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Gain before feedback - Bitte um Erklärung

  • georgenomex
  • 6. Juni 2011 um 19:34
  • wora
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    • 11. Juni 2011 um 21:27
    • #21
    Zitat von "dechnikusch"

    ...
    eine gute monitorbox, die in allen akustischen / räumlichen widerwärtigkeiten funktioniert,
    wird kein konstrukteur der welt zusammenbringen…

    sowas kann es natürlich nicht geben. man kann aber boxen bauen, die unter möglichst vielen bedingungen gut arbeiten.
    und man kann boxen bauen, die nur ab und an mal richtig toll funktionieren... ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sebastian Giese
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    • 13. Juni 2011 um 13:59
    • #22
    Zitat von "wora"

    was hier bislang auch noch nicht beachtet wurde ist das thema endstufe und kabel.
    ein höherer dämpfungsfaktor durch einen stärkeren amp und dickere kabelquerschnitte können die entscheidenden letzten dezibel bringen, weil der amp den lautsprecher besser im griff hat.

    Könntest du genau das nochmal kurz erklären? Das war mir schon bei Gumas Workshop ein Rätsel, wie eine höhere Entdstufenleistung Rückkopplungen vermindern kann...

  • wora
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    • 13. Juni 2011 um 14:39
    • #23

    ganz ehrlich habe ich gumas erklärung dazu auch nicht ganz verstanden ;)

    als elektroniker sehe ich aber einen vorteil in einem hohen dämpfungsfaktor.
    dieser sagt aus, wie gut der verstärker den lautsprecher "im griff" hat. der lautsprecher induziert ja durch seine membranbewegung in der schwingspule eine spannung, die zurück in den verstärker läuft. je besser der verstärker diese spannung unterdrücken kann, desto besser wird die membranbewegung kontrolliert.
    das müsste vor allem im grenzbereich zur rückkopplung eine hilfe sein, weil die kontrolle über die membranbewegung einfach besser ist. ich bin diese vermutung noch nie wissenschaftlich angegangen, es ist eben eine reine vermutung.

    aber stärkere amps haben in der regel auch einen geringeren innenwiderstand, also einen höheren dämpfungsfaktor.
    zu einem geringen dämpfungsfaktor gehören aber auch zwingend kabel mit vernünftigen querschnitten!
    und in der tat ist die erfahrung ja so, das man mit starken endstufen und guten kabeln im monitor einfach besser arbeiten kann.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 13. Juni 2011 um 15:06
    • #24

    Headroom !!!!!

    Ihr vergesst alle Headroom!!!

    Starke Wedges wie zb der M2, oder die 212 von Meyer und Adamson, oder die große Serie von Martin haben Headroom ohne Ende, weil sie richtig Leistung bringen.

    Da geht natürlich auch viel lauter, als ein Monitor, der an seine Grenze läuft
    ( Laut vor Pfeiffen :D:D:D:D )

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • wora
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    • 13. Juni 2011 um 22:52
    • #25

    nein, ich habe den headroom nicht vergessen.
    denn ich gehe einfach davon aus, das dieser in sinnvollem maße vorhanden ist.
    wenn ein monitorsystem keinen vernünftigen headroom hat, kann man es ohnehin nicht ernst nehmen!
    der headroom allein kann aber nicht erklären, warum es systeme gibt, die gutmütiger sind als andere.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 13. Juni 2011 um 23:08
    • #26

    Naja, wenn ein kleineres Monitorsystem noch leicht Headroom hat, es aber trotzdem schon Feedbacks gibt, dann hilft mehr Headroom nicht.

  • niggles
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    • 14. Juni 2011 um 01:00
    • #27
    Zitat von "Jens Droessler"

    Naja, wenn ein kleineres Monitorsystem noch leicht Headroom hat, es aber trotzdem schon Feedbacks gibt, dann hilft mehr Headroom nicht.

    Doch, genau das hilft. Auf den letzten 3-5 dB vor der Leistungsgrenze (="leichter Headroom") ist bei vielen passiven Zweiwege-Monitoren der Klirr in den Pegelspitzen bereits deutlich erhöht und das Abstrahlverhalten wird unregelmässig weil dem Hochtontreiber die Puste ausgeht. Da geht noch nix kaputt, alle Lampen sind noch grün aber es tritt der typische Effekt ein dass "sich plötzlich keiner mehr hört". Und wenn man dann lauter macht ist es völlig vorbei mit der Linearität und die Feedbackorgie geht los. Bleibt man mit einem etwas grösseren (und/oder besser abgestimmten) System hingegen unterhalb dieses Bereiches gibts bei gleicher Bühnenlautstärke keine Beschwerden. Überdimensioniertes Amping und Verkabelung hilft noch zusätzlich alles im "kontrollierten" Betriebsbereich zu halten.
    Daher sind reine maxSpl-Angaben bei Monitoren eigentlich Käse. Viel interessanter ist, bis zu welchem Punkt a) der Klirr niedrig genug bleibt und b) die Abstrahlung hinreichend gleichmässig.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • wora
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    • 14. Juni 2011 um 09:23
    • #28

    die abstrahlung dürfte sich eigentlich nicht ändern, denn weder gehäuseform noch hornkontur sind leistungsabhängig.
    beim frequenzgang sieht das aber ganz anders aus!
    wir kennen alle die maxSPL bildchen aus dem PP, da kann man schön sehen das die linearität am ende der leistungsfähigkeit zum teil massiv leidet ;)

    aber dies allein erklärt nicht, warum es gute und weniger gute monitore gibt.
    beim thema "an der leistungsgrenze betrieben" würde ich sogar behaupten, das sie schlicht unpassend sind.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 14. Juni 2011 um 12:43
    • #29
    Zitat

    beim thema "an der leistungsgrenze betrieben" würde ich sogar behaupten, das sie schlicht unpassend sind.

    Danach gäbe es überhaupt keine passenden Monitore. :D

    Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es mindestens 2 ziemlich unterschiedliche Monitorsituationen gibt: die, bei der ein schwachbrüstiges Stimmchen gepaart mit miserablem Mikrofonhandling es schwierig macht festzustellen, ob überhaupt irgend etwas Nennenswertes aus dem Monitorböxlein schallt. Das ist die, bei der man sich stundenlang mit Mikrofonpositionierung und „Einpfeifen“ zu helfen versucht; um im Anschluß festzustellen, dass man genau so weit ist wie vorher. Und die andere, bei der eine kräftige Röhre in lauter R&R Bühnenumgebung routiniert zur Sache geht; das ist die, die Klauston meint.
    Mit einer halbwegs lauten, ausgebildeten Sing – oder Sprechstimme und 'nem SM58 bringe ich jedes mir bekannte Monitorsystem sofort an die Aussteuerungsgrenze (und damit dort hin, wo aufgrund von Wandlergrenzen bzw. Schutzschaltungen jegliche Linearität im Übertragungsverhalten verloren geht). Dort ist Headroom dann tatsächlich das Hauptkriterium für hört sich/ hört sich nicht, und der lässt sich durch Auswahl geeigneter Werkzeuge im Vorfeld durchaus planen.
    Bei leisem Monitoring sind dagegen häufig eher die Umgebungsvariablen das Problem als die Box. Gibt’s Bühnenraumresonanzen? Resoniert die abgenommene Schallquelle (der A – Gitarrenkorpus, der Mundraum des Sängers bei bestimmten Vokalen)? Wird das Mikro bewegt? Ist die Oberfläche der abgenommene Quelle schallhart/ reflektierend, und das u. U. stark frequenzselektiv? Addieren sich Wellenberge aus PA und Monitorbox an einer bestimmten Stelle auf der Bühne bei einer bestimmten Frequenz besonders ungünstig? All das lässt sich in der Praxis nicht oder nur sehr schlecht vorhersagen; die Verwendung einer Box mit möglichst glattem Frequenzgang und vor Allem einem dem der Punktschallquelle möglichst nahe kommenden Phasengang ist aber in jedem Fall schon mal hilfreich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 15. Juni 2011 um 11:34
    • #30

    Ich habe mir erlaubt, das in 'Praxis' zu holen, da das logischerweise weit über ein "Boxenthema" hinausgeht.

  • Jens Droessler
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    • 15. Juni 2011 um 12:47
    • #31

    @ niggles: Damit unterstellst du mir ja, ich hätte nur Amp-Headroom gemeint ;) Ich meinte schon das Gesamtsystem, und da würde ich zu Headroom auch die von dir erwähnten Dinge mit reinzählen. 3dB am Amp nützen ja nichts, wenns die Box nicht sinnvoll umsetzen kann.

    Allerdings glaube ich nicht, dass sich an der Abstrahlung etwas ändert, bis auf gewisse Auswirkungen im Übergangsbereich von Pappe zu Horn/Treiber, weil sich die Pegelverhältnisse zwischen den Beiden ändern (Power Compression, Xmax-Überschreitungen etc.).

  • niggles
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    • 15. Juni 2011 um 19:14
    • #32
    Zitat von "Jens Droessler"

    @ niggles: Damit unterstellst du mir ja, ich hätte nur Amp-Headroom gemeint ;) Ich meinte schon das Gesamtsystem, und da würde ich zu Headroom auch die von dir erwähnten Dinge mit reinzählen. 3dB am Amp nützen ja nichts, wenns die Box nicht sinnvoll umsetzen kann.


    Sorry, da verstehst du mich wohl falsch. Ich meinte eben genau diesen Headroom des Gesamtsystems, der sich nicht nach Ampleistung sondern nach Unterschreiten eines bestimmten Klirrfaktorwertes (ab dem der musikalische Informationsgehalt leidet) bemisst. Und genau da gibts eben gewaltige Unterschiede in der Qualität von Schallwandlern. Vierstellige elektrische Wattzahlen mit 0,1% Klirr kann heutzutage ja jeder. Davon wird aber der typische 12"/1"-Budget-Monitor der auf dem Stadtfest oder kleinen Indierock-Festival beim etwas bekannteren Hauptact plötzlich richtig Feuer geben muss (sozusagen der nahtlose Übergang von BillBo-Szenario 1 zu 2) nicht linearer und auch die Haare des Mischers nicht weniger grau...

    Zitat


    Allerdings glaube ich nicht, dass sich an der Abstrahlung etwas ändert, bis auf gewisse Auswirkungen im Übergangsbereich von Pappe zu Horn/Treiber, weil sich die Pegelverhältnisse zwischen den Beiden ändern (Power Compression, Xmax-Überschreitungen etc.).


    Genau das isses. Macht sich in der Praxis dadurch bemerkbar dass manche, vor allem passiv getrennte Monitore bei Annäherung an den Grenzlastbereich off axis plötzlich zu rabiatem Feedback neigen...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. Juni 2011 um 00:33
    • #33
    Zitat von "wora"

    die abstrahlung dürfte sich eigentlich nicht ändern, denn weder gehäuseform noch hornkontur sind leistungsabhängig.
    beim frequenzgang sieht das aber ganz anders aus!
    wir kennen alle die maxSPL bildchen aus dem PP, da kann man schön sehen das die linearität am ende der leistungsfähigkeit zum teil massiv leidet ;)

    Nicht, dass du die Grafiken falsch interpretierst - dargestellt wird für jede Terz der Pegel, bei dem der jeweilige Verzerrungsanteil erreicht wird. Das hat mit einem herkömmlichen Frequenzgang überhaupt nichts zu tun.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 16. Juni 2011 um 13:30
    • #34

    es ist aber schon so, das sich der frequenzgang im grenzbereich ändert, weil die treiber nicht bei allen frequenzen gleich effektiv arbeiten. so ergeben sich einfach bereiche, die noch mit höheren pegeln abgestrahlt werden können, wogegen andere bereiche bereits "am ende" sind. eine gewisse unlinearität am ende der leistungsfähigkeit kann man also nicht vermeiden.

    deshalb sind überdimensionierte monitore immer die bessere wahl, was ja auch dem argument "mehr headroom" entspricht.
    oder anders herum: wenn mir ein verleiher ein paar monitore mit 100 oder 150W für eine rockband stellen will, kann ich von vorneherein sagen, das wir damit ein problem bekommen werden ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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