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VDE 0702 an langen Kabeln

  • MatzeRockt
  • 15. Februar 2012 um 16:06
  • MatzeRockt
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    • 15. Februar 2012 um 16:06
    • #1

    Hallo,
    unsere DMX Multicore sind Hybridkabel mit 4 DMX-Linien und einem Schuko Kabel bei 100m Länge. Nun erreiche ich bei der VDE 0702 RSL-Messung einen Wert von 1,2 Ohm.
    Laut Forderung 0,3Ohm bis 5m Länge + 0,1 Ohm je weitere 7,5m Länge wäre der Messwert i.O. - allerdings liegt er über dem Grenzwert von 1Ohm.

    Wie ist hier die Sachlage?

    Freue mich auf hoffentlich ertragreiche Diskussionen.

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Mister.Lange
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    • 15. Februar 2012 um 19:00
    • #2

    Wo ist das Problem? Du schreibst der Grenzwert liegt bei 1 Ohm und Dein Kabel hat 1,2 Ohm. Also einkürzen. Hat das Kabel 1,5 qmm? Dann solltest Du vielleicht auf 2,5 qmm wechseln wenn Du die Länge brauchst.

  • andi.bt
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    709
    • 15. Februar 2012 um 20:07
    • #3

    wie vor mir: Grenzwert überschritten = unzulässig. Querschnitt erhöhen wäre wohl das beste

  • niggles
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    • 15. Februar 2012 um 21:32
    • #4

    Falsches Kabel. Klotz sagt z.B. bei seinen Hybridkabeln ganz klar dass 1,5 qmm nur bis 60 m geht. 2,5qmm Kupfer ist bei 100 m noch gut unter 1 Ohm.
    Vorschlag: Schneid das Kabel bei 50 oder 60 m durch und mach passende Armaturen ran. Dann kannst du die beiden Hälften problemlos prüfen und einsetzen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • billbo
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    • 15. Februar 2012 um 22:51
    • #5

    Sehr schöner Vorschlag :D. Wie gut, dass man bei buchstabengetreuer Einhaltung aller Vorschriften technisch absolut nichts verkehrt machen kann. Perfekte Welt! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • niggles
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    • 15. Februar 2012 um 23:35
    • #6
    Zitat von "billbo"

    Sehr schöner Vorschlag :D. Wie gut, dass man bei buchstabengetreuer Einhaltung aller Vorschriften technisch absolut nichts verkehrt machen kann. Perfekte Welt! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Ob man jetzt in der Praxis die beiden Hälften (jeweils schick mit Prüfaufkleber drauf) schlicht wieder zusammenstöpselt und durch das Einstecken in eine Steckdose mit 6 oder 10A LS und 30mA RCD (nicht lachen, es gibt inzwischen tatsächlich Verteiler die extra zu diesem Zweck entsprechende Abgänge für FoH und Bühnenstrom haben) die Abschaltbedingungen trotzdem gewährleisten kann ist doch noch was ganz anderes...
    Fakt ist leider dass das Prüfverfahren und die Protokollierung nach VDE0702 bei Schukokabeln mit 1,5 qmm keine 100m langen Leitungen zulässt; Der Spannungsfall ist da beim üblichen C16 Automaten auch schon zu hoch. Und wenn jemand diese Zettel bzw. Datensätze für seinen Materialbestand haben muss (weils der Chef so will um sich rechtlich abzusichern oder weils eine Behörde oder ein Betreiber fordert...) kommt man auch mit der eigentlich vernünftigen Begründung "Handhabung nur durch Fachpersonal" nicht weiter. Es könnte ja auch mal wer anders die Strippe in die Finger bekommen... :roll:

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • elektroulli
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    • 16. Februar 2012 um 00:46
    • #7

    @ niggels - 1+

    Die VDE 702 gilt für Anschlußleitungen an Geräten - hier handelt es sich um "Verlängerungen".

    Das ist in keiner VDE geregelt wieviele Verlängerungen ect. aneinandersteckt werden dürfen.
    Ist auch logisch - die VDE regelt ja hauptsächlich die Errichtung von elektrischen Anlagen.

    Man muss also eigentlich das Ende der "Verlängerung" oder Hybridkabels als Anschlußpunkt betrachten.

    Da sage ich als verantwortliche Fachkraft:

    Nachmessen !!!!

    RSL ist bei FI ( wie ja vorgeschrieben ) völlig Rille - rechnet mal nach , 30 mA für schnellauslösung im Feherfall - wielviel
    Widerstand ???

    Ri - also Netzinnenwiderstand für Schnellauslösung bei Kurzschluß ?
    bei 16A B - 128A ( 8x In bei Automat B - 10x In bei Schmelzsicherung , 160A )
    Diese Werte sind aber nur für Leitungsschutz , also damit die Leitung bei Überlast nicht abraucht und Brände verursacht.


    Also die Nummer ist bei vorgeschriebenem FI erstmal völlig unbedenklich - sofern die Sicherung passt.

    Mehrbereichsstromtechniker & "HKS"

  • billbo
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    • 16. Februar 2012 um 13:08
    • #8

    Dass diese 'Nummer' unbedenklich ist steht außer Frage.
    Dass es technischer Unfug ist, eine Leitung in der Mitte durchzuschneiden, um sie danach mittels Steckverbindung (zusätzliche Übergangswiderstände, zusätzliche potentielle Fehlerquelle) wieder zusammenzufügen steht hoffentlich ebenfalls außer Frage.
    Dass man solches tun soll/ muss, um irgendwelchen Buchstaben gerecht zu werden bemängele ich.

    Da haben die Fachkraftfachregulierer beim Regulieren offenbar irgendetwas übersehen. Ich erwarte daher dringend eine DIN/ VDE – irgendwas – Erweiterung, die das Benutzen von Verlängerungsleitungen zu Verlängerungszwecken bis auf weiteres für unzulässig erklärt. Für Ausnahmen folgt eine grundsätzliche Überarbeitung des derzeitigen Regelwerkes.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Online
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    • 16. Februar 2012 um 14:00
    • #9

    Hi,

    wäre es technisch möglich, die Leitung mit einem FI-Stecker zu versehen, oder mit einer fixen Vorsicherung von z.B. 10A?
    Ich wäre bei so einer Konstruktion schon etwas besorgt, denn bei höherer Belastung ist die Spannung am FoH auch nicht mehr die, die sie an der Distro ist.

    Tomy

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  • MatzeRockt
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    • 16. Februar 2012 um 14:21
    • #10

    Sind in der BGV / VDE nicht auch Verlängerungskabel als ortsveränderliche elektrische Einrichtungen deklariert?

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • andi.bt
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    • 16. Februar 2012 um 18:26
    • #11
    Zitat von "BGV A3 § 5"

    (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden

    Zitat von "Durchführungsanweisungen zu § 5 Abs. 1 Nr. 2:"

    Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind solche, die während des Betriebes bewegt werden oder die leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden kön- nen, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind (siehe auch Abschnitte 2.7.4 und 2.7.5 DIN VDE 0100 Teil 200).

    danach würde ich behaupten, dass auch Verlängerungsleitungen geprüft werden müssen.

    Außerdem erinner ich mich da an eine Frage in meiner Gesellenprüfung: "Auf welche Messung nach DIN VDE 0701-0702 kann bei Verlängerungsleitungen verzichtet werden?" hab damals Ableitstrom angekreuzt.. hoffe es war richtig *g*

    Und wenn Verlängerungsleitungen keine Prüfung bräuchten, dann Kaltgeräteleitungen ja auch nicht. Und wieso hat mein Messgerät dann eine Funktion extra für Kaltgeräteanschlusskabel??

  • Mister.Lange
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    • 16. Februar 2012 um 19:13
    • #12

    Es gab hier immer wieder Diskussionen zum Thema und ich würde mich freuen, wenn hier mal Konsens wird das elektrische Betriebsmittel geprüft werden müssen. Gerade in unserem Bereich (und hier insbesondere Verlängerungen und Verteiler als am stärksten beanspruchte Teile unserer Ausrüstung).

  • niggles
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    • 17. Februar 2012 um 00:01
    • #13
    Zitat von "billbo"

    Da haben die Fachkraftfachregulierer beim Regulieren offenbar irgendetwas übersehen. Ich erwarte daher dringend eine DIN/ VDE – irgendwas – Erweiterung, die das Benutzen von Verlängerungsleitungen zu Verlängerungszwecken bis auf weiteres für unzulässig erklärt. Für Ausnahmen folgt eine grundsätzliche Überarbeitung des derzeitigen Regelwerkes.


    Die warens diesmal wohl tatsächlich nicht - diese Vorschriften gibts schon eine ganze Weile. Und in richtig grossen Firmen (mit Betriebsrat und so) werden sie auch durchgesetzt. Da wird die schön leichte 100m Kabeltrommel mit der die Azubis auf der Baustelle ihren Ghettoblaster besaften jedes Jahr ein Stück kürzer - nämlich immer dann wenn der Sicherheitsfuzzi moppert und mal wieder den Stecker abschneidet. :roll:
    Das blöde an so allumfassenden Vorschriftenwerken wie den Regeln der VDE ist halt das ihre Einhaltung im Einzelfall zu nervigen Unbequemlichkeiten führen kann. Die sind eben der Preis dafür sich keinesfalls auf rechtliches Glatteis zu begeben - Praxis hin oder her. Eine 100m Hybridkabeltrommel in 2,5qmm mit ordentlichem Mantel ist a) ein echter Rückenmörder und b) mit dem Anschlusswert der gängigen Digitalkisten (gMA Fullsize oder 48er M7 und ein paar Laptops) gähnend unterfordert...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Mister.Lange
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    • 17. Februar 2012 um 07:59
    • #14

    Das Problem am Ende ist ja der Spannungsabfall. In dem Zusammenhang habe ich eine schöne Seite gefunden:

    http://www.thestorff.de/elektro-formeln.php#spabfall

    Da kann jeder schnell mal schauen wie sich das so verhält mit verschiedenen Anschlußwerten.

    Man muss ja immer davon ausgehen das man nicht allein auf der Welt ist. Wie schnell hängt an einem DMX-Hybridkabel mal eben noch der oder die Fellows mit dran?

  • niggles
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    • 17. Februar 2012 um 11:54
    • #15
    Zitat von "Mister.Lange"

    Das Problem am Ende ist ja der Spannungsabfall. In dem Zusammenhang habe ich eine schöne Seite gefunden:

    http://www.thestorff.de/elektro-formeln.php#spabfall

    Da kann jeder schnell mal schauen wie sich das so verhält mit verschiedenen Anschlußwerten.

    Man muss ja immer davon ausgehen das man nicht allein auf der Welt ist. Wie schnell hängt an einem DMX-Hybridkabel mal eben noch der oder die Fellows mit dran?

    Dafür sind diese Leitungen ja gar nicht gedacht. Am Regiestrom steckt man nix mit an, das gibt überall auf der Welt und von jedem Gewerk nen Satz heisse Ohren. Wer Follows, Delaylines, Kaffeemaschine und Pizzaofen am FoH mitversorgen will braucht ohnehin eine ordentliche CEE-Unterverteilung mit entsprechender Zuleitung.
    Wenn man meint das Ganze technisch idiotensicher machen zu müssen gibts eigentlich nur eine Lösung: Auf der Bühnenseite des Kabels einen Spezialsteckverbinder (z.B. Harting modular) der in einer Stagebox steckt. Da drin kann man dann nen 30er RCD und die passende Absicherung für den Querschnitt und die Länge einbauen.

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  • bernd häusler
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    • 17. Februar 2012 um 12:55
    • #16

    Moin,

    daß diese Prüfvorschrift den Laien nicht beschützt wurde schon vor hundert Jahren erkannt, und deswegen FIs in der Versorgung vorgeschrieben (Außenbereich und Versammlungsstätten). Daß der Laie immer noch Probleme mit Unterspannung "zusammenstöpseln" kann ist das Problem des Laien, gefährlich ist das, dank FI, nicht. Man muß also lediglich einen nicht abwärtskompatiblen Stecker dranmachen. Also keinen Schuko, der schließlich in Altanlagen ohne FI passt. Das könnte ein blauer L+N+PE, 6h CEE sein.

    Viele Grüße,

    Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

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    • 17. Februar 2012 um 14:24
    • #17

    Hi,

    interessanter Gedanke. Gibt es eine Vorschrift, die für den 'CEE blau' einen FI vorschreibt?

    Tomy

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  • buzz
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    • 17. Februar 2012 um 15:18
    • #18

    Ja, gibt's natürlich:
    DIN VDE0100-410 2007:06
    Dort wird für alle neu errichteten, laienbedienbaren Steckdosen bis 20 A eine RCD mit Bemessungsdifferenzstrom von kleiner gleich 0,03A gefordert - da fallen auch CEE blau drunter...

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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