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integration fortschrittlicher mischsysteme bei festivals

  • bernd häusler
  • 11. Juli 2011 um 19:08
  • billbo
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    • 13. Juli 2011 um 08:42
    • #21

    Du glaubst gar nicht, wie viele Jungbeschallermeister im Augenblick auf gerade diese tolle Idee kommen. Mein erstes Festivalerlebnis dieser Art (ohne zu wissen was los war) war gruselig. Fertig mit Linecheck, Band fängt an, und der örtliche Monitorer fängt auch an - mit Pegeln.
    Schau nur mal hier ins Forum: wenn’s nicht wie üblich gerade um den billigsten 25Hz – Kickbass geht, dann in der Regel darum 'wie mische ich Konzerte ohne Mischpulte?'
    Eine Wandlerbox, 2. Surface, schon können wir auch ‚Monitor’. Genau die 2x M7ES/ SD8 + SD9/ IDR + T irgendwas – Strategen, die auch 2x 3 gestackte 'Q’ ("ist doch D+B; wir haben extra 2 mehr mitgebracht") als angemessene PA für Deine ausverkaufte 2000er Halle betrachten. Die tauchen dann dort mit überladenem Sprinter und Passat Kombi auf, Hauptsach’ der Läppe passt noch mit rein, und verstehen die Welt nicht mehr, wenn’s vor Ort Zoff gibt. "Wieso, ist doch alles wertiges Material. Und über die Stative für Eure mitgebrachten Mikros müssen wir noch mal reden, die will der Veranstalter nicht extra zahlen."
    Manchmal fällt es schon schwer, die ganzen Fortschritte noch irgendwie ernst zu nehmen.

    Aahh, das tat gut. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Kracky
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    • 13. Juli 2011 um 09:31
    • #22

    Dachtest du wirklich der Trend das man sich viel zu große Schuhe an zieht weil man der Meinung ist man kann jetzt mit seinem mehr oder minder kleinen Geldbeutel in der Liga mitspielen hört bei Zeltmukken auf? Weit gefehlt, die Leute verlieren immer mehr an Realität und meinen nur weil sie zwei Lautsprecher mehr im Lager haben als andere könnten sie groß ins Business einsteigen und erleben dort dann so was von den Reinfall, aber dann ist die Show schon gelaufen und weil wir alle so dumm sind stehen wir dann da und geben Gas das nicht alles den Bach runter ist, mit dem Ergebnis das alle davon überzeugt sind, das war doch ok.
    Ich brauche bloß manche Beiträge hier im Forum lesen, da weis ich dann alles. Typen die mit 6 15"/2" Kisten eine Open Air mit 2000 PAX fahren wollen usw., ich denke wir müssen uns da eben dran gewöhnen das gerade in der Veranstaltungstechnik das Hobbyniveau bis in die oberste Liga vorstoßen wird. Ich freue mich immer wieder über jeden Kollegen der realistisch in der Lage ist seinen Horizont abzuschätzen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • guma
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    • 13. Juli 2011 um 10:04
    • #23

    Ich denke, das muß man differenziert sehen. Dort wo viele Menschen zusammen arbeiten, brauchts logischerweise die Konfiguration, die für alle spielt also nen ordentlichen Splitter an den man beliebige "Mischvorrichtungen" anschließen kann.
    Für ein eingespieltes Team ohne Fremdtechniker ist ein Madirack mit 2 SD8en dran eine feine Sache.
    Das Problem sind wie immer nicht die Geräte sondern die "Komplettanbietpreisstrategen" und denen muß man klar sagen auf welcher Baustelle welche Nummer funktioniert. Ihr müßt euch eben richtig wehren und nicht nur im Forum euren Frust ablassen. :wink:

  • billbo
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    • 13. Juli 2011 um 10:11
    • #24

    In der geschilderten Situation war nix mit wehren. Das war ein Vertreterjob für eine Band, die ich praktisch nicht kannte. Mit 1 Tag Vorlauf. An einem Digipult, was ich bis dahin noch nie gesehen hatte. Also sozusagen rundum Idealvoraussetzungen.

    Seltsamer Weise hat die Band seither auch noch nicht wieder angerufen... :roll: :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • niggles
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    • 13. Juli 2011 um 10:30
    • #25
    Zitat von "billbo"

    Du glaubst gar nicht, wie viele Jungbeschallermeister im Augenblick auf gerade diese tolle Idee kommen. Mein erstes Festivalerlebnis dieser Art (ohne zu wissen was los war) war gruselig. Fertig mit Linecheck, Band fängt an, und der örtliche Monitorer fängt auch an - mit Pegeln

    Da haben dann aber die Kollegen aus der Abteilung "Jugend forscht" den Unterschied zwischen gain sharing und gain tracking nicht verstanden und/oder können ihr eigenes System nicht bedienen.
    Gain tracking zwischen zwei Mischern die sich noch nie zuvor gesehen haben und deren Kommunikation sich auf ein paar Wortfetzen in gebrochenem Englisch beschränkt hat zwar die beschriebenen Fallstricke; zumindest das GAU-Erlebnis "Hilfe, der verdreht meinen Gain mit" bleibt einem bei einem korrekt eingestellten System aber erspart.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
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    • 13. Juli 2011 um 11:05
    • #26

    Jawoll, danke, ich wollts auch schon sagen: 'sharing' und 'tracking' hat nix miteinander zu tun. 'Tracking' ist, wenns vom Betreuer korrekt eingerichtet ist, eigentlich 'Idiotensicher'. :wink:

  • tufkaklto
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    • 13. Juli 2011 um 11:17
    • #27

    Sofern das System das kann, und das sind eben nicht viele Systeme!!!!!

    bei allen anderen kommt dann wieder das böse Wort "sharen" bzw "sharing" :roll: :roll: :roll:

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • bernd häusler
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    • 13. Juli 2011 um 14:50
    • #28

    Moin,

    die HKS-Geschichte lasst mal sein, viele Postings zum digitalen Fest zeigen mir gerade, daß ein gesunder Umgang mit der Moderne genausowenig die Regel ist, wie zu analogen Zeiten. Aus mangelnder Erfahrung resultierende Kommunikationsschwierigkeiten haben auch schon immer jeden Spaß verdorben. Fortschritt mit Kostenvorteilen ist auch kein digitales Problem, darüber haben sich Philosophen schon vor dem ersten übertragenen Tonsignal die Gänsefedern abgenutzt. Die Botenreiterei wurde durch Fahnenturm-Relais ersetzt...[ ]...heute UMTS-Mobile. So mancher Herrscher bedauert das gerade :D

    Jetzt sind wir also beim analogen Splitter, aus Erfahrung gut begründet und plausibel, fortschrittlich ist das aber nicht. Nun denn, das bewahrt auch mich vor Problemen, denn den Umgang mit digitaler Konnektivität schiebe auch ich auf, wie man damit in die Hölle geraten kann wird hier gerade publiziert. Der XLR als gemeinsames Vielfaches stirbt eben erstmal nicht aus, oder doch? Multipins und fehlende Auflösungen?

    Und genau dazu habe ich die Frage, bzw. Sorge.

    1.) Wird der >>kommunizierte<< Wunsch nach einem Splitterabgang nebst XLR-Kabel-Auflösung zur direkt neben dem Splitter stehenden DSP-Stagebox gerne erfüllt? (remember iDR/SAC-integration) ?

    2.) Ist die Erfüllung des >>kommunizierten<< Wunsches, LR1234... von der neben dem Splitter stehenden DSP-Stagebox in die bestehenden Systeme einzuspeisen, nebst der dafür nötigen XLR Kabel, immer problemlos möglich?

    Lasst Euch doch mal bitte darüber aus. Ich habe gerade vergangenen Samstag den perfektesten Sound aller Zeiten erlebt (mitgebrachtes LS9 und Multicore). Das KANN also nicht unprofessionell gewesen sein. Der einzige Unterschied zu meiner Arbeitsweise ist die durch Verlagerung des DSP entfallende Gummiwurst. PC-Mixing ist wohl meine Wahlfreiheit, das geht Keinen was an ;-).

    Ich hoffe mal, daß ein mitgebrachtes Preset in Form von tragbarer Hardware nicht zu billig ist, um ernstgenommen zu werden. Ich muß doch hoffentlich keine Sorge haben, daß die eventuell nötige "Umleitung" vom LR-Out auf der Bühne über den FOH, bzw. die eventuelle "Umleitung" vom Mon1234...-Out auf der Bühne über den Monitortisch, an Problemen der örtlichen Pultbediener scheitert?


    Grüße, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • tillerb
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    • 14. Juli 2011 um 02:39
    • #29

    Hallo
    ich arbeite öfter für einen Kleinverleiher vor Ort.Bei dem habe ich aus dieser Situation ein "ich lerne Löten"-Projekt mit den Nachwuchslern gemacht. 48 XLR Ins auf 3 mal XLR outs. 1mal liegen die outs direkt unterhalb der ins auf und 2 mal jeweils über 8Meter Muco. Die haben wir auch direkt angelötet (und vernünftig zugentlastet) um die Tourlocks zu sparen. Das Ganze ist als stinknormaler Y-Splitt ausgeführt. Das hat fast nix gekostet, wir können jedes digitale oder analoge Pult zumieten ohne uns Gedanken machen zu müssen wie ist das Protokoll und die Nachwuchsler können jetzt löten. Und Front und Monitor kann nach Herzenslust gainen.
    Möglicherweise bin ich da ein wenig "old school" :lol:

  • Kracky
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    • 14. Juli 2011 um 10:18
    • #30
    Zitat von &quot;tillerb&quot;

    Hallo
    ich arbeite öfter für einen Kleinverleiher vor Ort.Bei dem habe ich aus dieser Situation ein "ich lerne Löten"-Projekt mit den Nachwuchslern gemacht. 48 XLR Ins auf 3 mal XLR outs. 1mal liegen die outs direkt unterhalb der ins auf und 2 mal jeweils über 8Meter Muco. Die haben wir auch direkt angelötet (und vernünftig zugentlastet) um die Tourlocks zu sparen. Das Ganze ist als stinknormaler Y-Splitt ausgeführt. Das hat fast nix gekostet, wir können jedes digitale oder analoge Pult zumieten ohne uns Gedanken machen zu müssen wie ist das Protokoll und die Nachwuchsler können jetzt löten. Und Front und Monitor kann nach Herzenslust gainen.
    Möglicherweise bin ich da ein wenig "old school" :lol:

    Netter passiver Split und gar nicht so old School, solange das Signal aus reich ist das auch ok. Ist ja was die Kollegen sagen, jeder Split ist ihnen lieber als dieses moderne geschnaksel.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • wora
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    • 14. Juli 2011 um 10:56
    • #31

    wie ich sehe, stehe ich mit meiner meinung zum analogen splitt keineswegs allein da.
    die betitelung "oldscool" lehne ich in diesem zusammenhang übrigens ab, denn es handelt sich dabei um eine durchaus praktikable, preisgünstige und vor allem um eine herrlich funktionelle vorgehensweise, die sogar jeder noch so kleine dorfbeschaller versteht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • freeze
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    • 14. Juli 2011 um 12:51
    • #32

    Warum auch nicht? Das Material ist ja überwiegend noch vorhanden - das ist ja auch der Grund, warum sich viele kleine Stageboxen (in der Größe von 8-16 CH) statt einer Großen im Digitalbereich noch nicht wirklich durchgesetzt hat: Die 8/12/16 Kanal Subcores sind einfach noch vorhanden, spielen und (am wichtigsen) sind bezahlt.

    Erst vor zwei Wochen war ich auf einem mit hochkarätigen Musikern besetzten Festival, bei dem eine iLive für die Front und ein LS9/32 für Monitor stand. Trotzdem stand da eine Stagebox - von der ein Split auf das Stagerack und ein weiteres auf das LS9 ging.
    Mir fällt kein besserer/günstigerer/einfacherer Weg ein, diese beiden vom Konzept her völlig verschiedenen Pulte in ein System einzupflegen.

  • MIKE
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    • 14. Juli 2011 um 14:08
    • #33

    Sorry, aber egal welche Digi Kisten stehen... Solaneg da keiner sowas wie MIDAS macht mit 2xWandler etc. bleibt man einfach beim Analog Split.

    Und ich muss sagen ich fühle mich auf Digital doch besser als bei einigen Analog Desks.

    Aber ich kann beide Seiten verstehen...

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • billbo
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    • 14. Juli 2011 um 18:50
    • #34

    Schön, dass wir tatsächlich mal einen Punkt gefunden haben, bei dem unter 'Praxis' weitgehend Einigkeit zu herrschen scheint. Irgendwie nur schwer zu glauben. :D
    Jetzt müssen wir das nur noch denen beibringen, die sich EINE Wandlerkiste und ZWEI Surfaces anschaffen und das dann als ZWEI Mischpulte zu verkaufen versuchen.

    Aber zurück.zur Ausgangsfrage: Bernd, wenn Du bei mir einen XLR - Split von der Bühnenverkabelung auf Deine eigene Mischbaustelle ordern würdest wäre mir völlig egal, wie diese aussieht. Allein der Gedanke an die damit verbundene kommende Pause wäre bei mir für eine kleine Portion Glückshormone gut.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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