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BGV C1 / DGUV Information 215-313

  • ThoSchu
  • 5. März 2017 um 00:42
  • ThoSchu
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    • 5. März 2017 um 00:42
    • #1

    Liebes Forum,

    viele von uns betreiben Lautsprecher Systeme, die in der Nähe oder über den Zuschauern oder Protagonisten hängt.

    Welche Norm ist hier anzuwenden?

    Ich habe gerade http://www.vbg.de/SharedDocs/Med…icationFile&v=9 gefunden.

    Welcher Hersteller kann das denn leisten?

  • WoMü
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    • 5. März 2017 um 01:25
    • #2

    Was meinst du denn mit deiner Frage genau?

  • ThoSchu
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    • 5. März 2017 um 01:27
    • #3

    Ganz einfach: Bin ich berechtigt das Zeug aufzuhängen und liefert der Hersteller entsprechende Berechnungen in der Software mit?

  • ThoSchu
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    • 5. März 2017 um 01:33
    • #4

    Die Dimensionierung erfolgt nach Tabelle A2. Für Lasten und deren tragende Strukturen
    gelten darüber hinaus konstruktive Anforderungen entsprechend Abschnitt 1.1.
    Typische Lasten in der Veranstaltungs- und Produktionstechnik sind zum Beispiel:
    • Lautsprechersysteme
    • Beleuchtungs- und Eff ektsysteme
    • LED-Wände
    • Spiegelkugeln
    • Bühnendekorationen (Kulissen)
    • Sonderkonstruktionen
    • Schallsegel
    Lasten und deren tragende Strukturen – zum Beispiel Lautsprechersysteme, LED-Wände
    – bestehen aus verschiedenen lastführenden Elementen, die durch die jeweiligen
    Hersteller nachzuweisen sind. Besondere Lastfälle, beispielsweise durch Anwinkeln
    von Lautsprechersystemen, sind zu berücksichtigen.

  • billbo
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    • 5. März 2017 um 11:09
    • #5

    Du meinst so was:

    Gibt es auch seriöse Hersteller, die das so oder ähnlich für ihre Produkte/ Arrays nicht zur Verfügung stellen?

    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • ThoSchu
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    • 5. März 2017 um 23:06
    • #6

    Danke billbo

    Das ist ein sehr schönes Beispiel.

    Zitat

    This procedure is generally more dangerous and it is very important to respect the following limits of application:
    • NEVER CONNECT A GROUP OF CABINETS BIGGER THAN 4
    • NEVER CONNECT CABINETS IN GROUPS IF THE ARRAY IS BIGGER THAN 8
    • NEVER CONNECT CABINETS IN GROUPS IF THE ARRAY IS VERY CURVED
    • NEVER FLY THE SYSTEM AT TEMPERATURES LESS THAN -5° C
    Use the same general strategy un-rigging the system.

    Aber im Manual keine Aussage über Betriebskoeffizienten der Verbindungen. In Deinem Beispiel ist das Rear Bracket bei 9,2. Weißt Du ob das jetzt ok ist?

  • billbo
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    • 6. März 2017 um 10:57
    • #7

    Ich hab' natürlich mit Absicht :whistling: ein Beispiel genommen, in dem eine Zahl (Safety Factor) knapp unter 10 auftaucht. Dazu meine ad hoc Gefährdungsbeurteilung:

    1.) Der Hersteller sieht für sein Produkt SF 7 als sicher an und bezieht sich dabei auf die Fließgrenze des für das Bauteil verwendeten Materials.

    Die BGV sieht in D SF 10 als sicher an und bezieht sich dabei auf die angegebene Bruchlast des Bauteils.

    Der Hersteller gibt die Fließgrenze für sein verwendetes Material mit dem gut 1,5fachen der Bruchlast an. (Das Manual ist dahingehend tatsächlich recht ausführlich).

    Daraus folgt: ich bin auf der sicheren Seite.

    2.) Ich bin kein Ingenieur und kann mich irren. Also schaue ich mir das Konstrukt mit 'gesundem Menschenverstand' an und stelle fest: die Angelegenheit hängt an den vorderen Verbindern (SF 17,2); die hinteren dienen lediglich der Erreichung des gewünschten Curvings. Sollte davon das am stärksten belastete Paar plötzlich versagen, wird das Ganze zwar unschön auspendeln, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hängen bleiben.

    3.) Ich betrachte die Angelegenheit daher als ausreichend sicher und häng's so auf.

    Bekomme ich dafür jetzt auch eine Schulnote? ;)

    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 6. März 2017 um 17:43
    • #8

    ich würde sagen:

    so lange du das so machst wie es der hersteller vorgibt, kann man durchaus eine 1 vergeben.

    denn in der tat haben die allermeisten tontechniker mit absoluter sicherheit keine statikerausbildung. das heisst, der techniker muss sich auf den hersteller verlassen können.

    den job mit der statikberechnung muss also der hersteller machen und den techniker mit entsprechenden unterlagen und/oder schulungen ausstatten.

    so sehe ich das jedenfalls.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 6. März 2017 um 22:24
    • #9
    Zitat von billbo

    die Angelegenheit hängt an den vorderen Verbindern (SF 17,2); die hinteren dienen lediglich der Erreichung des gewünschten Curvings.

    bist du dir da ganz absolut 100%ig unwiederruflich und in Stein gemeisselt sicher? ?

    Schau doch mal auf das Vorzeichen bei den Kräfteangaben...

    (beim T10 sind die Verbinder vorne so dünn, da würde ich mich nicht mal selber ohne komisches Gefühl dran hängen. Hinten jedoch schon.)

  • audiobo
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    • 6. März 2017 um 22:33
    • #10

    Mal was anderes: können (müssen) Autofahrer die auftretenden Kräfte im Fahrzeugchassis berechnen, wenn sie die integrierte Bremsanlage benutzen? Oder die Kräfte die an einer Anhängerkupplung entstehen, solange das Gespann in dem von den Herstellern angegebenen Grenzwerten (Last, Gefälle, Tempo) betrieben wird?

  • ThoSchu
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    • 6. März 2017 um 22:42
    • #11

    Meine Frage bezog sich eher auf die angewendeten Safety Faktoren.

    Von 4-10x Bruchlast habe ich schon alles gesehen.

    Auch wird nie der Aufbau berücksichtigt. Ich hatte schon Situationen im Grenzbereich, wo das schließlich hängende Array ok war, aber der Weg nach oben und unten eine echte Herausforderung.

  • audiobo
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    • 6. März 2017 um 22:57
    • #12

    Ich habe mal miterlebt wie sich 12 Schnitze mittlerer Grösse (doppel 10") knapp 0,5m beim Aufbau wegen verdrehter Kette plötzlich nach unten bewegt und genauso plötzlich wieder gestoppt wurden. Seitdem habe grössten Respekt vor den Hardwareherstellern.

    Zumindest die Sichtprüfung hat nichts aufgezeigt.

  • ThoSchu
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    • 6. März 2017 um 23:27
    • #13

    Da habe ich schon schlimmeres gemacht.

    Aber nach dem Stunt war ich klüger und die vordere Aufhängung lies sich mit einem Hammer entfernen.

  • billbo
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    • 7. März 2017 um 08:32
    • #14

    "Er hat sich redlich bemüht, die ihm übertragene Aufgabe zufriedenstellend zu lösen." ^^

    Im Grunde genommen hat Audiobo ja recht: diese ganze BGV- Safetyfaktorengeschichte bezieht sich ausdrücklich auf Hebezeuge und Lastaufnahmemittel und nicht auf die Last – für letztere hält (bestimmungsgemäßen Gebrauch vorausgesetzt) der Hersteller seinen Kopf hin. Wobei man sich darüber streiten könnte, ob es sich bei Kugelsperrbolzen und Verbindern tatsächlich um integrale Bestandteile der Last handelt...

    Trotzdem ist es nicht verboten, sich über die Zusammenhänge und die dort wirkenden Kräfte eigenständig Gedanken zu machen. Und deshalb muss ich Spanplattenhobbykistenbastel- Heinz z.B. auch untersagen, seine Selbstbauschätze da aufzuhängen, sofern das in meinen Verantwortungsbereich fällt.

    @ Audiobo: auf die hinteren können bei stark gecurvtem Array über die Hebelwirkung Kräfte einwirken, die weit über dem Gewicht des Arrays liegen (das negative Vorzeichen der vorderen kommt sozusagen dazu) – deshalb sind sie so stark dimensioniert.

    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • WoMü
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    • 7. März 2017 um 09:16
    • #15

    Ich gebe hier Billbo vollkommen Recht. Für das System, vorausgesetzt ich benutze es gem. den Vorgaben des Herstellers, trägt dieser die Verantwortung.

    Ich bin für den Anschlagpunkt, die Hebezeuge, die Lastaufnahmemittel und die Tragmittel verantwortlich.

  • wora
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    • 7. März 2017 um 14:18
    • #16
    Zitat von WoMü

    Für das System, vorausgesetzt ich benutze es gem. den Vorgaben des Herstellers, trägt dieser die Verantwortung.


    Ich bin für den Anschlagpunkt, die Hebezeuge, die Lastaufnahmemittel und die Tragmittel verantwortlich.

    ganz genau so sehe ich das auch, siehe weiter oben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma 13. Februar 2021 um 17:14

    Hat das Thema aus dem Forum Systeme nach Veranstaltungssicherheit verschoben.

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