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Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

  • Nimda
  • 5. Februar 2013 um 20:34
  • ds-audio
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    • 6. Februar 2013 um 19:07
    • #21

    Moin

    ....andererseits steht aber nirgends, das es hier nur um mangelnde Lautstärke geht.
    Vielleicht ist die vorhandene Anlage nur qualitativ so schlecht, daß man damit nicht arbeiten
    kann/will. In diesem Fall würde ich mir auch überlegen, was eigenes mitzubringen.
    Man muß je nicht lauter machen als die vorhandene Anlage kann. Der oben beschriebene
    Ärger käme dann nämlich mit Sicherheit.


    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
    ___________________

  • billbo
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    • 6. Februar 2013 um 19:25
    • #22
    Zitat

    Man muß je nicht lauter machen als die vorhandene Anlage kann.

    Denkfehler!
    Allein das Vorhandensein einer Alternative (selbst wenn sie aus ist) wird von demjenigen, der sich gestört fühlt und die Plombierung erwirkt hat, im Zweifel als vorsätzlicher Versuch der Aushebelung derselben angesehen werden. Und er hat natürlich Recht.
    Hast Du keine Nachbarn? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • ADMIN
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    • 6. Februar 2013 um 19:43
    • #23

    Um noch mal eine der Ursprungsfragen aufzugreifen:

    Zitat von "Michele Inhestern"

    oder reicht es "für den Fall der Fälle" ein Pegelmessgerät mitzunehmen und die Herren vom Ordnungsamt direkt vor Ort im Falle einer Beschwerde von der Einhaltung der Grenzwerte zu überzeugen?

    Üblicherweise kommt da nachts nicht das Ordnungsamt, sondern die Herren in Grün. Die haben fast immer eine sehr pragmatische Einstellung zu "recht haben": recht haben sie selbst.

    Wenn die der Ansicht sind, dass alles in Ordnung ist, dann ist alles in Ordnung. Wenn sie der Ansicht sind, dass es zu laut ist, dann ist es zu laut. (Ist es auch: Die 45 dB sind ein Beurteilungspegel, da gehen noch mal Impulszuschlag und Zuschlag für Ton- und Informationshaltigkeit runter - wenn der Nachbar herausfindet, wo der Lärm herkommt, dann seid Ihr auch zu laut...)

    Ansonsten: Geeichter integrierenden Klasse-1-Schallpegelmesser, der auch LTmax macht, die zuständige Behörde kann eine zugelassene Meßstelle nach §26/§28 BImSchG verlangen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Nimda
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    • 6. Februar 2013 um 22:40
    • #24
    Zitat von "ds-audio"


    ....andererseits steht aber nirgends, das es hier nur um mangelnde Lautstärke geht.
    Vielleicht ist die vorhandene Anlage nur qualitativ so schlecht, daß man damit nicht arbeiten
    kann/will. In diesem Fall würde ich mir auch überlegen, was eigenes mitzubringen.
    Man muß je nicht lauter machen als die vorhandene Anlage kann. Der oben beschriebene
    Ärger käme dann nämlich mit Sicherheit.

    Genau darum ging es mir anfänglich. Ich muss es nicht brüllend laut haben für eine schöne Feier und mache auch gerne mal zwischendurch etwas leiser zwischen den Tanzphasen damit sich die Gäste unterhalten können. Kennt man hier eigentlich die Omnitronic dx-2222...? Schonmal im Vergleich zu der RCF TT+ Serie gehört? ;)
    Dennoch ist es natürlich für mich wichtiger, dass es nicht irgendwelchen längerfristigen oder gravierenden Ärger gibt.

  • mringhoff
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    • 7. Februar 2013 um 10:21
    • #25

    Ich kann da schon mitfühlen. Da hängen in einer Veranstaltungslocation billigste Chinakübel herum und man muss sie verwenden, weil das eine verplombte Anlage ist.

    Der Wirt als Betreiber der Veranstaltungstätte hat diese Auflage vom Ordnungsamt bekommen. Üblicherweise hat der Wirt auch einen gehörigen Respekt vor dem Ordnungsamt, denn wenn da Ärger aufkommt, kommen Auflagen, die er nicht mehr lustig findet (z.B. gar keine Musikdarbietungen mehr, Schliessung um 22.00 Uhr, bauliche Auflagen bis hin zur Entzug der Konzession). Das alles haben andere Wirte schon mitmachen müssen und bedeutet für sehr viele das finanzielle Aus.

    Insofern würde ich diese Frage nach der eigenen Anlage zuerst mit dem Wirt abklären. Meiner Erfahrung zufolge sagen da die meisten "nein". Und diese Bedingung, die hauseigene Anlage zu verwenden, steht dann üblicherweise auch im Mietvertrag gegenüber dem Kunden.
    Sagt der Wirt "ja" zu Deiner Anlage, dann kannst Du sie auch aufstellen (natürlich mit den o.g. möglichen Problemen). Aus Eigeninteresse würde ich da dann natürlich mit der Lautstärke vorsichtig sein. Wenn nachts wirklich die Polizei vorbei kommt, könnte man bei der hauseigenen Anlage sagen: "sehen Sie her, das ist die vom Ordnungsamt so "eingestellte" Anlage, das muss doch passen... (verbunden mit einer kooperativen und offen gezeigter Einsichtigkeit, daß man dennoch leiser macht etc..)
    Wenn mit Deiner eigenen Anlage Ärger aufkommt, hilft es nichts zu sagen, daß die hauseigene Anlage auch nicht lauter ist.

    Ich würde das beste daraus machen: Gegenüber Deinem Kunden kann man das ja anmerken, daß man "leider" nur mit der Hausanlage spielen darf. Die Gage würde ich deswegen nicht niedriger ansetzen, denn statt Deinen Lautsprecher nimmst Du noch einen guten Equalizer und einen Kompressor mit (letzterer nur, wenn dort keiner eingebaut ist)

    Mit dem EQ biegst Du den Ton noch etwas besser hin und mit dem Kompressor holst Du noch etwas "Lautheit" (nicht Lautstärke) heraus. Den Leuten wird das kräftiger vorkommen.
    Wobei die Lautstärke ja dort nicht das große Problem sein kann. Mit 100dB (mit welchen Meßmethoden auch immer) kann man i.d.R. auch schon gut feiern, das ist alles eine Gewöhnungssache.

    Ich hatte schon Locations, bei denen schon wesentlich weiter unten Schluss war. Am Anfang ist es schon ungewohnt, daß man die Leute noch reden hört, aber die Stimmung kommt trotzdem. Das wird schon :)

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  • Jonnytrance
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    • 8. Februar 2013 um 05:58
    • #26
    Zitat von "Michele Inhestern"

    Kennt man hier eigentlich die Omnitronic dx-2222...? Schonmal im Vergleich zu der RCF TT+ Serie gehört? ;)


    Kannst du nicht einfach Speakon aus Omni raus und in deine Boxen reinstecken?
    Und wie mringhoff hier schon geschrieben hat, mindestens ein Master EQ sollte man mitnehmen, evtl. sogar was psychoakustisches ala Aphex 204.

  • TomyN
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    • 8. Februar 2013 um 08:07
    • #27

    Hi,

    ich würde nix machen, was Ärger geben kann. Zum anderen wird ein guter Klang als leiser empfunden als ein schlechter. Aber Kompressor, EQ und evtl. was Psychoakustisches würde ich auch empfehlen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Mechwerkandi
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    • 8. Februar 2013 um 08:15
    • #28
    Zitat von "Jonnytrance"


    Und wie mringhoff hier schon geschrieben hat, mindestens ein Master EQ sollte man mitnehmen, evtl. sogar was psychoakustisches ala Aphex 204.


    Juristisch betrachtet könnte man diese Aussage zumindest als Anstiftung zu einer Ordnungswidrigkeit auslegen.
    Wenn die Anlage vorliegend verplombt ist, dann hat das seinen Grund und ist auch protokolliert.

    Ansonsten wird, wie leider zu oft, der Anteil der Tontechnik am Gelingen einer Veranstaltung (Wer bewertet das eigendlich? Und wie?) überzogen dargestellt.

  • Jeremy
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    • 8. Februar 2013 um 08:23
    • #29
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Ansonsten wird, wie leider zu oft, der Anteil der Tontechnik am Gelingen einer Veranstaltung (Wer bewertet das eigendlich? Und wie?) überzogen dargestellt.


    Gut, dass das endlich mal wer sagt.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • TomyN
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    • 8. Februar 2013 um 08:38
    • #30

    Ich finde die Frage andersrum interessanter:

    :?: Wie oft hat schlechte Tontechnik zum mislingen einer Veranstaltung beigetragen?

    Tomy

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  • mringhoff
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    • 8. Februar 2013 um 09:13
    • #31
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Juristisch betrachtet könnte man diese Aussage zumindest als Anstiftung zu einer Ordnungswidrigkeit auslegen.
    Wenn die Anlage vorliegend verplombt ist, dann hat das seinen Grund und ist auch protokolliert.

    Ich glaube, da existieren himmelweite Unterschiede. Bei den einen Ämtern gibt es Leute, die echt Ahnung von der Materie haben und bei anderen, die kleben einfach einen Aufkleber auf Endstufenpotis drauf, nachdem sie kurz vorher mit einem Schallpegel-Meßgerät im Raum herumgelaufen sind.

    Man sollte erstmal den Wirt nach den Hintergründen dieser Aktion fragen. Ich habe auch schon mal einen Gastronom angetroffen, der behauptete, seine Anlage sei vom Ordnungsamt "eingestellt" worden. Nach etwas Nachfragen hat es sich herausgestellt, daß wohl vor ein paar Jahren mal einer wegen einer bestimmten Veranstaltung da war und ein paar Siegel-Aufkleber verpappt hat. Ich hatte so das Gefühl, daß es dem Wirt ganz recht war, daß er sich hier auf das Ordnungsamt rausreden konnte, damit er nicht jedes Wochenende neu fürchten muss, daß irgendwer zu laut aufdreht.

    Verplomben ist also nicht gleich verplomben. Wenn man es genau wissen will, sollte man in den Auflagenbescheid hineinsehen.

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  • verstärkerberserker
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    • 8. Februar 2013 um 10:12
    • #32
    Zitat von "mringhoff"

    Ich glaube, da existieren himmelweite Unterschiede. Bei den einen Ämtern gibt es Leute, die echt Ahnung von der Materie haben und bei anderen, die kleben einfach einen Aufkleber auf Endstufenpotis drauf, nachdem sie kurz vorher mit einem Schallpegel-Meßgerät im Raum herumgelaufen sind.

    So ist es! Ich habe schon sehr viele solcher Termine betreut und meist ist da nicht viel Ahnung von der Technik vorhanden. Leider oft nicht mal von der Bedienung des Schallpegelmessers bzw. den verschiedenen Werten.
    Die absolute Ausnahme bilden die Fälle, wo ein Blockschaltbild mit ins Protokoll kommt und prinzipiell ist alles was vor dem Controller sitzt wie z.B. das DJ-Pult austauschbar. Allerdings ist bei der erwähnten Anlage nicht wirklich ein Controller zu erwarten. Also hat vielleicht jemand einen Limiter eingebaut oder es sind wirklich nur die (der) Amps zurückgedreht. Dann sind solche Eingriffe doch wirkungsvoller. Verblombt oder nicht: Wenn Du bewußt was machst, wodurch die Werte überschritten werden können, dann hast Du das zu berücksichtigen.
    Veilleicht kommt der schlechte Sound auch z.T. daher, dass die Anlage zugedreht ist und die DJs das Mischpult aufdrehe bis Blut kommt und der Limiter schon auf Anschlag arbeitet.
    Ich habe schon größere Anlagen auf sehr "leise" Werte limitiert (aus Kosten/Geiz Gründen am Controller) und ein kotzendes DJ-Pult (eines sehr verbreiteten und beliebten Herstellers) in Verbindung mit einem (schnellen) Limiter können einen Sound erzeugen, der nicht viel besser ist als die erwähnten Ömnidröhnik Boxen.

    ...Holz ist braun!

  • mringhoff
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    • 8. Februar 2013 um 10:44
    • #33
    Zitat von "Michele Inhestern"


    Lassen wir es gut sein. Ich habe es verstanden und ebenfalls mehr lesend im Forum dabei sein.
    Vielen Dank für die Hinweise und Kritik!


    dazu von mir noch ein kleiner Nachtrag: wenn hier jeder nur noch lesend im Forum dabei ist, wirds ganz schön langweilig... :)
    Also keine Scheu vor Fragen, ich finde so etwas wichtig. Auch das kritische Nachfragen soll erlaubt bleiben.
    Und wenn mal ein "alter Hase" schreibt, daß die Frage doch schon mal jemand vor vier Jahren gestellt hat, dann zeugt es doch eher davon, daß das Thema ja auch schon andere mal interessiert hat.

    Man muss aber auch sagen, daß es auch Leute gibt/gab, die schreiben lieber als daß sie lesen (wenn ich das mal so ausdrücken darf). Vor solchen Typen haben wir "alte Hasen" immer eine latente Angst und greifen vielleicht manchmal auch etwas zu früh an die Wurzel, damit sich das ein oder andere Gewächs nicht so stark ausbreitet :)

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  • ewok
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    • 8. Februar 2013 um 13:34
    • #34

    >Wie oft hat schlechte Tontechnik zum misslingen einer Veranstaltung beigetragen?

    och, ich könnte da auch so das ein oder andere Beispiel bringen...

    1) Zum Musikabspielen geht alles irgendwie. Zum Problem wird es erst, wenn Sprachübertragung ins Spiel kommt. Ich hatte auch schon einmal das "Vergnügen", über eine verplombte Hausanlage spielen zu dürfen. Ein Festsaal mitten in der Stadt; die haben das halt als Auflage bekommen, damit da überhaupt was stattfinden darf.
    Ergebnis: teurer Limiter, billigste Endstufe, 4 Filzkübel in der 50€-Klasse, vom Hausmeister alle auf einen Haufen gestellt, um wenigstens noch ein bisschen Lautstärke zu erzielen.
    Ok, die Musik klang grottig, beatmatching konnte man vergessen, weil einfach nur Matsch rauskam, die Leute haben trotzdem getanzt. Alles gut und schön.
    Dann kam der Chef der Firma, wollte ein paar warme Worte an seine Angestellten loswerden. Leider hat man im hinteren Bereich des Saals (wo man mit einer "normalen" Box locker hingekommen wäre) nichts verstanden. Ich vermute man hat nicht einmal gehört, DASS da jemand etwas sagt. Ergebnis: Die Leute quatschen lautstark weiter und man versteht noch weniger... Die Leute vorne verstehen auch nix, schauen mich erwartungsvoll an, gestikulieren "Lauter", aber da kommt halt einfach nix. Sprachverständlichkeit ist bei der Anlage leider nicht eingebaut :roll:

    Das sind hat die Momente, wo es einfach keinen Bock macht... Seit dem habe ich auch schon eine Anfrage abgelehnt, als es hieß "Hausanlage, 2x Omnitronic DX 1022"

    2) Meine Freundin war neulich auf einer Geburtstagsparty eingeladen. Alle hatten richtig Bock, da hin zu gehen, tagelang vorher Kostüme ausgesucht (Mottoparty). Irgendwann nach 22 Uhr mit ner Hand voll feierwütiger Leute da hin gekommen: Eine Billig-Anlage auf Anschlag gedreht, so dass es in den Ohren weh getan hat. Keiner wollte bei dem Lärm tanzen, unterhalten ging auch nicht, schlechte Musikauswahl, überhaupt keine Stimmung => um halb 1 war die Truppe wieder daheim...

    http://www.partyontour.de

  • Mechwerkandi
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    • 8. Februar 2013 um 14:42
    • #35
    Zitat von "TomyN"

    Ich finde die Frage andersrum interessanter:

    :?: Wie oft hat schlechte Tontechnik zum mislingen einer Veranstaltung beigetragen?

    Tomy


    Warum nicht?
    Es bleibt offen:
    Wer will die Begrifflichkeit vom "Gelingen" verbindlich definieren? Und wie?
    Der Gastronom bezeichnet vermutlich eine VA als "gelungen", wenn sie die erhoffte Rendite bringt. Das wäre zumindest z.T. noch nachvollziehbar.
    In den anderen Fällen bleibt die Wahrnehmung "gelungen" höchst subjektiv und für Dritte fallweise völlig konträr der eigenen Meinung.

    Aus eigener Erfahrung kann ich lediglich beisteuern, das ich Partys mit einem extrem positiven Wiedererinnerungswert erlebt habe mit völlig grottigen Anlagen, wobei mir im Nachgang aufgefallen ist, das es im Vorfeld dieser Veranstaltungen allesamt nur eher geringe Erwartungshaltungen gab.

    Daraus lässt sich zumindest ansatzweise schliessen, das eine hohe Erwartungshaltung häufig mit negativen Wahrnehmungen einhergeht.
    Aus der geschilderten Sichtweise des gemeinen Tontechnikers habe ich manchmal den Eindruck, das eine vermeindlich hohe Erwartungshaltung mit Materialeinsatz kompensiert wird, oder vermeindlich "hochwertiges" Material das Gelingen (wie auch immer...) besichern soll.
    Das kann so nicht funktionieren.

  • ewok
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    • 8. Februar 2013 um 15:01
    • #36

    Ja, die Erwartungshaltung macht es oft einfach aus. Wenn man auf ne "Sauf-Fete" geht, erwartet man erst einmal nichts (außer vielleicht betrunken zu werden, was für die meisten Leute ein eher kleines Problem darstellt). Dann ist es wirklich egal, was da präsentiert wird - so lange das Bier kalt ist.

    Als DJ ist man natürlich Dienstleister und hat einen Kunden....

    => Wenn der Kunde nix erwartet und die Party läuft - trotz grottiger Anlage - gut, hat man gewonnen. 8) Aber halt weniger Spaß an der Arbeit.

    => Wenn der Kunde sich aber sagt "für das Geld will ich was geboten bekommen" und die Stimmung ist mittelprächtig, weil die Leute einfach keinen Bock auf Party haben und dann ist auch noch die Anlage schlecht, dann ist der Schuldige in dem Fall halt einfach der DJ! :?

    http://www.partyontour.de

  • Mechwerkandi
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    • 8. Februar 2013 um 17:09
    • #37
    Zitat von "ewok"


    ... dann ist der Schuldige in dem Fall halt einfach der DJ!


    Falsch.
    Der ist immer schuld.

  • wora
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    • 9. Februar 2013 um 00:31
    • #38
    Zitat von "Jeremy"


    Gut, dass das endlich mal wer sagt.


    ich dachte ja eigentlich, das hier wäre ein fachforum für leute, die aus ihrer berufung heraus versuchen, für das publikum das beste an klang herauszuholen, damit diese sich wohl fühlen und im nächsten jahr gerne wieder geld ausgeben, um zu gleichen veranstaltung kommen...
    aber jetzt zweifle ich schon ein bisschen :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jeremy
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    • 9. Februar 2013 um 01:22
    • #39

    Stimmt ja auch, und trotzdem ist es wie in der Gastronomie: Der Markt verlangt nicht nur nach Sterne-Köchen, sondern auch nach der gutbürgerlichen Küche (mit der sich auch gutes Geld verdienen lässt), und insbesondere auch nach Fastfood.

    Und so mancher wäre erstaunt, was ein Sternekoch auch auf dem Campingkocher zaubern kann, wenn nichts anderes da ist.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • tufkaklto
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    • 9. Februar 2013 um 08:07
    • #40

    Auch wen es unsere Aufgabe ist, für "perfekten " Sound zu sorgen, so ist es auch unsere Aufgabe, das man eine schöne und reibungslose Show gestaltet.

    Es ist auch nach meiner Erfahrung so, das die Stimmung auf einer Show/Party nicht unbedingt vom perfekten Sound des Tontechnikers abhängt.
    Wenn man am Pult meint, heute den perfekten Sound geschaffen zu haben dann kann das Publikum immer noch gelangweilt rumhängen, und an Tagen wo man sich aus diversen Gründen für den Sound geniert, da geht die Hütte ab.

    Und da kommt nun auch die Sache mit dem Ordnungsamt ins Spiel.
    Wenn man eine Party organisiert, bei der man das Risiko eingeht das die Grünen oder Blauen kommen und das abdrehen, dann hat man seinen Job nicht richtig gemacht.
    Das kann mit Beratung im Vorfeld anfangen, wenn die Location falsch ist, bis hin eben zu ignorieren von Lärmschutzmaßnahmen und damit verbundenen Abbruch bzw finanziellen Fiasko der Party
    Etwas Verantwortung zu diesem Thema und unserem Kunden gegenüber gehört auch zu unserem Job.

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