Hey Leute
hab mir mal gedacht, dass man hier sein SAC Rig vorstellen kann.
Also was man an PC-, Audio- und weiteres Equiment verbaut hat.
Hey Leute
hab mir mal gedacht, dass man hier sein SAC Rig vorstellen kann.
Also was man an PC-, Audio- und weiteres Equiment verbaut hat.
Hier mal mein 16 Channel Rig für Proberaum Mixing und Recording
Meine Komponeten:
- RME RayDat
- 2x Behringer ADA-8000
- Millenium HP6
- ASUS P7H55D-M EVO
- Intel i5-660
- OCZ Vertex2 SSD 64GB Betriebssystem
- OCZ Vertex2 SSD 120GB Recording
- G.Skill ECO 4GB DDR3-1333 RAM
- 2x Noiseblocker BlackSilentFan XR1 (Gehäuselüfter)
- 1.5U Micro-ATX Chassis
- RML LABS SAC 2.7
- Reaper 3.76
Details zu den Komponenten werden noch ergänzt.
Meine Racks gabs schon öfters zu bewundern:
Auf der linken Seite unten das Masterrack, drüber die Erweiterung mit 1*Motu 2408, 3 ADA und einem 1204 (oder so ähnlich) von dem im Moment nur der AES/EBU Ausgang genutzt wird. Heute hab ich übrigens festgestellt, dass der SM-PRO 8 Fachpreamp bei den Klinkeneingängen die Polarität dreht..
Die aktive Stagebox bei der Band, inzwischen ist ein zweiter Preamp eingebaut (noch nicht auf dem Bild)
Und noch der unspektakuläre FoH:
Das schön ist die Modularität. Im Moment brauch ich nur fünf Eingänge, drum geht nur das BasicRack mit. Nebenbei kann ich da dann fünf oder sechs Effekte einsetzten etc..
Tomy
:shock: Du lieber Himmel!
Tomy, nicht böse sein: wäre ich der Pfarrer, und Du hättest DAS aus Anlass eines Gottesdienstes o.ä. dergestalt in meiner Kirche aufgebaut... :roll: ... also ich will mal so sagen: Kruzifix, da hätte mich der Herrgott aber vor eine verdammt harte Prüfung gestellt.
Nichts gegen basteln um des Bastelns willen; mach ich, wenn auch auf anderem Gebiet und in der Freizeit, ebenfalls mit Hingabe und Begeisterung. Aber ich hoffe inständig, dass ich nie, nie, niemals in die Situation kommen werde, einen realen Tonjob mit einem solchen IT – Desasterpotentialhaufen erledigen zu müssen.
Haben wir nicht gerade erst unter allerlei Geburtsschmerzen die 19“ – Welt mit all ihren Logistik - und Drahtverhauproblemen einigermaßen erfolgreich hinter uns gelassen, und stehen/ sitzen stattdessen jetzt hinter kompakten, inzwischen auch unter Stress wenigstens halbwegs unfallfrei beherrschbaren all in one – Arbeitsgeräten?
Ich hab’ noch mindestens zehn, eher fünfzehn Jahre bis zur Rente. Bitte bestärkt mich in der vagen Hoffnung dass das reicht, bevor 'Mischen' nur noch mithilfe von Tastatur, Maus und kostenpflichtiger Supporthotline möglich ist :? .
Mit freundlichem (und fast ernst gemeintem) Gruß
BillBo
+1 für billbo; auch wenns dir vermutlich wehtut, Tomy: Die Kabelage geht gar nicht. Das muss alles wenn möglich nach hinten, sauber in Bäume oder Mucos gebündelt und vor allem *schwarz*. Und die lose Monitor-Tastatur-Trackball-Kombi gehört entweder durch eine 19"-KVM-Schublade oder eine Remote-Software ersetzt.
Dafür sieht der FoH aber echt gut aus.
Nerdy... ![]()
nix für ungut ![]()
derautor
Ja, ja die lieben Kollegen.
Ist ja schön, dass ihr Euch solche Sorgen um den Pfarrer macht, aber ich kann auch beruhigen.
Das ganze war von vorne kaum sichtbar, da hinter der 'kanzel' versteckt, und nebenbei stand noch ein ca. 45 köpfiger Gospelchor davor.
Dem Pfarrer hat's im übrigen gefallen ![]()
Tomy
Zitat von "TomyN"[...]
Dem Pfarrer hat's im übrigen gefallen
Tomy
So etwas eignet man sich ganz schnell in der IT-Brange an... wenn es zu "klinisch" und aufgeräumt aussieht, könnte der Kunde ja anfangen zu denken, dass er das auch könnte...
Schon einmal in "echten" Serverräumen gewesen? ![]()
Ja, kenne ich. Und wie überall im Leben gibt es solche und solche...
Der entscheidende Unterschied: zwischen Publikum und Technik befindet sich eine blickdichte, geschlossene Tür. Und Zutritt haben ausschließlich verhärmte, anämische Gestalten mit leicht wirrem Blick aus roten Augen, übernächtigtem Stoppelbartgesicht, kaum merklich zittrigem rechten Arm, und Kaffeeflecken auf dem Sweatshirt.
Genau das möchte ich mir für die Restlaufzeit meines beruflichen Wirkens nach Möglichkeit so weit es geht ersparen. Mir reicht da schon die Steuererklärung. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Hi,
also nochmal zur Beruhigung der Nerven
- Der Standort wurde absichtlich so gewählt, da er den besten Kompromiss zwischen 'Unsichtbarkeit' und Zugänglichkeit auch währen des Soundchecks / Konzert dargestellt hat.
- Der Monitor und die Tastatur waren nur zum Soundcheck eingesetzt.
- Die gesamte EDV Verkabelung ist bis auf zwei FireWire Kabel fest verkabelt, und die zwei FireWire Kabel sowie die Analogausgänge befinden sich auf der Rückseite der Racks.
- Ansonsten kommen da nur Audiosignale an, die meisten auf beschrifteten Subsnakes
Ich hätte auch lieber ein 20 HE Schwingungsgedämpftes Rack mit Blue-Wheels, Lüftern und Hartings. Leider passt das weder zu meinem VW-Bus noch zu meinem Geldbeutel, ganz abgesehen davon, dass ich es nicht mal mehr alleine laden könnte. Da spiele ich (leider?) ein paar Klassen tiefer.
Ich kann nur sagen, dass das SAC System funktioniert. Vor 15 Monaten wäre da halt links eine Stagebox gestanden, mit den gleichen Sub-Snakes dran, bei den Musikern eine 12/0 er Stagebox, es währen drei Mucos zum Pult gelaufen, und das GL4/40 hätte den kompletten Gang versperrt. Der Sound wäre nicht besser gewesen, und einige Dinge, die wir hier realisert haben, wären schlicht nicht möglich gewesen.
Tomy
Ich hoffe, Du nimmst mein Gemopper nicht all zu ernst
. Aber bei all der Euphorie hier muss irgendjemand ja auch mal einfach mal dagegen halten.
Für so einen Job, wie Du ihn schilderst, nehme ich einen LS9 und 'ne 40m Schilltrommel mit.
Das habe ich mit (dem Küster) einem 2. Mann in 10 Minuten aufgebaut und einsatzbereit. Auch wenn ich den USB Stick vergessen habe, dafür gibt’s 'Initial Data'. Und kann ab da einfach arbeiten. Ohne mir irgendeinen Gedanken zu Protokollen, Kompatibilitäten, Slipped Buffers, Plugins, oder was auch immer machen zu müssen. Wie bediene und überwache ich bloß den Gain meiner Wandler? :idea: Ha! Ich drehe einfach am Gain Encoder.
Und während Du nach der Show noch Sicherheitskopien anlegst, Dein Betriebssystem runterfährst und rätselst, was Du bis zum nächsten Gig noch alles umkonfigurierst und ob Du nicht doch besser noch eine 2. USV mit nimmst, bin ich schon längst wieder im Hotel.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
![]()
Nun ja, LS-9 wäre hier sehr knapp (ca. 50 Inputs, 8 Monitorwege + 2 FoH), und dass dir der Küster hilft, wäre ein Glücksfall...
Mit den Gains hast du sicher recht, aber das hat bisher immer funktioniert (SAC hat sowas wie 'Trim on console').
Leider bist du ja beim 10 Jährigen verhindert, da hätten wir ja ein 40-10er Muco gegen Ethernet + 4 er Muco Auf und Abbau Rennen machen können ![]()
Ehrlich, ich hab vor etwas mehr als einem Jahr genauso gedacht wie du und immer vom iLive geträumt. Inzwischen hab ich mich auf SAC eingelassen, angefangen mit kleinen Gigs und mache nun eigentlich alles damit. Ab und zu sitzte ich auch vor einem i-live und finde es immer noch recht durchdacht, aber die absolute Begeisterung ist weg. Im übrigen bootet mein SAC Rack in 16 Sekunden, das iLive braucht da locker viermal so lang...
Und mein GL4-40 das mich treu über 12 Jahre begleitet hat, steht seit einem Jahr in der Ecke und langweilt sich..
Tomy
50 Inputs in 'ner Kirche? Das ist doch Science Fiction, oder?
Selbst für den größten aller vorstellbaren Gospelchöre im Kölner Dom reichen 6 richtig platzierte Chormics und 3 Solistenfunkstrecken.
Aber beim letzten Satz sind wir uns einig. Wir haben bei uns in der Halle so eine Art 2. Etage; das (überquellende) Altlastengrab. Da wird auf den einen oder anderen Onlineversteigerer demnächst noch so einiges an Arbeit zukommen...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Hi,
das mit der Philosophie 'Overheads' vs. 'Einzelmikrofonierung' könnte man nun ellenlang in einem anderen Thread diskutieren (das wurde imho auch schon mal gemacht).
Meiner Meinung nach hängt das zum einen am Chor (wo wir wieder bei den Ligen wären), zum andern auch von der Definition von Gospel ab. Ein Amazing Graze klingt mit vier Overheads sicherlich deutlich besser als mit Einzelmikros, wogegen ich bei z.B. Brighter Day (Kirk Franklin) die Einzelmikrofonierung bevorzugen würde.
Weiterhin hab ich halt die Situation 20 Sopräne gegen 4 Bässe etc. Und hier gibt's viele schöne Markgrafenkirchen, da kommt dann spätestens bei 'Oh happy day' alles mögliche über die Overheads, aber so Begriffe wie 'Beat' oder 'Präzision' lassen sich dann nicht mehr anwenden...
Drum wurden es halt deutlich über 30 Chormikros, zwei für die Solisten und noch acht Inputs für die Band.... Mein GL-4/40 war immer 'randvoll', und mit SAC kann man halt noch ein paar Mikros mehr verteilen ...
Ansonsten bin ich mir relativ sicher, dass du mich mit einem uralten Behringer-Pult 'locker an die Wand mischt'. Für mich war klar, dass nach dem GL4-40 eine 'Steigerung' sein muss (ansonsten hätte ich alle fünf Jahre einige Elkos getauscht und mit dem Ding fröhlich weiter gemischt). Für mich wichtig war dabei der Fortfall des Mucos, und da ich (praktisch) keinen Dry Hire mache, konnte ich mich auf was ausergewöhnliches Einlassen (und auch mit wenig Kapitaleinsatz starten). Für dich sieht die Sache sicher anders aus, was ich auch verstehen kann. Übrigens hab ich drei Hall Presets, ein HauptHall Plugin und schlafe zu 90% nach dem Gig zuhause...
Tomy
ZitatAnsonsten bin ich mir relativ sicher, dass du mich mit einem uralten Behringer-Pult 'locker an die Wand mischt'.
Du überschätzt mich oder unterschätzt Dich. ![]()
Mischen als Beruf ist neben Erfahrung und Routine vor Allem eine Frage der Tagesform. Ich hab schon Ergebnisse abgeliefert, für die ich mich bis heute schäme – dummerweise vergisst man so was nie. Wobei: an die Wand mischen ist da schon irgendwie der richtige Terminus. :lol:
Es gibt 'mischende Musiker' von denen ich weiß, dass sie technisch praktisch völlig ahnungslos sind. Stellt man die aber hinter ein funktionierendes Mischwerkzeug gibt’s nicht selten verblüffend gute Ergebnisse – sie gehen die Sache von einer ganz anderen, technisch vollkommen unvoreingenommenen Seite aus an. Andererseits ist natürlich bei auftretenden Problemen dann ganz schnell Hängen im Schacht; deshalb haben Tontechniker durchaus ihre Existenzberechtigung. Probleme gibt’s schließlich eigentlich auf jedem Job mehr als reichlich.
Und genau deshalb stehe ich der SAC – Geschichte ziemlich skeptisch gegenüber. Schon heute kämpfe ich (hinter einem neuen/ unbekannten/ nicht ausreichend vertrauten Digipult) oft mehr mit den Tücken der Technik als dass ich mische. Intuitives Mitschwimmen mit der Musik kann man das dann beim besten Willen nicht mehr nennen; manchmal reicht’s kaum mehr für halbwegs taugliches Krisenmanagement.
Wird nun alles gänzlich frei konfigurierbar sind wir schnell an einem Punkt, an dem jeder Tech NUR noch mit seinem ganz persönlichen Setup arbeiten kann. Und wehe, dieses – oder gar der Tech – fällt aus. Dann dürfen alle schön nach Hause gehen.
Anderswo haben wir solche Probleme längst. Ganze Handelsfirmen stehen unversehens still, weil das zentrale Buchungssystem streikt und der eine betriebseigene IT’ler, der da als einziger noch den Durchblick hat, gerade nicht erreichbar ist. (Andererseits verdienen sich Anbieter von "Kundenspezifischen Full Service Komplettsystemlösungen" gerade an der Angst ihrer Kunden vor solcherlei GAUs eine goldene Nase).
Für meine Arbeit möchte ich fehlertolerante, intuitiv bedienbare Werkzeuge. Ich brauch 'nen zuverlässigen Transporter, keinen Testarossa mit persönlicher Service - Nothilfe - Geheimnummer; egal wie sexy der ist. Ich möchte nicht dass Veranstaltungen eines Tages nur noch dann guten Gewissens durchführbar sind, wenn ich im Vorfeld genügend exclusiven "Proaktiven SAP ... äh ... SAC Enterprise Support" buche.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ich fahr jetzt den dritten VW-Bus als einziges Auto. Der macht alles, von Einkaufen über den Gig bis zum Campingurlaub.
Ansonsten stimme ich dir zu. SAC ist (und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer bleiben) eine Nischenlösung, mit einem nicht alltäglichen Konzept. Gerade dieses Konzept, dass von den üblichen 'Wir portieren ein Analogpult auf den Rechner' abweicht, macht auch den Reiz aus.
Ansonsten bin ich mit Digipulten sehr ahnungslos, vielleicht hab ich mir dadurch auch einen Schritt gespart, bzw. die Motivation sich auf was neues einzulassen war relativ hoch.
Tomy
Sach ma...sind wir nicht alle ein "wenig off topic"
Vielleicht einfach mal einen neuen Thread aufmachen.
LG
WW
BTW: Das SAC eher ein Produkt für die "alternative Mischszene" ist, dass ist uns wohl allen klar.
ZitatSAC ist (und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer bleiben) eine Nischenlösung, ...
ZitatBTW: Das SAC eher ein Produkt für die "alternative Mischszene" ist, dass ist uns wohl allen klar.
Wie lange, glaubt Ihr, dauert es bis zu folgendem Standard - Dialog:
Veranstalter: wieso wollt Ihr Mischpulte? Die letztes Wochenende haben das mit einem Laptop gemacht.
Techniker: und, hat’s denn problemlos funktioniert?
Veranstalter: na ja... aber dafür war’s umsonst!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
weiss nicht......
Wie lange hats denn gedauert bis DigiPulte ihre breite Akzeptanz gefunden haben???
Vielleicht kann man das als Zeitraum annehmen ![]()
Ok.... umsonst gabs das dann nicht........