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Stadtfestkalkulation

  • ThomasL
  • 20. August 2014 um 13:24
  • tufkaklto
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    • 23. August 2014 um 13:07
    • #21

    Wenn ich nun lese, das man das um die Summe X machen kann, weil der Großteil des Materials im Lager steht, dann ist das auch nicht gerade die sinnvolle betriebswirtschaftliche Kalkulation.

    Wer nicht seriös die Preise für Einkauf, Einsatzjahre und dann wieder Neuanschaffung der verwendeten Geräte kalkuliert, wird jetzt gerade mal Geld verdienen aber langfristig geht sich das nicht aus.

    Ich hab in all den Jahren schon wirklich ohne Übertreibung genug Firmen gesehen, die genau so gerechnet haben und nach 7 Jahren war die Kohle für den Service und neue Geräte nicht mehr da.
    Neue Technik, die der Markt verlangt hat konnten dann nicht mehr angeschafft werden und viele von den Firmen gibt es nicht mehr.
    Oder nur mehr als Schrottlieferanten.

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  • treibsand
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    • 24. August 2014 um 10:20
    • #22
    Zitat von "klauston"

    Wenn ich nun lese, das man das um die Summe X machen kann, weil der Großteil des Materials im Lager steht, dann ist das auch nicht gerade die sinnvolle betriebswirtschaftliche Kalkulation.

    Wer nicht seriös die Preise für Einkauf, Einsatzjahre und dann wieder Neuanschaffung der verwendeten Geräte kalkuliert, wird jetzt gerade mal Geld verdienen aber langfristig geht sich das nicht aus.

    Ich hab in all den Jahren schon wirklich ohne Übertreibung genug Firmen gesehen, die genau so gerechnet haben und nach 7 Jahren war die Kohle für den Service und neue Geräte nicht mehr da.
    Neue Technik, die der Markt verlangt hat konnten dann nicht mehr angeschafft werden und viele von den Firmen gibt es nicht mehr.
    Oder nur mehr als Schrottlieferanten.


    Nicht jeder Markt verlangt neue Technik!
    Es gibt genug Firmen, die mit wirklich altem Material Stadtfeste versorgen können. Und es gibt genug Stadtfeste, die qualitativ und kulturell noch unterhalb von 'niveaulos' rangieren.
    Wenn meine Kalkulation sagt, dass der vor 10 Jahren abgeschriebene Krempel noch tut (weil irgendwie zusammengeflickt), dann habe ich schlichtweg einen Preisvorteil, der in kleinstem Verhältnis zum Preisverfall der Technik in den letzten 20 Jahren steht. Außerdem haben sich die entsprechenden Butzen eh damals schon Gebrauchtmaterial zugelegt.

    Hierzulande läuft's auch gerne mal anders:
    Der Klüngel aus "Schaustellern" muss Geld verdienen - also veranstalten sie ein Bier-/Wein-/Sommer-/Herbst-/'setze-irgendetwas-ein'-Fest.
    Zeltverleiher a stellt das Zeltdach nebst Palettenbodenbühne und der Rumpelbeschallung mit Zeck 15/3 dafür.
    Zeltverleiher b hat eine selbstverbrochene 'Trailerbühne' mit eingebauter 18KW Beschallungsanlage.
    Zeltverleiher c kennt nen DJ (-Team) mit eigener Technik...

    Sobald sich die Stadtoberen über das fehlende Nivo ärgern, gehen Verleiher a und b mit den entsprechenden Entscheidungsträgern einen trinken und Verleiher c geht mit großem Gejammer an die Presse: "Stadt xy ist zu streng, ich gehe!" daraufhin setzt eine allgemeine Diskussion ein, dass früher alles besser war und man heute nix mehr darf und nicht ausgehen/feiern kann. Die Mürbegetrunkenen Entscheidungsträger stimmen dem irgendwann zu und das nächste Stadtfest ist genehmigt...

    ...und wer hier aus dem Forum dann noch glaubt, dass man für Technik und Bühne noch 15.000 kriegt, der möge vorbeikommen! Ich halte 1.500 für gerechtfertigter. Trotz mehrerer Bühnen.


    Im übrigen gilt -Marktwirtschaft hin oder her- immernoch der Grundsatz: den Zuschlag bekommt nicht derjenige mit dem billigsten, besten oder seriösestem Angebot, sondern derjenige, der den Zuschlag erhält. : :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Mister.Lange
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    • 24. August 2014 um 11:21
    • #23

    ...ein schöner zusammen fassender Schlußsatz...

  • karel noon
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    • 26. August 2014 um 10:57
    • #24

    Ich finde die letzten beiden längeren posts auch sehr schön zusammenfassend, aber gerade der Vergleich mit dem Hotelgewerbe hinkt, da es in kaum einer Branche so viel "alternativfinanziert" wird wie in unserer.
    Um bei den Hotels zu bleiben würde das bedeuten das jemand ein Hotel in der marriot Liga aufmacht aber nur zimmerpreise wie bei Etap nimmt. Wie lange das gutgeht sei dahin gestellt es sorgt aber sicher in einer gewissen Zeit für Unmut bei der konkurenz.

    Letzten Endes wäre es doch für alle professionell arbeitenden Firmen schöner wenn man auch mit Veranstaltungen wie einem stadtfest gutes Geld verdienen könnte... Wird aber wohl so bald nicht passieren :?

    Ich schrieb es ja schon eingangs das ich schätzungsweise nie einen solchen Job bekommen werde da ich preislich viel zu hoch ansetze, finde es aber schade da ich nach wie vor stadtfeste mag die hier ja gerne verschmäht werden.


    Interessant wäre jetzt noch zu wissen wie das stadtfest der ausgangsfrage nun angeboten und vor allem zu welchen Konditionen es letzten Endes durchgeführt würde?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • ThomasL
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    • 31. August 2014 um 15:22
    • #25

    Ok - soll ich mich wirklich outen und verhauen lassen?

    Die Nummer gab es bei uns für einen Betrag im mittleren Bereich zwischen 10000 und 20000 Euro. Allerdings mit viel Verhandelei und "Abspeckung von Details" im Vorfeld, kalkuliert war das ursprünglich auf über 20000 Euro. Hintergrund der Frage waren vor allen Dingen die Vorfeldgespräche, in denen wir permanent darauf hingewiesen wurden, dass das alles "zu teuer" sei und es durchaus Kollegen gibt, die man die Nummer für "nicht mal die Hälfte" machen lassen könnte. Auch von "Dann kaufen wir das lieber alles selbst" war die Rede. Der Grund warum wir's doch gemacht haben war am Schluss nicht der "unverschämte" Preis, sondern wahrscheinlich dann doch, weil wir die einzigen waren, die das an dem WE als Einzelfirma aus der Gegend leisten konnten. Fest steht aber auch - nochmal gibt's das nicht, weder mit den nervenraubenden Vorfeldverhandlungen noch mit dem "Was - wer hat das denn aus dem Angebot streichen lassen?" auf der Baustelle. Vielleicht machens beim nächsten Mal auch die Kollegen für die Hälfte - und ich hab dann mal ein Sommerwochenende frei - das ist auch nicht das alleeschlechteste :)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • simonstpauli
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    • 31. August 2014 um 17:47
    • #26
    Zitat von "ThomasL"

    ...Fest steht aber auch - nochmal gibt's das nicht, weder mit den nervenraubenden Vorfeldverhandlungen noch mit dem "Was - wer hat das denn aus dem Angebot streichen lassen?" auf der Baustelle. ...


    Danke für Deine Offenheit, möge der Eine oder Andere auch daraus lernen.

    Der Aspekt vor Ort ist natürlich auch ein interessanter: Man streicht aus Budgetgründen Sachen, die den Job leichter machen, die aber nicht zwingend notwendig sind. Das nervt die Crew dann irgendwann. Andererseits kann man auch nicht endlos Sachen mitnehmen, die nicht bezahlt werden, sonst denkt sich der Kunde "Das muß ich gar nicht mieten, das bringen die Jungs freiwillig mit."

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • yamaha4711
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    • 31. August 2014 um 17:47
    • #27
    Zitat

    Abspeckung von Details" im Vorfeld


    Dass da immer wieder der Rotstift angesetzt, wenn man erfährt was das realistisch kostet ist normal, geht jedoch immer zu lasten der spielenden Bands und Akteure. Muss das sein? Letztendlich müssten die Bands und Akteure einfach auch mal den Mund aufmachen und bei Nichterfüllung der Anforderungen den Auftritt stornieren.

    Zitat

    ass das alles "zu teuer" sei und es durchaus Kollegen gibt, die man die Nummer für "nicht mal die Hälfte" machen


    Eben drum sollte man das dann auch konzequent durchexerzieren und genau solche Verhandlungen abbrechen und dem vermeintlichen Auftraggeber noch viel Glück wünschen.

    Zitat

    sondern wahrscheinlich dann doch, weil wir die einzigen waren, die das an dem WE als Einzelfirma aus der Gegend leisten konnten.


    Das wäre euer "Druckmittel" gewesen das doch zu einem vernüftigen Preis zu machen. Warum seit ihr eingeknickt?

    Zitat

    Vielleicht machens beim nächsten Mal auch die Kollegen für die Hälfte


    Nicht vielleicht, sondern bestimmt, denn alles andere sorgt dafür, dass genau dies immer wieder geschieht und sich die "Veranstalter" ins Fäustchen lachen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • schallereignissortierer
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    • 31. August 2014 um 18:06
    • #28
    Zitat von "yamaha4711"


    Dass da immer wieder der Rotstift angesetzt, wenn man erfährt was das realistisch kostet ist normal, geht jedoch immer zu lasten der spielenden Bands und Akteure. Muss das sein? Letztendlich müssten die Bands und Akteure einfach auch mal den Mund aufmachen und bei Nichterfüllung der Anforderungen den Auftritt stornieren.


    Außer, dass die Band bei mindestens diesem Veranstalter nie wieder spielen wird, ändert sich nichts.

    Zitat


    Das wäre euer "Druckmittel" gewesen das doch zu einem vernüftigen Preis zu machen. Warum seit ihr eingeknickt?


    Weil man ansonsten auch Dienstleister von weiter weg gefunden hätte?

    Zitat


    Nicht vielleicht, sondern bestimmt, denn alles andere sorgt dafür, dass genau dies immer wieder geschieht und sich die "Veranstalter" ins Fäustchen lachen.


    ?? Es wird praktisch immer jemanden geben, der ein günstigeres Angebot abliefert, das wird sich doch wohl nicht dadurch ändern, dass man ein wirklich realistisches Angebot abgibt, das dann eben deutlich über den Angeboten der Konkurrenz liegen dürfte.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • yamaha4711
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    • 31. August 2014 um 18:29
    • #29
    Zitat

    Es wird praktisch immer jemanden geben, der ein günstigeres Angebot abliefert, das wird sich doch wohl nicht dadurch ändern, dass man ein wirklich realistisches Angebot abgibt


    Sind denn die Benzin-, Strom- oder Gaspreise realistisch? Da sind sich die Anbieter doch auch alle einig und der Kunde bezahlt brav.

    Zitat

    Weil man ansonsten auch Dienstleister von weiter weg gefunden hätte?


    Naja, wie hoch sind denn dann hier die Transportkosten?

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • ThomasL
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    • 31. August 2014 um 18:32
    • #30
    Zitat von "yamaha4711"


    Dass da immer wieder der Rotstift angesetzt, wenn man erfährt was das realistisch kostet ist normal, geht jedoch immer zu lasten der spielenden Bands und Akteure. Muss das sein? Letztendlich müssten die Bands und Akteure einfach auch mal den Mund aufmachen und bei Nichterfüllung der Anforderungen den Auftritt stornieren.


    Eben drum sollte man das dann auch konzequent durchexerzieren und genau solche Verhandlungen abbrechen und dem vermeintlichen Auftraggeber noch viel Glück wünschen.


    Das wäre euer "Druckmittel" gewesen das doch zu einem vernüftigen Preis zu machen. Warum seit ihr eingeknickt?


    Nicht vielleicht, sondern bestimmt, denn alles andere sorgt dafür, dass genau dies immer wieder geschieht und sich die "Veranstalter" ins Fäustchen lachen.

    Warum wir's gemacht haben? Weil bei besagtem Fest nicht nur ein Kunde, sondern quasi die gesamte Stadt als Kunde dranhängt. Der Markt bei uns in der Gegend ist klein, der Kuchen mindestens zu einem Viertel mehr verteilt als er eigentlich groß ist - und dann muss ich mir als Dienstleister eine Schmerz- und Kompromissgrenze überlegen. Die war definitiv erreicht. Dennoch in einem hauptsächlich auf persönlichen Beziehungen beruhendem, mittelstädtischen Geschäftsumfeld, denkt man als kleiner Rock 'n Roll-Betrieb dreimal über den Rattenschwanz nach, den ein "Lass das mal die anderen machen" nach sich zieht.

    Der Rotstift wurde übrigens nicht bei "notwendigen Dingen" in der Bandtechnik und auch nicht beim Personal angesetzt, die Betreuung war für alle Künstler so, wie ich es auch bei "Vollbudget" machen würde.

    Edit: Die Alternative für den VA wäre gewesen, die Bühnen als "halbe Zelte" billig beim örtlichen Zeltverleiher einzukaufen und die Bands ihre PAs selber mitbringen zu lassen - genau so wurd' das bis vor ein paar Jahren gehandhabt.

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • treibsand
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    • 1. September 2014 um 09:31
    • #31
    Zitat von "ThomasL"

    Edit: Die Alternative für den VA wäre gewesen, die Bühnen als "halbe Zelte" billig beim örtlichen Zeltverleiher einzukaufen und die Bands ihre PAs selber mitbringen zu lassen - genau so wurd' das bis vor ein paar Jahren gehandhabt.

    Aha. Also doch die "Zeltverleiher a" Variante. :wink:

    Das Problem ist doch: solche Stadtfeste laufen. Und sie bringen denjenigen, die dran verdienen wollen, ausreichend viel Gewinn.
    Das in unserer Branche mit dem "Größer, schöner, mehr" vorallem aus dem (Fernseh-)Show- und Industriebereich die Ansprüche auf einem viel höheren Level liegen, als in der durchschnittlichen Stadtfestszene, manifestiert sich ja hier häufig darin, dass die kollegen die Jobs garnicht erst machen wollen.

    Und jetzt kommen diejenigen, die im unteren Mittelstand ihre Verleihbude am laufen halten müssen, und wollen im Stadtfestunfeld "Niveau" etablieren. Auf Festen, wo vielerorts das -ich nenne es mal provokant bildungsfernere Publikum mit kleinerer Brieftasche anzutreffen ist, welches sich in einem höherwertigen Marktsegment auch weniger wohl fühlt und dementsprechend eher fernbleibt.

    Somit müssten also wieder neue, niveaufremde Stadtfeste etabliert werden, wo sich das passende Publikum hintraut und wo der "dumpende teil" unserer Zunft artgerecht sein Geld verdienen kann.
    Niveau und Kultur kann man nicht verordnen!
    Ich stimme aber insofern mit ins allgemeine Gejammer um zu billige Stadtfestjobs mit ein, als dass es einfach zu wenig kulturell ansprechende Feste gibt. Aber der anspruchsvollere Kunde findet eben auch anspruchsvollere Veranstaltungen. Mehr Geld ausgeben, um ein besseres Ergebnis zu haben, geht fast immer. :?

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • hms
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    • 19. September 2014 um 14:35
    • #32

    Ich lese hier immer wieder gerne Kalkulationsbeiträge :P

    Ich finde das manchmal sehr interessant, da wir selber an diesem Punkt etwas in der Zwickmühle stecken.
    Was mich immer etwas erstaunt, sind oft die Beträge die ich hier höre.
    Wenn ich nach genannten Beträgen aus dem Forum gehe wären wir ein Billigheimer, wenn ich
    dann manchmal doch die Beträge von ach so angeblich teuren Firmen mitbekomme von
    Veranstaltungen die wir nicht bekommen haben merke ich das wir garnicht so günstig sind.
    Obwohl wir nach den Vorgaben hier eine sehr günstige Firma wären. Was denn nun :?

    Zwickmühle: Wir würden gerne mehr verlangen, dann hätten wir aber keine Auftrage mehr.
    Im Edeffekt läuft es immer auf Mischkalkulation hinaus. Mal mehr mal weniger ist im Schnitt dann ok.
    Kalkulation? Bei den meisten Firmen läuft es doch so, man verlangt was man dem Kunden rausleiern
    kann ohne den Job zu verlieren. Und das ist über den Daumen gepeilt.

    Ich habe da manchmal das Gefühl das hier oft Wunschbeträge genannt werden, oder nur eine
    handvoll Leute schreiben die in der glücklichen Lage sind die Beträge aufrufen zu können.

    Bei diesem Thema waren aber schon ein paar realistische Beträge dabei. Mein Angebot wäre so 14.000 netto
    gewesen. (natürlich für uns nur machbar mit Zumietung)

  • ThomasL
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    • 24. September 2014 um 08:53
    • #33

    Die Frage ist halt immer, wie man so etwas kalkuliert. Wenn man mal das "obere Ende" von ca. 40000 Euro annehmen, gehe ich davon aus, dass das Material

    a) mehr als ausreichend dimensioniert
    b) richtig bepreist und mit Tagesfaktoren versehen
    c) Richtig durchkalkuliert (also Kabel und Kleinscheiss werden berechnet und nicht einfach mitgebracht)
    ist und dazu
    d) Personalkosten für Auf-/Abbau und Show nicht 1:1 durchgeschoben sondern ebenfalls mit Aufschlagsfaktoren >10% versehen sind.

    Je mehr dieser Faktoren mit "PiMalDaumen" in die Rechnung eingehen, desto weniger steht nachher unterm Strich.
    Billiger geht eh alles immer, vom Teilzeiterwerbsmodell über das Vollauslastungsmärchen (Wenns sonst im Lager steht, kann ichs doch auch billiger vermieten) bis zu FürdenPreismachenwir's-Buden - zu letzteren zähle ich uns in dem hier konkret vorliegenden Fall - und trotzdem waren wir für den Veranstalter gefühlt unverschämt teuer.

    Wenn ich im Moment beim Hausbau meines kleinen Bruders erlebe, was da alles wie größtenteils ohne Widerspruch abgerechnet wird kommen mir die Tränen. Hätte ich man was Anständiges gelernt. Beispiel? Der Azubi des Tischlers im ersten Lehrjahr (angefangen im August diesen Jahres, also 16 Jahre alt, OHNE jegliche Erfahrung!) wird mit 25 Euro netto / Stunde angesetzt - und konsequent durchberechnet. Da ist nichts mit "Schick mal eben den Stift rüber, dass der die Bühne 3 mischt, kost ja nix".


    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

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    • 24. September 2014 um 16:31
    • #34

    Bin mir nicht sicher ob ich das hier im Forum gesehen hatte,
    fand den Link aber merkenswert...
    ein nettes Video zum Thema Preisvorstellung,
    wenn auch aus einer anderen Branche:

    https://www.youtube.com/watch?v=JI3Df7-KFtw


    Kalkulation in unserer Branche ist für die Tonne,
    das hat mit "realistisch" in 99% der Fälle nix mehr zu tun.
    Je größer die Show, desto dünner die Kalkulation.

    Am besten einen Office-Beamer, zwei Boxen und zwei Handkeulen in den
    Kombi schmeißen, dazu vier LED-Floors fürs Foyer und gut isses.

    Der gutgelaunte und entspannte Techniker bringt am Ende vom Tag mehr Geld mit
    als das komplett durchgenudelte Dreiergespann mit überladenem 7,5to vom Stadtfest
    am ganzen Wochenende...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • tufkaklto
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    • 25. September 2014 um 06:44
    • #35

    Geiles Video, ich klau mir das mal !!

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