da wir gerade komplett von analog auf digital umstellen und teile unserer alten peripherie weiter verwenden wollen, konfektionieren wir unsere multis (4in/4 out) selber.
für die XLR gibt's von neutrik spezielle der XCC serie, oder gingen auch "normale" der XX serie?
danke für eure anregungen
XLRs für AES multicore
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mir wäre jetzt nicht bekannt, das es mit normalen neutriks probleme bei der übertragung von AES/EBU geben sollte.
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Also ich arbeite bei 2 Firmen, die Ihre Kabel auf 110Ohm AES tauglich haben und das funktioniert mit den normalen XLR ( ob Neutrik oder sonstwas ) seit Jahren Problemlos
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Ich kenne auch keine Probleme. Habe zuletzt 90m Return-AES/EBU-Kabel (Multicore) auf Bandtechnikerwunsch mit 96KHz betrieben auf AES/EBU Eingang von Verstärker, der das auch kann. Pultspleiss mit "alten" NC3FX, Ampseite mit AES/EBU Loom von Stagebox weg und "neuen" herkömmlichen XLR XX-irgendwas. Alles bestens gelaufen.
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Die Stecker sind da kein Problem, es sei denn du stückelst zig Kabel aneinander, dann kann auch der Stecker von Bedeutung werden. Ich baue seit zwei Jahren alle neuen XLR-Kabel und -Cores AES- und DMX-tauglich. Das ist zwar nicht völlig der gleiche Wellenwiderstand, aber es funktioniert in der Praxis gut. Mikros stört es ja nun gar nicht, und die Mehrinvestiton ist über lange Sicht nicht gravierend. Diese Kabel sind ja im Allgemeinen auch hochwertiger als das durchschnittliche Mikrokabel. Daher: AES ahoy!
Allerdings konnte ich keine XSS-Serie finden.
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Zitat von "Jens Droessler"
Allerdings konnte ich keine XSS-Serie finden.
sorry, XCC gemeint (hab's auch schon verbessert) :oops: :oops:
http://www.neutrik.de/de-de/xlr/xcc-serie/ -
Kann ja mal passieren. Was allerdings keine schlechte Idee ist: Den Masseschirm vom Kabel aufs Steckergehäuse legen. Dann fungiert das Gehäuse besser als Abschirmung.
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Zitat
Dann fungiert das Gehäuse besser als Abschirmung.
NUR dann! Ansonsten nennt man so was 'Antenne'.
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Zitat von "Jens Droessler"
... Den Masseschirm vom Kabel aufs Steckergehäuse legen...
mit sowas hatte ich früher öfter mal probleme. seit ich das rigoros abgeschafft habe bin ich ein zufriedener mann.
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Zitat von "billbo"
NUR dann! Ansonsten nennt man so was 'Antenne'.
Mit freundlichem Gruß
BillBo...oder wie Bill Whitlock es vielleicht nennen würde:
Pin 1 problem multiplicator oder accidental ground loop generator oder ...
...wie ich es nennen würde: Beschallungspraxis-Disqualifikator !@ Jens
Ich empfehle Dir dringend, das jetzt nicht mit uns diskutieren zu wollen. :roll: -
wora und billbo sagen etwas gegensätzliches aus, aber ich soll nicht darüber diskutieren, ist klar.
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Irrtum, bester Jens, sie sagen mit anderen Worten sogar exakt das Gleiche. :lol: :lol: :lol:
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Ja - hm – ähm - Moment. Das Thema hatten wir ja schon mal. Und verschiedene Anwender werden das unterschiedlich sehen. Teufel oder Beelzebub?
Steckergehäuse in die Schirmung mit einbezogen: bestmögliche Abschirmung gegen (HF etc.) Einstreuungen aller Art. Aber, je nachdem wo eine Kabelverbindung zufällig gerade rumliegt (metallische Bühnenpodestverbindung), jederzeit die Möglichkeit, sich die Mutter aller Brummschleifen einzufangen.
Steckergehäuse ohne Verbindung zur Schirmung: kein Stress mit ungewollten Brummschleifen, aber eben auch keine Schirmung an dieser Stelle. Sondern das Gegenteil; so eine Art Sammler und Projektor für Einstreuungen aller Art.
Wie drastisch die Auswirkungen bei so was sein können konnte man bei einigen besonders hochwertigen Empfängern aus der AM – Radiozeit leicht ausprobieren. Die besaßen um ihre drehbare Ferritstabantenne in Längsrichtung ein rohrförmiges Drahtgeflecht zur Abschirmung. Lag das korrekt an Gerätemasse war alles prima. War das Massedrähtchen abgerissen konnte man damit alles empfangen. Wirklich alles: Kühlschränke, Bohrmaschinen, Leuchtstoffröhren, Zündverteilerfunken, was die Zeit halt so her gab (heute sind’s vor allem billige Schaltnetzteile und mies entstörte Dimmer).Inwieweit so was in unserer niederohmigen Zeit für komplexere/ empfindlichere Signale als 'nur' NF – Audio ein Problem sein kann weiß ich allerdings nicht.
Fazit + einmal mehr goldene Aufbauregel: Verlängerungen sind Mist. Wenn ich sicher gehen will nehme ich gleich die passende Kabellänge.
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Problemlöser für alle Fälle in der Toolkiste:
kurze XLR Kabel als "Masseadapter" bzw. "Ground Lift" - beide Ausführungen sind manchmal nicht verkehrt.. (Auch wenn ich da gegen das "nicht verlängern" verstoße)
Wobei ich da letztens auch ganz schön verwundert geschaut hab als mir Tomy mal nen Ground Lift ins DMX Signal eingebaut hat...
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Wobei das ein selbstgemachtes pin 1 Problem via "Schirm an XLR verbunden mit pin 1" nicht löst.
Selbst wenn es eine begründete Taktik gäbe, das bei AES/EBU so zu machen ( wobei mir keine Veröffentlichungen bekannt sind, die das empfehlen ) sind allein die Tatsachen, dass1. von unseren "Störproblemen" mindestens 95% "pin 1" Probleme sind und
2. solche Kabel immer steckkompatibel und daher mit normalen Mikrofonleitungen mischbar sindausreichend Begründung, dass nicht in die Beschallungspraxis einzuführen.
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Zitat von "billbo"
Aber, je nachdem wo eine Kabelverbindung zufällig gerade rumliegt (metallische Bühnenpodestverbindung), jederzeit die Möglichkeit, sich die Mutter aller Brummschleifen einzufangen.
Steckergehäuse ohne Verbindung zur Schirmung: kein Stress mit ungewollten Brummschleifen, aber eben auch keine Schirmung an dieser Stelle.
Bis hierhin alles prima. Weiß man nun zusätzlich, dass mindestens 95% unserer 'Störprobleme' pin 1 Probleme sind und zwar nicht nur der Klassiker 'Doppelerde' sondern der Weg 'Störsignal via Ground' und allenfalls 5% echte RF Probleme, ist klar, welchem Prinzip wir Vorfahrt geben.Zitat von "billbo"Wie drastisch die Auswirkungen bei so was sein können konnte man bei einigen besonders hochwertigen Empfängern aus der AM – Radiozeit leicht ausprobieren. Die besaßen um ihre drehbare Ferritstabantenne in Längsrichtung ein rohrförmiges Drahtgeflecht zur Abschirmung. Lag das korrekt an Gerätemasse war alles prima. War das Massedrähtchen abgerissen konnte man damit alles empfangen. Wirklich alles: Kühlschränke, Bohrmaschinen, Leuchtstoffröhren, Zündverteilerfunken, was die Zeit halt so her gab (heute sind’s vor allem billige Schaltnetzteile und mies entstörte Dimmer).
Das auf symmetrische Designs zu übertragen, ist aber so ein bisschen Amateurfunker/Radiobastler-Binsenwahrheitstheoretik. Ich empfehle jetzt endlich mal ein bisschen Literatur, vor allem den von mir bereits zitierten Ex-AES-Präsi ! z.B. dieses:
http://www.jensen-transformers.com/an/generic%20seminar.pdfWeitere Literaturtipps gerne auf Anfrage :wink:
Zitat von "billbo"Fazit + einmal mehr goldene Aufbauregel: Verlängerungen sind Mist. Wenn ich sicher gehen will nehme ich gleich die passende Kabellänge.
ist jetzt auch so ein bisschen billbomäßig ungewohnt praxisfern auch wenn es schön wäre, wenn es so wäre oder ?
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Zitat von "guma"
ist jetzt auch so ein bisschen billbomäßig ungewohnt praxisfern auch wenn es schön wäre, wenn es so wäre oder ?
Finde ich nicht. Verlängerungen versuche ich immer wo es geht zu vermeiden. Wenn man merkt, daß ein 5m Kabel nicht reicht, verlängere ich es nicht mal schnell um weitere 5m, sondern nehme es wieder heraus und baue ein 10m Kabel ein.
Für längere Strecken liegen auch längere Kabel bereit.Dabei gehts nicht nur um die Störungen, sondern auch um die höhere Fehleranfälligkeit bei Steckverbindungen. Wenn Leitungen im Freien verlegt werden, ist das sogar umso mehr eine goldene Aufbauregel.
Mag sein, daß dieses Aufbauverhalten für manche etwas zu übertrieben erscheint und daß die allermeisten Verlängerungen auch keine Probleme hervorrufen werden, aber zu einer sauberen, fehlervermeidenden Arbeitsweise gehört auch dieses. Habe in den vielen Jahren meiner Arbeit schon so manche Dinge erlebt, da gewöhnt man sich einfach so etwas an.
Außerdem sieht es optisch schöner aus

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Ich sagte ja wünschenswert aber doch so ein bisschen realitätsfern zu glauben, mann könne das konsistent durchhalten. :wink: ... und vor allem keinesfalls ausreichende Voraussetzung, für mobile Beschallungstechnik den pin 1 mit dem Steckergehäuse zu verbinden ! :wink:
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Jungs tut mir doch einfach jetzt mal den Gefallen und lest wenigstens das eine paper von Bill. Der Mann ist wirklich der Weltkrack für dieses Thema und erzählt mir jetzt nicht, er wäre befangen, weil er ne Übertragerfirma hat. Er wäre sicher nicht AES Präsi geworden, wenn er nichts auf der Pfanne hätte.
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Es ist die selbe Leitung wie für DMX. Hier will auch keiner hören.
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