler vielleicht – für das Gros der zahlenden Kundschaft ganz sicher nicht.Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Wie sehr richtig.
Das sollte sich jeder mal hinter die Ohren schreiben.
Man kann das etwas kontern, indem man das Beschallungssystem so aufbaut, daß Laufzeiten und Pegel in einem größeren Bereich passen, dadurch nimmt man andere Nachteile in Kauf:
1. die tonale Balance leidet, weil man, um die Laufzeiten in den Außenbereichen anzupassen, unweigerlich Zonen schafft, die nicht in Phase sind / sein können. (Das kann klappen, wenn dort genau keine Sitzplätze sind, also Gänge, in denen beim Konzert kein Publikum sitzt.
2. man muß sehr viel Energie im Kreuzfeuer "verblasen", um an den Außenpositionen gleiche Pegel zu erreichen
3. das System wird wesentlich teurer.Kaum ein Kunde ist bereit, für Stereo Geld auszugeben. Am Ende landet man meistens bei der "Exploded Mono"-Variante (PA Rechts + Links), die aus den von 6o6 beschriebenen nicht vorhandenen zeitlichen Skalierungseffekten zu 95% kein Stereobild liefert.
Beim Mischen muß das natürlich berücksichtigt werden.
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Also ich hielt bei Beschallungen schon immer Stereo für überbewertet, schon allein weil sich die wenigsten Zuhörer dort befinden, wo ein zufriedenstellender Stereoeindruck möglich wäre.
Aufwand >> Nutzen (siehe auch Delta-Stereofonie).MfG
DirkB -
Das Problem entsteht schon alleine darin, das eine stereophone Wiedergabe von völlig anderen Strukturen ausgeht, als man sie üblicherweise auf einer Bühne wiederfindet.
B.M. streift das, bringt das aber nach meinen Verständnis nicht auf den Punkt.Eine stereophone Wiedergabe soll dafür sorgen, das sich für den Hörer (an geeigneter Position...) ein räumlicher Klangeindruck entwickelt, so das eine räumlich strukturierte Schallquelle wie ein Orchester, eine Big-Band und/oder ein Chor in zumindest angenäherten Verhältnisse abgebildet wird.
Eine Band aus dem Pop- oder R'n'R Genre werden die meisten Zuhörer bei üblichen Hörabständen ohnehin nur als Punktschallquelle ohne wesentliche Breitenstaffelung wahrnehmen.
Wozu dann Stereo wiedergeben wollen?
Ausnahmen sind natürlich stereophone Spielereien an Keyboard etc., aber das hat mit der Darstellung an sich ja nichts zu tun. -
Zitat von "Mechwerkandi"
Das Problem entsteht schon alleine darin, das eine stereophone Wiedergabe von völlig anderen Strukturen ausgeht, als man sie üblicherweise auf einer Bühne wiederfindet.
B.M. streift das, bringt das aber nach meinen Verständnis nicht auf den Punkt.Eine stereophone Wiedergabe soll dafür sorgen, das sich für den Hörer (an geeigneter Position...) ein räumlicher Klangeindruck entwickelt, so das eine räumlich strukturierte Schallquelle wie ein Orchester, eine Big-Band und/oder ein Chor in zumindest angenäherten Verhältnisse abgebildet wird.
Eine Band aus dem Pop- oder R'n'R Genre werden die meisten Zuhörer bei üblichen Hörabständen ohnehin nur als Punktschallquelle ohne wesentliche Breitenstaffelung wahrnehmen.
Wozu dann Stereo wiedergeben wollen?
Ausnahmen sind natürlich stereophone Spielereien an Keyboard etc., aber das hat mit der Darstellung an sich ja nichts zu tun.
6o6 führt das in seinem Buch weiter aus, das Grundproblem ist die fehlende Skalierung der Laufzeiten. Die Räume sind einfach zu groß, mit zu hohen Laufzeitunterschieden. Wer rechts steht/sitzt hört immer den rechten Stack/Hang früher und lauter als den linken. Das könnte man mit einem "Crossfire"-Stack von links kontern, der gleich laut und zur gleichen Zeit ankommt. Das bedeutet im Contolling: lauter und früher als der Hauptstack Rechts.
Bei einer Rockband kann man schon Stereo-Bilder aufbauen, die es ja auf Tonträgern durchaus gibt, z.B. zwei Gitarren, die unterschiedliche Sachen spielen und auf verschiedenen Positionen im Stereo-Bild stehen.
Es werden trotzdem immmer Mono-Hühner bleiben.Was ich in diesem Zusammenhang putzig finde sind Versuche, Surround-Beschallungen aufzubauen, wenn man noch nicht mal Stereo im Saal hat.
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Ich verweise noch mal auf ein älteres Posting von mir und die Resonanz (=0)
http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=51&t=74403&start=0
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Wie weit geht ihr denn beim Panorama im Normalfall?
Ich panne eigentlich lediglich bei den Drums die OHs und Toms und dann noch Keys auseinander.
Bei zwei Gitarristen die auseinander zu ziehen traue ich mich schon nicht wirklich, weil ich mir immer angst habe, dass den seitlich stehenden Leute dabei zuviel flöten geht.Gruß
Sebastian
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Zitat von "hunterstudios"
Wie weit geht ihr denn beim Panorama im Normalfall?
Ich panne eigentlich lediglich bei den Drums die OHs und Toms und dann noch Keys auseinander.
Bei zwei Gitarristen die auseinander zu ziehen traue ich mich schon nicht wirklich, weil ich mir immer angst habe, dass den seitlich stehenden Leute dabei zuviel flöten geht.Gruß
Sebastian
Normalerweise fahre ich alles Mono. Ausnahmen sind Effekte und Keyboardeffekte und Gitarrenamps, die ich mit 2 Mikrofonen abnehme. -
Zitat von "hunterstudios"
Wie weit geht ihr denn beim Panorama im Normalfall?
Kommt drauf an. Ich habe nur ein einziges Stereomischpult und auch dort passiert alles in mono.MfG
DirkB -
Hat schonmal probiert das Panorama durch verschiedene
Laufzeiten zu erzeugen? Ich hab mal einen Versuch mit einem Kanalpaar am 01v96 gemacht. Ich hab die Seite, zu der ich "Pannen" wollte unbearbeitet gelassen und die andere leicht verzögert.
Hat ganz gut funktioniert. Nur halt nicht wirklich einfach und schön einzustellen.MfG Erich
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Hi,
das ist dann die sogenannte Laufzeitstereophonie, die funktioniert aber nur, wenn die 'Grundlaufzeit' und der Pegel, der von beiden Seiten kommt, ungefähr gleich ist.
Tomy
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Hi,
gleicher Pegel ist Klar, gleiche Grundlaufzeit ja sowieso, lediglich eine zusätzliche Laufzeit für eine Seite des Signals.
Dann hat man an den Seiten Mono und in der Mitte Stereo?
MfG
ERICH
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Pseudo-Stereo. :wink:
Hör Dir mal alte Abba-Aufnahmen an. Alles feinstes Mono, dann gedoppelt, und die zweite Aufnahme leicht verzögert. Alles schon mal dagewesen...
Der Tonkutscher der Truppe, Michael Tretow, beschreibt das in der Abba-Doku ausgesprochen plastisch. ("Makes a sound like diamond dust")Ich kann mich noch an tragbare Wiedergabegeräte (aka "Ghettoblaster") erinneren, die neben dem Umschalter Mono-Stereo eine dritte Schalterstellung "Stereo-wide" hatten. Ich kann mir gut vorstellen, das da ähnliche Wege gegangen wurden.
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Hallo,
(A - B) + (A + B) = 2A
(B - A) + (A + B) = 2Bwenn das noch stufenlos von Mono zu 2xStereo regelbar ist, hat das was. ZB bei schlechtem UKW-Empfang ein hilfreiches Mittel.
MfG
Peter