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Digitale Funkstrecke für Messmikrofone

  • wora
  • 22. Dezember 2013 um 15:50
  • wora
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    • 22. Dezember 2013 um 15:50
    • #1

    wir kennen das ja alle:
    wir wollen eine anlage auf einen raum einstellen, STI werte oder auch RT60 messen.
    dazu müssen wir an mehreren messpunkten im saal messen, das heisst das messmikrofon muss an verschiedenen positionen aufgestellt werden. eventuell muss die messreihe auch mehrfach ausgeführt werden, was ein mehrfaches aufstellen auf die verschiedenen messpositionen bedeutet. das mikrofon muss also ständig hin und her bewegt werden.
    nun ist dieser saal allerdings bestuhlt. :(
    = damit ergibt sich die mühsame arbeit, das mikrofonkabel ständig zwischen den stuhlreihen durchzufädeln. das blöde ding bleibt aber immer irgendwo hängen, und schlussendlich geht mehr zeit für die kabel-arie verloren als für die eigentliche messaufgabe!
    dadurch kann es auch vorkommen, das man sich vielleicht einen nötigen letzten messdurchgang ersparen will und dann einfach zu wenige messungen in der tasche hat. letzteres vielleicht auch nur wegen zeitmangel.

    um dieses problem mit dem mikrokabel zu umgehen, möchte ich hier folgende problemlösung weitergeben.

    seit kurzer zeit gibt es bei audio-technica eine digitale sendestrecke für wirklich wenig geld.
    diese nennt sich "System10" und arbeitet im bereich von 2,4GHz.
    und diese sendestrecke arbeitet ohne kompader und ist mit einem linearen übertragungsbereich gesegnet. dafür ist sie für messzwecke also wie geschaffen!
    die latenz liegt im bereich um die 3,5ms, das spielt für unsere relativmessungen aber überhaupt keine rolle.

    vom System10 gibt es auch eine version mit taschensender. und dazu gibt es ein passendes zubehörkabel mit female-XLR.
    nun kann man hier einfach ein batteriebetriebenes messmikrofon (z.b. MiniSPL von NTI) anstöpseln, den taschensender ans mikrostativ clipsen, sender und empfänger einschalten - fertig.
    das messmikro mit stativ lässt sich jetzt ganz bequem ohne kabel dran durch die halle bewegen und überall aufstellen! ;)

    wer hochwertigere messmikrofone benutzen will, der kann entweder einen 48V batterie-phantomspeiseadapter einfügen, oder einen batteriebetriebenen preamp vorne dran hängen (z.b. Monacor MPA-102)

    ich habe mit dieser lösung nun schon mehrere messungen erfolgreich durchgeführt und vermisse die langen kabel nun überhaupt nicht mehr ;)

    und damit das hier nicht zur werbeveranstaltung für audio-technica wird:
    es gibt sicher auch von anderen herstellern digitale funkstrecken, die sich für diesen einsatz eignen könnten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bemi
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    • 22. Dezember 2013 um 16:58
    • #2

    Von Neutrik gibt es doch da was neues in 19" mit 4 Strecken hin und zurück. Vermutlich liegt das preislich in einem ganz anderen Rahmen, aber tauglich schaut es allemal aus. Hat schon jemand Erfahrung damit?

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • abc
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    • 22. Dezember 2013 um 17:00
    • #3

    Sennheiser baut auf Wunsch auch den Kompander in einer 300er Strecke mit Aufstecksender aus - einfach mal an Sennheiser wenden.
    Funktioniert tadellos als Meßstrecke - analog, latenzfrei und speist direkt 48V!

    Wer zuviel Geld über hat kann sich natürlich auch bei Lectrosonic umsehen....

  • tufkaklto
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    • 24. Dezember 2013 um 09:37
    • #4

    Line 6 funktioniert tadellos

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  • simonstpauli
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    • 24. Dezember 2013 um 10:10
    • #5
    Zitat von "klauston"

    Line 6 funktioniert tadellos


    Dito bei mir, 70er Serie. Aber auch hier keine Phantomspeisung. Ich nutze daher ein AKG Batteriespeiseteil mit 2x9V-Akku.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • SebastianJaeger
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    • 24. Dezember 2013 um 12:00
    • #6

    simonstpauli

    Das heißt Du nutzt ein Line6 Relay XD-V75TR Set mit einem Phantomspeiseadapter?
    Das messen der Phase ist damit auch kein Problem? Bzw. die Latenz der Strecke ist immer gleich?

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • simonstpauli
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    • 24. Dezember 2013 um 13:13
    • #7
    Zitat von "hunterstudios"

    simonstpauli

    Das heißt Du nutzt ein Line6 Relay XD-V75TR Set mit einem Phantomspeiseadapter?
    Das messen der Phase ist damit auch kein Problem? Bzw. die Latenz der Strecke ist immer gleich?

    Gruß

    Sebastian


    Ich habe einige V70. Die Latenz liegt stabil bei 4.02ms, Phasen und Frequenzgang sind nahezu flat von 20 bis 20k.

    Im Maximum benutze ich ein Meßmikrofon auf Kabel und zwei drahtlos. Normalerweise allerdings nur ein Mikro, auf Kabel oder drahtlos, je nach Lokalität.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 24. Dezember 2013 um 14:30
    • #8

    zum thema latenz der sendestrecke gebe ich zu bedenken, dass wir ja in aller regel relativmessungen machen.
    das heisst z.b. beim messen einer delayzeit, das wir zwei unterschiedliche quellen im verhältnis zueinander messen. da der abstand unserer messstecke dabei (idealerweise ;) ) kostant bleibt, spielt die latenz der messtrecke selbst keine rolle, denn wir ermitteln ja den unterschied der laufzeit der zwei verschiedenen quellen.
    ich weiss jetzt nicht, ob ich mich da logisch verständlich ausgedrückt habe.

    noch ein versuch:
    das messmikro steht am messpunkt und hat selbst eine latenz von 5ms
    - wir messen schallquelle1 und ermitteln 55ms (50ms+5ms latenz)
    - wir messen schallquelle2 und ermitteln 25ms (20ms+5ms latenz)
    = der laufzeitunterschied zwischen beiden quellen beträgt 30ms

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 24. Dezember 2013 um 15:00
    • #9
    Zitat von "wora"

    zum thema latenz der sendestrecke gebe ich zu bedenken, dass wir ja in aller regel relativmessungen machen.
    das heisst z.b. beim messen einer delayzeit, das wir zwei unterschiedliche quellen im verhältnis zueinander messen. da der abstand unserer messstecke dabei (idealerweise ;) ) kostant bleibt, spielt die latenz der messtrecke selbst keine rolle, denn wir ermitteln ja den unterschied der laufzeit der zwei verschiedenen quellen.
    ich weiss jetzt nicht, ob ich mich da logisch verständlich ausgedrückt habe.

    noch ein versuch:
    das messmikro steht am messpunkt und hat selbst eine latenz von 5ms
    - wir messen schallquelle1 und ermitteln 55ms (50ms+5ms latenz)
    - wir messen schallquelle2 und ermitteln 25ms (20ms+5ms latenz)
    = der laufzeitunterschied zwischen beiden quellen beträgt 30ms

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    Richtig. Es ist nur wichtig, daß die Latenz während der Messungen gleich bleibt. Sowohl die der Funkstrecke als auch die der beiden Eingangskanäle der Soundkarte zueinander.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • SebastianJaeger
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    • 24. Dezember 2013 um 15:24
    • #10

    deswegen meine Frage nach der konstanten Latenz.
    Das heißt man kann mit dieser Kombi auch die Übertragungsfunktion messen z.B. für ein Phasealignment zwischen Tops und Subs.

    Gruß

    Sebastian

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  • simonstpauli
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    • 24. Dezember 2013 um 15:47
    • #11
    Zitat von "hunterstudios"

    deswegen meine Frage nach der konstanten Latenz.
    Das heißt man kann mit dieser Kombi auch die Übertragungsfunktion messen z.B. für ein Phasealignment zwischen Tops und Subs.

    Gruß

    Sebastian


    Natürlich. Für 2-Kanal-FFT habe ich mein Meßsystem hauptsächlich angeschafft.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • tufkaklto
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    • 26. Dezember 2013 um 21:06
    • #12
    Zitat von "hunterstudios"

    deswegen meine Frage nach der konstanten Latenz.
    Das heißt man kann mit dieser Kombi auch die Übertragungsfunktion messen z.B. für ein Phasealignment zwischen Tops und Subs.

    Gruß

    Sebastian

    JA 8)

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  • dieter treibenreif
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    • 15. November 2015 um 14:39
    • #13

    Hallo Tongemeinde,
    ich hätte eine Frage zu dem Sytem 10 von Audio Technica, was für eine Reichweite hat das? Sind Logen und Balkone ein Hindernis?

    LG Dieter

  • wora
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    • 15. November 2015 um 21:46
    • #14
    Zitat von "dieter treibenreif"

    Hallo Tongemeinde,
    ich hätte eine Frage zu dem Sytem 10 von Audio Technica, was für eine Reichweite hat das? Sind Logen und Balkone ein Hindernis?

    LG Dieter


    meine erfahrung nach gibt es da grundsätzlich erstmal kiene enschränkungen im vergleich mit herkömmlichen (analogen) funstrecken.
    die sendestrecke funktioniert sehr zuverlässig, ich hatte bisher noch keine probleme damit.
    ich habe sie für messzwecke in den letzten monaten aber auch nur noch selten eingesetzt, vielleicht gibt es ja auch andere erfahrungen?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • blade11
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    • 16. November 2015 um 16:28
    • #15

    Hallo!

    Ich nutze das System 10 also Funkmikrofon - das Prinzip ist ja das Gleiche. Reichweiteneneinschränkungen hatte ich bisher nicht. Das Einzige was mich nervt ist der relative hohe Batterieverbrauch (2 Mignon reichen nur zwischen 3-4 Stunden) und das Plastikgehäuse des Mikros selbst. Ansonsten sind Klang und Reichweite gut.

    MFG

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • wora
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    • 16. November 2015 um 21:32
    • #16

    mein handsender lief diesen sommer mal auf einer veranstaltung sieben stunden am stück durch - mit Eneloop akkus.
    "Pfälzer" ist mein zeuge ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • dieter treibenreif
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    • 16. November 2015 um 21:43
    • #17

    Sollte ich das system für Messungen verwenden, sind 100 m ein Problem?

  • wora
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    • 16. November 2015 um 22:27
    • #18

    100m?
    so weite strecken hab ich noch nicht ausprobiert.

    wo musst du denn da messen?
    das ist schon eine recht hohe anforderung, ob man das mit so einer günstigen funkstrecke machen sollte?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • dieter treibenreif
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    • 16. November 2015 um 22:30
    • #19

    Naja am Acker kommen schon mal 100 m vor, aber vielleicht hab ich auch zu hoch gepockert :o , sagen wir mal 60m bräuchte ich schon!

  • dieter treibenreif
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    • 16. November 2015 um 22:35
    • #20

    Das Datenblatt schreibt 30m, ja das wird dann wohl nichts mit PA einmessen, oder?

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