Zwei prinziepielle Möglichkeiten:
a) Abmessung der abstrahlenden Fläche größer Wellenlänge.
Wird im Bass sehr groß. Aber es gibt zwei Tricks:
- 1. es muß nicht die ganze Fläche strahlen, es ist ausreichend, wenn die Ränder dies tun, in der Mitte kann also etwas anderes (allerdings schalldichtes) sich befinden. Mann bedenke aber, dass eine solche Anordnung ein Dipol ist, d.h. nach den Seiten Dämpfung, nach hinten genauso laut wie nach vorne.
- 2. ein basshorn so designen, dass der Schall zentral einen weiteren weg hat als der am Rand abgestrahlte. W-bin oder shearer-Ähnliches hat das vom design her schon, allerdings mit kleiner Basislänge. Denkbar wäre ein Basshornarray, bei dem die inneren Hörner einen längeren Hornweg haben. Macht das Ganze dann etwas gerichteter. (geht natürlich auch über delay)
b) phasenverschobenes Signal nutzen. Entweder zweiten speaker phasenverschoben ansteuern, oder den rückwärtig abgestrahlten Schallanteil nutzen (siehe oben).
im Fall A ist (fast) kein Gangunterschied, aber 180° phasenerschiebung, d.h. Auslöschung nach hinten.
im Fall B ist der Gangunterschied maximal und damit die Auslöschung ab einer bestimmten Frequenz aufgehoben (mit Berg und Tal halt).
Da das Ganze munter resoniert muß mann in der Verzögerungsleitung dämpfen, das vermindert den rückwärtigen Schallanteil, d.h. nach hinten keine vollständige Auslöschung mehr, aber dafür auch breitbandiger.
stact mann diese lösung muß mann lücken lassen, damit die Wirkung für jedes Element erhalten bleibt, dafür wird es dann aber auch immer besser.
Die Lösung ist nicht nur sehr einfach, da kein delay erforderlich, sie braucht auch nur die Hälfte der Basistiefe einer entsprechenden aktiven Lösung mit einem rückwärtigen speaker, da die Tiefe zweimal zählt. Bei einem meter Tiefe ist so die Basislänge schon zwei meter, da läßt sich insbesondere im stack schon ordentlich richten :wink:
Gruß SRAM