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Shure Beta87A vs. Beta87C

  • Christian Engel
  • 14. Juli 2014 um 12:36
  • wora
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    • 18. Juli 2014 um 20:43
    • #41

    wenn ich das also richtig verstanden habe, dann haben kondensatormikrofone in aller regel einen grösseren abstand vom korb zur membran.
    ich denke, dass dies gewichtige gründe haben muss. die hersteller kennen das abstandsgesetz ja auch und verschenken den headroom sicherlich nicht aus spass!

    ein wichtiger gund dürfte wohl das thema feuchtigkeit sein: kondensatoren reagieren bauartbedingt sicher deutlich empfindlicher auf feuchtigkeit auf der membran, denn das verändert dann möglicherweise auch das elektrische feld des kondensators.
    wenn ich mir anschaue, wie viel aufwand z.b. in einem AE5400 getrieben wird, um feuchtigkeit von der membran fern zu halten (mehrere drahtgeflechte im korb übereinander, schaumstofffließ zwischen korb und kapsel, vor der kapsel nochmal ein schaumstoff, dahinter nochmal min. ein gitter), dann kann man schon erahnen welche tricks die konstrukteure da anwenden müssen.
    beim KMS105 gibt es keinen schaumstoff, also muss man da wohl mit mehr abstand arbeiten?

    EDIT: tausche die bezeichung "KSM" gegen "KMS" :lol:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (19. Juli 2014 um 12:44)

  • simonstpauli
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    • 18. Juli 2014 um 23:57
    • #42
    Zitat von "billbo"

    Das hab ich tatsächlich beim hier behandelten (und oft geschmähten) Beta87 gelernt. Das Teil hat m. E. seine Stärken in einem wunderbar sauberen, fast schon analytischen Mittenbereich, der vor allem bei Frauenstimmen prima funktionieren kann. Welche Eigenschaft man allerdings erst dann bemerkt, wenn man das nervige Gebritzel und Gezischel darüber einigermaßen konsequent entsorgt hat.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Das sehe ich ähnlich. Allgemein treffen ja inzwischen teilweise drastische Höhenanhebungen von Mikrofonen auf PA-Systeme, die diese auch wiedergeben können. Nicht direkt eine gute Kombination.

    Und beim Beta 87 schon gar nicht.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 19. Juli 2014 um 12:47
    • #43
    Zitat von "simonstpauli"

    ...Allgemein treffen ja inzwischen teilweise drastische Höhenanhebungen von Mikrofonen auf PA-Systeme, die diese auch wiedergeben können. Nicht direkt eine gute Kombination...

    genau das meinte ich mit meinem verweis auf das KSM9 von shure. die höhenanhebung dieses mikros ist so drastisch, dass man da einen hicut zwingend benötigt. aber zum glück haben das heute ja alle digitalpulte ;)

    ich weiss, dass diese aussage jetzt als bashing aufgefasst werden könnte, schliesslich bin ich ja AT händler.
    aber das ist eine erfahrung, die ich als techniker mal auf einem rock-openair mit d&b anlage im direkten vergleich zwischen e935 und KSM9 machen musste. das 935 gefiel mir da um längen besser!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 21. Juli 2014 um 13:45
    • #44
    Zitat

    wenn ich das also richtig verstanden habe, dann haben kondensatormikrofone in aller regel einen grösseren abstand vom korb zur membran.
    ich denke, dass dies gewichtige gründe haben muss. die hersteller kennen das abstandsgesetz ja auch und verschenken den headroom sicherlich nicht aus spass!

    Stimmt, hat Guma weiter vorne schon angesprochen.
    Je geringer der Abstand zwischen Quelle und Membran, um so unschöner treten ungewollte Artefakte der Übertragung in den Vordergrund. Popp- und Ploppgeräusche, drastische Pegelsprünge bei kleinsten Entfernungsänderungen, Unlinearitäten aufgrund mechanischer 'Überlastung' der Membran (genau wie beim Lautsprecher ist auch beim Mikro irgendwann mal der Punkt erreicht, wo diese nicht mehr 1:1 folgen kann). Gerne auch unvermittelt auftretende drastische 'Kurzzeitrückkopplungen' wg. Resonanzbrücken zwischen Zähnen/ Lippen und Kapsel; eins der in dieser Hinsicht ziemlich ausgereizten Audix Vocal Mics (Bezeichnung leider entfallen) ist mir diesbezüglich in besonders unangenehmer Erinnerung.
    Nicht von ungefähr geht man im Studio den entgegengesetzten Weg: Mikro und Sänger in vergleichsweise beträchtlicher Entfernung zueinander im schalltoten Raum, u. U. noch mit zusätzlichem Schirm als Extra-Windschutz dazwischen. Da sind dann aber auch keine Crashbecken in der Nähe.

    Wie so oft also eine Abwägung zugunsten dessen, was einem letztlich als das geringere Übel erscheint. In der Praxis: Beta57 für Lemmy (und alle, die sich auf lauten oder engen Bühnen gesanglich durchsetzen müssen). KMS105 für Barbara Streisand (und alle anderen, die komplett In Ear – versorgt auf leisen Riesenbühnen Sangeskunst plus Begleitung zum Besten geben). Penibelst ausgerichtetes MK4 oder MK41 (selektiertes Pärchen wg. Redundanz :wink:) in 1m Abstand für den Startenor beim Klassikopenair im Versailler Schlosspark (und ähnliche Anwendungen Marke 'große Kunst').

    (Mein Alptraumtourerlebnis vor einigen Jahren: amerikanische Metalsängerin mit richtig lauter Band und eigenem KMS105 als Opener auf den üblicherweise verbliebenen max.10m² Vorgruppenbühnenfläche. German, teuer, legendäres 'Vintage' Brand – das MUSS doch einfach gut sein! Obwohl die eine recht annehmbare Röhre hatte und auch ganz passabel singen konnte: nach 3 Tagen hab' ich aufgegeben. Sowohl irgendwelche Überzeugungsversuche als auch irgendwelche verzweifelten Klimmzüge, noch etwas am Bandsound retten zu wollen. :?
    Den Hunni für 'Vorgruppe mit verarzten' gab's ja trotzdem... :lol: )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • audiobo
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    • 21. Juli 2014 um 14:10
    • #45
    Zitat von "billbo"

    Obwohl die eine recht annehmbare Röhre hatte und auch ganz passabel singen konnte: nach 3 Tagen hab' ich aufgegeben. Sowohl irgendwelche Überzeugungsversuche als auch irgendwelche verzweifelten Klimmzüge, noch etwas am Bandsound retten zu wollen. :?

    eines hast du vergessen: "Suche defektes KMS105 zwecks Umbau." ;)

  • wora
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    • 21. Juli 2014 um 20:05
    • #46
    Zitat von "billbo"

    ...Gerne auch unvermittelt auftretende drastische 'Kurzzeitrückkopplungen' wg. Resonanzbrücken zwischen Zähnen/ Lippen und Kapsel; eins der in dieser Hinsicht ziemlich ausgereizten ..... Vocal Mics (Bezeichnung leider entfallen) ist mir diesbezüglich in besonders unangenehmer Erinnerung...

    kannst du das phänomen näher beschreiben? ich kann mir gerade nicht so richtig vorstellen, was da passiert.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 21. Juli 2014 um 21:10
    • #47

    Kurze, rel. hochfrequente Feedbacks quasi aus dem Nichts – obwohl das Ding auf dem Stativ steht und man vorher an exakt gleicher Position minutenlang rumprobiert hat und sich vollkommen sicher ist, dass diesbezüglich alles in absolut trockenen Tüchern ist. Ich sehe das als eine Resonanz/ stehende Welle zwischen Kapsel und irgendwas in unmittelbarer Nähe (also Sänger incl. Zubehör), welche sich bei ganz bestimmten Winkel-/ Entfernungsverhältnissen aufschaukelt und bei der geringsten Positions- bzw. Entfernungsänderung sofort wieder in sich zusammenfällt. So, wie das jeder erfahrene Monitorer von praktisch allen Gesangsmikrofonen im GbF – Grenzbereich (und manchmal sogar weit darunter) in Verbindung mit z. B. parabolischen Schirmmützen, Brillen, bestimmten Nasen – und Wangenknochenformen, usw. kennt.
    Nach meinen Erfahrungen werden diese Effekte drastischer und unvorhersehbarer, je mehr das Mikro auf max. GbF/ min. Spill/ größtmögliche Nähe Mund – Kapsel ausgelegt ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 21. Juli 2014 um 22:45
    • #48

    da ist auf jeden fall was dran!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • e-on
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    • 22. Juli 2014 um 00:20
    • #49

    Jo, ne halbvirtuelle Resonanzkammer.

    :?:

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