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Nochmal Rider, verbessern bitte!

  • freeze
  • 5. August 2011 um 14:28
  • freeze
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    1.266
    • 5. August 2011 um 14:28
    • #1

    Hallo Leute,

    schade dass das andere Thema zwischenzeitlich gelöscht wurde, ich wollte nämlich auch einen Rider reinstellen, wo ihr bitte mal drübergucken und meckern könntet?

    http://www.file-upload.net/download-36387…u-2011.doc.html

    Es handelt sich um eine Partyband, die fast ausschließlich auf Stadtfestbühnen unterwegs ist.
    Privatveranstaltungen werden mit eigener PA bestritten, da ist der Rider also überflüssig.
    Ich habe die Anweisung so geschrieben, dass einerseits die Disko-Beschaller eine ungefähre Ansage bekommen, was wir brauchen (Wir brauchen Mischpult, Mikros und Monitore; nein, mit einem DJ Mischpult können wir trotz der ausreichenden PA nichts anfangen), aber andererseits die Kollegen, die wissen was sie tun und im Grunde nur Kanalliste und Stageplan brauchen, die wichtigsten Infos auf der letzten Seite zusammengefasst bekommen.

    Was gibt es da zu verbessern?

    Danke!

    LG

  • oton
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    5
    • 5. August 2011 um 15:14
    • #2

    1. Nehmt einen eigenen Server oder etwas seriöses, wenn ich vor dem herunterladen schon zwei mal mit Popups von Fantasyspielen und Erotikangeboten genervt werde habe ich schon fast keine Lust mehr den Rider zu lesen.

    2. Nachname Techniker? Mailadresse ?

    3. Allgemeines rausschmeißen ausser Name/Adresse/Kontaktdaten

    4. Bühnengröße/Riser/Backdrop in kurz, der Rest ist eh wie er ist, und diese Angaben eigentlich auch meistens ;) Und wie ihr euer Banner hochbekommt, darum müsst ihr euch eh selber kümmern, also Spannfix etc. selber mitbringen.

    5. Monitor: langt 3x Konventionell, 2x In-ear selber mitgebracht, Wege kann man entweder leicht umpatchen, übernehmen oder sind bei vielen Festinstallationen/Festivals eh so wie sie halt gerade sind.

    6. FOH: Text weg, nur die Liste

    7. Licht: "Partyband" langt vollkommen.

    8. Mikrofone: 1x Funkstrecke, der Rest steht in der Mikroliste


    schon ist der Rider noch genau 2 Seiten lang.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • freeze
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    • 5. August 2011 um 16:10
    • #3

    So, habs angepasst. :)
    Was gibts noch zu verbessern?

    http://www.file-upload.net/download-36390…2011v2.doc.html

    Einen anderen Filehoster, bei dem man nicht 60 Sekunden warten muss, kenne ich leider nicht, da drücke ich lieber einen Pop Up weg. Webspace habe ich leider keinen...

    LG

  • billbo
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    • 5. August 2011 um 17:16
    • #4

    Das liest sich alles schon mal ganz vernünftig, ebenso die Änderungsvorschläge von oTon. Dennoch kann ich mir eine generelle Anmerkung nicht verkneifen:

    Hier geht’s ausdrücklich nicht um eine Star - oder möchtegern Starband auf Tournee, mit allem damit verbundenen Organisationsaufwand. Ihr bietet eine Dienstleistung an: wir machen für Euch die Partymucke. Für den Auftraggeber rangiert Ihr dabei auf gleichem Level wie Partyzeltlieferant, Caterer, Zauberkünstler, Blumendekoaufsteller. Die machen alle ihr Ding; Angebot – Ausführung – Rechnung. Warum, um Himmels willen, bietet ausgerechnet Ihr als Musikhandwerker Eure Dienstleistung nicht komplett an? Was interessiert es den Auftraggeber, was Ihr an Werkzeug zum Musikmachen braucht?
    Millionen Tanzbands zeigen seit hundert Jahren wie das geht; rücken zum bezahlten Musizieren an, bauen ihren Kram auf, singen und spielen und moderieren, kassieren Gage und Trinkgeld, und fahren wieder. Wenn's gut ankommt und gut klingt, vielleicht nächstes Jahr wieder. Wenn in diesem Zusammenhang einer Anweisungen gibt, dann ist es der Gast -/ Auftraggeber, nicht der Handwerks -/ Kapellmeister: spielt leiser, macht nach dem Song mal Pause, der Senior will 'ne Ansprache halten. Genau dafür kriegt die Kapelle am Ende dann den Gagenscheck.

    Ich habe seit ein paar Tagen die Maler im Haus; Treppenhaussanierung Mehrparteienaltbau, ließ sich nicht länger vermeiden. Die kriegen Strom, Mineralwasser und eine leere Garage als Abstellraum für ihren Kram; und wenn ich gegen Ende sehe, dass es gut läuft, vielleicht ein Mal Kaffee und Kuchen. Es ist mir aber völlig wurscht, ob die mit Quast, Spritzpistole oder Wirelesspinsel arbeiten und ob die ihren Arbeitsplatz bunt beleuchten. Ich bestelle die Musik – äh, die Farben, und erwarte für die vereinbarte Angebotssumme ein anständiges Ergebnis. Wenn's beschissen klingt – äh, schief gemalt ist, gibt’s Nachbesserungsforderungen oder Abzüge. Wenn sie noch etwas länger spielen sollen – äh, mir noch etwas auffällt, was zusätzlich gemacht werden könnte, frage ich den Chef ob das möglich ist und was es kostet. Wenn's nur ein, zwei Songs mehr sind – äh, sich nur noch um die vergessene Kellertür handelt und der Chef schlau ist, macht er's u. U. gratis, denn er will den Auftrag für die Fassadensanierung nächstes Jahr ja vielleicht auch haben.

    Natürlich ist es sinnvoll, als Band für alle Fälle Bühnenplan und Kanalliste in petto zu haben. Kann ja gelegentlich auch mal etwas größerer Rahmen mit Laut – und Buntfirma sein, da ist so was hilfreich. Aber als Auftragnehmer dem Auftraggeber gleich mal eine Forderungsliste mit Sonderwünschen ins Haus zu schicken finde ich als generelle Praxis im Geschäftsleben ziemlich ungewöhnlich. Und ziemlich mutig. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • madmax
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    • 5. August 2011 um 19:53
    • #5

    GENAU SO ISSES.

    Ich arbeite schon viele Jahre mit einem Kneiper; naja Großgastronom auf vielen Festen & Feiern zusammen, der das genau SO sieht.
    Beliebtester Spruch:
    "Ich bin doch nicht das Haus der Geschenke"

    >Bühne zu klein? "Gestern hat ein 30-Mann Blasorchester draufgepaßt. Und die Lautsprecher standen da auch schon da."
    >Strom? "Da vorne ist der Kasten". "Wie; keine 30m Kabel mit. Riesen Laster und kommen hier an wie die Friseure."
    >Fahrstuhl? "Da hinten geht 'ne breite Treppe hoch"
    >Garderobe? "Ich bin hier der Chef, schwitze wie ein Schwein und habe auch keine. Habt doch ein Auto mit; ich muß mich auch in meinem Ferrari umziehen."
    >Wir wollten aber diese und jene Tonanlage. "Boxen sind groß genug und sowieso zu laut."
    >Aber wir brauchen 32A Kraftstrom für die Lichtanlage. "Hängt paar Lampen weniger auf. Oder dachtet ihr, ich klemme deswegen die Bierkühler ab?"
    >Mischpult hier vorne hin? "Klar räume ich 'ne Reihe Bänke weg. Die Rentner können ja zur Not auch stehen"
    >Kiste Bier? "3000 Euro Gage kassieren und ich soll euch noch ein' ausgeben?"
    >Aber im Vertrag steht doch extra... "Ich zahle hier die Gage......"
    >Wir hatten Vorkasse ausgemacht. "Bis jetzt hab ich hier noch keinen tanzen sehen. Und wenn ihr weiter mehr sauft als die Leute, gibts sowieso nix"
    >.....

    Alles so gesagt worden in den letzten 20 Jahren zu allen möglichen Sangeskünstlern.
    Generell läßt der sich garnicht auf große Diskussionen ein. Da gibts meistens wirklich wichtigere Probleme.
    Bier, das nich 'läuft', verstopfte Dixis, Aggregat mit Bier im Tank, Polizei da weil zu leise; oder wie's grade beim Bayern-Spiel in der Bundesliga steht.
    Und aufgetreten sind'se letztendlich alle. Mit dem Wissen, das's im Landkreis nie wieder einen Fuß auf die Erde bekämen.. Oder auch schon nich 'ungeschoren' an der Security vorbeikämen....

    Never stop a running System

  • nepamo
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    • 5. August 2011 um 20:58
    • #6

    to Madmax: muss dir wirklich Recht geben!

    Als Partyband bist du Dienstleister und solltest so unkompliziert wie nur möglich sein!

    Das Wort zur Bühnenanweisung : weg, liest eh keiner...

    Punkt 2: schreib doch wäre nett 6x5 m etc zu haben...

    Monitoring und Foh mache ich immer zusammen in die Pultbelegung, klar einfach deutlich. An dieser Stelle hast du die Monitore vergessen.

    Ich gebe dies immer mit an. Aux 1 : Monitor 1 etc. ( der Betreuer hält eh nur den Stageplot und die Pultbelegung in der Hand)

    Warum erklärst du weshalb du einen 31 Bänder in der Summe brauchst, schreib hin: Jeder Ausspielweg (ausser IEM) muss über einen 31 Band-Eq im Insert Weg verfügen.

    Viel Spass

  • freeze
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    1.266
    • 6. August 2011 um 00:19
    • #7

    Danke für die Antworten!
    Bitte bezieht eure Antwort am Besten auf Version 2, was sich da noch verbessern lässt. Eins ist ja nicht mehr aktuell...

    "6x5m wäre nett zu haben" ist als Formulierung imho eher schlecht gewählt. Die Band hat eine Menge Dekokram dabei, ohne den das Konzept (Umkleiden auf der Bühne und sowas) nicht funktioniert. Mit der Größe 6x5m hatten wir bis jetzt auch noch nie Probleme, was kleineres wurde uns auch noch nie hingestellt. Zur Not ginge evtl noch 6x4m, da spreche ich dann aber wirklich von Not. :D
    Für mich wäre das so ein Fall, wo der Örtliche dann einfach mal anrufen sollte. Wie gesagt geht es fast ausschließlich um Stadtfeste, alles größenmäßig darunter wird mit bandeigenem Equipment gemacht.

    Die Aux-Sends für die Monitore in die Patchliste mit reinzunehmen ist keine schlechte Idee, das übernehme ich mal wenns gestattet ist. :wink: Danke!

    LG

  • sesslie
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    79
    • 6. August 2011 um 04:14
    • #8

    Hallo alle,

    meine Erfahrung sagt, es kommt bissl auf den Status der Band an, ob man Forderungen stellen kann/darf oder nicht. Ne angesagte Top40-/Rock-Cover-/etc. -Band, die der Veranstalter bucht weil sie ihm das Fest/die Halle/das Zelt voll macht, verbunden mit dem guten Namen der Band, Fankreis, etc. die darf schon mal biss was verlangen. Aber 10 km aus dem Stammgebiet raus ist damit halt auch schon wieder schluss ...

    Die Rider/Bühnenanweisungen, die ich selbst schreibe, haben immer ein Deckblatt, das beginnt mit "Liebe Veranstalter, wir sind gewiss keine Bürokraten, aber ein bisschen Schreibkram hilft uns allen doch sehr!"

    Und alles andere weitere ist grundsätzlich nett, eher als Bitte oder Hinweis formuliert und kurz erklärt. Zusätzlich verpacke ich da noch die einen oder andere Inforein und biete selbst Hilfe an ( z.B. Kontakt zu Security, günstige Druckerei für Flyer, bringe gern zusätzlich Kabelmatten wenn's hilft, etc. ) So wird das ganze mehr zu einem geben und nehmen bzw. "Leitfaden" über den sich viele VA's schon gefreut haben.

    "Es würde uns freuen, wenn wir in Bühnennähe eine Art kleine Garderobe haben könnten, damit sich unsere Mädels ungesehen umziehen können. Notfalls haben wir selbst schwarzen Stoff dabei und hängen uns eine freie Ecke zu." Als Resultat bekommen wir meist z.B: 2 Bauzäune die mit Teichfolie dicht sind und die Frage "geht das so?" oder ...
    "Unsere Techniker suchen sich gerne den Platz für's Mischpult selbst aus, möglichst so, dass keine Verkehrswege etc. zugestellt werden. Mittig vom Zelt, entfernt von der Bar ist meist ein guter Platz. Wir verwenden dafür auch so wenig Raum wie möglich!" usw...

    Der Ton macht die Musik, ich kann mich bisher nicht beschweren und habe meist bekommen was ich wollte, wie gesagt, auch etwas abhängig vom Status der Band.
    Inputliste ist bei mir auch Tabelle incl. Inserts, Mikros, etc ... + übliche Hinweise "Marken PA, Pult, bla blubb ..."

    Was die Technik anbelangt, bin ich zwischenzeitlich etwas Empfindlich. Über 90% meiner Events sind mit eigenem Material oder i.d.R. festen Partnern/Dienstleistern, die wissen was ich brauche/will.
    Bei allen anderen ist Tech Rider, Bühenanweisung etc. mittlerweile immer Vertragsbestandteil, vor allem dann, wenn Agenturen oder mir fremde Booker im Spiel sind. Die sparen Erfahrungsgemäss gerne an der falschen Ecke ... so hatte ich schon für ne 7-Mann Cover-Mucke mit 7 x IEM im 2000er Zelt nen total niedergerockten 20 Kanaler mit 4 Auxen vor mir, nebst per Kette durch Griffschale "geflogenen" HK Powerworks Wedges als Sidefills im Rigg :D Mich über den Rest des Materials auszulassen wär zu sehr Off Topic. Bei sowas möchte ich einfach was auf der Hand haben, mal ganz abgesehen davon, ob das "was und wie" technisch richtig ausgeführt ist ... weshalb gewisse Forderungen meines Erachtens je nach Event/Band angebracht sind, schliesslich sollte ja auch der Veranstalter den Dienstleister nicht am Dienst leisten hindern!

    my 5 cent

    sesslie

    ### früher war ich schizophren, heute geht's uns gut! :) ###

  • treibsand
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    • 6. August 2011 um 07:25
    • #9

    Was du auf jeden Fall noch ändern solltest, ist
    - die Nummerierung. Zwischen Punkt 7 (Seitenende 1. Seite) und Punkt 10 (Seitenanfang 2. Seite) fehlt irgendwie etwas.
    - das Format. PC Systeme werden oft noch schlechter geupdated, als Yamaha-Pulte. Demzufolge würde ich mich nicht mehr darauf verlassen, dass Word-Dateien DER Standard sind. Wenn du den Rider per email verschicken willst, dann lieber per .pdf; dann ist das im Ernstfall auch ein bisschen manipulationssicherer.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • freeze
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    • 6. August 2011 um 14:45
    • #10

    Tach treibsand,

    ja, die Nummerierung is im Eifer des Rausstreichens etwas Baden gegangen. :D
    Wird nachher noch in PDF gewandelt, momentan ist ja noch Baustelle. ;)

    LG

  • slaytalix
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    • 7. August 2011 um 14:50
    • #11

    Hmm, bitte nicht falsch verstehen, aber wo habt Ihr den Rider abgeschrieben. ? Natürlich sind beide vorgeschlagene PA Hersteller sicherlich über jeden Zweifel erhaben (Nexo, D&B), aber bei einem Stadtfestbudget stehen sicherlich andere Marken aus Kostengründen. Ich kann Euch z. B. auch diese Marken beschaffen, habe auch schon solche Bühnen aber mit anderen Marken beschallt.

    Natürlich könnt Ihr gern den Aufpreis zahlen, wenn Ihr diese Marken bevorzugt einsetzt. Stadtmarketing oder Werbegemeinschaft der Kaufleute haben auch nur gewisse Budgets, Erträge werden durch Standmieten der Caterer & Schausteller erwirtschaftet sowie durch Sponsorengelder (Brauereien, Banken etc) , davon müssen wir bezahlt werden & auch Ihr als Band :oops: :roll: :wink:

    IEM habt Ihr selbst ? Oder zumind. die Ohrhörer ?

    Bei 6 x 4 m Bühne war auch ein Rider einer regionalen Coverband mit 2 x 4 KW Sidefill vorgeschrieben gleicher Marken :? Dazu 2 x Pult Midas XL 200 & XL 250 / Konsorten, 1 x FOH, 1 x MON. Teuerste Peripherie wie Klark Teknik, BSS etc

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • billbo
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    • 7. August 2011 um 21:04
    • #12
    Zitat

    ... vorgeschrieben ...

    Kein Musikhandwerker schreibt irgendwem irgendwas vor; allenfalls schlägt er etwas vor. Aber viel zu viele Rider erinnern leider eher an den zu Papier gebrachten feuchten Traum eines gelangweilten Gernegroß – Fachkraftbübchens mit bedenklichem Hang zum Realitätsverlust als an einen als ernsthaft in Betracht ziehbar anzusehenden Vorschlag.

    Gert hat das irgendwann mal schön auf den Punkt gebracht:
    Entweder, der Veranstalter will die Band. Dann braucht’s keinen Rider.
    Oder die Band braucht den Gig. Dann braucht’s erst recht keinen Rider.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 7. August 2011 um 21:42
    • #13

    Aus der Erfahrung weiß ich, das ich gerne mal Rider lese, weil ich dann ungefähr einschätzen kann, was auf mich zukommt.

    Ich liebe es prinzipiell auch, wenn ich mich etwas darauf vorbereiten kann, um einen entspannten Tag zu haben.
    Kanallisten sind mir wichtig, und auch Stageplot, da ich mir dann schon Gedanken über Belegungen machen kann ( vor Allem, wenn mehr Bands an einem Tag spielen )

    Gewisse Dinge ignoriere ich großflächig ( ok, jetzt nicht gerade bei einem Superhauptact, aber sonst schon mal )
    Wenn jemand zB an einem digitalen Monitorpult externe EQ haben will, dann denke ich nicht mal darüber nach.
    Aus mehreren Gründen, die ich gerne näher erklären kann, wenn gewünscht.
    Wenn mir jemand vorschreibt, was ich für ein Mischpulte nehmen muß, und dann nebenbei wo steht, " wir reisen mit keinem eigenem Techniker " dann lese ich auch nicht mehr weiter.
    Dann behandle ich den Rest auch so Ähnlich wie das gerade geschriebene, nämlich " Idioten, oje "

    Prinzipiell versuche ich schon, ernsthafte Rider Ernst zu nehmen und ein gutes Gelingen eines Gigs zu ermöglcihen.

    Ich kenne aber auch konkrete Beispiele, wo Veranstalter mich anrufen, weil sie wieder Rider bekommen haben, wo sie von mir wissen wollen, ob das auf ihrem kleinerem aber mit viel Idealismus und eigentlich doch sehr professionellem Festival möglich ist ( ich hab da ein paar so nette kleine Sachen im Jahr ) Und es ist definitiv schon mehrmals passiert, das Bands wegen sehr umfangreichen Ridern gar nicht näher nachgefragt wurden und genau deswegen nicht gespielt haben.
    Wenn da mal für die kleine aufkommende Deutsche Truppe plötzlich 2 Avalons und Minimum ein XL3 für 16 Kanäle im Rider stehen, dann will der Veranstalter da gar nicht mehr weiterverhandeln, weil er der Meinung ist, das da noch mehr Probleme auf ihn zukommen.

    Wie gesagt, konkret schon öfters erlebt.

    Ich bin ein Fan von kurzen Ridern, die einfach schnell sagen, was Sache ist

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • billbo
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    • 8. August 2011 um 11:09
    • #14
    Zitat

    Und es ist definitiv schon mehrmals passiert, das Bands wegen sehr umfangreichen Ridern gar nicht näher nachgefragt wurden und genau deswegen nicht gespielt haben.

    Und genau deshalb ist auch der allgemeine Riderjargon in den letzten 20 Jahren bereits viel versöhnlicher geworden. Wo früher rüdester Befehlston herrschte ("absolutes Muss", "unbedingt einzuhalten", "nicht diskutabel", ...) folgt heute doch sehr oft zumindest mal ein Nachsatz wie "Falls Sie bei der Umsetzung der einen oder anderen technischen Besonderheit Schwierigkeiten sehen sollten, kontaktieren Sie die Produktion bitte rechtzeitig im Vorfeld; es lässt sich für fast alles eine Lösung finden."
    So dass der des Lesens zwischen den Zeilen Kundige sofort weiß: aha, das hätten die also ganz gerne so alles. Noch viel lieber hätten sie allerdings erst mal den Gig.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • freeze
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    • 8. August 2011 um 12:41
    • #15
    Zitat von "slaytalix"

    Hmm, bitte nicht falsch verstehen, aber wo habt Ihr den Rider abgeschrieben. ? Natürlich sind beide vorgeschlagene PA Hersteller sicherlich über jeden Zweifel erhaben (Nexo, D&B), aber bei einem Stadtfestbudget stehen sicherlich andere Marken aus Kostengründen. Ich kann Euch z. B. auch diese Marken beschaffen, habe auch schon solche Bühnen aber mit anderen Marken beschallt.

    Hi slaytalix,

    dass du Stadtfeste auch mit günstigsten Holzkisten beschallen kannst will ich garnicht bestreiten. :wink:
    Nun ist es ja nicht so, dass da "entweder d&b oder Nexo" steht, sondern "d&b, Nexo, ...".

    Das ist also mehr als Aufzählung zu verstehen und soll einen groben Eindruck davon verschaffen, dass wir den Unterschied zu dem Material diverser Discoteams kennen und durchaus einschätzen können, was problemlos geht und was eher nicht.
    Es gibt viel, was problemlos geht (dazu gehört fast alles Material, was man als halb-ernsthaft arbeitende Veranstaltungstechnikbude im Einsatz hat), aber es gibt halt immer noch viel Zeug, was garnicht nicht geht.

    Wenn da jetzt stattdessen HK, GAE, Martin, Bell, KME, JBL, ... oder sonstwas steht, egal, kommt man doch mit klar. :wink:

    Zitat von "klauston"

    Ich bin ein Fan von kurzen Ridern, die einfach schnell sagen, was Sache ist.

    Dann gib doch bitte mal kurz Rückmeldung, ob meiner jetzt so in Ordnung ist, ja? :) Danke! :wink:

  • Fränkie
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    • 8. August 2011 um 13:38
    • #16
    Zitat von "billbo"

    Was interessiert es den Auftraggeber, was Ihr an Werkzeug zum Musikmachen braucht?

    nun, hin und wieder will der VA ja die Hausanlage nutzen. Oder er will seine Haus und Hoffirma beauftragen, weil die viel besser (billiger) ist....
    Du sprichts ja, gemeinsam mit madmax, der Band jeden Anspruch auf einem Rider vollkommen ab.

    Dein Maler würde auch kotzen, wenn du ihm die Billigfarbe ausm Baumarkt hinstellst mit ein paar groben pinseln, und dann sagts "das sieht aber nicht gut aus, können sie das nicht besser? Dafür zieh ich Ihnen was ab."
    Wenn dein Maler die Farbe mitbringt, dann berechnet er dir seinen Preis für die Farbe, und eine Umlage für die Abnutzung des Werkzeugs.

    Wenn dein Maler sich darauf einlässt, dass Du Ihm das Material stellst, dann will er das gewisses Material vorhanden ist und das dieses auch eine gewisse Qualität hat.

    Irgendwie müssen die Schnittpunkte doch definiert werden. Ist der Stromanschluss an der Bühne, im Backstage, oder 100m übern Hof.
    Erwartest Du von jeder Band, dass sie 100m CEE32 und 63 mit hat?

    Klar kann eine Band nen Truck mit Equipment hinterher fahren lassen, wenn den der Veranstalter bezahlt.... aber da fängt es doch meistens an zu stinken...
    Wie viele hier im Forum kotzen sich denn die Seele aus dem Leib, wenn die Party-Band "XY" mit nem 26t vorfährt 4 Techniker das Zeugs ausladen und amtliche Beschallung und Beleuchtung aufbauen und der Bandchef dann sagt: "mit Ton und Licht kost 1000€ mehr..." Das es solche Bands gibt will wohl niemand ernsthaft bestreiten...
    Und auch die brauchen ne Angabe wo Sie welchen Strom finden, oder sollen die immer ein Aggregat dabei haben?
    Logisch ruft der VA dann beim nächten mal an und fragt wieso er denn soooo viel Geld bezahlen soll wo er die Technik mit 4 Leuten Personal doch auch für 1000€ kriegen kann.

    Über den Sinn und Unsinn und mehr noch über die Form von Ridern sollte man wirklich mal Grundlegend diskutieren....
    Ich teile übrigens die Ansicht, das sich wirkliche Profis nicht über direkte und konkrete Ansagen im Rider beschweren, sondern eher dankbar sind, das sie dem Rider alle wichtigen Informationen entnehmen können. Auch meiner Erfahrung nach regen sich nur solche Leute über konkrete Rider auf für die der Rider nicht genau genug sein kann.

    mir wurden schon Mikrostative verwehrt weil sie nicht im Rider Standen, (die Mikros standen zum Glück auf der Kanalliste)...

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • freeze
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    • 8. August 2011 um 14:38
    • #17

    Nun ja, ein Rider ist keine Packliste. :D

  • madmax
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    • 8. August 2011 um 15:04
    • #18

    Da ich öfters in Verhandlungen, Booking etc, mit einbezogen bin, 'höre' ich es eher so; das die meisten Truppen ihr Zeug halt mit verkaufen wollen.
    Was zwar aus ihrer Sicht auch verständlich ist; aber aus Platz,-Budget,-organisatorischen Gründen usw. nicht geht.

    Leider sehen das einige nicht ein; und es kam schonmal vor, dass man mir ein verzerrtes Signal übergeben wollte oder gezielt eine Phase überlastet hat.
    Sabotage sozusagen...

    Aber die Mehrzahl ist vernünftig und froh; ihr eigenes Gerümpel bei 30 Grad im Schatten oder Regen nich durch die Gegend hucken zu müssen.
    Sind sie doch oft Roadie und Musiker in einer Person..

    Never stop a running System

  • Fränkie
    Profi
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    • 8. August 2011 um 15:51
    • #19

    ??? ich versteh die Welt nicht merh... das hört sich wirklich nach ganz dem Gegenteil an von:

    Zitat von "madmax"


    "Ich bin doch nicht das Haus der Geschenke"

    >Bühne zu klein? "Gestern hat ein 30-Mann Blasorchester draufgepaßt. Und die Lautsprecher standen da auch schon da."
    >Strom? "Da vorne ist der Kasten". "Wie; keine 30m Kabel mit. Riesen Laster und kommen hier an wie die Friseure."
    >Fahrstuhl? "Da hinten geht 'ne breite Treppe hoch"
    >Garderobe? "Ich bin hier der Chef, schwitze wie ein Schwein und habe auch keine. Habt doch ein Auto mit; ich muß mich auch in meinem Ferrari umziehen."
    >Wir wollten aber diese und jene Tonanlage. "Boxen sind groß genug und sowieso zu laut."
    >Aber wir brauchen 32A Kraftstrom für die Lichtanlage. "Hängt paar Lampen weniger auf. Oder dachtet ihr, ich klemme deswegen die Bierkühler ab?"
    >Mischpult hier vorne hin? "Klar räume ich 'ne Reihe Bänke weg. Die Rentner können ja zur Not auch stehen"
    >Kiste Bier? "3000 Euro Gage kassieren und ich soll euch noch ein' ausgeben?"
    >Aber im Vertrag steht doch extra... "Ich zahle hier die Gage......"
    >Wir hatten Vorkasse ausgemacht. "Bis jetzt hab ich hier noch keinen tanzen sehen. Und wenn ihr weiter mehr sauft als die Leute, gibts sowieso nix"
    >.....

    A

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    Und zwischen "Verhanldung" und "Diktat" besteht aus meiner Sicht noch ein großer Unterschied. Das zitierte kommt mir nicht wie Verhandlung vor. Eher wie Vertrag und Rider ignoriert.... wollen wir das hier proklamieren?

    Zitat von "madmax"

    Und aufgetreten sind'se letztendlich alle. Mit dem Wissen, das's im Landkreis nie wieder einen Fuß auf die Erde bekämen.. Oder auch schon nich 'ungeschoren' an der Security vorbeikämen....

    Wow!!! bitte sag mir welcher Landkreis das ist, dann kann ich Bands davor warnen Rider und Vertrag zu erwähnen oder gar drauf zu bestehen...

    Zitat von "madmax"

    Da ich öfters in Verhandlungen, Booking etc, mit einbezogen bin...

    wie haltet ihr das Ergebniss der Verhandlungen fest? Im Vertrag?
    wie verträgt sich das mit:

    Zitat von "madmax"

    >Aber im Vertrag steht doch extra... "Ich zahle hier die Gage......"

    da kann ich echt nur den Kopf schütteln, seltsame Gebaren gibts in unsere Branche...

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • madmax
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    • 8. August 2011 um 16:39
    • #20

    Das ist doch nicht bloß in "unserer" Branche so.
    Wer ganz oben auf dem Geldhaufen sitzt; diktiert.
    Wie heftig; das hängt bei vielen halt auch von der Tageslaune ab. Streß mit der Alden, Fußball verloren, Tochter geschwängert...
    Das fängt beim kleinen Arbeiter und seinem Chef an und hört bei der Staatsregierung auf.

    Wieviele (Handwerks)Unternehmen gehen Jahr für Jahr 'n Bach runter, weil se ihre Rechnungen einfach nicht bezahlt kriegen?
    Da kann auf bergeweise Papier sonstwas ge- bzw. unterschrieben stehen.
    Guck' dir's doch an; da muß erst ein Flugzeug mit'm Kuckuck beklebt werden, damit ein fremder Staat seine Schulden bei einem deutschen Unternehmen bzw. dessen Gläubigern bezahlt.

    Never stop a running System

    Einmal editiert, zuletzt von madmax (8. August 2011 um 16:44)

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