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Grundsätzliche Tips um eine Bühne zu beleuchten

  • montesuma
  • 15. Juli 2013 um 13:04
  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 15. Juli 2013 um 13:04
    • #1

    Ich fahre zur Zeit eigentlich nur noch Gigs auf Bühnen bis zu einer Größe von 8x7m, schnelle Soul Musik bis zum Rock...
    Dafür verwendete ich immer ganz "old-shool-mäßig" vorne zwei 6er Bars PAR64, hinten das gleiche, und an den hinteren senkrechten Traversen jeweils eine 6er Bar. Alles mit bunten Farbfolien. Dazu habe ich noch einen fetten Strobo und zwei kleine Flutlicht Rampen als Blender.
    Da sich die Locations, bei denen der Strom nicht mehr ausreicht, häufen, will ich endlich auf LED umsteigen.

    Soweit ich das nun mitbekommen habe, sind vorne Strahler mit geringem Winkel nicht so günstig, man sollte sich lieber für Washlights bzw Fluter entscheiden, richtig? Bei manchen Bühnen habe ich auch gesehen, dass bevorzugt Weisslicht verwendet wird, damit man die Gesichter besser sieht bzw auch Kamerabilder besser rüber kommen. Sollte man trotzdem RGB LED vorne einplanen? Welche Winkel sollte ich dafür verwenden, LED's mit 25° sind, vermute ich, gerade so an der Grenze?

    Hinten könnten dann wieder normale engstrahlige LED's herum blinken. Dazu zwei Flutlichtrampen und 2-4 kleine Strobos. Gibt es eine schöne Kombinationslampe, die Flutlicht und Strobo vereinen? Sollte ich da auch nur bei weiss bleiben oder RGB einplanen? Geschmacksfrage oder Erfahrungssache...

    Also mein vorerst erster Grobentwurf sieht dann so aus, wie ich mir eine Minimalausstattung vorstellen könnte:

    Vorne zwei Washlights RGB und zwei Wackelköpfe, die ein Muster/Gobo auf die Hinterwand projezieren.
    Hinten 3-4 kleine helle weisse LED Fluter, die auch stroben können. Den Rest hinten mit RGB Pars auffüllen.

    Meinungen, Vorschläge, bin ich auf dem richtigen Weg?

  • ewok
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    2.541
    • 15. Juli 2013 um 14:39
    • #2

    Von Vorne gehört auf eine Bühne Weißlicht. Eventuell kann man, wenn es denn unbedingt sein muss, über einige zusätzliche Akzente in warmen Farben diskutieren, aber RGB-LED geht gar nicht.

    Beim Blick auf das Spektrum von LED zeigt sich auch direkt, dass RGB-Mischung eben kein "Weiß" erzeugen kann. Da sind einfach noch riesige Lücken im Spektrum, so dass es einfach nicht natürlich aussehen kann: http://www.nullohm.de/berichte/leddex.htm

    Als Ausnahme gibt es dann noch RGBW-LED, da ist das schon ein bisschen besser, aber - zumindest im günstigen Bereich - noch weit von Glühlicht entfernt.

    http://www.partyontour.de

  • yamaha4711
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    • 15. Juli 2013 um 15:03
    • #3

    Tacho!

    Ich finde auch LED Teile, bei welchen man die LED direkt sieht, von hinten äußerst uncool, da man 3-4 in unterschiedlich Farben leuchtende Punkte sieht. Sowas nervt. Meine Meinung.

    Von vorne Stufenlinsen oder (asym.) Fluterrampe (wenn's billig sein soll).
    Hier können dann auch LED Direktstrahler (ich nenn das mal so, wenn man die einzelnen LED sieht) eingesetzt werden. Ansonsten klassisch PAR Kannen.

    Die restlichen Positionen (hinten, seite, oben) mit Wackelköpfen oder LED Kannen und da wo man von vorne nicht gerade direkten Einblick hat auch LED Direktstrahler.

    Ich für meinen Teil mag es immer noch klassisch mit normalen PAR's und mit Verlaub, 4-6 6er Bars sollte man schon angeschlossen bekommen. Wenn dafür der Strom nicht reicht, dann frage ich mich wo ihr spielt?

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • simonstpauli
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    • 15. Juli 2013 um 15:07
    • #4

    Wenn ich "Kamerabild" im Zusammenhang mit "LED" lese, werfe ich noch ein, daß da auch die Flacker-Problematik zu beachten ist. Also darauf achten, daß alle eingesetzen LED-Leuchten auch kameratauglich sind.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Finelight
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    1
    • 17. Juli 2013 um 15:32
    • #5

    Ich finde schön:

    Hinten
    4 oder mehr 6er Bars Par

    Vorne
    Must have:
    Weißlicht in Form von Stufenlinsen, PCs oder asym. Fluter. Schön ist dabei, wenn man nicht mit 2 Lampen die Bühne hell machen muss, sondern verschiedene Bereich einzeln Hell machen kann.
    z.B. Bühne links, Bühne rechts, Bühne mitte (das ist in meinen Augen die wichtigste Position)

    Zusätzlich nice to have:
    2 6er Bars Par 64 CP62 um einzelne Positionen (Gitarre, Bass) in einzelnen Farben ein wenig absaufen zu lassen, sprich: Wenn ich dir Grundhelligkeit/das Weißlicht an den Musikerpositionen zurück ziehe steht er nicht im Dunkeln, sondern in einer Farbe - bei mir sind das in der Regel Rot oder Blau. Mit 2 Farben kann ich jeweils 3 Position beleuchten, oft kommt man damit schon weiter.

    Moving Heads/Wackellicht brauche ich in dieser Größe noch nicht. Wenn sie da sind: Bitte möglichst weit nach hinten. Gerne verteilt am Boden und im Dach (Weniger als 4 Wackellampen sind in meinen Augen Quatsch. 4 Wackellampen bitte einfach in eine Reihe.). Das ganze für Standard Rock'n Roll bitte in symetrisch ("Symmetrie ist die Schönheit der Dummen. - Lasst es uns für Dumme bauen").

    Für Musthave brauche ich also mind. 12 Dimmerkanäle, für schön mind. 24 Ch.

    Wenn du Strobes brauchst kannst du im LED-Bereich durchaus fündig werden - ich möchte in einer klassischen Rock'n Roll Bühne aber keine LED-PARs o.ä.

  • bernd häusler
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    833
    • 18. Juli 2013 um 16:18
    • #6

    Moin,

    Zitat von "ewok"

    Von Vorne gehört auf eine Bühne Weißlicht.

    Jepp, immer, unverzichtbar ...und wie völlig richtig angemerkt: weiß und wirtschaftlich ist immer noch nur Glühlicht ... und gedimmt auf 2300k gibts nur in glühend. Als Denkanstoß: blau (monochrom, nicht RGB) würde ich zuerst durch LED ersetzen, das können LEDs besser als Glüh und Folie. Ein Halbfrost verdeckt die punktförmige Konfetti-Anmutung. Davon ausgehend würde ich dreist mischen, viele Farben gehen nur mit Glüh und Folie - oder sehr teuer mit Oberklasse RGBW. Robin 600 sind toll...

    Grüße,

    Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • LC2412
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    71
    Beiträge
    1.186
    • 18. Juli 2013 um 17:49
    • #7

    ich finde LEDs hinten für Farben mit Frostfilter brauchbar, so langsam klappt ja sogar orange. Vorne nur Glüh. Wer grasgrün einsetzt, wird von mir mit Kopfschütteln belohnt. Ansonsten würde ich mir eher Gedanken über einen Hazer machen, damit man das Licht nicht nur beim Auftreffpunkt sieht. Strobo konnte ich noch nie leiden. Brauntöne, die als leichten Filter vorne das Licht etwas schmeichelnder machen geht auch nur mit Glüh. Ansonsten lieber wenig Farben, aber die so, dass man, wie schon genannt, die Bühne darin absaufen lassen kann. Und das Frontlicht muss gar nicht immer volles Brett sein, da würde ich auch CP62 nehmen. Ich bin generell der Fan davon, weiß sparsam aber sinnvoll einzusetzen. Man muss jederzeit die Musiker vom Gesicht her erkennen können, beim MA Lightcommander habe ich mir z.B. die weiß Front auf die Drehregler gepatcht, das muss ja wirklich nur ein wenig.

  • jason parker
    Beiträge
    29
    • 26. Juli 2013 um 03:49
    • #8

    Man kann das auch Front mit LED machen. Gibt diverse WWW oder WWWA Stahler Warm White, White , Amber. dann kann man sich sein Wunschweiss schñn mischen. die Farbtemperatur bei Warmweiss LED geht bis maximal 2600K runter und bei Kalt Weiss bis maximal 6500K hoch (was man als Frontlicht wohl eher nicht braucht) aber eine Prise Amber yum Warm Weiss machts dann doch ganz ansehnlich ohne das es zu kuenstlich ist. hinten einfach TRI-LED nehmen wo die Farben schon hinter der Linse gemischt werden das sieht schon gut aus. aber bei Rock wuerde ich immer ein paar Oldschool PArs irgendwo haengen lassen weil der kalte der Touch der der hochtempareturigen LED Farben zwar sehr sehr geil sein kann aber eben auch stoerend. die Mischung machts ;)

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