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Form des Mitteltonhorns

  • Reini
  • 14. August 2003 um 19:46
  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 14. August 2003 um 19:46
    • #1

    Servus @ all,

    welchen Unterschied macht die versiedenen Hornverläufe?

    1. die gerade Trichterform (ähnlich Coax pb-audio)
    2. die abgekniggte Trichterform (ähnlich der MT122 aus dem Speakersplan)
    3. die runde Trichterform (ähnlich der MT102 aus dem Speakersplan)

    - Ist das abhängig vom einzelnen Chassis?
    - Macht das Unterschiede beim Druck?
    - Wie verändert das einzele Horn die Klangeigenschaften? Wirds vom Sound her fetter?
    - Ist das nur vom Arbeisaufwand her ein Unterschied?
    - Isses nur die Optik?

    Für Anregung und konstruktive Kritik über Vor- und Nachteile wäre ich Euch dankbar, und über jeden Beitrag, dass mir das ganze Verständlich wird.

    MfG
    Reini[/url]

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Wulfson
    Verifiziert
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    1
    Beiträge
    3.009
    Marktplatz Einträge
    1
    • 14. August 2003 um 20:31
    • #2

    zum einen hat die hornform und -länge was mit abstrahlung zu tun und zum anderen die mundgröße mit der tiefst möglichen frequenz (-->wellenlänge)

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 14. August 2003 um 21:01
    • #3

    klar alles reine optik und deko :D:D:D:D

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 14. August 2003 um 21:19
    • #4

    @ tthorsten,
    ich würde gerne wissen ob Du wirklich so viel drauf hast, oder ob Du nur heisse Luft blässt und nichts dahinter ist?
    Gruß Reini

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • SRAM
    Profi
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    6
    Beiträge
    5.548
    • 14. August 2003 um 21:54
    • #5

    Hallo Reini,

    zunächst mal die gebräuchlichsten mathematischen Trichterfunktionen (es gibt alle Zwischenwerte, je nach Geschmack kann mann dann kombinieren :wink: ) nebst den wichtigsten Eigenschaften:

    konisch: der Strahlungswiderstand steigt bei dieser Trichterform nur langsam mit der Frequenz an, Z_max wird erst weit oberhalb der Grenzfrequenz erreicht, dafür fällt der Strahlungswiderstand unterhalb der Grenzfrequenz auch nicht gleich ins bodenlose, für tiefe untere Grenzfrequenzen braucht mann sehr lange Trichter, vorteilhaft ist die (fast) konstante Richtcharakteristik.

    exponentiell: sehr oft verwendet, der Strahlungswiderstand steigt hier sehr viel schneller als beim konischen Trichter an, fällt allerdings unterhalb der Grenzfrequenz sehr stark ab, der Trichter darf deutlich kürzer als bei konischer Gesatlt sein, leider ist der Trichterwinkel am Hals deutlich enger als am Mund, so daß hohe Frequenzen stärker gebündelt werden (--> beaming).

    hyperbolisch: bei dieser Trichterform steigt der Strahlungswiderstand bei der Grenzfrequenz sehr steil an und hat einen Überschwinger, bevor er gegen Z_max strebt; der Trichter öffnet sich am Hals noch weniger als der exponentielle Typ und strebt dann im Mundbereich sehr schnell auseinander --> entsprechend stärker ausgeprägt ist das beaming, wird gerne im Tieftonbereich verwendet wo diese Eigenschaften zu kleinerem Hornvolumen führen :wink: . Für Mittelton eher nicht geeignet.

    Tractrix: oder auch Kugelwellenhorn (fast gleich, ja ich kenne den Unterschied, tut aber hier nichts zur Sache), hier wächst nicht eine eine Fläche im Hornquerschnitt nach der vorgegbenen Funktion, sondern eine Kugelwelle (Kalotte) (was die tatsächliche Ausbreitung im Horn deutlich besser berücksichtigt). Bei dieser Kunstruktion geht der Hornmund asymptotisch (mit Winkel 0) in die Schallwand über oder umrollt die Mündung gar. Sicherlich das Horn mit der besten Anpassung an den Raum und den geringsten Interferenzen durch Beugung am Hornmund.


    Soweit zur Theorie.

    In der Praxis muß mann Kompromisse eingehen:

    Die Konusform läßt sich am einfachsten mit guter Übereinstimmung annähern, hat aber die genannten Nach- und Vorteile. (entspricht in etwa dem von Dir genannten Coax-Horn).

    Den Exponentiellen Verlauf kann mann gut mit gekrümmten Seitenwänden annähern (MT 102), was der Annäherung mit abschnittsweise geraden Platten überlegen ist (insbesondere gibt es an den unstetigen Übergängen Beugung und Interferenz) (--> MT 122),
    klanglich ist das MT102 sicherlich die bessere Wahl.

    Bei einem guten Mitteltonhorn sollte ein phase-plug, oder zumindest ein Diffraktionsschlitz (doppelt oder einfach) am Hornhals vorhanden sein.

    Wenn noch Fragen --> gerne.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 14. August 2003 um 23:49
    • #6

    Vielen Dank SRAM,

    die Angaben reichen mir momentan. Klanglich war meine Vermutung auch in Richtung M102 und mein Schreiner bekommt viel arbeit :) .

    G Reini

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Flywheel
    Beiträge
    68
    • 15. August 2003 um 10:37
    • #7

    Hallo,
    ich habe auch zwei selbstgebaute Mittelton-Hörner mit 8" Chassis. Bislang allerdings noch ohne Phase-Plug. Kann mir jemand sagen, ob - und wenn ja, wie - man einen Phase-Plug selber bauen kann. Wie sieht der dann aus? Wo wird er genau montiert?
    Gruß Flywheel

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 15. August 2003 um 18:07
    • #8

    Hallo Flywheel,

    folgende Angaben mindestens notwendig:

    - speaker (Daten)
    - Hornverlauf und insbesondere Halsausformung nebst Art der speakerankopplung

    Gruß SRAM

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  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 16. August 2003 um 09:21
    • #9

    würde das C4 FUX konstrukt bauen und gut.

    alles ander wäre mir zu steressig.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 18. August 2003 um 13:22
    • #10

    würde das C4 FUX konstrukt bauen und gut.


    Haste da einen genauen Bauplan????

    Hab im Forum schon gesucht aber nichts gefunden, vielleicht war ich auch nur Blind.............

    ...............würde mich aber sehr interessieren

    @ tthorsten,
    ich gehe mal davon aus, dass Du sehr viel Ahnung in dieser Materie hast. Auch wen ich etwas direkt war beim vorherigen Beitrag
    Ich hab so gut wie Keine, und auch keinerlei Ausbildung in Elektrik, Elektrotechnik, Elektronik, geschweige denn von Akustik. Einen Lautsprecher nach Bauplan zu bauen ist keine Kunst für mich, der sieht hinter ganauso aus wie aus ner maschinellen Fertigung. Aber darum geht es nicht. Ich will begreifen warum mit verschiedenen Bauweisen bei ein und dem selben Lautsprecherchassi sich der Klang und die Effektivität verändert?

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Flywheel
    Beiträge
    68
    • 22. August 2003 um 09:36
    • #11

    Hallo SRAM,
    so, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen die Daten rauszusuchen:

    Halsfläche: 105 cm² (10,25 x 10,25 cm)
    Mundfläche: 1625 cm² (40,3 x 40,3 cm)
    Länge: 30 cm
    Hornhals und Mund sind quadratisch
    Horverlauf exponential

    Das Chassis ist direkt gegen den Hornmund geschraubt (keine Vorkammer)

    Das Rückseitige Volumen beträgt etwa 2 l

    Eingesetzt ist ein B&C 8 PE 21

    Sens. 98 dB
    fr 87 Hz
    Rdc 5,6 Ohm
    Qes 0,2
    Qms 3,8
    Qts 0,19
    Vas 13 l
    Sd 220 cm²
    xmax 1 mm
    MMs 18 g
    Bl 16,6
    Le 0,5

    Also ich würde gerne mal mit einem Phase Plug experimentieren (könnte auch Messungen durchführen)

    Habe nur keine Ahnung was man zu beachten hat.

    Gruß Flywheel

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