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"Braucht" man einen Equalizer für die Bässe?

  • DeadEye
  • 26. Juni 2003 um 12:00
  • DeadEye
    Beiträge
    1.774
    • 26. Juni 2003 um 12:00
    • #1

    Da sich die Anschaffung von Equalizern für mein System anbahnt, hab ich dir Frage ob man einen Equalizer auch für die Bässe braucht? Oder kommt der Equalizer vor die Frequenzweiche?
    Ich weis das ihr über solche Fragen lachen werdet, aber ich habe noch nie mit Equalizern gearbeitet.
    Danke schon im Vorraus für eure Hilfe!
    mfg
    Felix D.

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • FNR
    Beiträge
    1.224
    • 26. Juni 2003 um 12:04
    • #2

    Hallo Felix,

    du hast es schon richtig vermutet.

    Der Equalizer kommt normalerweise vor die Aktivweiche.

    Also einfacher Aufbau sieht meistens folgendermassen aus:

    Mischpult -> Equalizer -> Aktivweiche -> Verstärker.

    Gruß

    Frank N. Stein

    Ich habe zwar keine Ahnung aber davon jede Menge...

  • DeadEye
    Beiträge
    1.774
    • 26. Juni 2003 um 12:06
    • #3

    AHA! NA dann brauch ich ja auch nur einen! :)
    Ich weis, das ist nur schwer zu fragen und noch viel schwerer zu beantworten. Aber wie, ein paar Tipps, geht man richtig vor beim einstellen des Eq?

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • Mich
    Beiträge
    535
    • 26. Juni 2003 um 12:15
    • #4

    Klar nur einen (pro System). Ein TerzbandEQ deckt ja das gesamte Spektrum ab.

    Wenn du die Möglichkeit hast, nimm einen Analyzer oder ein PC-Messystem zur Hilfe. Das geht am Anfang leichter.

    Und versuche dein System erstmal mit Rosa Rauschen einzustellen.

    Und übertreibe es nicht mit der Anhebung von Frequenzen. IdR. zieht man eher störende Frequenzen (Raumresonanzen, schrille Mitten/Höhen, etc.) raus.

    Viele Grüße Michael

  • FNR
    Beiträge
    1.224
    • 26. Juni 2003 um 12:15
    • #5

    Hallo,

    es sollte dann aber auch ein Stereo Equalizer sein ;)

    Tja, wie geht man richtig vor beim einstellen des Equalizers.

    Als erstes klammere ich mal alle Möglichkeiten von Messequipment aus.

    Normalerweise stellst du einen Equalizer erstmal flat ein ( alle Regler auf +-0 db ), dann legst du z.B. mal eine CD ein die dir klanglich von einer "guten " Anlagen her bekannt ist ein.

    Du merkst dann evtl. schnell wo es fehlt und wo es zuviel ist.

    Diese Frequenzen kannst du dann mit dem Equalizer nachregeln.

    Problem dabei ist, das jeder Mensch so seine Vorlieben hat und dementsprechend denn Klang einstellen wird aber was dem einen gefällt kann dem anderen die Haare zu Berge stehen lassen.

    Eine Patentlösung für das einstellen eines Equalizers nach Gehör gibt es leider nich.

    Musst du leider nach Trial and Error selber machen, es sollten nachher eigentlich keine Frequenzen allzu überbetont sein und keine zu sehr vernachlässigt werden. ( Es sei denn du hast extreme Musikrichtungen / Ansprüche )

    Es sollte sich ein linearer Frequenzgang einstellen.

    Gruß

    Frank N. Stein

    Ich habe zwar keine Ahnung aber davon jede Menge...

  • DeadEye
    Beiträge
    1.774
    • 26. Juni 2003 um 12:39
    • #6

    Klar ein Stereo Eualizer! :) Also ist Probieren angesagt und aus Erfahrungen lernen! :)

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • Seven
    Profi
    Reaktionen
    318
    Beiträge
    4.374
    • 26. Juni 2003 um 14:06
    • #7
    Zitat

    Also ist Probieren angesagt und aus Erfahrungen lernen!

    Genau das, so kommt man schon mal viel weiter. aber zuerst muss man wissen was man will. dann findet man einen weg. wenn du nicht weisst, wie es klingen soll, dann wirst du auch keinen weg finden. sprich ewig drehen und zu keinem ergebnis kommen...

  • DeadEye
    Beiträge
    1.774
    • 26. Juni 2003 um 14:11
    • #8

    Es soll angenehm klingen! :) Bei meinen LP115 hatte ich bisher das Problem das sie ohne Eq bei den höhen sehr dominant waren so das es fast "wehgetan" hat bei großen Lautstärken. Und diese dominanz will ich zurück nehmen.

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • MikeMcFluke
    Beiträge
    1.285
    • 26. Juni 2003 um 16:12
    • #9

    Das ist interessant...

    Ich habe meinen Nachbau neulich im Zelt stehen gehabt, und war sehr überzeugt, vom Klang. Kann aber sein, dass es am Zelt oder am anderen Horn lag, dass sich hier doch kleine Unterschiede ergeben...

    MIKE

    Laut statt hell...

  • Demtröder
    Beiträge
    858
    • 26. Juni 2003 um 19:24
    • #10

    Die normale Kette

    Mixer->EQ->Weiche->Endstufe

    Wenn man in seiner Bass Endstufe einen Low Cut hat und ansonsten mit deren Klang zufrieden ist, würde ich den Eq hinter die Weiche, vor die Top Endstufe hängen. Die Entzerrung im oberen Frequenzbereich finde ich eigentlich wichtiger, ist aber nur meine persönliche Meinung!

    Hab mal gehört, dass Bässe ohne Eq sich eigentlich am wohlsten fühlen und die meiste Leistung bringen, ob das aber so stimmt weiß ich nicht.

    Sonnige Grüße aus Frankfurt

  • Hannes
    Beiträge
    586
    • 26. Juni 2003 um 21:01
    • #11

    Wenn der Bass gut ist, stellst du eifach den EQ im Bassbereich auf Flat. Dann spielts auch keine rolle, ob der EQ vor oder nach der Weiche ist. Also besser vor die Weiche, dann kann mann immer noch korrigieren.

    Zum einstellen: Das erste mal als ich meine Anlage augebaut habe, und nach meinem geschmack eingestellt habe, kam dann die Frage, wo dann hier die Hohen seien? Naja, ich mag hald schrille Hohen nicht...
    Mit einem Griff an den Regler war dann das Problem behoben.

    Meistens messe ich die Anlage mit dem UC ein und korrigiere dann das Resultat nach meinem geschmack. Mit dem UC kann man gut tendenzen bestimmen, aber er misst machmal auch zimlichen mist...
    Nur Auto-EQ tönt meisst scheisse und von Flat aus von Hand einstellen ist auch nicht gerade einfach...

  • Fux
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    • 26. Juni 2003 um 21:36
    • #12

    Wenn du nichts zum Messen hast, dann nimm eine CD die du sehr gut kennst, wo aber nicht nur Bass und Höhen drauf sind, sondern ordentlich Mitten und nicht zu viele Effekte und Hall.
    Bei so rein elektronischer Musik ist das halt etwas sehr schwierig, weil wenn da keine Instrumente (oder Stimme) drauf sind von denen man weiß wie sie eigentlich normalerweise klingen sollten ist es schwer zu sagen ob der komische Sound vom Künstler so gewollt war, oder der Frequenzgang der PA / des Raums so verbogen ist.

    Dann machst du da mal so richtig angenehm laut (EQ Flat) und stellst die einzelnen Wege deines Aktivsystems lautstärkemäßig mal so zueinander ein, daß das Lautstärkeverhältnis der einzelnen Wege (ich mutmaße jetzt einfach mal bei dir 2-weg so der Basszweig so bis eta 150Hz und darüber der Mittel-Hochtonbereich ) schon mal zueinander passt.

    Dann fängst du an die einzelnen Frequenzbänder (nicht tiefer als deine Bässe können bzw. dein Basscut sitzt) die einzelnen Bänder einfach mal der Reihe nach anzuheben.
    Also so:
    Du hebst z.B. den Regler bei 125Hz an und schaust ob das richtig ätzend wird (z.B. dröhn Sound) oder ob es einfach da nur Lauter wird aber nicht übel klingt. Wenn es nur lauter wird, dann wieder zurück auf Mittelstellung (0dB) und weiter mit dem nächsten Regler.
    Wenn es beim Anheben irgendwie richtig topfig oder hhohl, oder kreischig, oder scheppricg, oder zischelig klingt, dann zeihst du diese Frequenz etwas raus (also unterhalb der 0dB Linie). Je übler der Effekt beim Anheben desto weiter rausziehen.

    Achte darauf nur soweit wie notwendig rauszuziehen. Wenn du z.B. viele Regler direkt nebeneinder rausziehen möchtest hast du ein prinzipielles Problem, und du hast zum Beispiel diesen Weg deines Aktivsystems am Anfang einfach zu laut gemacht.

    Angehoben wird am EQ nur ganz selten was. Und dann lediglich zur "Abrundung" des Klangbildes.
    Also vielleicht 3dB im Bereich 63Hz und 80Hz und etwas oben bei 12,5kHz und 16kHz oder so.

    Typischerweise in geschlossenen Räumen wirst du etwas im Bereich 160 bis 250Hz herausziehen wollen, da es da oft Raumresonanzen gibt, die den Sound in diesem Bereich unnatürlich aufblähen.

    Wenn du im wichtigen Mittenbereich versucht bist allzuviel herauszuziehen, dann sei dir bewußt, wenn du das ganze zu "hifi-mässig" einstellst verlierst du die wichtige Mitteninformation und keiner versteht nachher mehr den Gesang oder die Ansagen und die Gitarren z.B. klingen wie hinter einem Vorhang.

    Wenn du dich ertappst z.B. alles unter 100Hz anheben zu wollen, dann machst du gescheiter den Bassweg insgesamt lauter und ziehst halt (wenn du z.B. bei 150Hz trennst) dann lieber die 125Hz und evtl. noch ein wenig die 160Hz heraus.

    Etwas herauszuziehen ist immer die erste Wahl, bevor du woanders was anhebst.

    Und noch mal zu guter letzt:
    Denke imer daran, das du schon mit einer 3dB Anhebung in einem Frequenzbereich da die 2-fache Leistung dafür brauchst, bei einer 6dB Anhebung die 4-fache Leistung und bei einer 10dB Anhebung die 10-fache Leistung!

    Also wenn überhaupt wo anheben, dann sachte.

    Wo durch Phasensauereien, Verpolungen, oder dergleichen Einbrüche da sind, kannst du beliebig viel Leistung rein schicken ohne das das Loch kleiner wird....

    Und versuche nicht Frequenzen die deine Box bauartbedingt nicht mehr wiedergeben kann am EQ "anzuheben". Es wird nicht lauter und du killst höchstens den Speaker.

    Weiterhin bedenke daß je höher die Frequenzen sind, desto mehr werden sie auf Entfernung von der Luft weggedämpft.

    Wennd du also deine Anlage so einstellst, daß du in 30 Meter Entfernung noch keinen Höhenabfall hast, dann fallen den Leuten vor der Box die Ohren ab, und deine Hochtöner bekommt Schweißausbrüche.

    So jetzt weißt du so viel, daß du erstmal ausprobieren gehen solltest, weil mehr hat auf einmal im Kopf sowieso nicht Platz ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Jack
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    • 26. Juni 2003 um 23:27
    • #13

    Fux
    Du hättest Lehrer werden sollen. Optimal erklärt. Gehört nach "Alle lesen"

  • DeadEye
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    • 27. Juni 2003 um 03:24
    • #14

    Danke! Wirklich schön erklärt! Mit diesem Wissen werde ich nun erstmal zurecht kommen hoffe ich. Wenn ihc Rückfragen hab dann melde ich mich halt wieder bei dir! :)

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • Fux
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    • 29. Juni 2003 um 09:40
    • #15

    Vielleicht sollte ich eine "Dr. Sommer"-Seite für Technikfragen aufmachen...;-)

    Ich denke jemand der sich für ein Thema wirklich interessiert ist es sehr interessant etwas beizubringen. Wenn man sich aber mit einem zum Teil desinteressierten, lustlosen Haufen herumärgern muß, dann kann ich mir was schöneres vorstellen. (Eine Klasse wo alle immer Interesse am Thema haben wird es ja wahrscheinlich nicht wirklich geben)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Jack
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    • 30. Juni 2003 um 15:07
    • #16

    Wer aber freiwillig hierher kommt, wird ja schon was lernen wollen. Nicht immer nur:" möchte PA XY nachbauen, kann wer sagen, wies geht, und kann ich damit 5000 Leute machen, und wie stellichs dann auf. Bitte genau schreiben, habe nicht viel Zeit zum durchlesen."

  • Clyde
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    • 30. Juni 2003 um 15:25
    • #17

    Also ich hätte gerne mehr so Ausführungen wie vom Fux!
    Interessant, Hilfreich und Informativ...

    Nur wer von euch hat Lust und Zeit dazu...:-)

  • DeadEye
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    • 30. Juni 2003 um 18:43
    • #18

    Macht doch wirklich ein Doktor Sommer Team auf!
    Für einen wie mich, der das als Hobby betreibt und nie eine Schule dazu besucht hat, dem kann hier dann wirklich geholfen werden. Wie ihr das schon so oft gemacht habt! Und dafür möcht ich mich nochmal bedanken und sagen, das muss jetzt einfach kommen! :) , macht weiter so!

    "Das ist ein Lautsprecher und kein Leiseschweiger!"

  • Jens Droessler
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    • 1. Juli 2003 um 04:22
    • #19

    Lust hab ich schon...... aber Zeit??? Mal sehen, eine "Ratgeber-Ecke" will ich sowieso auf meiner upcoming Homepage einrichten. Vielleicht kann man da was zusammentragen.....

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