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Das Pultsitter-Thema mal wieder ...

  • guma
  • 17. September 2012 um 23:30
  • billbo
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    • 25. September 2012 um 16:42
    • #61

    Im Grunde berührt Gert die sensible Kernfrage: wie wichtig ist (dem Künstler/ dem Veranstalter/ dem Publikum) innerhalb eines gegebenen/ endlichen wirtschaftlichen Rahmens eigentlich 'guter Ton'? Die Antwort darauf wird (und kann!) dem gemeinen PA Forum User vielleicht nicht immer unbedingt gefallen.

    Da können wir fordern/ diskutieren/ philosophieren/ Rider schreiben soviel wir wollen - da es dabei nicht um sozialpolitisch und/ oder gesellschaftlich relevante Bereiche und auch nicht um Fragen der jeweils gerade angesagten 'political correctnes' o. ä. geht wird (in unserem Wirtschaftssystem) auf Dauer einzig und allein "der Markt" darüber entscheiden. Und wie so etwas aussieht, das erleben wir genau jetzt. Die Tatsache, dass die Kosten für 'Features' immer mehr und immer schneller Richtung Null streben ist auf Dauer zwangsläufig fatal für die Qualität des Endergbnisses.

    Ich kann Dark in allen seinen Ausführungen folgen. 'ChamSys' – Zubehör dürfte inzwischen einer der Hauptposten bei Band - Flugübergepäck sein. Und Behringer wird über kurz oder lang folgen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • rockline
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    • 25. September 2012 um 17:39
    • #62

    Aus der Sicht eines Techniklieferanten sieht das so aus:
    der FoH Betreuer für die Veranstaltung muss mit dem Mischpult und dem Rest der PA zurechtkommen. Es hat ja niemand etwas davon (weder wir noch der Veranstalter, Bands und Publikum), wenn dort jemand vor Ort ist der die Veranstaltung nicht durchführen kann. Kommt ein externer Tontechniker als Gast hinzu, hat er sich meistens im Vorfeld schon per Telefon informiert und weiß was ihn erwartet.
    Das immer wieder auftauchenden Thema "Rider" (und damit ein eventuell benötigter "spezieller Mischpultexperte") ist schnell erledigt: die PA sieht so aus wie das, was der Veranstalter bezahlen möchte. Einwände dazu aus Sicht eines Gasttechnikers sind leicht zu klären - entweder er akzeptiert das vorgesehene Mischpult einschließlich des sorgfältig ausgewählten Betreuers, oder bringt auf eigene Kosten mit was er möchte. Meine Erfahrung in den letzten Monaten ist die, dass viele Veranstalter inzwischen Bands auch wieder ausladen - sofern sich technische Wünsche mit finanzieller Realität oder Einsicht des Veranstalters nicht synchronisieren lassen.
    Als Folge sehe ich daher den "Pultsitter" als eine Person die auf jeden Fall das vorhandene Mischpult bedienen können muss. Darüber hinaus kennen inzwischen fast alle Kollegen die Yamaha Baureihe, um hier einfach mal wieder ein einfaches Beispiel bzw. Pult zu benennen.
    Sollte interessanterweise tatsächlich einmal ein zusätzliches Pult zugemietet werden, dass wir selber nicht bedienen wollen oder können - dann hat es doch jemand bestellt der es können sollte! Dann tritt der Fall ein das es uns nicht weiter interessiert, bis auf Ein- und Ausgänge verkabeln und Strom anschließen.

  • guma
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    • 25. September 2012 um 18:35
    • #63
    Zitat von "rockline"

    ..... das vorgesehene Mischpult einschließlich des sorgfältig ausgewählten Betreuers ...... Als Folge sehe ich daher den "Pultsitter" als eine Person die auf jeden Fall das vorhandene Mischpult bedienen können muss ........

    Jungs, prima wenn ihr alle von euch ausgehen könnt und das bei euch so ist. Dann gäbe es das Thema nicht. Dass es das Thema doch gibt, liegt nicht an den Wünschen einiger bekloppter, realitätsferner Mischphantasten sondern daran, dass m.E. Mischpulte in den letzten Jahren schneller besser geworden sind, als eine große Zahl von Bedienaspiranten. Ich erlebe das, seit ich vor vier, fünf Jahren aus Neugier und dem Bedürfnis nach regelmäßiger Belüftung mal wieder mit zwei Bands tingeln gegangen bin, statt mich um meine Firma zu kümmern. Dabei habe ich über meine Mitmenschen sehr viel gelernt und kann sicher sagen, dass die Baustellen eben nicht immer so nett sind wie beispielsweise bei billbos ehemaligen Kollegen.
    Da erlebe ich quer durch die Republik ganz andere Sachen und frage mich, wer hier realitätsfremd ist. Da gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Zeitgenossen, die das eben nicht so sehen, wie Rocklines Zitat und ...
    nein es geht nicht um irgendwelche zugemieteten Luxusmischaggregate sondern um die Pulte, die der Verleiher selbst dahin gestellt hat !!!

  • rockline
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    • 25. September 2012 um 19:34
    • #64

    Wenn das so ist....dann sieht es aber offensichtlich mau aus in der Welt der professionellen Mitbewerber am Markt. Die Amateure jetzt mal nicht eingeschlossen.
    Ich halte es jedenfalls für einfach einen kundigen Gesellen im Dunstkreis der freischaffenden Tontechniker zu finden. Vielleicht sind wir (und die mir bekannten Mitbewerber) auch einfach nur zu "gut" aufgestellt, um auf den Mißstand im Rest der Welt aufmerksam zu werden. Ich kann das nur aus unserer Sicht als Rental beurteilen - da muss es funktionieren. Auch der Pultmensch.

  • simonstpauli
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    • 25. September 2012 um 20:06
    • #65
    Zitat von "gert"

    Also wenn ich es mir nicht aussuchen kann, kann ich aber bestimmt fragen welches da ist oder? Das kostet meines Wissens noch nichts. Und vorbereitet sein gehoert genau so dazu.
    Und ausserdem, wie viele Digipulte gibt es denn überhaupt die regelmaessing auch auf kleinen Festivals rumstehen? Das sind doch hoechstens 4 oder 5. Das kann man schon erwarten das man die routiniert bedienen kann. Mit routiniert meine ich das man eine show drauf mischen kann und nicht das man einen File hat.
    Und dann waere noch was zu klären. Wenn ich ein Pult nicht nicht bedienen kann wird es doch auch mit Babysitter nicht besser.Oder? Also deswegen immer vorher mal anrufen und wenn ich das Ding nicht kenne kurz ins Netz und RTFM.


    RTFM auf jeden Fall.

    Je nach Lage auf dem Job muß ich aber _schnell_ auf dem Pult arbeiten. Das geht nicht nur mit Manual lesen. Wenn dann mein Betreuer ein paar Tips auf Lager hat - super. Wenn nicht - bin ich nicht ganz so schnell, wie ich es sein konnte.

    Auch bei großen Festivals kommt es mal vor, daß ein anderes Pult am Platz steht, man fragt ja nicht 3x nach, wenn es ein klares spec sheet gibt. Im Grunde ist es auch egal, weil sowieso 95% der Bands eigene Pulte mitnehmen.

    Gegenbeispiel: Firmenfeier, ich komme mit kleiner Band. Der Verleiher stellt ein DM1000 hin, ausdrücklich ohne Babysitter. Das ist eine klare Absprache und wurde ein netter Job. Da ich genug Zeit hatte, war es überhaupt kein Problem, mit "initial data" anzufangen...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • billbo
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    • 25. September 2012 um 21:09
    • #66

    Die Frage wollte ich eigentlich schon gestellt haben: Guma, mit wem um Himmels Willen bist Du denn da unterwegs, dass Dir offenbar ständig derart schröckliche Traumatisierungen widerfahren? Oder gibt’s im Süden tatsächlich so viele reiche Papis? Und wenn, was stellen deren Sohnemänner Dir denn da hin außer den üblichen M7, auf denen man als halbwegs zurechnungsfähiger Bandtoni heutzutage auf jeden Fall auch im laufenden Betrieb mit Linecheck und los ein passables Ergebnis erreichen können muss? Selbst dann, wenn die örtliche Assitenzfachkraft nicht weiß, wo jetzt beim Pultcase oben und wo unten ist?

    Ich betreue bandmischermäßig ja nun auch nicht gerade den internationalen R&R Olymp. Trotzdem ist das alles im großen und ganzen zumindest so organisiert, dass man fast immer rechtzeitig weiß, womit man es zu tun haben wird; und mit ein wenig Erfahrung merkt man auch sehr schnell wo es ratsam ist, im Vorfeld vielleicht doch noch ein wenig genauer hinzuschauen und ggfs. auch mal mit etwas Nachdruck zu insistieren. Ergibt dann zwar nicht immer unbedingt das, was ich will, aber doch zumindest irgendwas, womit man arbeiten kann. Unliebsame Überraschungen nicht ausgeschlossen – aber die würzen halt das Leben.

    Ist das denn in anderen Szenen wirklich so viel anders?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • billbo
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    • 25. September 2012 um 21:17
    • #67

    Ach so: die 'ehemaligen Kollegen' (danke :wink: ) sind durchaus noch Teil meines täglichen Arbeitsumfeldes. :)

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 25. September 2012 um 21:35
    • #68

    Hmh, ich weiß ja nicht, wie sie sich im Forum getarnt haben aber da draußen findet man sie überall, sogar mit Pulten, die man gut bedienen kann, die 'FOH Platz Verteidiger'

    die USB Stick Neurotiker
    die update Paranoiker
    die filophoben
    die Netzwerkklempner, die den patch für ihr rocknet nicht finden
    die netten Zeitgenossen, die das netteste feature ihrer Digitalpulte noch nicht erkannt haben und einem statt dessen 15 min changeover damit verbringen lassen, im Pult neu zu patchen statt das auszulagern um irgend etwas Sinnvolles mit diesen 15 minuten anzustellen.

    u.s.w. und da sind wir noch nicht eimal beim Pulte bedienen und nein es sind nicht die Pulte, es sind ihre zu dämlichen Bediener, denn merke: Das größte Risiko in Deinem Leben geht immer von der Dummheit Deiner Mitmenschen aus !

  • rockline
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    • 25. September 2012 um 21:53
    • #69
    Zitat von "guma"


    u.s.w. und da sind wir noch nicht eimal beim Pulte bedienen und nein es sind nicht die Pulte, es sind ihre zu dämlichen Bediener, denn merke: Das größte Risiko in Deinem Leben geht immer von der Dummheit Deiner Mitmenschen aus !

    Sag mal...geht's eigentlich noch?

  • tufkaklto
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    • 25. September 2012 um 22:04
    • #70

    Ich kenn das auch andersrum ich erlebe genügend Techniker, die nicht an der Dummheit ihrer Mitmenschen scheitern, sondern an der eigenen Selbstüberschätzung.
    Und von denen gibt es echt genug.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • guma
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    • 25. September 2012 um 22:48
    • #71

    Gut und Ausdruck von Selbstüberschätzung ist eben zu glauben, man könne alles alleine, zu behaupten, man bräuchte keine kompetenten FOH Betreuer und nicht zu verstehen, dass der 'lonesome wolf' am Mischpult ein Auslaufmodell ist. Da sind wir wieder am Anfang des Threads.

    Es ist eben gerade keine Selbstüberschätzung, bei Pulten, die man nicht so routiniert bedienen kann, jemand haben zu wollen, den man im Zweifelsfall auch mal was fragen kann.
    Wenn ich da meine Erlebnisse mit den dicken Sprüchen, die ich hier so zu hören kriege, vergleiche, ist das nicht gerade eine vertrauensbildene Maßnahme.

    Selbstüberschätzung ist übrigens die schlimmste Form von Dummheit mit den fatalsten Folgen, denkt mal an den Strassenverkehr, das ist der beste Beleg dafür, das mein Spruch von oben zutrifft und nicht Menschen verachtend ist, was mir ein Schlaumeier hier gleich unterstellen will. Als doch noch ab und an Notarzt sehe ich das aus dem Blickwinkel der Opfer. Alles nur eine Frage des Standpunktes.

    Ich empfehle mal, Todesfälle durch eigene Dummheit gegen Todesfälle durch die Dummheit anderer gegenzurechnen, wobei Kriege in diese Rechnung unbedingt hineingehören... Na dämmerts jetzt ?

    Immer schön mehrdimensional bleiben Kollegas.

    ... Und falls jemand langweilig wird, ... Es gibt ja auch noch den "Digitalpultverwaltung im Festivalbetrieb" Thread.

  • billbo
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    • 25. September 2012 um 23:03
    • #72
    Zitat

    ... Und falls jemand langweilig wird, ... Es gibt ja auch noch den "Digitalpultverwaltung im Festivalbetrieb" Thread.

    Na, nu geh aber nicht auch noch auf die armen Trucker los. :roll:

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • rockline
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    • 25. September 2012 um 23:11
    • #73

    Mal ein Rat von dem "Schlaumeier" da oben: ich weiß nicht was Du da nimmst, aber nimm weniger!
    So langsam kommst Du mir komisch vor. Hast Du eigentlich auch noch andere Sorgen als den Quatsch hier?

  • guma
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    • 25. September 2012 um 23:17
    • #74

    Wieso Trucker ???

    Ich denke ganz konkret an die nette Dame, die heute Abend mal eben mindestens zwei Menschen das Licht ausgeblasen hat, weil Sie unbedingt nochmal schnell über die rote Ampel musste und dabei noch einige weitere Schwerverletzte produziert hat, unter anderem einen nigerianischen Flüchtling, der sich seine Sicherheit in Deutschland ein bisschen anders vorgestellt hat. Vielleicht hätte sie ihren 'Lenkplatzbetreuer' nicht so früh in die Wüste schicken sollen :?

  • treibsand
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    • 25. September 2012 um 23:27
    • #75
    Zitat von "guma"

    Ich empfehle mal, Todesfälle durch eigene Dummheit gegen Todesfälle durch die Dummheit anderer gegenzurechnen, wobei Kriege in diese Rechnung unbedingt hineingehören... Na dämmerts jetzt ?

    An eigener Dummheit stirbt aber auch immer genau nur einer - also irgendwie ein unfairer Vergleich.
    Nu aber zurück zum Thema: Selbstüberschätzung. Oder waren es komische Einnahmen?? Oder Pultsitter???
    ich weiss es nicht mehr so genau.
    Macht mal. :roll:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • guma
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    • 25. September 2012 um 23:37
    • #76
    Zitat von "treibsand"

    An eigener Dummheit stirbt aber auch immer genau nur einer

    ... Wow, Du hast es gemerkt 8) -

    Zitat von "treibsand"

    also irgendwie ein unfairer Vergleich.


    Nein, eben nicht :wink:

  • guma
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    • 25. September 2012 um 23:41
    • #77
    Zitat von "rockline"

    ich weiß nicht was Du da nimmst, aber nimm weniger!

    Ich nehme nichts, ... und selbst ?

  • rockline
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    • 25. September 2012 um 23:52
    • #78

    Ich brauch nix.

  • wora
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    • 26. September 2012 um 00:52
    • #79

    ich versuch´s mal zusammenzufassen:
    zu einem digitalpult gehört ein bediener, der damit umgehen kann.
    alles andere endet entweder im chaos - oder zumindest in einer sehr unglücklichen situation für irgendwen.
    ob der wissende bediener dann vom veranstalter gestellt wird oder von der band mitgebracht wird, entscheidet die situation.
    und darin sind wir uns doch alle einig.

    leider gibt es in D einige beschaller, die das noch nicht richtig verstanden haben.

    auf meine forderung nach besseren kompressoren als die billigsten behringers bekam ich vor jahren mal die antwort: "seid ihr die rolling stones? alle anderen können ja auch damit arbeiten..." da ich eben nicht wie "alle anderen" arbeiten möchte sondern gerne zu denen gehöre, die es etwas besser hinbekommen, hab ich mir dann meine eigenen kompressoren mitgebracht - und auch tatsächlich den besten bandsound des festivals hinbekommen ;)

    was die budget-sache angeht:
    ich arbeite seit jahren für eine künstlerin, die mal einen recht grossen hit in D hatte. jetzt ist es ein bisschen ruhiger geworden um die dame, dennoch ist sie eine hervorragende sängerin und sie hat auch eine erstklassige band. und da kommen immer noch treue fans und füllen die säle in der regel mit 500-800 leuten, in manchen gegenden auch mehr, manchmal auch ein bisschen weniger. wie das eben so ist.
    für diese gig-grössen habe ich mich auf iLive und M7CL eingeschossen, weil die da gut im budget liegen und es bleibt auch noch ein bisschen geld für gute lautsprecher und ein bisschen licht übrig. so ist zumindest der allgemeine tenor und in den genannten 90% der fälle klappt das auch.
    es ist auch so, dass die band am liebsten ganz wenig soundcheck macht und sie auch ein bisschen verwöhnt sind, was ihren monitorsound angeht. und wenn ich da zu lange brauche fangen sie an zu meckern (nicht die sängerin, die ist absolut stressfrei). es ist also auch im interesse der band, wenn ich das pult gut kenne.

    manche verleiher wollen mir hier aber tatsächlich ein LS9 oder gar ein 01V96 aufschwatzen, und da mache ich dann einfach nicht mit. wenn bei dieser veranstaltungsgrösse ne iLive oder ein M7 zu teuer ist, dann läuft was schief - oder irgendjemand will abzocken.

    manchmal kommt es aber auch vor, das da etwas ganz anderes steht, z.b. Vi4 oder PM5D oder SD8. diese teuren pulte habe ich gar nicht gefordert, aber es heisst dann: das steht im club, was anders gibts nicht. dummerweise hatte ich aber genau mit diesen pulten die grössten probleme mit pultbetreuern, die ihre eigenen werkzeuge nicht kannten! und das sind leider selbst erlebte tatsachen.

    aber nochmal:
    bei mir sind das ausnahmen, nicht die regel!
    und im grunde sind wir uns doch einig. aber diskussion um der diskussion willen mag ich langsam nicht mehr...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • gert
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    • 4. Oktober 2012 um 12:06
    • #80
    Zitat von "billbo"

    Im Grunde berührt Gert die sensible Kernfrage: wie wichtig ist (dem Künstler/ dem Veranstalter/ dem Publikum) innerhalb eines gegebenen/ endlichen wirtschaftlichen Rahmens eigentlich 'guter Ton'? Die Antwort darauf wird (und kann!) dem gemeinen PA Forum User vielleicht nicht immer unbedingt gefallen.


    Ganz genau darum ging es mir dabei.
    Also nur um das abzuschliessen in kurzer Zusammenfassung.
    Wenn die Mischpultsituation auf einem Job so schlecht ist das ich:

    A: das Pult gar nicht kenne..
    B: nicht herausfinden kann was fuer ein Pult auf dem Job steht..
    C: Ich keinen Einfluss habe was dort steht
    D: der Job so schlecht kalkuliert ist das ich nicht mal ein kleines Minidigitalpult mitbringen kann

    dann liebe Leute ist es auch Sch***egal wie es klingt.

    Da gibt es dann sowieso keinen Babysitter und die PA ist auch halb im Eimer und keiner will die Band sehen.
    Fuer alle anderen Fälle muss ich doch davon ausgehen das zumindest eins von den Pulten da steht die ich bedienen kann.

    Und dazu muss ich sagen:
    Ich kann von einem FOH Mann der seinen Lebensunterhalt mit mischen verdient erwarten das er die Top 10 aller Pulte zumindest gut genug bedienen kann um einen Job gut abzuwickeln. So schwer ist das nun wirklich nicht.
    Und jetzt kommt mir nicht mit Liga und so. Ich rede hier deutlich von Miniclubjobs und Stadtfesten.
    DESWEGEN finde ich Pultsitter nicht so wichtig. Da ist mir ein Systemmann der die PA vernünftig bedienen viel wichtiger.

    Practice, Practice, Practice

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