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Karneval Gala/Büttabend - lautes Partypublikum vs. "Zuhörer"

  • karel noon
  • 10. Januar 2016 um 12:53
  • karel noon
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    • 10. Januar 2016 um 12:53
    • #1

    Ab nächste Woche ist es wieder soweit, meine persönliche Saison startet.
    Bei vielen Kollegen ist es auch schon soweit wenn ich meine Facebook Timeline richtig deute, daher dieser Thread.

    In den letzten Jahren habe ich das Gefühl das die Diskrepanz zwischen denen die zuhören wollen und denen die einfach feiern wollen immer größer wird.

    Bei einer Veranstaltung ist es mittlerweile so das die Beschallung für die ersten bestuhlten zwei Drittel im Zelt kleiner sein kann als für den hinteren Teil wo die stehtische sind.
    Zusätzlich wird schon mit Bildschirmen versucht die Aufmerksamkeit mehr auf die Bühne zu lenken.
    Trotz alles Bemühungen scheint das ein Kampf zu sein den wir verlieren, die vorne verstehen nichts und es ist ihnen zu laut und hinten wird weiter gefeiert.

    Wie sieht das bei euch aus? Zeichnet soch da ein ähnliches Bild ab?
    Wie geht ihr das an?

    Einige Optionen die mir noch in den Sinn kommen mit den jeweiligen Nachteilen:

    -Noch lauter machen - geht auch nur zu einer Grenze die eigentlich erreicht ist, sowohl wegen des reinen Pegels als auch wegen der Feedback Problematik bei Headset Rednern

    - hinten die Beschallung reduzieren - wer dennoch zuhören möchte und durch Pech hinten steht wird sich sicher beschweren, Hinweisschilder bringen da sicher nicht genug. Auch wenn das die gesamtlautstärke deutlich senken würde weil die "quatschköppe" nicht mehr über den Pegel hinweg schreien müssten.

    - noch mehr Bildschirme für mehr Aufmerksamkeit - es sind jetzt schon so viele das es optisch nervt, und bidschirme kosten Geld

    - Thekenbtrieb einstellen lassen während der Reden - der Wirt würde wahrscheinlich kein Wort mehr mit mir sprechen.....


    Also jetzt ihr, ich bin für alle Ideen dankbar, oder vielleicht möchte ich einfach nur das Gefühl haben nicht der einzige mit dem Problem zu sein :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • Akustik-Sash
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    • 10. Januar 2016 um 13:46
    • #2

    Hi!

    Ich kenne das Problem nur zugut.
    Bei uns versucht es der Verein über Security-Dienste in den Griff zu kriegen.
    Naja....so richtig will das auch nicht klappen.

    Meiner Meinung nach geht es, auch wenn es arogant klingt, nur noch über den Preis.
    Entweder ich mache eine Party-Veranstaltung mit niedrigen Eintrittspreisen oder ich mache eine Prunksitzung, für die ich den Eintritt soweit hochschraube, dass sich der Gast schon überlegt, ob es nicht doch sinnvoll ist das Bühnenprogramm still sitzend zu genießen.

    Weiterhin muss mann eben auch feststellen, dass Unruhe eben auch mal am Künstler auf der Bühne liegt. Der sollte einfach wissen, wie er sein Publikum bändigen kann.

    Bei der PA noch eine Schippe drauf zulegen bringt meiner Ansicht nach garnichts, weil die Unruhestifter dann eben auch lauter werden um gegen den PA-Lärm anzukämpfen. :)

    Kopf hoch.....und durch.....am Aschermittwoch ist alles vorbei! :D

    "Ein gelungenes Event ist die Summe vieler Teile! "
    (http://www.eventakustik.de)

  • Volker
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    • 10. Januar 2016 um 14:43
    • #3

    wir machen diverse Karnevalsveranstaltungen und die Vereine hier haben sich entschieden ne Schüppe draufzulegen bei der Beschallung - allerdings nur bei den Wortbeiträgen.

    Hier geht es in erster Linie um Saalkarneval und da kann man leider nicht ausschließen, dass in einer Sitzreihe auch mal mehr oder weniger Personen sitzen, die der Vortrag vorne einen Sch*** interessiert, egal ob der weltklasse ist oder grottenschlecht. Man muss allerdings eben auch an die Personen denken, die ganz gerne was verstehen würden.
    Also werden alle Reden und Wortbeiträge vergleichsweise "glasklar in die Ohren geliefert", während bei der Musik schon mal ein Gang rausgenommen wird.

    Doof ist immer, wenn man nur ein Summensignal übergeben bekommt, auf dem der Gesang nicht zu verstehen ist. So leider gestern wieder bei einem Kölner Act passiert. Vermutlich hatte der Techniker einen schlechten Tag, aber wenn man schon mit eigenem Tonler reist sollte das Ergebnis doch auch entsprechend sein. Wo die Beschwerden nachher (erstmal) landen dürfte sich jeder Kollege hier vorstellen können.

    Kurz: für 600 Leute ein 6er Hang Kara pro Seite ist dann eben so wenn sich manche nicht Benehmen können. Für die anderen muss man ja bei Preisen zwischen 30 und 40 Euro abliefern...

    Helau! Alaaf! Halt Pohl! oder was weiss ich. Noch vier Wochen :wink: , aber ich find's jedes Jahr wieder genial. Ist alles einfacher wenn man sich mit dem jecken Gedöns identifizieren kann.

  • karel noon
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    • 10. Januar 2016 um 15:18
    • #4

    De un Da!
    Ich bin ja kein Karnevalist, finde es aber toll mit welcher Hingabe das zelebriert wird.
    Auch der Anspruch ist sehr hoch, das macht es für mich als Techniker interessant :)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • Teddytaste
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    • 10. Januar 2016 um 21:18
    • #5

    Gestern genau so eine Baustelle abgefrühstückt:
    Main PA LR
    Centersub
    Infill
    Nahfeld
    Delayline 1
    Delayline 2
    Dazu 4x Beamerbild
    3x Plasma

    Bei Headsets gehe ich auf Nummer sicher, DPA's bekomme ich aufgrund des Einfallwinkels nicht so laut wie das HSP-4. Alle Protagonisten ohne Soundcheck, ansonsten den Playbackabspieler/ Mikrofonierer direkt neben der Bühne, Brüllbox-Kommunikation neben der Intercom. Direktkontakt zum Elferrat-Präsident ist da auch sehr wichtig.

    Fazit: Bis auf den inhaltlichen Teil mancher Darsteller war für mich alles ok.
    Kunde hochzufrieden, Job für's nächste Jahr gebucht.
    Mag aber auch immer ein wenig in Abhängigkeit vom Niveau des Publikums zu sein, wer weiss das schon....

    Edit: Ich hab aber auch mittags knapp eine stunde damit verbracht das es an jeder (!) Stelle im Saal gleichlaut und annähernd gleiche Frequenzverteilung gegeben ist.

    LG peter

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • Wulfson
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    • 10. Januar 2016 um 21:42
    • #6

    Herzlichen Glückwunsch für die optimalen Voraussetzungen...1 Stunde, um alles sauber einzupegeln mit Delays und co ist schon sehr sportlich. Das schaffe ich def in unserer Sporthallen Location nicht! Zumal die Möglichkeiten für Delays (Hängepunkte) fix sind. Front PA darf nicht zu sehen sein, LTE Sender nebenan, WLAN Hotspot für Überlandfunk auf dem Dach nebenan...und das limitierendste Element ist Budget und Vorstand. Wir machen ja keine Gala...

    Leider gibt es keine pauschalen Mittel, um die o.g. Probleme aus der Welt zu schaffen. Die Darsteller haben damit auch so ihre Probleme, da an Tagen mit vollem Haus die Aufmerksamkeit in den hinteren Rängen nahe null geht. Delay lauter scheidet aus, da nach Jahren der Versuche nur das Publikum lauter wurde.

    Ergo-Publikum lässt sich nicht erziehen. :cry:

  • falcocgn
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    • 11. Januar 2016 um 12:01
    • #7

    Nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre aus den großen Sitzungen in Köln an prominenter Stelle kann ich nur sagen, dass sich 1) das Publikum verändert und 2) der Redner sich äußern muss.

    Bei 1) ist das Problem, dass eben häufiger "Fremde" also Auswärtige aus nicht-Karnevalshochburgen und/oder nicht das typische Sitzungspublikum zu Sitzungen gelockt werden. Die kennen oft das traditionelle Verhalten nicht und quatschen dann eben. Manchmal kann dann der Veranstaltungsleiter hingehen und solche Gruppen ansprechen, besonders wenn die dann auch noch stehen wenn alle anderen sitzen und zuhören wollen (Dat is ne SITZUNG).

    Bei 2) muss der Redner ganz klar das Publikum ansprechen. Habe ich immer mal wieder auch bei hochkarätigen Sitzungen erlebt. Ein Bernd Stelter oder Marc Metzger sagen ganz klar, wenn das Publikum denen zu laut ist. Die gehen dann schon mal...

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • karel noon
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    • 11. Januar 2016 um 16:55
    • #8

    Mir ist gerade ein alternativer Titel eingefallen:
    Veranstaltungstechnische Maßnahmen zur Erziehung des Publikums 8)

    Ein guter Tip war schon dabei, den ich zumindest mal mit dem Verein besprechen werde, und zwar die Reduzierung der Lautstärke der musikbeiträge im hinteren Bereich.

    Damit wüde man zumindest erreichen das wenn der nächste wortbeitrag kommt nicht noch in Lautstärke weiter gesprochen wird wie wenn Musik lauter läuft.

    Geht natürlich nur begrenzt, alleine schon für die einmärsche der Garden, die müssen die Kapelle schon gut hören.....

    Ansonsten glaube ich das es wirklich sehr viel mit Punkt 1 von Falco zu tun hat.
    Das der Redner Einfluss hat wissen scheinbar immer häufiger dieselbigen nicht.....

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • MRspeaker
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    • 13. Januar 2016 um 09:33
    • #9

    Wir haben vor einigen Jahren auch einen Karnevalsverein betreut der vorher mehrere Veranstaltungsfirmen durchprobiert hat, ohne Erfolg.
    Puplikum zu laut, keine Sprachverständlichkeit, sinkende Gästezahlen.
    Mit uns klappt es recht gut und der Verein ist endlich zufrieden.

    Was haben wir gemacht,
    - Den Ort eine Turnhalle auf kosten des Vereins aufgewertet, Molton in Mengen an Steinwände usw...
    - Anfertigen von sehr schweren großen Eisenplatten für Trusssteher, als Lautsprecher Delaylinie und Beleuchtung im Raum.
    - Sehr viel haben wir uns mit der PA beschäftigt, den Raum eingemessen, Controllerpresets neu erstellt, die Boxenwinkel ausprobiert....

    In der Turnhalle ist alles ein Kompromiss, aber wir haben mit dem Kunden ein Konzept ausgearbeitet und das verfeinern wir von Jahr zu Jahr.
    Mal eben PA aufbauen und abkassieren klappt nicht....g*

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Kai Pirinja
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    • 8. Februar 2016 um 15:45
    • #10
    Zitat von "Teddytaste"

    Edit: Ich hab aber auch mittags knapp eine stunde damit verbracht das es an jeder (!) Stelle im Saal gleichlaut und annähernd gleiche Frequenzverteilung gegeben ist.

    Lustig, das so etwas hier so nebenbei Erwähnung findet. Das ist eigentlich das A und O einer jeden Beschallung. Wenn man hier nicht gewissenhaft vorgeht, braucht man nicht über Mikrofone, Mischpulte oder sonstigen fancy Scheiß diskutieren.

    Ansonsten halte ich Falcos zweiten Punkt für ausschlaggebend. Ich erlebe es regelmäßig, dass erfahrene Redner hier sehr routiniert sind. Da wird dann einfach mal kurz inne gehalten oder das Publikum mit einbezogen. Interaktion mit den Störenfrieden ist ohnehin am effektivsten.
    Aber auch die Kapelle kann hier gute Dienste leisten. Im Anschluß an einen Tusch kurz ein Liedchen angestimmt wirkt Wunder. Wenn alle "Eijajei..." mitsingen, werden Gespräche unterbrochen und es ist wieder Ruhe im Saal.

    Ich denke, also bin ich hier falsch. 

  • wora
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    • 8. Februar 2016 um 22:26
    • #11
    Zitat von "Kai Pirinja"

    Lustig, das so etwas hier so nebenbei Erwähnung findet. Das ist eigentlich das A und O einer jeden Beschallung. Wenn man hier nicht gewissenhaft vorgeht, braucht man nicht über Mikrofone, Mischpulte oder sonstigen fancy Scheiß diskutieren...

    wir sind sicher einer meinung, das es so normal sein SOLLTE.
    die realität sieht aber leider häufig anders aus. und auch bei professionellen beschallern habe ich diesbezüglich schon arge schnitzer erlebt.
    in sofern finde ich das im nebensatz durchaus erwähnenswert, denn es gibt einige kollegen die das ganz offenbar nicht (mehr?) kennen. hauptsache sie sind billig. aber das ist mal wieder ein anderes thema... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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