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Theatertechnik gegen hohe Luftfeuchtigkeit schützen

  • vanticore
  • 5. Dezember 2013 um 14:13
  • vanticore
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    16
    • 5. Dezember 2013 um 14:13
    • #1

    Hallo zusammen!

    Ich habe da mal eine Frage. Ich sitze hier in einer Ferienclubanlage auf Mallorca und wir haben gerade in den Sommermonaten das Problem von sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Diese wirkt sich oft recht negativ auf diverse Platinen unserer Moving Heads und so weiter aus.
    Jetzt habe ich mir überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, gerade die ganzen Platinen mit einer art kunststoffspray oder so gegen die Feuchtigkeit und die daraus resultierende Korrosion zu "versiegeln" gibt es da ein Patentrezept, oder hat jemand schonmal Erfahrungen damit gemacht?

    Über ein paar gut Vorschläge würde ich mich freuen.
    Danke!

    Stefan

    Stefan Aubke

    Produktionsleiter / Fachplaner Audio

    müllermusic Veranstaltungstechnik GmbH & Co. KG

    Poll-Vingster Straße 124

    D - 51105 Köln

  • chris216
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    • 5. Dezember 2013 um 14:25
    • #2

    Es gibt gute Schutzlacke, APL 400 beispielsweise. Aber du wirst dich auch um Korrosion im Steckverbinder und in anderen nicht lackierbaren Teilen (Motoren etc) kümmern müssen. Steckverbinder kann man ggf. unter Silikon / Heisskleber vergraben.

    Bei all dem wird natürlich das Reparieren zur großen Freude...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • Kracky
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    • 5. Dezember 2013 um 15:23
    • #3

    Die eleganteste Lösung wäre vielleicht ein Outdoor Dome, aber ist nicht billig und optisch jetzt auch nicht gerade ein Hingucker so ein Movinghead mit Kondom. Was anderes wird aber wie angedeutet nur teilweise helfen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • vanticore
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    • 5. Dezember 2013 um 15:29
    • #4

    Ein Dome Steht nicht zur Debatte. Da die lampen alle Indoor hängen. Aber halt sehr an der feuchten Meeresluft zu knapsen haben...

    Stefan Aubke

    Produktionsleiter / Fachplaner Audio

    müllermusic Veranstaltungstechnik GmbH & Co. KG

    Poll-Vingster Straße 124

    D - 51105 Köln

  • karel noon
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    • 5. Dezember 2013 um 16:17
    • #5

    Ist eine Klimaanlage eine option?`diese kühlt nicht nur, sondern trocknet auch die luft.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Audiowerk
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    • 5. Dezember 2013 um 18:52
    • #6

    Wobei der Hinweis auf Meeresluft schon nicht unwichtig ist. Ein Freund von mir hat ein Häuschen direkt am Strand der spanischen Ostküste, ~15 Meter vom Meer entfernt. Alles, aber wirklich *alles*, was am Haus aus Metall ist, sieht desolat aus. Selbst das massive Metallgartentor ist zentimetertief (!) vom Rost zerfressen, und das sind keine Hohlstreben an dem Ding. Diese Luft muss wirklich sehr aggressiv korrodierend wirken. Dass das Gift für solch hochwertige Industrieelektronik ist, ist mir klar. Und ob man da wirklich etwas unternehmen kann, was auch was bringt - die Bemerkung hinsichtlich Steckverbindern & Co zeigt ja auch auf, dass man da gegen Windmühlen kämpfen wird müssen.

  • tufkaklto
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    • 5. Dezember 2013 um 19:13
    • #7

    Ist wohl eine Frage, ob die Kosten den Nutzen rechnen.

    Die salzige feuchte Meeresluft wirst nicht wegbekommen.

    Von daher wage ich zu bezweifeln, das man groß was in einem sinnvollem Aufwand machen kann.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • theHELL
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    • 6. Dezember 2013 um 18:38
    • #8

    Seeluft ist Materialkiller. Da rostet sogar Alu.

    Amptown hat mal Lautsprecher präpariert.

    Zitat

    Diese großen Line-Arrays wurden vorab in Hamburg von ASC zerlegt, salzwasserresistent behandelt und zum Abschluss mit einer korrosionssicher bearbeiteten Gaze bespannt.

    http://diereferenz.de/asc-auf-der-aidamar

    Allgemein:
    Alles was man wegräumen kann in klimatisierten Räumen aufbewahren.
    Keine aktiv gekühlten Scheinwerfer verwenden.
    Auch eine nette IP65 Leuchte: http://sgmlight.com/shop/g-spot/c-23/p-179
    Und wie klauston sagt: Kosten-Nutzen-Rechnung. Das Material wird bei dem Klima eine kürzere Lebensdauer haben.

    Grüßle, Schorsch

    Pragmatisch. Praktisch. Gut.

  • andi.bt
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    • 7. Dezember 2013 um 17:10
    • #9
    Zitat von "theHELL"


    Und wie klauston sagt: Kosten-Nutzen-Rechnung. Das Material wird bei dem Klima eine kürzere Lebensdauer haben.

    Richtig. Manchmal haben Eurolite, Stairville, Showtec & Co eben ihr perfektes Einsatzgebiet :lol:

    Wobei ich das so nicht ganz unterschreiben kann. Ich kenne einen Club in Griechenland der direkt am Meer ist. Die Technik wird im Winter zwar abgebaut, hängt im Sommer aber Tag und Nacht unter freien Himmel. Und wir reden da nicht von IP65 sondern von billig LED Eimern, MAC 250 und Roboscan 918.

    Ich glaube nächstes Jahr wird einiges davon das 5. mal aufgehängt und bis auf kleinere Schäden gab es da nie Probleme. Und wenn man bei nem Roboscan 918 nen Motor austauschen muss dann will ich das mal nicht unbedingt auf das Salzwasser schieben...

    Ist natürlich keine Garantie, dass das überall und mit jedem Material funktioniert...

  • niggles
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    • 7. Dezember 2013 um 17:53
    • #10
    Zitat von "andi.bt"

    Richtig. Manchmal haben Eurolite, Stairville, Showtec & Co eben ihr perfektes Einsatzgebiet

    Nö. Grade die Platinen von billigen LED-Pars, 4-fach Flutern und ähnlichem Chinagerödel sind überhaupt nicht gegen Korrosion geschützt und fallen teilweise schon nach Wochen aus. Alte Scanner und halbwegs ordentliche, aber schlicht ausgestattete Wackler (Robe, Martin) halten sich recht gut, aber nicht ewig und müssen in Strandregionen regelmässig ausgeblasen werden bevor die Mischung aus Sand und Salz festbackt. Dauerhaft sind da ausser IP67-Lampen nur PARs und Baustrahler an lüfterlosen Dimmern, gesteuert aus klimatisierten Räumen damit das Pult nicht knirschend den Fadertod stibt. Selbst die Spiegel von Theaterscheinwerfern werden innert 2-3 Jahren blind.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • ADMIN
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    • 9. Dezember 2013 um 21:15
    • #11

    Auf Rügen waren wir damals vielleicht 300m von der Küstenlinie entfernt, alles outdoor.

    Bewährte Vorgehensweise war: Nichts abdecken, damit die Feuchtigkeit auch wieder raus kann, und alle Geräte durchlaufen lassen, damit die im Standby-Betrieb entstehende Wärme die Feuchtigkeit draußen hält.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • vielzulaut
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    • 9. Dezember 2013 um 23:48
    • #12

    wichtig zu wissen, denke ich, ist, dass sich die Korrosionsgeschwindigkeit pro 10°C etwa verdoppelt..

  • Finelight
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    • 10. Dezember 2013 um 23:47
    • #13

    Hallo Stefan,

    ich kenne deine Situation sehr gut. Ich habe einige Zeit bei einem Mitbewerber (in Tunesien/Djerba und Zypern) gearbeitet.

    Safeties haben wir regelmäßig in Diesel oder Heizöl eingelegt - dann haben die mit Glück 2 Jahre überlebt. Probleme mit Moving Heads hatten wir selten/nie. Die wurden pro Quartal einmal durchgepustet, ausgepinselt und geölt. Kapitale Ausfälle habe ich in der Zeit nie erlebt. Beides waren im übrigen Ganzjahres-Clubs. Die Geräte wurden zur Benutzung eingeschaltet und danach wieder ausgeschaltet.

    Im Outdoorbereich haben wir Outdoor-PARs eingesetzt, mit intelligentem Licht haben wir da eher schlechte Erfahrungen gehabt - dann wurde sowas halt nicht eingesetzt. Unsere Lautsprecher waren speziell beschichtet. Pulte waren eher aus der günstigen Serie. Es ist einfacher ein 2. analoges Behringer im Lager zu haben als irgendwas digitales, was digitales. Dimmer etc. waren auch aus der günstigen Serie.

    Wie äußern sich denn die Probleme der Lampen?

  • zegi
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    • 12. Dezember 2013 um 12:42
    • #14

    Könnte man den Club, solange er geschlossen ist, entfeuchten? Mit einem Bautrockner vielleicht? Dann wären die Geräte der Feuchtigkeit nur während des Betriebs ausgesetzt, in dem sie durch die eigene Wärme ein Stück weit geschützt wären.

    Wird auch die Frage sein, was günstiger kommt - entfeuchten oder regelmässig neue Geräte.

    Der Ton macht die Musik.

  • Finelight
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    • 12. Dezember 2013 um 14:57
    • #15

    Das Problem sind aber doch die Sommermonate...

  • Hitower
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    • 7. Januar 2014 um 10:22
    • #16

    Hi
    Ist es den ganzen Sommer so schlimm? Ich meine wirklich dauerhaft? Evtl hilft Klimatisierte Luft Richtung Technik blasen und ggf. auch alles an aktiver Elektronik auslagern in einen klimatisierten Technikraum.

    War diesen Sommer auch da, aber da fand ich es nicht so "schwül". In meinem Hotel hatten die eher alles draußen verbaut, da aber Regendicht mit Haube. Ob das dann besser ist :-/

    Grüße auf die Insel
    Daniel

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