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Chor aufnehmen

  • Volker Holtmeyer
  • 21. März 2014 um 23:32
  • wora
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    • 27. März 2014 um 12:25
    • #41

    ja, macht spass ;)

    wie ich finde suchst du hier die nachteile von schallzeilen. aber versuche doch mal die vorteile für diese anwendung zu sehen.
    durch den engen vertikalen beam kann man die energie sehr genau auf den chor richten. und wenn der herr chorleiter/dirigent nicht auf einem hohen podest steht, bekommt er auch genügend von der zuspielung mit. zur not bekommt er eben als einziger einen kopfhörer, auf den man die zuspielung UND die aufnahmemikros mischen könnte. dann hat er die maximale kontrolle.

    der nutzbereich meiner zeile wäre immerhin fast 2m hoch. in diesem vertikalen korridor kann man die paar chormitglieder problemlos unterbringen, zur not neigt man die linie etwas, bis es passt (dabei natürlich immer die aufnahmemikros im auge behalten ;) )

    durch den erweiterten nahbereich der schallzeile braucht man auch wiederum die zuspielung nicht so laut zu machen und alle chormitglieder bekommen einen sehr ähnlichen pegel.

    also ich kann mir wirklich vorstellen, das man mit der methode gut arbeiten kann.
    ich würde das zu gerne mal probieren, vielleicht komme ich demnächst mal dazu.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dosenfutter
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    • 27. März 2014 um 13:36
    • #42

    Durch den erweiterten Nahbereich spuckt einem wieder die zu niedrigeren Frequenzen hin sehr breite Abstrahlung in die Suppe - da ist dann wieder viel da, woran reflektiert wird, mit schön großer Reichweite eines Arrays. :D Und weil die Abstrahlung wie der sprichwörtliche Tannenbaum aussieht, verfälscht es grade den wichtigen Mittel- und Grundtonbereich. Das ist dann ein mehr oder weniger ausgeprägter Mulm, den man aber mit dem EQ nicht wieder rausbekommt.

    Der Dirigent braucht den Direktschall seines Orchesters/Chors. Ohne geht nicht.

    Aber gut, ich lasse mich gerne eines besseren belehren, halt uns auf dem Laufenden mit Deinen Versuchen.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • guma
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    • 27. März 2014 um 14:45
    • #43
    Zitat von "Dosenfutter"

    Das ist dann ein mehr oder weniger ausgeprägter Mulm, den man aber mit dem EQ nicht wieder rausbekommt.

    Ist jetzt insofern verkehrt herum gedacht, als dass man sinnvollerweise diesen Frequenzbereich erst gar nicht in den Lautsprecher hineinlässt. Der spielt für das für diese Anwendung benötigte Monitoring sicher keine Rolle und wo ( Dank eines klug filternden Töpfers ) nichts ist, wird auch nichts falsch abgestrahlt.

  • Dosenfutter
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    • 27. März 2014 um 15:09
    • #44

    Wenn der Chor nicht so sattelfest ist, daß er das Playback braucht, wird ein im Stimmbereich deutlich verbogener Frequenzgang mehr irritieren als das Playback nützt. Das ist dann für die Sänger wie eine neue Aufnahme und neue Sänger/Instrumente.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • guma
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    • 27. März 2014 um 20:16
    • #45

    Wieso soll
    1. der Hochpass, der die "Monitorlinie" vor dem Teil des Frequenzgangs schützt, in dem sich der Abstahlwinkel vergrößert, den Stimmbereich beeinflussen und
    2. der Frequenzgang dadurch "im Stimmbereich deutlich verbogen" sein und
    3. bist Du Dir sicher, gerade zu verstehen, was das Playback beinhaltet und welcher Frequenzgang dafür nötig ist, diese Information passabel an den Chor zu bringen ?

    Äh, also ganz einfach ... in diesem playback gibt es sinnigerweise keinen Gesang :roll: :wink:

  • guma
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    • 27. März 2014 um 20:36
    • #46
    Zitat von "guma"

    Wieso soll
    1. der Hochpass, der die "Monitorlinie" vor dem Teil des Frequenzgangs schützt, in dem sich der Abstahlwinkel vergrößert, den Stimmbereich beeinflussen und
    2. der Frequenzgang dadurch "im Stimmbereich deutlich verbogen" sein und
    3. bist Du Dir sicher, gerade zu verstehen, was das Playback beinhaltet und welcher Frequenzgang dafür nötig ist, diese Information passabel an den Chor zu bringen ?

    Äh, also ganz einfach ... in diesem "playback" gibt es sinnigerweise keinen Gesang :roll: :wink:

  • bemi
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    • 27. März 2014 um 22:45
    • #47

    also so wie ich das verstanden habe, wird das Playback hinterher mit dem aufgenommenen Chor gemischt (und somit wird das die 1. Wellenfront des Playbacks). Der Chor soll nicht hinterher acapella gemischt werden, ohne dass das Playback in welcher Form auch immer hörbar wäre. Das wäre, egal bei welchem Monitoring (!), eh unmöglich; ebenso wie es unmöglich ist, dass ein Chor zu einem Playback singt welches er nicht hört; egal wie gut der Chor ist!

    Man korrigiere mich, wenn ich das falsch verstanden habe.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • kob1
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    • 27. März 2014 um 22:57
    • #48

    Nochmals zur Ausgangslage "quick'n'dirty":
    vielleicht ist ja die Herangehensweise, alles getrennt aufzunehmen schon falsch oder nicht angemessen oder zu teuer, deshalb ein anderer Ansatz:
    Man nehme einen gut klingenden, nicht allzu halligen Raum (RT60 <0,5), eine gut klingende Wiedergabenschachtel (Genelecs oÄ) und stelle diese in einer sinnvollen Stereobreite hinter den Chor (als ob diese Sänger wären) und nehme die ganze Partie mit einem guten Hauptsystem (zB. 2xKleinmembran in AB, für die Monofreaks auch gerne XY) auf.
    Je nach Lust, Laune, Zeit, Budget und Material kann noch stützen. Und wenn die Qualität dann den Teilnehmern nicht reicht, holt man sich die Stimmgruppen einzeln ins Studio und hat einen schönen Pilottrack.

    Grüße

  • Dosenfutter
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    • 27. März 2014 um 23:55
    • #49
    Zitat von &quot;guma&quot;

    Wieso soll
    1. der Hochpass, der die "Monitorlinie" vor dem Teil des Frequenzgangs schützt, in dem sich der Abstahlwinkel vergrößert, den Stimmbereich beeinflussen und
    2. der Frequenzgang dadurch "im Stimmbereich deutlich verbogen" sein und [...]


    Es war oben der Einfluß bzw. der Anteil des Monitoring angesprochen worden. Deswegen: Weil die Abstrahlung der tieferen Frequenzen breiter ist (vertikal wie vor allem auch Horizontal) als die der hohen Töne, der Frequenzgang, der beim Mic ankommt, ist deswegen ein anderer als der (mehr oder weniger) ideale auf Achse. Die Schallzeilen deswegen auf die/das Mic auszurichten, halte ich als Ausweg aber für genausowenig gangbar. :lol:

    Zitat von &quot;guma&quot;

    3. bist Du Dir sicher, gerade zu verstehen, was das Playback beinhaltet und welcher Frequenzgang dafür nötig ist, diese Information passabel an den Chor zu bringen ?

    Äh, also ganz einfach ... in diesem playback gibt es sinnigerweise keinen Gesang :roll: :wink:


    Und das ist besser, wenn sich das Musikstück ganz anders anhört? ..sich dann unsicher sein für den Einsatz, eigene Lautstärke (wird bei anderer Tonalität anders eingeschätzt), ist auch nicht sehr schön. Das mag sich jetzt vielleicht ein bischen übertrieben anhören, letztenendes wirkt es sich aber doch alles etwas aus. Für mich ist dann die Frage, warum nicht das umgehen, indem man auf Schallzeilen verzichtet und statt dessen ordinäre Floormonitore benutzt? Man muß es sich doch schließlich nicht absichtlich unnötig schwer machen..

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • wora
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    • 28. März 2014 um 01:05
    • #50
    Zitat von &quot;Dosenfutter&quot;

    ...Für mich ist dann die Frage, warum nicht das umgehen, indem man auf Schallzeilen verzichtet und statt dessen ordinäre Floormonitore benutzt? Man muß es sich doch schließlich nicht absichtlich unnötig schwer machen..


    natürlich kann man auch floorwedges benutzen. deren signal hört man dann aber sicherlich sehr deutlich in den aufnahmemikrofonen, denn floorwedges richten den schall eben nicht so genau wie linienstrahler :wink:
    wenn man aber schon die lautsprecher in den mikros hören soll, dann fände ich den ansatz von kob1 durchaus interessant.

    aber eigentlich ist das doch egal, denn ich denke volker hat den job mittlerweile schon längst hinter sich gebracht ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dosenfutter
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    • 28. März 2014 um 10:23
    • #51
    Zitat von &quot;wora&quot;

    natürlich kann man auch floorwedges benutzen. deren signal hört man dann aber sicherlich sehr deutlich in den aufnahmemikrofonen, denn floorwedges richten den schall eben nicht so genau wie linienstrahler :wink:


    Das ist richtig, kann die aber dafür so aufstellen, daß sie einen viel stärkeren Abfall haben zur Micposition. ;)

    Zitat von &quot;wora&quot;

    wenn man aber schon die lautsprecher in den mikros hören soll, dann fände ich den ansatz von kob1 durchaus interessant.


    Es soll Tonis geben, die es schaffen, das Playback auch ohne erneute Abnahme mit in die Aufnahme zu bekommen. Hab ich jedenfalls mal gehört. ;)

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  • wora
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    • 28. März 2014 um 11:15
    • #52
    Zitat von &quot;Dosenfutter&quot;


    Das ist richtig, kann die aber dafür so aufstellen, daß sie einen viel stärkeren Abfall haben zur Micposition. ;)


    ich bin mir sehr sicher, dass man bei der von mir eingebrachten idee, das aufnahmemikrofon in der nähe und oberhalb des linienstrahlers zu positionieren, mit sicherheit eine grössere dämpfung des zuspielsignals hinbekommt.
    ich habe so langsam den verdacht, das wir ein bisschen aneinander vorbei reden.

    Zitat von &quot;Dosenfutter&quot;


    Es soll Tonis geben, die es schaffen, das Playback auch ohne erneute Abnahme mit in die Aufnahme zu bekommen. Hab ich jedenfalls mal gehört. ;)

    schon klar.
    die ausgangsfrage war aber eindeutig in die andere richtung gestellt: wie kann man eine bestmögliche dämpfung des playbacks in den aufnahmemikros erzielen? :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dosenfutter
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    • 28. März 2014 um 15:54
    • #53
    Zitat von &quot;wora&quot;

    ich bin mir sehr sicher, dass man bei der von mir eingebrachten idee, das aufnahmemikrofon in der nähe und oberhalb des linienstrahlers zu positionieren, mit sicherheit eine grössere dämpfung des zuspielsignals hinbekommt.


    Nein, das kann man so pauschal nicht sagen. Wenn der (sehr große) Beam von irgendwas reflektiert wird - und ein großer Beam trifft nunmal einfach immer mehr als ein kleinerer - hat man das in der Tat vorhandene Potential eben sehr schnell wieder verspielt. Dazu kommt auch noch, daß Durch die Zylinderwelle der Pegel auf einer deutlich weiteren Strecke stärker bleibt, also eine Reflektion auch stärker zurückkommt. Ich will damit nicht sagen, daß man Zeilenstrahler nicht benutzen kann, die Vorteile können sich aber sehr schnell eben umkehren und das sollte man im Auge behalten, vor allem, wenn man dabei nicht viel erfahrung hat.

    Zitat von &quot;Dosenfutter&quot;

    die ausgangsfrage war aber eindeutig in die andere richtung gestellt: wie kann man eine bestmögliche dämpfung des playbacks in den aufnahmemikros erzielen? :)


    Na, vom Playback nix im Micro zu haben, IST doch die maximale Dämpfung, oder nicht? ;)

    Edit: Ja, ich hätte mich anders ausdrücken sollen. Sry..

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • guma
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    • 28. März 2014 um 18:39
    • #54

    Ich hoffe, Volker wird uns mitteilen, wie er's schlussendlich gemacht hat und wie er die dann benutzte Methode im Nachhinein für sich bewertet.

  • hermste
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    • 28. März 2014 um 19:32
    • #55

    Er hat jedenfalls alle erdenklichen Möglichkeiten und noch ein paar mehr zur Auswahl. ;)

  • Volker Holtmeyer
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    • 31. März 2014 um 12:42
    • #56

    So, die Aufnahme ist gelaufen. Ich habe es genau so gemacht, wie ursprünglich von mir angedacht. Und es hat ziemlich gut funktioniert.

    Ich habe das Playback schon ordentlich laut gefahren. Es ist dementsprechend auch deutlich in der Aufnahme zu hören. Vor allem, weil es 2 m später als die Playbackspur kommt. Wenn man die Aufnahme(n) aber 2 m weiter nach vorne schiebt, ist alles super. Experimente, wie Ausdünnen des Playbacks oder den Pegel bis an die Grenze des Machbaren runter zu ziehen, habe ich dann gar nicht erst probiert.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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