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Wie mobil ist der Norm-Zuhörer (DIN 15905-5) ?

  • TomyN
  • 17. Mai 2012 um 18:21
  • TomyN
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    • 17. Mai 2012 um 18:21
    • #1

    Hi,

    gerade grüble ich über die folgende Frage: Ein Open-Air mit zwei Bühnen, die sich pegelmässig nicht zu stark übersprechen.
    Das Programm wechselt immer von Bühne zu Bühne (Eine Bühne Umbau, andere Bühne Show).

    Eine Messung nach DIN15905-5 wäre sicher erstmal für beide Bühnen nötig. Aber: Zwei 'unabhängige' Messungen, weil ja Besucher nicht unbedingt von Bühne zu Bühne wechseln, oder eine Messung mit 'der lautestet gewinnt' ?

    Ideen ?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • ThoSchu
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    • 17. Mai 2012 um 18:52
    • #2

    Super Frage...

    Ich freue mich jetzt schon über die Beiträge hier...

    Normen sind immer nur so gut, wie es die Anwendung zulässt.

    Und genau diesen Fall, hatte keiner auf dem Zettel.

    Ich würde die Situation daher so auslegen: 2 Bühnen, 2 Veranstaltungen.

    Ich kann ja auch nicht verhindern, dass eine Person an einem Abend mehrere Diskos besucht...

    ThoSchu

  • TomyN
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    • 17. Mai 2012 um 18:58
    • #3

    Hier bei uns gibt's einen großen Faschingsball, da gibt's ne Live-Band im kleinen Saal, einen DJ im Foyer und ein Showprogramm im großen Saal, alles mit einer Eintrittskarte ohne Verlassen des Gebäudes...

    Tomy

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  • simonstpauli
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    • 17. Mai 2012 um 19:58
    • #4

    Ich würde 2 Messungen machen, beide dokumentieren.

    Die in einer Messung dokumentierte Dosis ist natürlich niedriger als wenn man vor beiden Bühnen am lautesten Punkt steht. Bei vollem Platz ist es allerdings kaum denkbar, daß ein Zuschauer schafft, vor beiden Bühnen jeweils die Maximaldosis abzubekommen.

    Trotzdem halte ich das für praktikabel, beide Bühnen einzeln zu behandeln. Gleiches kann ja auch bei verschiedensten Festivals mit mehreren Bühnen auftreten. Eine perfekte Umsetzung sehe ich da nicht...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • fabio hermann
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    • 17. Mai 2012 um 23:07
    • #5

    Ich habe in den letzten Jahren bei einem Festival mit der selben Anordnung der Bühnen die Erfahrung gemacht, dass die Leute eher selten zwischen den Bühnen wechseln. Mehr als drei oder vier Band schaut man sich in der Regel eh nicht nacheinander an.
    Bei dem Festival von dem ich rede hängen an beiden Bühnen die selben PAs und der Sound vor beiden Bühnen ist gleich, auch wenn immer nur einen bespielt wird. Es gibt zwischen und neben den Bühnen insgesamt 3 Videowände, man sieht also was auf der Bühne vor der man nicht steht passiert, und hört das selbe wie vor der anderen Bühne.

    In diesem Fall würde ich das ganze wie einen Bühne behandeln.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • verstärkerberserker
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    • 18. Mai 2012 um 10:40
    • #6
    Zitat

    "Wie jeder, der eine Gefahrenquelle für andere eröffnet, hat auch der Veranstalter einer Musikdarbietung grundsätzlich selbstständig zu prüfen, ob und welche Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen der Zuhörer notwendig sind; er hat die erforderlichen Maßnahmen eigenverantwortlich zu treffen, auch wenn gesetzliche oder andere Anordnungen, Unvallverhütungsvorschriften oder technische Regeln wie DIN-Normen seine Sorgfallspflichten durch Bestimmungen über sicherheitsmaßnahmen konkretisieren:"(Kommentar zur DIN 15905-5, S.15)


    Die DIN 15905-5 gibt Grenzwerte vor und beschreibt, wie diese zu überwachen sind.
    Sie entbindet aber nicht den Veranstalter von der Plicht, sich über Gefährdungen des Publikums durch Lärm Gedanken zu machen.

    Zitat von "TomyN"

    Zwei 'unabhängige' Messungen, weil ja Besucher nicht unbedingt von Bühne zu Bühne wechseln

    Wenn das ausgeschlossen werden kann, spricht nichts dagegen. Wenn z.B. die maßgeblichen Immissionsorte jeweils direkt vor der Bühne sind und ein Wechsel von A nach B nicht möglich ist.

    Zitat von "TomyN"

    oder eine Messung mit 'der lautestet gewinnt

    Eine durchgehende Messung -Viel wichtiger: Überwachung- (2Kanäle) ist auf jeden Fall der sichere Weg. So kann absolut sicher gestellt werden, dass Überschreitungen der zulässigen Werte nicht möglich sind. "Gewinnen" wird dabei keiner, ausser vielleicht das Festival. Es gilt die Bands auf beiden Bühnen so im Griff zu haben, dass kein anderer einen Nachteil hat. Dazu muß man u.U. auch einmal die Visualisierungseinstellungen des Messsystems ändern.

    ...Holz ist braun!

  • TomyN
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    • 18. Mai 2012 um 12:00
    • #7

    Hi,

    das mit der Überwachung (2 Kanäle) liest sich so leicht. Da gibt's aber durchaus auch verschiedene Möglichkeiten:

    a) ich schalte zwischen zwei Messmikros um, je nachdem 'wo die Musik spielt'. Macht nur Sinn, wenn die Musik immer nur auf einer Bühne spielt

    b) Ich messe die LEQ30 Blöcke A und B getrennt, am Ende kommt der lautere in Protokoll (und zwischendrin der höhere auf die Vorschauanzeige)

    c) Ich messe kleinere Blöcke (wie lang?) A und B und bau mir dann aus dem jeweils lauteren Block meinen LEQ. Das würde dann aber einem Zuschauer entsprechen, der immer zu der Bühne wechselt, an der es im Momen lauter ist.

    d) Ich addiere die Eingangssignale direkt und teile dann das Resultat durch 2. Da kann ich dann zwischen Auslöschung und perfekter Addition alles haben....

    Tomy

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    • 21. Mai 2012 um 23:46
    • #8
    Zitat von "TomyN"

    Eine Messung nach DIN15905-5 wäre sicher erstmal für beide Bühnen nötig. Aber: Zwei 'unabhängige' Messungen, weil ja Besucher nicht unbedingt von Bühne zu Bühne wechseln, oder eine Messung mit 'der lautestet gewinnt' ?

    Wenn ich das recht verstehe, dann haben wir einen gemeinsamen Zuschauerbereich. Dort darf an keiner dem Publikum zugänglichen Stelle der Richtwert überschritten werden.

    Wenn man vorher schon wüsste, wo "der lauteste" ist, dann könnte man das mit einer Messung realisieren. So wie sich die Beschreibung anhört, weiß man das aber nicht.

    Also misst man an beiden Bühnen für jeweils den maßgeblichen Immissionsort und schaut jeweils, dass es nicht zu laut wird.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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