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01v96i: Probleme (vermutlich) mit Phantomspeisung

  • Hami
  • 9. November 2014 um 21:38
  • Hami
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    • 9. November 2014 um 21:38
    • #1

    Ich hatte gestern zum ersten Mal seit Jahren in einem Live-Umfeld ein 01V vor der Nase und folgende Probleme:

    1. aktive DI-Boxen (BSS) haben gebrummt, Workaround nur durch passive DI möglich gewesen

    2. Denon-Zuspieler von einem Künstler klang komisch. Erst nach Abschaltung der Phantomspeisung sauber

    Ich hatte bisher weder mit Zuspielern und Phantomspeisung, noch den BSS DI-Boxen Probleme.

    Hat das Pult einen Defekt, oder war das ein User-Error???

  • simonstpauli
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    • 9. November 2014 um 22:27
    • #2

    Zuspieler können zickig sein, wenn die Phantom abbekommen. Ganz klassisch auch DJ-Pulte, viele mögen das gar nicht und klingen dementsprechend kaputt.

    Daß man manche Brummschleifen nur mit passiven DI-Boxen weg bekommt, kenne ich ebenfalls.

    Ich würde nicht auf das Pult als Fehlerquelle tippen. Bzw. zuerst an anderen Stellen suchen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Hami
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    • 10. November 2014 um 09:28
    • #3

    Danke für die schnelle Rückmeldung!

    Die Multicorekanäle waren sauber, als ich die passiven DI-Boxen eingesteckt habe bzw. als ich mit einem Micro getestet habe.
    Ein Austausdch der NF-Leitungen brachte auch keien Änderung.

    Da es mit zwei BSS DI-Boxen das gleiche Problem gab, die vorher immer intakt waren, komme ich halt bisher nur auf das Pult.
    Das haben wir kürzlich erst gebraucht erstanden.

  • simonstpauli
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    • 10. November 2014 um 12:43
    • #4
    Zitat von "Hami"

    ...
    Da es mit zwei BSS DI-Boxen das gleiche Problem gab, die vorher immer intakt waren, komme ich halt bisher nur auf das Pult.
    Das haben wir kürzlich erst gebraucht erstanden.


    Ich meinte auch nicht, daß die DI-Boxen defekt sind. Aktive DI-Boxen können systembedingt nicht so viele Arten Brumm wegbekommen wie passive.

    Dann mal Butter bei die Fische. DI-Boxen mit Batterien statt Phantom - Problem noch da?
    Phantom Power auf allen Kanälen mit gleichem Effekt oder gibt es Unterschiede zwischen Kanal 1-8 und 9-13?
    Funktionieren Kondensatormikrofone korrekt, auch bei hohen Schalldrücken?

    PS: Outputs von Geräten (Mischpulte etc) sollten niemals Phantom Power sehen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Hami
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    • 10. November 2014 um 13:01
    • #5

    Hallo Christian,

    danke für die Rückmeldung.

    Batterien hatte ich kiene, Testkanäle waren 6-8, also alle im gleichen Bereich.
    Keine Kondenser benutzt.

    Ich schiebe das dann jetzt mal auf: Batterie vor Pultstrom bei den BSS und merke mir den Punkt mit den Zuspielern.
    Test des 01V mit Kondensern folgt aber noch, um einen dortigen Schaden auszuschließen.

    Danke!

  • WolfgangK
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    • 10. November 2014 um 16:58
    • #6

    ... habe ähnliche Probleme auch schon mit Git-Amps gehabt. Einige mögen P48 überhaupt nicht und klingen merkwürdig. Das ist dann auch der wesentliche Nachteil der nur in 4er-Gruppen schaltbaren P48 beim 01V96i und vielen anderen Mischern/PreAmps. Man fängt dann an, Kanäle nicht mehr logisch nach Workflow sondern nach gemeinsamen Kanaleigenschaften anzuordnen ... was nicht immer gut ist.

    Aber das Pult hat ja auch die Eingänge 13-16, die sowieso für Line-Inputs vorgesehen und P48-frei sind.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • ERICH
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    • 10. November 2014 um 20:31
    • #7

    Ich habe am 01V96 immer jeden Kanal mit Phantomspeisung in Betrieb. Auch am Adat Preamp. Line Quellen bekommen eine DI Box oder einen Übertrager. So hab ich auch gleich die Möglichkeit die Masse zu trennen, wenn doch was brummt. Probleme hatte ich damit noch nie - auf allen Kanälen.

  • wora
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    • 14. November 2014 um 00:22
    • #8
    Zitat von "Hami"

    Ich hatte gestern zum ersten Mal seit Jahren in einem Live-Umfeld ein 01V vor der Nase und folgende Probleme:

    1. aktive DI-Boxen (BSS) haben gebrummt, Workaround nur durch passive DI möglich gewesen

    2. Denon-Zuspieler von einem Künstler klang komisch. Erst nach Abschaltung der Phantomspeisung sauber

    Ich hatte bisher weder mit Zuspielern und Phantomspeisung, noch den BSS DI-Boxen Probleme.

    Hat das Pult einen Defekt, oder war das ein User-Error???


    ich sehe da ebenfalls keinen zwingenden fehler beim pult.

    aktive Di boxen haben gegenüber passiven eindeutig den nachteil, dass sie die signale nicht so gut galvanisch trennen können, weil sie ja eine versorgungsspannung zum betrieb ihres eingangs-impedanzwandlers benötigen. und diese schaltung sitzt sogar vor dem übertrager. das hängt also galvanisch immer irgendwie zusammen.
    bei einer passiven Di gibt es jedoch keinen galvanischen kontakt zwischen in- und output (wenn der groundlift richtig funktioniert), hier ist die trennung immer perfekt!
    du bist also nicht der erste, der einen brumm mit BSS DIs nur durch den austausch gegen eine passive DI weg bekommen hat.
    und dieses phänomen gabs auch schon, bevor es überhaupt digitalpulte gab ;)
    ja ja, ich weiss: die alte mär, dass aktive DI boxen "besser" wären, hält sich sehr hartnäckig... aber das stimmt so eben nicht.
    also abspeichern:
    wenn perfekte galvanische trennung erforderlich ist, dann am besten nur passive DIs (oder lineübertrager, je nach anwendung) nehmen!
    aktive DIs sind nur dann im vorteil, wenn die ausgangsimpedanz eines angeschlossenen tonabnehmers sehr hoch ist. heute haben die meisten instrumente jedoch eine aktive elektronik eingebaut und dadurch auch eine niedrige ausgangsimpedanz. und die harmoniert auch mit passiven DIs.
    aus diesem grunde behaupte ich sogar, dass passive DIs meistens die bessere lösung sind.

    phantomspeisung ist nur für geräte gut, die sowas auch benötigen.
    also in der regel kondensatormikrofone und aktive DI boxen.
    alle anderen geräte müssen nicht gut funktionieren, wenn sie 48V gleichspannung auf ihren ausgang bekommen!
    manche geräte machen dabei keine probleme, aber das ändert nichts an der tatsache, das eine von der senke eingespeiste gleichspannung für die ausgangsschaltung der quelle einfach keinen zulässigen zustand darstellt.
    der satz war jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert, aber vom sinn her stimmt er ;)
    kurz gesagt: phantomspeisung bitte nur auf geräte geben, die diese auch als versorungsspannung benötigen. geräte mit OP-ausgangsschaltungen können dadurch gestört werden.
    in sofern ist hier das LS9 die deutlich professionellere lösung, weil man hier die 48V für jeden kanal einzeln aktivieren kann! :wink:

    kommen wir zum letzten satz deiner ausgangsfrage, vor allem der teil nach dem komma: ich glaube, da könnte was dran sein :roll:
    aber nun bist du für die zukunft bestens präpariert ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 14. November 2014 um 09:11
    • #9

    Hallo Hami.

    Ein wenig Offtopic zum Topic - es ist nicht persönlich gemeint, noch will ich dir etwas unterstellen oder dir an den Karren pissen, aber mir ist gerade eine gewisse Diskrepanz bei dir aufgefallen:

    Die Wissen um die Tücken der Phantomspeisung sehe ich (und, wie ich glaube, auch viele Kollegen) als ein Basiswissen im Bereich der Tonproduktion, welches man nach spätestens 2-3 Jahren Praxis drauf haben sollte.
    Nun ist mir allerdings in den Blick geraten, dass du schon seit 12 Jahren hier angemeldet bist und seitdem der Forengemeinschaft mit deinem Rat und deiner Meinung zur Seite stehst, auch - und hier kommt der für mich ausschlaggebende Punkt dieses anzusprechen - zum Thema Mischpulte und Mikrofone.
    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, nur kurz überflogen, daher kann und will ich auch keine Aussagen über deine Sachkenntnis im allgemeinen treffen und schon gar nicht deine Fähigkeiten als Tonschrauber bewerten (das geht eh nur wenn man jemanden tatsächlich Arbeiten sieht).

    Ich sehe es eher als Beispiel dafür dass Tonleute sich auch mal mit der Theorie auseinander setzen sollten - es gibt leider immer noch einige, die nach dem Trial-and-error-Prinzip vorgehen und versuchen jegliche theoretischen Hintergründe mit ihrer 30jährigen Erfahrung (welche zu großen Teilen auf Glück basieren) wegzudiskutieren.


    Des weiteren dürfte dir hier bei deiner Fragestellung niemand eine seriöse Defekt/Nicht-Defekt-Ferndiagnose für's Pult geben können. Zu viele fremde Einflüsse Können da noch eine Rolle spielen.

    Beste Grüße
    Boris

  • marcoboy
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    • 14. November 2014 um 09:29
    • #10

    Das löst dann auch meine Frage "wo stand der PAD an der BSS?" und "was war als Quelle dran?"

    audiobo du hast natürlich in gewisser weise recht. Aber die heutigen Akteure kommen nicht unbedingt mehr aus elektrotechnischen Berufen. Alles sogenannte Quereinsteiger denen die Grundlagen einfach fehlen. Der Kunde verlangt auch keine Sachkenntnis mehr oder belohnt sie dementsprechend.

    So fällt ist es schwierig zu verstehen das bei DC gekoppelten Ausgangsstufen in den Quellen Probleme auftauchen wenn man an den Ausgängen Spannung anlegt. Ehrlich gesagt würde ich nur einen Elektroniker dieses Wissen abverlangen.

    Als Beispiel diskutieren wir schon seit es DMX512 gibt warum Mikrofonkabel dafür ungeeignet sind. Verstanden haben es nur die wenigsten :wink: .

  • Hami
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    • 14. November 2014 um 11:36
    • #11

    Hallo Jungs, danke für Eure Antworten - vor allem die hilfreichen!

    Da ich grundsätzlich nur aus eigenen Erfahrungen berichte, spare ich mir auf den ein oder anderen Satz eine Replik und kann mit der Feststellung USER-ERROR sehr gut leben.
    Das galt es für mich heraus zu finden und ich bin nicht fies davor, auch absolutes Basiswissen teilweise erst im hohen Alter in meinen runden Kopf zu bekommen.

    Allseits entspanntes Wochenende!

  • Kracky
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    • 14. November 2014 um 11:48
    • #12
    Zitat von "marcoboy"

    Als Beispiel diskutieren wir schon seit es DMX512 gibt warum Mikrofonkabel dafür ungeeignet sind. Verstanden haben es nur die wenigsten :wink: .

    Und es geht trotzdem wenn es den sein muss.

    Hab jetzt selbst kein 96i sondern nur das 96, und da kann ich bisher nichts negatives berichten. Wir haben auch alle Phantompower Schalter an weil es einfach sonst zu umständlich ist und fahren da ab und an mit aktiv DI für Bass bzw. Instrumente allgemein aber da gab es noch nie Probleme. Was ich schon hatte war ein verbogener Masse Kontakt in den DI Boxen wo dann ganz komische Ergebnisse raus kamen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • marcoboy
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    • 14. November 2014 um 12:15
    • #13
    Zitat von "Kracky"


    Und es geht trotzdem wenn es den sein muss.

    Da war es wieder :roll: Das gleiche kann man bei dem DI Thema auch behaupten wenn man von Quellen und Pegelanpassung keine Ahnung hat. Es arbeitet irrend wie doch. Manchmal aber auch nicht wie wir jetzt wissen :? .

  • simonstpauli
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    • 14. November 2014 um 13:15
    • #14

    Ich finde es ja grob fahrlässig, Phantomspeisung auf Kanälen anzuschalten, bei denen man die Quelle noch nicht kennt.

    Es gibt einfach zu viele Quellen, die damit Probleme haben, z.B.

    - Mischpultausgänge
    - Bändchen-Mikrofone

    Da kann man mit Phantomspeisung auf die Dauer erhebliche Schäden verursachen.

    Mein erster Blick auf einem 01V (96) gilt daher den Phantomspeisungsschaltern.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • audiobo
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    • 14. November 2014 um 13:33
    • #15
    Zitat von "marcoboy"

    So fällt ist es schwierig zu verstehen das bei DC gekoppelten Ausgangsstufen in den Quellen Probleme auftauchen wenn man an den Ausgängen Spannung anlegt. Ehrlich gesagt würde ich nur einen Elektroniker dieses Wissen abverlangen.


    Moment: Um das Wissen zu vermitteln dass es bei vielen elektronischen Ausgangsschaltungen zu Problemen oder gar Defekten mit aktivierter Phantomspeisung am Zielgerät (Senke) kommen kann, muss ich doch noch lange keine DC-Kopplung oder Operationsverstärker erklären können. Das ist dann Teil der Weiterbildung zum Entwickler bzw. Service-Techniker elektronischer Schaltungen.

    Zitat

    Der Kunde verlangt auch keine Sachkenntnis mehr oder belohnt sie dementsprechend.

    In direkter Weise ist dem Kunden die Sachkenntnis (zumindest in einigen Arbeitsumfeldern, die ich zum Glück nur streife) tatsächlich oft relativ schnuppe, allerdings nicht ob die Veranstaltung durch Unzuverlässigkeit der Technik in ihrer Durchführung oder Qualität gefährdet wird. Und um die Zuverlässigkeit zu garantieren braucht es nun mal Sachkenntnis, mal mehr, mal weniger.
    (Sonst könnte es ja tatsächlich der Sohn von Konzertgast XY, der zuhause auch immer was macht mit Ton und so... Womit verdiene ich noch gleich mein Geld wirklich? Ach ja, morgens früh, Brötchen Ausfahren...)

    Und ich habe extra geschrieben "nach spätestens 2-3 Jahren". Das ist durchaus realistisch, selbst ohne Ausbildung, wenn man mit Leuten zusammenarbeitet die ihrerseits das Wissen haben und gerne vermitteln.
    Desweiteren sollte das ja gerade heutzutage mit der tollen VA-Techniker Ausbildung nicht mehr passieren, was ich dort allerdings an (schon korrigierten!!!) Testbögen gesehen habe lässt mich da schwer zweifeln. Da wird nicht mal subjektives Empfinden von der tatsächlich messbaren Klang-Bearbeitung unterschieden.

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