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Wer hat noch analogen Tisch?

  • andy006
  • 14. April 2013 um 11:47
  • verstärkerberserker
    Verifiziert
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    • 12. Mai 2013 um 18:39
    • #21

    Sehr gut.
    Diese Erfahrungen kann ich 1:1 bestätigen.

    Zitat von "wora"

    ich habe auch mit M7CL schon sehr gut klingende veranstaltungen gemacht.

    Ich fülle ab und zu die Lücken in meinem Terminkalender indem ich aushilfsweise Bands im kleineren Rahmen (400-800PAX) mische. Dort findet man sehr oft ein LS9, das ich ehrlich gesagt hasse, das dort aber absolut berechtigt steht. Auf diesem Pult durfte ich für eine Band Sound machen und ich fand das absolut "geil". Das lag aber an der Band. Zitat eines Kollegen: "Es gibt genug Bands die schlechter klingen als ein LS9.

    Zitat von "wora"

    ein kardinalsfeher bei digitalpulten ist nämlich, das dort oft einfach zu viel geschraubt wird. es gibt zu viele möglichkeiten der signalbearbeitung, so dass man da sehr leicht in versuchung kommt alles zu verwenden was da ist. das war zumindest meine beobachtung der ersten digitaljahre.

    "Ich hatte jetzt scho 2x einen Rider auf Festival wo jemand allen Ernstes z.B. 24 Compressoren forder - wohl gemerkt für 21 Inputs. Wo kommt das wohl her?
    Ich konnte oft beobachten, dass ein Techniker auf Festival Soundcheck macht (digital) und die Band mit gutem Sound anfängt und zum mit einem Soundbrei aufhört, weil irgendwann überall alles arbeitet.

    Zitat von "wora"

    ich denke auch, das es vor allem mit der arbeitsphilosophie zusammenhängt. geräte die man kennt kann man eben schneller bedienen.

    Und es gibt Geräte die kennt einfach (fast) jeder.
    Auf großen Festivals ist es eigentlich üblich, dass das Festivalpult analog ist (meine Beobachtung auf meinen Jobs) -in 95% Heritage 2000/3000. Darauf spielen dann alle, die nichts mitbringen (das sind manchmal nicht viele).
    Auf einem Festival, gab es vorab die Info, dass als Festivalpult ein H3000 und ein PM5D im Wechsel zur Verfügung stehen.
    Ich habe dann vor Ort jedem zweiten Techniker erklärt, dass er auf dem analogen Pult mischen muß.
    Folge: Jeder zweite Techniker hat sich dafür bedankt, dass wir das so machen obwohl einige ein File dabei gehabt hätten.
    Das lasse ich erst einmal so stehen.

    ...Holz ist braun!

  • Audiowerk
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    2.757
    • 12. Mai 2013 um 18:46
    • #22
    Zitat von "wora"

    ein kardinalfehler bei digitalpulten ist nämlich, das dort oft einfach zu viel geschraubt wird. es gibt zu viele möglichkeiten der signalbearbeitung, so dass man da sehr leicht in versuchung kommt alles zu verwenden was da ist.


    Das kenne ich von mir auch schon auf der analogen Ebene. Kaum hatte man das Geld beisammen für acht vernünftige Kompressoren, wurde komprimiert, was nicht bei Drei auf dem Baum war. Aus genau dem Grund, den du nennst: man hat das Zeug, also wird es eingesetzt. Das war in der Tat ein Fehler, den ich schon vor geraumer Zeit bemerkte und der zur Konsequenz hatte, dass ich dem Leitwort 'back to the roots' oder eben 'weniger ist mehr' getreu die Instrumente wieder in der Dynamik über die PA kommen ließ, die sich von sich aus mitbrachten. Bestimmte Soundszenarien wurden seinerzeit eher schlechter als besser, was dann zum Umdenkprozess führte. Das würde mir nach dem Umstieg auf digital aber wahrscheinlich nicht noch einmal passieren.

    Ich habe an anderer Stelle noch Bedenken - aus zahlreichen Beobachtungen von Kollegen. Ich habe wenig übrig für Presets, grundsätzlich nicht, und ich habe es schon recht oft erlebt, dass die gleiche Kapelle an einem Wochenende in unterschiedlichen Locations, auf unterschiedlichen Anlagen oder gar einmal drinnen, einmal draußen spielte - derselbe Mann stand hinter der Konsole, und es wurde das gestern gespeicherte Preset aufgerufen und sich über die Musikanten amüsiert, die sich wiederum ob des kurzweiligen Soundchecks wunderten. Da und dort wurde noch nachgedreht, aber in meinen Ohren klang das eine oder andere Instrument nicht gerade fein. Aber man war ja schnell fertig... das ist für mich nicht Sinn der Speichermöglichkeit von Digitalpulten. Wir hatten hier irgendwann die Diskussion im Forum schon einmal, damals ging es noch darum, das analoge Pult so eingedreht ins Case zu lupfen, wie man es den Abend über gebraucht hatte, um im kommenden Venue alles fix und fertig zu haben. Damit *kann* ich mich einfach nicht anfreunden, bis heute nicht, ich könnte und wollte so nicht arbeiten. Dazu verleitet das ganze Zeug natürlich auch...

  • wora
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    • 12. Mai 2013 um 20:11
    • #23

    da ist tatsächlich auch was dran.
    ich habe bei mir auch schon beobachtet, dass gespeicherte files einmal gut und ein andermal weniger gut funktionierten.
    deshalb mache ich es mittlerweile so, dass ich bestimmte kanäle immer mit flat eingestelltem EQ beginne. so wie früher ;)
    aber ich benötige das interessanterweise nicht bei allen kanälen, manche eq-einstellungen kommen einfach immer wieder zurück und sind bei jedem gig fast gleich. die kann man dann einfach so aus dem file übernehmen.
    die kunst wird nun sein, das eine vom anderen zu unterscheiden :lol:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 12. Mai 2013 um 21:55
    • #24
    Zitat von "wora"

    ...die kunst wird nun sein, das eine vom anderen zu unterscheiden :lol:

    Genau so sehe ich das auch. Für den Weg, das was sinnvollerweise als "wiederkehrend" gespeichert wird, von dem, was als veränderlich trotzdem in einer für schnelles Verändern sinnvollen, persönlichen Default-Posittion, die eben nicht "null" sein muß, gespeichert wird, auseinander zu halten, habe ich in Praxis einen Thread eröffnet. :wink:

    Bitte beachten und im 'Praxis'-Board statt hier weiter zum 'preset' - Thema posten, ferner im Hauptrechner die "Moderation ignorieren" - Funktion abschalten :wink:

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