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starke amp schwache boxen

  • DJ_Aigs
  • 22. November 2003 um 15:48
  • DJ_Aigs
    Beiträge
    12
    • 22. November 2003 um 15:48
    • #1

    hat es vorteile sich eine Starke Endstufe zu kaufen (2x 450 W RMS/8 Ohm) und dazu 2x Boxen (300 W RMS)

    ich hab das mal in einem Online-Ratgeber gelesen !
    kann mir aber nicht vorstellen das das sinnvoll ist !

    was sagt ihr dazu ??

    Greetz DJ_Aigs 8)

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 22. November 2003 um 16:22
    • #2

    Es hat alles Vor und Nachteile. Ein lautsprecher kann für Kurze zeit auch mal das 3 oder 4 -fache seiner RMS-Leistung vertragen. Wenn ich den den Amp nicht ständig im "Roten" Bereich fahre, kann ich so sehr schöne dynamische Effekte erzielen. Wenn ich allerdings den Amp ständig im Roten spielen lasse, ist bald der Speaker putt. Also wenn Theater-Donner oder Pistolenschüsse richtig kommen sollen, Amp überdimensionieren, wenn der DJ erst zufrieden ist, wenn alle roten Lampen leuchten, Leistung begrenzen.

  • DJ_Aigs
    Beiträge
    12
    • 22. November 2003 um 16:38
    • #3

    hmm aber wenn die boxen zu wenig leistung bekommen ensteht doch clipping oder ??

    Greetz DJ_Aigs 8)

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 22. November 2003 um 17:51
    • #4

    HI!

    Clipping ist, wenn Dein Verstärker mehr Leistung ausgeben muss als er normalerweise ausgeben kann!
    Der Amp gibt dann kein saubers sinusförmiges Signal mehr aus, sondern schneidet die Spannungsspitzen ab, so dass eine Art Rechteckspannung entsteht die dann Deine Lautsprecher zerstören kann.

    Deshalb: Lieber einen starken Amp nehmen, der nicht im roten Bereich ( Clipping) gefahren werden muss!!

    Hat meines erachtens nur Vorteile, ausser Du läßt nen tauben DJ an Deine Anlage,der dann auch diese zu starke Endstufe im roten Bereich auf deine armen Boxen losläßt... eigentlich sollte man dann hören können dass die Boxen überlastet werden, aber wenn man das ignoriert kriegt man die Boxen dann auch kaputt!

    Also am besten noch nen Limiter davor, an dem dann auch keiner herumfummeln sollte !!

  • Jelly
    Beiträge
    154
    • 23. November 2003 um 11:13
    • #5

    Besonders wenn man einen Hochtöner aktiv betreibt, hat es NUR Vorteile:

    Da die Leistung des Hochtöners meistens in RMS (also Durchschnittsleistung) angegeben ist, "verträgt" der Hochtöner ja viel größere Spitzenwerte, damit sich die angegebene RMS leistung ergibt.

    Wenn du nun einen Amp mit der gleichen Leistung wie am Lautsprecher angegeben verwendest, dann kann dieser die Spitzen nicht bringen, da er ja zu clippen beginnt.

    Benutzt du nun einen stärkeren Amp, der die Spitzen sauber bringt, ist alles gut.

    Wir fahren einen EV DH-2 Treiber seit Jahren mit einer Macrotech 1200 - und haben dadurch auch keine Ausfälle - So macht das Verleihen Spass :D:D:D

    Ciao
    Jelly

    PA-Forum - Da werden Sie geholfen

  • DJ_Aigs
    Beiträge
    12
    • 23. November 2003 um 11:30
    • #6

    ok gehen wir nochmal von den komponenten aus die ich mir kaufen will !!

    also :
    2 x Peavey Eurosys3 (300 W/8 Ohm Programm (= RMS ?))
    1 x t.amp TA1400 (2 x 450W RMS/8 Ohm)

    Die Endstufe ist also um 50% stärker als die Boxen !!
    hab bei thomann gelesen das das so ein richtwert ist !!

    ok , aber wie weiß ich jetzt wie weit ich die endstufe aufdrehen kann ohne dabei die Boxen zu zerstören ??

    gibts dafür ein Programm ?
    oder merkt man das am sound , schaltet die Endstufe von selber ab ??
    wie macht ihr das ?

    Greetz DJ_Aigs

    Greetz DJ_Aigs

  • Kracky
    Profi
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    Beiträge
    12.055
    • 23. November 2003 um 13:26
    • #7

    Wenn die Endstufe zu groß ist, macht das einm guten Lautsprecher sehr wenig aus, die können bei 300W RMS auch schonmal 600W Leistung permanent vertragen, wobei ich dieses für die Eurosys nicht behaupten möchte, aber 450W sollten kein Problem sein, nimmst du nun zur Systemsicherheit deine t.amp TA1400 und noch einen Limiter

    http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-129367.html

    dazu und gibst deiner Endstufe mal ohne Speaker dran soviel Signal das sie mit den Clip LED´s anfängt zu leutchten, drehst dann den Limiter soweit zu an beiden Kanälen, das die Clip LED´s der Endstufe nichtmehr angehen bzw. dann noch evtl. 2 dB weniger zur absoluten Sicherheit, schon sollte alles soweit Sicher sein. Dann kannst du ja mal deine Speaker anschließen und dampf geben, siehst ja dann am Limiter wenn der eingreift, da ist dann das Maximum erreicht was deine Anlage kann. Endstufe immer voll auf.

    Besser wäre es natürlich den Limiter elektronisch einzumessen aber dafür solltest du dir dann die entsprechende Bettlektüre holen, um das genau zu machen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • ERICH
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    • 23. November 2003 um 13:54
    • #8

    Da muss ich aber wiedersprechen.

    Ich habe das auch mal so gemacht, mich gefreut, das das setting der limitter so schön passt. Beim nächsten Gig hab ich mich dann gewundert, warum da nichts schiebt.

    Am MP mal Gas gegeben und mich den Limittern zugewandt.
    10dB konnte ich die zurücknehmen, bis die rote Led kam!
    --> 9dB zurückgestellt,nix clipt, Speakerkabel ab --> Rote Lampe an.
    :o

    Waren 3x TA 2400, eine Mid, 2 Bass, HT hatte keinen Limitter, da riesen Amp dran :D

    Seitdem immer vollgas mit Boxen und dann den Limitter einstellen.
    Wen eine Box kurzzeitig (2..3 Sekunden) kein Glip aushält, dann ist man um etwas Altmetall reicher :wink: .

    MfG


    ERICH

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 23. November 2003 um 14:10
    • #9

    Deswegen wäre ja Elektrisches einmessen sicher besser. Siehe Buch Admin usw.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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    78598 Königsheim

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 23. November 2003 um 14:39
    • #10

    Hallo DJ

    Du siehst, es staunt der Fachmann, es wundert sich der Laie....
    Die Diskussion zum Thema ist mindestens so al so alt, wie ich mit dieser Technik was zu tun habe. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur folgendes sagen: Die 1,5 fache Verstärkerleistung kann ich guten gewissens empfehlen, wenn die Endstufe nicht im Dauerclip gefahren wird. Und das mußt Du selbst kontrollieren. Die hier angesprochenen Standard-Limiter sind auch nicht der Weisheit letzter Schluß, da sie nur auf Spannungen im Verstärker, aber nicht auf die Wärme der Schwingspule reagieren. Aber da muß man sehr, sehr tief in die Lautsprecherkunde eindringen.
    Wenn Dir das alles zu viel ist, noch zwei Tips
    - Aktivboxen, da stimmt meist die Zuordnung und wenn dann mal was schief geht, geben die Hersteller meist Garantie, ich habe gute Erfahrungen mit der Dynacord AM 12 gemacht, Andere Hersteller haben auch sowas
    - Es gibt Boxen mit entsprechenden Systemcontrollern bzw. Systemendstufen, die spielen allerdings meist in einer anderen Finanz-Liga, aber auch da mußt Du Dir relativ wenig gedanken machen.

  • 3510maniac
    Beiträge
    322
    • 23. November 2003 um 19:59
    • #11

    sollte man die endstufe immer voll aufreissen oder nur ca. 80-90%??

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 24. November 2003 um 01:14
    • #12

    3510maniac "reiß" die Endstufe am Besten immer voll auf, geregelt wird am Mischer!
    Wenn Du die Endstufe unkontrolliert rumstehen hast und sie nicht voll aufgedreht ist kann sonst jemand auf die Idee kommen und dies nachholen, was dann ne Überlastung des Systems zur Folge haben kann!!

    Wenn Du nen gescheiten Limiter davor hast, dann regele ihn für eine maximal aufgedrehte Endstufe ein! Wenn Du dann wirklich deutlich leiser als Maximum spielst, kannste die Endstufe runterdrehen, damit man das Rauschen des Mischpults ( je nach qualität) nicht mehr hört! (Limiter natürlich in der Einstellung belassen)

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. November 2003 um 09:59
    • #13

    3510maniac
    auch dafür gibt es keine einfache Antwort. Es kommt immer auf die ganze Signalkette an. Es gibt Mischpulte, die können verzerrungsfrei 12,5 V abgeben (z.B die in anderen Themen häufiger erwähnten MIDAS XL-Pulte). Wenn daran ein üblicher Amp angeschlossen, bei dem 0,75 V schon reichen, um volle Leistung zu bringen, muß irgendwo eine Pegelanpassung passieren. Das kann ich natürlich am Masterfader des Pultes machen, verschenke damit natürlich genau die empfindlichsten Einstellbereiche des Faders. Wenn ich im Pult eine Ausgangsmatrix habe, wäre dort der Punkt der Pegelabschwächung. Häufig gibt es einen nachgeschalteten EQ mit Pegelfader, auch da läßt sich was bewirken. Und wenn das alles nicht geht oder Dich in den Möglichkeiten einschränkt, ist der Regler am Amp auch eine Möglichkeit. Im professionellen Bereich ist das durchaus üblich. Deswegen werden von den großen Amp-Herstellern auch immer Amps angeboten, die die Regler auf der Rückseite haben oder Zubehör, mit denen man die Regler unzugänglich machen kann (Für große Kinos mit bestimmten Zertifikaten -z.B. THX- sogar Vorschrift).
    Das nächste Problem was hier reinspielt, ist die Rauschproblematik und die nächste sicherlich die Limitereinstellung. An der Stelle muß ich leider mckrise zumindest teilweise widersprechen. Wenn ich eine Limitereinstellung gefunden habe, die vor Übersteuerungen des Amps im Ausgang schützt, ich dann anschließend den Pegel nach dem Limiter absenke, kann ich die Limiterschwelle (Treshold) um den entsprechenden Betrag anheben. Wenn ich den Limiter allerdings dazu verwenden will, das Signal "dichter" zu machen, sieht die Welt schon wieder anders aus...

    Ich weiß, das sind alles nur unbefriedigende Antworten. Aber so ist das Leben.
    Gegenfrage: Ist Tempo 50 o.k.?
    Für einen PKW auf der freien Autobahn viel zu langsam, für ein Skateboard auf einer kleinen Bühne viel zu schnell.

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