hab da noch ein paar fragen zum thema hornhals.
da läuft ja grade ein entsprechender thread im profibereich, hab da mit großem interesse mitgelesen und mir auch ein paar gedanken gemacht:
1. frage:
das mit der asymmetrischen membranbelastung in gehäusekonstrukten wie hd15 o.ä.ist mir nicht ganz klar. einerseits sollte der druck ja tatsächlich überall gleich sein, andererseits ist luft aber kompressibel und gehorcht klarerweise dem gesetz der massenträgheit.
ich stelle mir also den lautsprecher zunächst mal ohne anliegendes signal vor, d.h., die membran befindet sich in ruhelage, die luft vor der membran weist eine homogene druckverteilung auf.
jetzt kommt die signalflanke, meinetwegen positiv, die membran wird nach vorne beschleunigt und mit ihr die luftmoleküle direkt vor der membran (ungleichförmige bewegung) aufgrund der bereits erwähnten kompressibilität der luft und der massenträgheit müßte imho der druck direkt vor der membran nun ansteigen und mit größer werdendem abstand von der membran immermehr in richtung dem ursprünglichen luftdruck abfallen (jetzt nicht zeitlich gesehen sondern eben abstandsmäßig).
es entsteht also eine druckdifferenz über dem weg.
wenn die sich die membran dann gleichförmig nach vorne bewegt (ich weiß, den fall gibt’s in der praxis nicht), müßte der druck direkt vor der membran dann weniger werden, weil sich die verdichtete, nun auch beschleunigte luft wieder ausdehnt (federwirkung).
ausdehnen kann sich die luft aber nur, wenn der entsprechende raum dafür da ist, und hier besteht imho ein unterschied zwischen der hornmundnäheren seite (viel raum) und der seite, wo das horn quasi beginnt, weil sich die luft nicht durch die hier nahe wand hindurch ausdehnen kann.
hier müßte dann theoretisch sowohl bez. des spitzenwertes als auch der summe (zeitintegral) ein größerer druck vorherrschen und damit die membran höher belastet werden.
die sache ist tatsächlich komplizierter (strömungslehre), aber läuft das ganze grundsätzlich in diese richtung, oder liege ich da komplett daneben?
2. frage:
es wäre doch kein allzugroßer aufwand, ein derartiges gehäuse an den entsprechenden stellen mit druckgebern zu bestücken und dann entsprechende messungen durchzuführen.
gibt’s hier wen, der vielleicht beruflich mit themen wie druckmessung in gasen zu tun hat und entsprechende sensoren samt auswerteeinrichtung zur verfügung stellen könnte, bzw. auch zeit und lust dazu hätte?
3. frage:
hat schon mal wer den konkreten fall gehabt, dass ein speaker augenscheinlich auf grund der asymmetrischen belastung beschädigt wurde, d.h., membrane im kritischen bereich zerrissen, schwingspule verkantet, etc.?
zur allg. info, das sind nur theoretische überlegungen von mir, hab selber noch nie mit derartigen gehäusen gearbeitet.