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Tipp: Akkubetriebenes preiswertes Skope

  • mattias bost
  • 23. März 2014 um 14:48
  • mattias bost
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    • 23. März 2014 um 14:48
    • #1

    Hi Leut,

    insbesondere in Zusammenhang mit Limitereinstellung (öfters angesprochenes Problem) empfiehlt es sich, die Signale ansehen zu können, um korrekte Einstellungen hinzubekommen. Rechnen ist das eine, Herstellerangaben noch so ne Sache, easy wenn man die Signale betrachten kann.

    Seit einiger Zeit haben wir von OWON die Skopes SDS7102 in unserer Hochschule in der Mache. Die sind recht ordentlich (flotte Darstellung), ganz gut bedienbar, großes Display und mit nen Akku auch mobil bzw. POTENTIALFREI betreibbar. Grad letzteres ist ein unschätzbarer Vorteil. Kein Trenntrafo mehr erforderlich, der zu sehr hohen Frequenzen hin doch koppelt. Damit kann man sogar in recht gestörter Umgebung gut messen. Nebenbei kann man Effektivspannung ermitteln (oft gebraucht) und diverse andere Kenngrößen.

    Unsere SDS7102 haben 100MHz BW, 1GS/s realtime (ein Kanal) und satte 10Mio Abtastpunkte. Kosten mit Akku (Zubehör) ca 450€ (inkl MwSt).

    Für Audio gut ausreichend wäre aber schon das SDS6062, 60MHz BW, 500MS/s und ebenfalls 10Mio Abtastpunkt. Mit Akku ca 400€(inkl.MwSt).

    Ach ja, mit Akku läuft des Teil so 3-4 Stunden.

    Viele Grüße
    Mattias

  • TomyN
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    • 23. März 2014 um 16:24
    • #2

    Alternativ Laptop + Audiointerface...

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Volker Holtmeyer
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    • 24. März 2014 um 11:10
    • #3
    Zitat von "TomyN"

    Alternativ Laptop + Audiointerface...

    Damit ist aber der Frequenz- und vor allem der "Dynamik"-Umfang sehr eingeschränkt.
    (Erst kürzlich wieder ein Audiointerface geschrottet, als ich einen DSP-Amp durchgemessen habe ... :roll: )

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mattias bost
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    • 24. März 2014 um 11:25
    • #4

    Hallo Tomy

    Einige Nachteile Laptop Audiointerface:

    - nicht mal eben zur Hand (im Feld, in "unzugänglichem" Bereich wie Rigg)
    - Frequenzbereich eingeschränkt (nix Signale prüfbar wie Netzpower, DMX, AES/EBU etc)
    - Schwingungsprobleme (oberhalb Abtasthalbe des Audiointerfaces) nicht erkennbar
    - meist kein DC messbar (wenns Signal mal unsauber oder sonstwelche Probs macht)
    - Adaption an Audiointerface muß man selber zusammenbauen (will man Überspannungsschutz wie mit Tastkopf wirds aufwendig)
    - schießt man mit erheblicher Überspannung das Audiointerface geht der Läppi ggf mit hoch
    - Gefahr evtl doch mal "Groundverbindung" herzustellen durch USB/Ethernet (=> ggf viel "Kleinholz")
    - formal ist Audiointerface nicht für Messung an höheren Spannungen zugelassen (bei Unfall greift das Thema Arbeitsschutz etc.)
    - sofern Audiointerface ein Netzteil braucht ist, bei hohen Spannungen "Durchschlaggefahr" gegeben


    Einige Vorteile Laptop Audiointerfache:

    - Spektrale Untersuchungen deutlich genauer
    - => z.B. einfache Klirrbestimmungen sowie sonstige audiorelevante Kenngrößen
    - Audiointerface liefert auch gleich das Generator- bzw. Speisesignal zum Messen
    - Audiointerface/Läppi hat man meist (also keine zusätzlichen Kosten!)
    - Langzeitaufzeichnung mit nachgelagerter Auswertung möglich
    - geringe Spannungspegel besser messbar

    Das mal so ganz auf die Schnelle dahingeschrieben.

    So ganz allgemein würde ich nie mit für den Kleinschutzsspannungsbereich gedachten "Gerätschaften" Größen im Bereich oberhalb Kleinschutzspannung messen (die können auch mal durch Defekt vorliegen). Im Hobbysektor darf man das noch selber machen (sollte es nicht!), im Profibereich darf man das gar nicht machen (Arbeitsschutz). Das wäre so als würde man Heimboxen fliegen, nur weils geht, indem man nen Loch durchbohrt und ein Seil dran macht.

    Mich bitte nicht falsch verstehen, im Bastelbereich schaut man halt sehr auf die Kohle, mach ich ja auch, drum ist dein Hinweis auch berechtigt. Ist halt was nicht so direkt vergleichbares "Audiointerface mit Läppi" versus "Skope". Da brauchbare Skopes inzwischen aber keine Unsummen mehr Kosten, wollte ich den konkreten Tipp hier im Profibereich absondern.

    VG
    Mattias

  • bemi
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    • 24. März 2014 um 11:43
    • #5

    Danke für den Tip. Ich messe immernoch mit einem Hameg 10MHz "Vorkriegs-Oszi".

    Interessant auf der Homepage:

    Zitat

    Deutsches Handbuch ab sofort kostenfrei zu jeder Lieferung

    Wir sind einzigster zugelassener OWON Fachhändler in Deutschland

    :D

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Dosenfutter
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    • 24. März 2014 um 11:50
    • #6
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    (Erst kürzlich wieder ein Audiointerface geschrottet, als ich einen DSP-Amp durchgemessen habe ... :roll: )


    Was hindert Dich daran, einen Spannungsteiler davorzusetzen?

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 24. März 2014 um 11:53
    • #7

    ich gebe dem thema <24h bis die erste frage nach einer alternativen "ei-fon äpp" kommt. :D

  • rockline
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    • 24. März 2014 um 19:14
    • #8

    Akkubetrieb ist schon mal eine gute Sache. Ich habe für ganz schnell unterwegs auch einen Tipp: Vellemann HPS-10! Der ist nicht wirklich gut, passt aber sogar in die Werkzeugkiste, ist superbillig, und kann auch Akku bzw. mit Batterien betrieben werden. Die Macht ist das allerdings nicht so ganz.
    Die Owon Geräte sind mir auch schon öfter im I-net begegnet. Die sind ähnlich den Geräten von Peaktech und Uni-T einzustufen (nehme ich an).
    Vergleichen wir diese Oszis in der 250.- bis 400.- plus/minus Klasse ist der eingebaute Akku schon außergewöhnlich. Die ähnlich teuren/billigen Peaktech benötigen einen Optionsakku zu rund 90.- um netzunabhängig zu messen.
    All diese Geräte bieten leider nur 8bit V-Res an. Das ist für gezoomte Beobachtung nicht so toll. Zudem haben die immer gemeinsame Masse der meistens 2 oder 4 Eingangskanäle. Damit ist die zweikanalige Darstellung der Amplitude aus H-Brücken Stereo PWM's nicht direkt machbar.
    Im Umgang mit solchen TFT Oszis finde ich den LeCroy 2024 ganz gut. Bei den anderen Modellen fehlt mir der Überblick in der praktischen Anwendung. Mit den <1.5k-Euro Geräten habe ich noch keine Erfahrungen machen können.
    Aber: gegen einen Picotech 3425 für PC-USB Betrieb sind die alle machtlos! Ein 3425 hat vier Differenzeingänge (massefrei) und 12bit V-Res! Nebenbei kann der auch noch FFT und Klirr, S/N etc. Das ist natürlich eine andere Preisklasse, toppt aber sogar den teureren LC 2024 aus meinem Beispiel ganz locker. Und für unterwegs am Laptop mit direktem Speicherzugriff auf die Festplatte ebenfalls sehr bequem in der Handhabung.

    Volker; löte doch einen symmetrischen Spannungsteiler zusammen: plus vom Verstärker über 1k (5W) an Pin 2 XLR, und minus vom Verstärker abermals über 1k an Pin 3 XLR. Parallel von jeweils Pin 2 und Pin 3 lötest du 33 bis 53 Ohm gegen Pin 1. Dann hast Du zwischen 26dB und 55dB Dämpfung, und vermeidest auch das versehentliche erden einer Brückenendstufe gegen Audio-Interface GND. Weiterhin empfehle ich einen passiven 12dB TP, ähnlich dem in den AP Aux-0025 eingebauten Filtern. Andernfalls ist eine Messung von Endstufen - PWM - echt schwierig im Zusammenhang mit solchen Audio Vorstufen für USB.

  • TomyN
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    • 25. März 2014 um 10:04
    • #9

    Hi,

    die Ausgangsfrage ging um das Limitersetting, d.h. um die Messung am Ausgang einer Endstufe. Da kann es auch mit einem 1:10 Tastkopf eng werden. Daher ist eine DI-Box mit Abschwächer dafür eigentlich ein Muss.
    Für den Zweck tut da ein normales Audiointerface mit der passiven DI durchaus.

    Für alles andere ist natürlich ein Batteriebetriebenes Oszi deutlich im Vorteil.

    Mich reizt das Projekt 'Versorgungsspannungsüberwachung' mit einem Trafo, Audiointerface und Laptop. Allerdings weiss ich nicht, wie gut so ein Trafo die Oberwellen mitmacht...

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • mattias bost
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    • 26. März 2014 um 13:22
    • #10

    Hi,

    kurze Info, Owon und Peaktech sind baugleich, wir haben dummerweise erst ein etwas teureres Peaktech 1245 gehabt und danach Owon gefunden. Akku muß sowohl bei Peaktech wie Owon optional gekauft werden (in unser Peaktech ist ein Owonakku reingekommen), die Owonpreise hatte ich der Einfacheit als "Gesamtpaket" genannt. Dort der Akku um 60€.

    Die/eine sehr hohe Speicherteife von 10Mio Samples ist nicht zu verachten. Grad bei PWM-Signalen (oder anderen Modulationsverfahren) mit deren erheblich höheren Modulationsfrequenz gegenüber der zu erzeugenden Signalfrequenz brauchts hier eine große Reserve. (Zu Anfang der DSOs war das die Domäne von leCroy). Da ist TEK/Agilent etc lange nicht dabei.

    Picotech haben wir auch, aber andere Preisklasse und halt nicht "ein Gerät". Für rein analog-Audio ausreichend (da nur 20Ms/s), jedoch mit PWM-Signalen schon eigeschränkter (nur 500kS Speichertiefe). Hat zwar 12bit, aber meinem Kenntnisstand nach nur 100mV als empfindlichster Bereich, damit gesamt gesehen geringeren Arbeits-/Dynamikbereich als o.g. DSOs (2mV/div-10V/div).

    Und dann gibts immer noch Anwendungen, wo ich zum Analogskope ala Hameg 1502 greife...

  • Volker Holtmeyer
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    • 26. März 2014 um 14:50
    • #11
    Zitat von &quot;Dosenfutter&quot;


    Was hindert Dich daran, einen Spannungsteiler davorzusetzen?

    Der Mangel eines solchen.

    Habe halt gedacht: was kann ein Spannungsteiler schon besser, als das Gain-Poti des Amps ...

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • chris216
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    • 26. März 2014 um 15:12
    • #12
    Zitat von &quot;Volker Holtmeyer&quot;

    was kann ein Spannungsteiler schon besser, als das Gain-Poti des Amps ...

    Zum Beispiel hinter-dem-Amp-sein... ;)

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

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