Linearer Frequenzgang? Oder lieber doch nicht?
Gibt´s da ein besonderes Abstrahlverhalten, was erwünscht ist?
Was ist der Unterschied zu einer sehr guten HiFi-Box?
Hat mich schon immer mal interessiert ...
Adam
Linearer Frequenzgang? Oder lieber doch nicht?
Gibt´s da ein besonderes Abstrahlverhalten, was erwünscht ist?
Was ist der Unterschied zu einer sehr guten HiFi-Box?
Hat mich schon immer mal interessiert ...
Adam
nun ja, zu diesem Thema gibts wohl mehr als eine Antwort.
Was ich mit von einer Nahfeldabhöre erwarte:
- straffer, präziser Sound
- auf keinen Fall Badewanne, eher das Gegenteil
- unaufdringlich
- gutes Phasenverhalten
- gute Ortbarkeit
- halbwegs linear (d.h. keine krassen Löcher oder Peaks, ein insgesammt etwas verbogener Frequenzgang stört nicht.)
- 60...15kHz
- ...
was das Ding können muss: der "normale" Monitor zum Aufnehmen und Mischen, abhören von einzelsignalen, etc.
wenn die Produktion weiter voran geschritten ist, ist eine gute Hauptabhöre gefragt, die Bassmäßig aussagekräftiger ist, und mehr Pegel hergibt. Ebenso erwarte ich von einem Nahfeldmonitor nicht, dass er Hallräume gut wiedergibt.
Er darf vor allem nicht nerven, weil man ja doch ewig damit arbeitet. Außerdem muss er klein sein, damit man ihn mal in ein Fremdstudio mitnehmen kann, weil kennen sollte man seine Abhöre schon.
yamaha NS 10 ist ein nahfeld monitor.
zwar 3 welten schlechter als die erste box die ich ernsthaft gebaut habe aber seltsamer weise nen standart.
Nahfld gefällt mir die tannoy system 600 udn 800 sehr gut.
genelec 10 30 udn 10 31 . alles andere von genelc gefällt mir nicht vorallem die bandpasse
mackei 824 ist auch gut.
'KRK mit focal ist ganz anders vom sound her
nicht so kalottig wie genelec udn mackie wo bei tannoy da sehr gut ist.
als kleinen nah feld finde ich den KS digital den kleinen geil weis grad nett wie er heisst.
sorry, aber der Mackie ist bestenfalls als Hifi - Box brauchbar. Undefiniertes Bassgematsche, und auf die Dauer ziemlich nervig. außerdem Badewanne.
An alter ego:
Was ist denn ein "gutes Phasenverhalten"?
"Straffer Sound" = eher wenig Bass?
An tthorsten
Was ist den "kalottig"?
Empfindest Du 25mm und 28mm Kalotten auch so?
Gab´s da nicht auch mal was von wegen "directivity index soll 3dB/Oct steigen"? Irgendwas habe ich da im Ohr ...
Aber wozu? Woraus ergibt sich diese Forderung?
Fragen über Fragen...
Ich habe schon länger das Gefühl, das sich jeder unter einem Nahfeldmonitor was anderes vorstellt.
Adam
mit "gutes Phasenverhalten" meine ich, dass möglichst keine 18dB/Okt. - Passivweichen im Sprachfrequenzbereich liegen sollten :o . Ich gehe sogar soweit , meistens eine Mini - abhöre mit 2 Breitbändern zu benützen, die Fullrange laufen.
"straffer Sound" = 80...200Hz muss präzise sein (nicht blubbern!!!), 40...80 Hz sollte eher unterrepräsentiert sein, 20...40 Hz kann mir gestohlen bleiben.
Zitat von "alter ego"mit "gutes Phasenverhalten" meine ich, dass möglichst keine 18dB/Okt. - Passivweichen im Sprachfrequenzbereich liegen sollten :o .
Angenommen, man möchte jetzt nicht mit Breitbändern arbeiten - wie stellst Du Dir die Trennung vor? Dynaudiomäßig mit 6dB-Weichen bei akustisch 2kHz?
Viele "Nahfeldmonitore" haben ja 19mm Kalotten. Die mag ich auch nicht so, da sie
a) viel Energie off axis machen, und
b) dynamikmäßig beschränkt sind, weshalb man sie
c) recht hoch trennen muß (doof wg. dem MT).
Adam
wenn man über treiber verfügt, die mit 6dB - Weichen hinkommen, gerne. ist halt im Billigsegment schwer machbar. und zwischen 200Hz und 1,5 kHz will ich möglichst keine Trennung haben. dann noch lieber dreiweg. Habe mal nachgeschaut, diese kleinen Fostex - Aktiv - Breitbänder, dei ich nach wie vor sehr schätze, werden mit 80...13kHz (-3dB) angegeben. Das reicht völlig. wenn jetzt noch etwas mehr Pegel rausginge...
tthorsten:
Welche Genelecs meinst du mit "die anderen"? Nahfelder gibts sonst doch nurnoch 1029 und S30...
Bandpässe gibts von Genelec nichtmehr, seit Januar.
Gruß,
Patrick
Kann jemand was zu den Kiesler-Abhören sagen (ME Geithain)? Die sind ja im Theaterbereich sozusagen Standard.
Ich hab mir über die 904 mal einige Konserven angehört und fand den Bass etwas überzogen. Es hatte was von diesem typischen car-hifi sound.
Bin ich nur nix gutes gewohnt oder was? ![]()
mfg Tobi
habe mal das große Geithain - Ding gehört, ich muss sagen, als Hauptabhöre eine geniale Box. Lösen einfach exzellent auf, und sind auch sonst rumdum gelungen. Die kleinen Kisten von denen halte ich für etwas zu teuer, sind aber auch einfach nicht mein Geschmack.
Eigentlich wollte ich keine Markendiskussion anzetteln, sondern nur fragen, was die (wenn auch nur theoretischen) Anforderungen sind.
Manchmal glaube ich, "Nahfeldmonitor" ist nur eine Wortblase.
Jede kleinere Box, die in ein Studio getragen wird, mutiert sofort und unmittelbar zum Nahfeldmonitor :lol:
Was bewegt einen Hersteller, wenn er sagt, er habe einen Nahfeldmonitor gebaut?
Adam
ich hab da das optimale chassis
Breitbänder mit hochton kegel und ovaler ausführung
klingt gut ist nciht teuer einfach die waffe am Nahfled monitor markt.
nehme ich immer im auto als rearfill.
auch vier stück auf die Heckablage mit 10mm supronyl kalottte genagelt kommen gut. nur so am Auto radio betrieben.
alledings stecke ich in das chassis richtig arbeit
ein spielen lassen dabei sicke weicher machen, membradn rand verstärken etc.
das ist kein billig teil auch wenn ihr euch jetzt verarscht vorkommt ich mach da mal nen Photo .
Da es im Stuido aus der mode gekommen ist mono auf breit bänder azu hörnen ist es nicht mehr der verkaufs schlager, wie es mal war.
aber für breitband fans nen geiles chassis.
:lol:
Adam
Grüsze!
Nahfeldmonitor: technisch möglichst perfekter Abhörlautsprecher.
So wie jeder Abhörlautsprecher halt sein sollte ![]()
Praxis: Auf jeden Fall sollte auf ordentliches Abstrahlverhalten geachtet werden. Das halte ich für DEN Unterschied zum Standard-HiFi-Böxli. (Wobei gerade diese ... sollten)
Sprich Waveguide vor den Hochtöner, zur Grenzfrequenz passender Mitteltieftöner. (niedriger->größer) Man kann sich ja auch mit akustischen Laufzeitgliedern für den Mitteltöner spielen, um die Bündelung noch tiefer zu drücken. Aber da muß man wohl ein wenig KnowHow aufbauen .... (Wenn das wirklich mal wer probieren möchte, könnte ich mal einen Kollegen ...)
Genelec (wenn ich mich recht erinnere?) baut als Waveguide schlicht und ergreifend ein umgedrehtes Kugelsegment mit abgerundeten Rändern. Ist wohl besser als nix
Mit der Software von Hr. Geddes kann man so etwas seit neuestem übrigens auch simulieren!
Bass: Für ideal halte ich die Charakteristik Abfall 2. Ordnung ab 40-50Hz.
Für unideal halte ich das Bestreben, dies mit 17cm Tiefmitteltöner zu erreichen -> Wirkungsgrad. Aber es gibt Töner (ScanSpeak), die dafür ausgelegt sind.
Wenn ich so was selber bauen würde, würd' ich mir 2-3 6,5-8"er kommen lassen, 2-3 ordentliche Hochtöner und dann 50 Waveguides basteln und 10.000 Messungen machen und dann das beste per Digitalcontroller verheiraten ![]()
mfg
JF
p.s.: Und auch der beste Nahfeldmonitor kann mit Einmessen aufs Studio noch gewinnen!
ZitatWas bewegt einen Hersteller, wenn er sagt, er habe einen Nahfeldmonitor gebaut?
dass die ganzen Hobby - Cubase- Studios nicht mehr Platz neben ihrem Rechner haben!
Ein Nahfeldmonitor soll so nahe beim Hörer stehen,
dass dieser möglichst viel Direktschall der Box
und möglichst wenig Raumanteil hört.
Beim Recording und Mixdown (natürlich auch sonst, aber
dort wird's v.a. gebraucht) soll er also das
Signal möglichst genau wiedergeben und auf jede
Änderung (EQ, Zeit- und Pegel-FX) reagieren.
Ein Nahfeldmonitor sollte als "Lupe" fungieren,
damit der Engineer hört, was er tut.
Nach Abschluss der Detailarbeiten kann er durch Umschalten
auf die Hauptabhöre kontrollieren, ob
a) der Mix mit dem Raumanteil der Regie noch klingt
b) der Bassanteil stimmt (schliesslich können die kleinen Boxen
welche nahe am Engineer stehen keine tiefen Bässe verarbeiten)
c) der Mix auf anderen Lautsprechern mit anderem Klang noch
steht
Nicht wirklich schön umschrieben, aber so grob, nach dem Essen...
Grüsse aus der Schweiz
An JF:
Ordentliches Abstrahlverhalten = matching bei der Trennfrequenz oder noch mehr?
Was ist mit dem um 3dB/oct. steigenden directivity? Sinnvolle Idealvorstellung oder nur Kasperkram?
Und was ist mit der Vertikalen? Da sieht das Beamwidhtdiagramm ja bei den handelsüblichen 2-Wege Boxen echt grottig aus.
"... mit akustischen Laufzeitgliedern für den Mitteltöner spielen, um die Bündelung noch tiefer zu drücken."
Was meinst Du damit?
Vielnen Dank für die ausführliche Antwort!
An alter ego:
Mit Sicherheit ein echtes Argument
Es hat halt nicht jeder einen 60qm Regieraum.
Oder auch nur 40.
Oder nur 20.
Oder 10.
Oder
O
Adam
Grüsze!
Der Sinn der 3dB steigenden Direktivity erschließt sich mir überhaupt nicht - halte ich eher für einen Kompromiss, um mit den realisierbaren Möglichkeiten noch in der Norm zu liegen
Eine völlig gerade Directivity ist bei einem NAHFELDmonitor eben nicht erreichbar.... Wichtiger ist dabei auch ein gleichmäßiger Verlauf, damit man keine Überbetonung in speziellen Frequenzbereichen bekommt. Und da beim Nahfeldmonitor, wie oben ja schon richtigerweise geschrieben, der Direktschallanteil recht groß ist, darf dieser auch ruhig etwas breiter abstrahlen - aber halt möglichst gleichmäßig!
Normalerweise sollte das Abstrahlverhalten zum Raum passen (und beides halbwegs linear sein). Und da ein Raum normalerweise bei sehr hohen Frequenzen stark dämpft, würde ich sagen, ein steigendes Bündelungsmaß ist nicht gerade ideal?
Speaker mit normalem HiFi-Hochtöner: Der 17cm Mitteltöner bündelt bei 2kHz schon, dann kommt plötzlich eine 1" Membran, die völlig kugelförmig abstrahlt.
Weiters gibts dann bei 2-3kHz plötzlich wieder starke Reflexionen von den angrenzenden Flächen - genau in dem Frequenzbereich, in dem wir diese nicht haben wollen ....
Ach ja, es gibt von Peerless einen Günstig-1" Hochtöner, der eine leicht nach innen gewölbte Frontplatte hat und in Ansätzen ein brauchbares Abstrahlverhalten hat - WA 10. Diesem wird auch ein verblüffend guter Klang nachgesagt - warum wohl?
Vertikal wird das Ganze dann noch schwieriger -> steile Filter verwenden, um den Überlappungsbereich schmal zu halten.
Zumindest mit der ersten Reflexion vom Pult muß man rechnen!
Ein guter Kompromiss sollten Coax-Speaker sein. Die bündeln zwar zunehmend mit der Frequenz immer mehr, aber den Sprung im Abstrahlverhalten gibts durch den "Waveguide" in Membranform des Mitteltöners nicht.
Von Seas gibts da recht gute, schau mal bei Intertechnik, die haben (meines Wissens) den Vertrieb. PHL baut so was auch ....
Akustische Laufzeitglieder für den Mitteltöner:
Die Geithaner bauen seit neuestem so was, um in den Bässen und im Grundtonbereich eine "Nierenform" zu erreichen. In gerichteten Mikros wird auch ein "Laufzeitglied" (= bedämpfter Schalleintritt hinter der Membran) verwendet, wie wir ja wissen.
Ähnliches müßte man auch für einen Tiefmitteltöner bauen können. Ist halt nicht ganz einfach, die Materie.
Aber Profis für Mikros kenn ich ein paar *g*, das Prinzip ist bei Lautsprechern ja ähnlich .....
wieder mal viel Text,
JF
p.s.: Für einen ordentlichen Lautsprecher halte ich 3 Wege für notwendig!
tanzt ihr eigentlich beim Mischen, oder warum ist euch die Directivity so wichtig? Bei mir ist das so: Ich mische sitzend vor einem Mischpult, und mich interessiert eigenlich nur der Bereich bis 20° off axis.