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Praxiserfahrung Bolzen/Splint oder Bolzen/verschraubbar

  • jaan2204
  • 22. Juni 2011 um 10:53
  • jaan2204
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    • 22. Juni 2011 um 10:53
    • #1

    Hallo,

    ich wollte mal wissen wie das bei euch ist und welche Erfahrungen ihr gesammelt habt:

    Wir hatten bis dato immer die Eier einseitig an der Truss mit Bolzen verschraubt, so dass immer ein Satz Eier mit der Truss fest verbunden war. Das schützt vor Verlust, jede Truss hat ihren Verbindersatz am Mann und Laien versuche nicht den Bolzen mit dem Vorschlaghammer durch einen verdrehten Konus zu schlagen.

    Allerdings musst man beim diversen individuellen Bauten immer wieder feststellen, dass immer mal ein Satz Eier (z.B. am Ende, bei Eckverbindungen, Sleeves) dann im weg war und dann nervig abgeschraubt werden musste. Ebenfalls lösen sich Verbindungen von Trussen beim Abbau manchmal besser, wenn beide Seite "entbolzt" sind.

    Welche Erfahrung habt ihr gemacht und wie händelt ihr in der Praxis das mit euren Trussbestand?
    Nur lange gerade Stücke mit festen Bolzen oder nehmt ihr generell nur temporäre Bolzen-/Splinte und demontiert Bolzen, Splint und Eier beim Transport?


    Vielen Dank im voraus.

    mfg
    andré

  • AMLB
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    • 22. Juni 2011 um 11:00
    • #2

    An Geraden bleibt immer eine Seite dran, allerdings mit Splinten und nicht verschraubt. Bei den Eckstücken bleibt immer das dran, was nicht an den Geraden verbleibt. Beim nächsten Aufbau - wie immer in anderer Art - passt es dann im Regelfall doch nicht....

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • niko remy
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    • 22. Juni 2011 um 11:39
    • #3

    An allen graden Strecken sind auf einer Seite Eier mit Bolzen fest verschraubt und seitdem nie mehr Probleme gehabt mit fehlenden Eiern. die Bolzen sind in einem Setzkasten drin, welcher komplett ist. Wenn der beim Abbau nicht komplett ist, fehlt was. Die Splinte sind aber nicht abgezählt aber weil alles so genau drin ist achtet bisher jeder, vom Laienhelfer bis zum gebuchten Techniker, auch darauf, das da alle wieder rein kommen. An den Ecken sind zwar auch die Eier dran geschraubt aber im Vorfeld ist ja bekannt was gebaut wird, und dann werden die Eier im Lager umgesetzt oder entfernt. Standartmäßig sind die so fest, dass ein komplettes Carree von jedem ohne Erfahrung gebaut werden kann.

  • david anhäuser
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    • 22. Juni 2011 um 11:52
    • #4

    Geraden einseitig beschlagen mit Schraubbolzen+Ei
    Ecken unbestückt + Mobile Eier somit gibt es nie Probleme

  • djobi
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    • 22. Juni 2011 um 12:35
    • #5
    Zitat

    An Geraden bleibt immer eine Seite dran


    alleine aus wirtschaftlichen Gründen (Arbeitszeit). Wenns halt nicht auseinander geht, werden halt beide Seite losgemacht, ...

    Zitat

    und dann werden die Eier im Lager umgesetzt oder entfernt.


    Habt ihr Langeweile? lohnt sich der Aufwand? Irgendwer legt dann ne Ecke falsch hin und schon paßt das vorbereitete System nicht mehr ... vergl. AMLB

    Zitat

    die Bolzen sind in einem Setzkasten drin, welcher komplett ist. Wenn der beim Abbau nicht komplett ist, fehlt was


    Gut, ok, aber auch hier die Frage: lohnt sich der Aufwand? Ist es sinnvoller ne halbe Stunde nach 2 Bolzen zu suchen, oder für nen Euro nachzukaufen?

    Ich hatte auf den meisten Baustellen selten den Fall, daß
    a) wirklich *alle* Trussstücke vorab einseitig komplett bestückt waren (habt ihr wirklich soviel Zeit im Lager alles zu ergänzen, umzubauen, etc ?)
    b) dies dann wirklich auch paßte (z.B. bei den Ecken)
    c) wirklich alle Helfer die Bolzen beim Abbau an den "richtigen" Stellen entfernt hatten und
    und somit immer mal nen paar Bolzen und Eier mehr oder weniger im Koffer waren.
    Dafür guckt man mal am Ende beim Abbau über die Baustelle ob noch irgendwo was rumliegt (sollte man eigentlich immer machen, oder?)

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • Sven H
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    • 22. Juni 2011 um 12:52
    • #6

    Noch nie Agentur Hands dabei gehabt? Es gibt zu den Schraubbolzen an einer Seite keine Alternative.
    Und im Notfall kann man diese ja auch wieder entfernen.
    Bei uns sind Elemente (Geraden, Kreis) einseitig verschraubt und Sonderteile wie Ecken an einer verbindung. Für Kreuze und T-Stücke gibt es Trusskoffer mit Eiern / Bolzen / Splinte / Hammer sowie einer 13ner Ratsche wenn mal was nicht passt.

  • skyper
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    • 22. Juni 2011 um 13:43
    • #7

    Kommt aufs Alu bzw. die Eckverbinder an, so pauschal kann man das nicht sagen...

    Bei Global z.B., wo man direkt Halbeier an die Cornerblocks montiert, machen u.U.
    an gewissen Stücken lösbare Konusverbinder an den Traversen Sinn.
    (Ein Kollege hat z.B. seine 21cm/71cm -Stücke immer ohne Eier, da die meist benötigt werden um metrisches Außenmaß bei 29cm Corner zu erreichen.
    Hier feste Eier zu haben wäre jedesmal ein Ärgernis bzw. Gang zur Werkzeugkiste)

    Bei Alu mit Hülsen an den Cornerblocks/Eckteilen (z.B. Expotruss, Eurotruss, Prolyte)
    immer alle Geraden und Kreissegmente mit einseitig Eier verschraubt,
    Ecken/Corner grundsätzlich nackig.
    Alleine schon weil bei Cornerblocks nie klar ist ob nun Eierbecher
    oder Adapterteile für metrische Maße drankommen.
    Und man spart sich diverse Gehirnwindungen wenn man einfach an der Seite mit den fehlenden Eiern
    ein kleines Osternest fallenlässt, statt alle Ecken vorsortiert in der Halle zu verteilen.
    Schrauben muss man allerdings ggf. wenn mehr als ein Spacer je Strecke eingesetzt werden muss.


    Bei kombinierten Systemen (z.B. gibt es bei Slick Litebeam Ecken mit und ohne eingenieteten Eiern)
    macht es imho Sinn immer alles so weit als möglich "nackt" zu machen
    und genügend einzelne Konusverbinder mitzunehmen.

    Letztlich ist es Geschmackssache, ich finde allerdings komplett gestrippte Traversen deutlich zeitaufwändiger als einseitig vorkonfektioniertes Material,
    lieber in Sonderfällen mal ein paar Pins demontieren.
    Wenn man die Schraubpins dann gleich in die ausgebauten Eier baut findet man sie am Ende auch ohne große Mühe wieder
    Natürlich im Idealfall neue Selbstsichernde Muttern verwenden,
    die sind ja strenggenommen nach der Demontage nicht mehr einzusetzen.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • treibsand
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    • 23. Juni 2011 um 14:56
    • #8

    Ich kenne nur von diversen Buden aus dem umland die o.g. Version mit einseitig verbleibenden Bolzen mit Splinten und nackigen Sonderteilen.
    Einzige Ausnahme: Kreissegmente mit bunt wechselnd verbauten verschraubten Bolzen, damit sie immer in der einen, richtigen Reihenfolge verbaut werden.
    Dann sind auf Produktion IMMER genug Eiger & Einzelbolzen/Splinte am Start und ein Tech betreut die Hands, damit es passt. Ich habe auch schon Hands erlebt, die dann das Multitool auspacken und die Schraubbolzen lösen wollen...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • jaan2204
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    • 23. Juni 2011 um 15:00
    • #9

    Vielen Dank für eure Informationen, dass hat mir wirklich weitergeholfen. :D

    Schlussendlich bleiben alle Ecken, Blöcke und 50cm Stücken konusfrei bzw. nur mit temporären Bolzen, alle Meterstücke ab 1m werden mit festen Bolzen verschraubt.


    mfg
    andré

  • daniel heide
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    • 24. Juni 2011 um 08:18
    • #10

    Für alle die sich das Schrauben sparen wollen gibt es folgende Alternative:

    Die Bolzen ganz normal mit einen R-Clip versehen und den R-Clip dann vorne mit einem Mini-Kabelbinder verschließen. Kann dann nicht mehr rausfallen, animiert die nicht ganz doofen Helfer auch dazu die Seite nicht zu lösen oder wenigstens vorher zu Fragen. Ist schneller gelöst als Schrauben und auf günstiger als regelmäßig neue selbstsichernde Muttern.

    Gruß

    Daniel Heide
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    Lass dir von Keinem imponieren der sagt: "Das mache ich schon seit 20 Jahren so!" Man kann etwas auch 20 Jahre lang falsch machen.
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  • marcoboy
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    • 30. Juni 2011 um 07:44
    • #11

    also an geraden Längen habe ich auch die Eier fest dran. Aber wie schon angesprochen ich habe auf den Sleeve Blöcken Anbau Konus dran. Ab der Stelle gibt es dann ein Problem :lol: Verlust ist immer da. Keine Ahnung warum. Selbst bei Prolyte sind die Verbindungsteile nicht sehr teuer. Ein R-Clip beläuft sich um Cent Bereich.

    Gerade wenn man zusammen arbeitet ist Verlust vorprogrammiert. Schon alles versucht anmalen der Teile etc. Vergiss es keiner setzt sich hin und fummelt dann die Teile auseinander oder fängt an zu zählen. Ewt könnte man den Eimer ja auf eine Wage stellen :roll:

  • daniel heide
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    • 30. Juni 2011 um 10:58
    • #12
    Zitat von "marcoboy"

    Ewt könnte man den Eimer ja auf eine Wage stellen :roll:

    Das mit dem Eier und Bolzen wiegen statt zählen kenne ich durchaus von einigen Firmen. Gibt ja sogar Waagen bei denen man Einzelgewichte einspeichern kann. Eier oder Bolzen auf die Waage schmeißen und Zack hat man die Zahl.

    Daniel Heide
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    • 30. Juni 2011 um 12:38
    • #13

    bei mir ist alles einseitig mit schraubbolzen bestückt. sonderbauteile werden nach bedarf geschraubt (cornerblöcke) und sind unbestückt

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  • djobi
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    • 30. Juni 2011 um 12:50
    • #14
    Zitat

    Gibt ja sogar Waagen bei denen man Einzelgewichte einspeichern kann. Eier oder Bolzen auf die Waage schmeißen und Zack hat man die Zahl.


    Nennt sich Zählwaage. Aber du musst zum Wiegen schon Eier und Bolzen trennen :D
    Nur so eine Waage kostet ca 500€ aufwärts - da gibts ne Menge Ersatzmaterial für

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    • 30. Juni 2011 um 17:25
    • #15

    ...was Verluste angeht:
    Ich persönlich achte sehr genau drauf, wenn ich bei anderen Firmen Alu nageln/zerlegen muss - allerdings achte ich nicht auf die Mengen, sondern eher darauf, dass zerschlagene Bolzen oder aufgebogene Splinte den Weg ins nächste Gebüsch finden...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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    • 1. Juli 2011 um 11:35
    • #16

    zerdengelte bolzen ist ok, das mit den r clipsen kann ich nicht nachvollziehen

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  • daniel heide
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    • 1. Juli 2011 um 11:58
    • #17

    Bei der gesamten Diskussion die sich ja dann auch in Richtung Bolzen und Eier und Clip-Verlust entwickelte stehen
    ein bischen zwei Philosophien gegeneinander.

    Die einen sparen sich jegliche Arbeit mit Bolzen und R-Clips was zählen und sowas angeht. Hauptsache es sind genug auf der Baustelle. Arbeitszeit ist wichtiger als "Pfennigartikel".

    Die anderen sind sparsamer, suchen die Baustelle lieber zweimal nach liegengebliebenem ab. Wenn der Kollege zu wenig heimbringt von der Miete wird nochmal nachgefragt und mache nehmen für einen 0,15€ Artikel auch ne Zange zur Hand und richten den in 10 Sekunden. Denn was man hat und was noch gut ist braucht man nicht neu kaufen.

    Was jetzt besser oder ökonomischer ist will ich mal nicht beurteilen.

    Daniel Heide
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    • 1. Juli 2011 um 13:11
    • #18

    zur ersten philosophie kann ich nur aus erfahrung sagen, das die nicht funktioniert. die leute nehmen sonst nämlich das zeug schüttenweise mit. da sind dann schnell mal 200 bolzen zuviel auf einer baustelle. die bolzen einzeln gehen in der regel im koffer raus. da kann man sie gut und schnell zählen. bei r clipsen nehme ich das auch nicht so genau.
    gegen das eigenmächtige wegwerfen wehre ich mich deswegen, damit es nicht in die eingene tasche geworfen wird :)

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  • djobi
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    • 1. Juli 2011 um 16:38
    • #19
    Zitat

    Die einen sparen ... Arbeitszeit ist wichtiger als "Pfennigartikel". Die anderen sind sparsamer, suchen die Baustelle lieber zweimal nach liegengebliebenem ab

    Das kann ich so nicht unterschreiben. Wenn wir das mal betriebswirtschaftlich betrachten:
    Wenn ein Helfer 15 € / h kostet und im Lager ne Stunde damit beschäftigt ist die Verbinder in der Truss zu kontrolliert und das Klein-Material zu zählen, könnt ich auch stattdessen für 15 € Material neu kaufen (wenn wir mal die Bestellkosten vernachlässigen). Noch schlimmer sieht das aus, wenn nicht ein Helfer, sondern der Chef mit kalkulatorischen 40€ Stundenlohn diese Arbeit selbst ausführt.

    R-Clips und Bolzen sind sog. "C-Artikel" - kosten wenig, hoher Aufwand (=Kosten) der Bestellung, sollten daher immer ausreichend vorrätig und schnell verfügbar sein.

    In sofern wehre ich mich dagegen jedes mal R-Clips und Bolzen zu zählen - aus Sparsamkeit!

    Genausdeswegen gucke ich beim Abbau aber nochmal genauer hin, ob was liegen geblieben ist - das bindet kaum Zeit.
    Gleichzeitig fang ich aber nicht an ne halbe Stunde nach zwei fehlenden Bolzen zu suchen.

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  • lisa f.
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    • 4. Juli 2011 um 11:49
    • #20

    Traversen und Corner: immer einseitig bestückt mit Schraubbolzen.
    Da wir nicht soo viel im Lager haben lohnt es sich für uns die a) anzumalen und b) auf der Baustelle zu suchen. Besonders militant sind wir aber auch nicht, sehen das eher so wie djobi. Defektes wird entsorgt.

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