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  2. mattias bost

Beiträge von mattias bost

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 13. Mai 2014 um 20:15

    Hi,

    da nicht definiert ist, bei welcher Leistung der Dämpfungfaktor bestimmt wird, kann kein Umkehrschluß auf z.B. die Dimensionierung des Netzteiles gemacht werden.

    Der Dämfungsfaktor wird im Wesentlichen durch die Stärke der Gegenkopplung bestimmt, diese "bügelt" auch das (weiche) Netzteil weg. Daß das an der Leistungsgrenze eher einknickt, ist ne ganz andere Sache.

    Ferner kann ein "bretthartes Netzteil" (z.B. spannungsstabilisiertes) eine geringe Gegenkopplung erlauben (da hier nur noch die Last ausgeregelt werden muß), was in Punkto TIM Vorteile bringt. Im (Edel-)Hifi wird wegen "TIM" gern eher ein strammes Netzteil verwendet und wenig gegengekoppelt (DF dort ebenfalls gern < 100).

    Wenn ich hier was von Dämpfung 20 000 lese, entweder Wunschdenken (rechne mal nach, wie gering der Übergangswiderstand direkt an den Ausgangsbuchsen sein müßte) oder riskanter Unfug (rückgerrechnet aus einer affigen Gegenkopplung). Messtechnisch jedenfalls nicht erreichbar! Sollte eine so extreme gegengekoppelte Endstufe tatsächlich gebaut worden sein, da würd ich gern mal TIM messen wollen. Bei DF 20000 fällt ferner mir gleich PMPO ein...

    Bekannt hingegen ist, daß die alten "Eisenschweine" im Bass immer noch eine irgendwie bessere Figur machen als viele Schaltnetzteilamps.

    VG
    Mattias

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 13. Mai 2014 um 12:18

    Hi,

    konnte von einem Kollegen eine neue(!) Speakon-Buchse auftreiben (neue Stecker hatte ich) und somit ne Messung (mit eingespeistem Strom wie o.g.) machen.

    Die Speakon-Buchse habe ich mit 3cm NYM von 2,5mm^2 kurzgeschlossen (verlötet!), den Widerstand kann man vergessen. Speakonstecker mit 2x2,5mm^2 angeschlossen (bei Stromeinprägung kanns auch dünner sein), an den Schraubklemmen des Steckers Senseleitungen zum einfacheren Messen dran. Alles an die Pins 1+ und 1-.

    Eingeprägt habe ich 3A DC, damit etwas größere Spannungen messbar sind und so bessere Genauigkeit vorliegt. Es ergaben sich knappe 15mV Spannung von Schraubklemme 1+ zu 1-.

    Der Übergangswiderstand einer Speakonverbindung schlägt somit mit ca. 5mOhm zu Buche.

    Daraus ergeben sich für eine komplette Verbindung Amp zu Box 10mOhm durch die Speakonverbindung. Grob umgemünzt auf einen Dampfungsfaktor bedeutet dies.

    => Bei 4 Ohm ist eine Dämpfung > 400 nicht darstellbar
    => Bei 2 Ohm entsprechend keine Dämpfung > 200

    Nun muß noch Kabel etc reingerechnet werden, sodaß man realistisch sagen kann (wie andere schon schrieben), daß alles an Dämpfung > 100 in der Praxis keine Vorteile bringen wird bzw. nicht erreichbar ist.

    Und nicht vergessen, obiges mit neuen, nicht x-fach gesteckten Verbindungen!!!

    VG
    Mattias

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 13. Mai 2014 um 08:50

    Also man braucht kein Spezialmessinstrument dafür, wenn ein Labornetzteil (mit einstellbarer) Strombegrenzung und ein ordentlichs Multimeter verfügbar ist.

    Versuchsaufbau wäre wie folgt:
    - Eine Speakonbuchse mit z.B. kurzer 2,5mm^2 Leitung kurzschließen
    - Speakonstecker mit z.B. 2 x 1,5mm^2 anschließen, das andere Ende freilassen
    - dort mittels Labornetzteil z.B. 1A einspeisen

    Um nur den Übergangswiderstand zu erfassen am Speakonstecker (nicht die kurzgeschlossene Buchse) an den Schraubklemmen die Spannung mit Multimeter messen. Der Widerstand und damit Spannungsverlust des vorgelagerten 1,5mm^2 spielt damit keine Rolle mehr, man erfaß ja erst am Auflegepunkt des Speakonsteckers die Spannung.

    Speißt man 1A ein, so ist der gemessene Spannungswert (wird mV sein) gleich der Widerstand in mOhm.

    Will man den Stecker geschlossen halten (offener ist u.U. schwer in die Buchse zu bekommen), einfach zwei Messkabel (dürfen auch dünne sein) mit in den Stecker und dort auflegen, wo die 1,5mm^2 aufgelegt sind. Diese "Senseleitungen" greifen lediglich die Spannung zu Messzwecken fürs Multimeter ab.

    Die ganz Pingeligen würden auch noch an der Buchse "Senseleitungen" anschließen, es könnte so jeder Übergangswiderstand der einzelnen Speakonverbindungen ermittelt werden. Noch eins drauf wäre es, an den "Powerkabeln" ganz kurz vor den Schraubkontakten "Senseleitungen" anzulöten, dann wäre gar noch der Übergangswiderstand Kabel zu Schraubklemme einzeln identifizierbar.

    In Ermangelung einer Speakon-Buchse bekomm ichs auf die Schnelle nicht hin, hab mobil nur Aktiv-Krams und mit Speakon ist Festinstall. Vlt macht Stefan sich drüber her (der ist labortechnisch ja gut aufgestellt und wird bestimmt Speakon für beide Seiten rumfliegen haben).

    VG
    Mattias

  • Musik mit möglichst wenig Kompression im Schlagzeug gesucht

    • mattias bost
    • 12. Mai 2014 um 17:30

    Hi Leut,

    habt ihr mal nen Tip, welche Musike im Schlagzeug, insbesondere Toms, nicht totkomprimiert/gemixt wurde? Mein "Problem" ist, daß ich auf dem heimischen aber ja sehr ausgewachsenen System die Toms nie so "knallend" raus kriege, wie es bei (guten) Livekonzerten der Fall ist. Inzwischen läuft der Spagat im Bass sowohl extrem tief und zugleich trocken (also mit etwas "Kick") rüber zu kommen schon gut, aber Toms (Snare dito) noch nicht so wie gewünscht, da fehlt einfach das durchdringende "Tock".

    Ach ja, systemtechnisch sollte es keine Engpässe geben, über den Subs werkelt je Seite ein 1x15Eliminator-Horn (400W Amping) und der BMS4590. Entweder ist mein Musikmaterial (wie meistens) auf heimtauglichkeit reduziert oder es ist doch noch ein Bug (Laufzeit) drin. Jedoch kommt mein Musikmaterial auch andernorts nicht so "derb/deutlich" (z.B. Flexsys 212).

    Über Musiktips freut sich der Mensch, Grüße
    Mattias

    p.s.: Musike geht von klassisch (ja das auch) über progressive Rock bis hinein in Elektronische.

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 12. Mai 2014 um 16:56

    Tobias

    Zitat

    Nein, das ist eine Negative Impedanzschaltung, die also aktiv entsprechende Kompensationsspannungen/ Ströme erzeugt. bei Studioendstufen z.B. durchaus gängig.


    Naja, wie die Gegenkopplung genannt und ausgeführt wird ist eigentlich egal, letzten Endes läuft das auf einen Innenwiderstand raus. Das Leistungssignal muß von der letzten Stelle (an der die Gegenkopplung abgreift) noch bis zu den Anschlüssen und hier hats einige Übergangswiderstänge. Einzige Abhilfe für sehr geringen Innenwiderstand wäre ein Gegenkopplungsabgriff direkt an den Anschlußbuchsen, dann würde die Leitung dorthin auskompensiert.

    Aber egal, teste ganz getrost mir deinen Leitungen. Die damit unweigerlich verbundenen sehr geringen Induktivitäten und Kapazitäten sind vernachlässigbar.

    Außer bei Hifi-Voodoo. Ich habs auch deutlichst gehört, seit ich nur 60m von der Umspannung weg wohne (dank erheblich weniger Widerstand in der 230/400V Verkabelung), daß alles viel strukturierter, präziser, also nicht so schwammig ist. Ferner habe ich intensiv über die Nutzung/Belastung meines Drehstromanschlußes, den habe ich WIRKLICH an der Wohnzimmer-PA, nachgedacht, um Querbeeinflussungen auszuschließen. Da sind andere noch beim albernen "Bi-Wiring" (an einer Versorgungsphase!), lächerlich...

    So, "Ernst komm wieder". Probiers mit Kabeln aus und berichte. Bin aufs Ergebnis gespannt.

    Wir hatten bei uns vor Ewigkeiten als Diplomarbeit eine Endstufe mit einstellbarer Gegenkopplung (und damit einstellbaren Innenwiderstand). Das "klang" schon leicht verschieden, jedoch wirkte die sich die Gegenkopplung auf Klirr und TIM aus, da war also nicht klar, was welche Auswirkung hat.

    Ach ja, ein Kollege hatte auch so ein unerklärbaren Effekt, ganz alte Telefunkenendstufe gegen neue Yamaha. Die wirkte sehr schmal (Hifi, bei moderaten Pegeln weit weg von Leistungsgrenzen), sodaß man meinte, mal eben gute 3dB Pegelunterschied im Bass (oder mehr Klirr) auf dem Messtisch zu finden. Nix da, an ohmscher Last marginal anderer Frequenzgang. Leider damals keine Zeit dem auf dem Grund zu gehen. Da gibts irgendwas zwischen Himmel und Erde was so einfach nicht erklärbar ist.

    VG
    Mattias

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 9. Mai 2014 um 15:55

    Hallo Tobias,

    Dämpfungsfaktor von 3000, da müßte der Ausgangswiderstand bei ca 1mOhm liegen. Da würd ich gern mal sehen, wie von der Platine zu den Ausgängen kontaktiert wurde.

    Aber zum Wesentlichen, die hörbaren Unterschiede. Die gibt es, aber ich bezweifle, daß das auf den Innenwiderstand zurückzuführen ist.

    Eigentlich läßt sich das sogar recht einfach testen, mittels Kabelverlängerungen. Zwei gleiche Endstufen und mal mit dickem kurzem Kabel an die Bässe, mal mit dünnem langen Kabel (vlt daß man so rechnerisch auf ca 0,2Ohm kommt). Kannst ja annehmen, daß die Speakon nahezu keinen Übergangswiderstand haben (was ich anderes sehe, aber egal).

    Auf diese Weise ist der Amp schonmal gleich, du kannst mittels mehrerer oder weniger Verlängerungsleitungen schön experimentieren, ab wann es "schwammig" wird. An Kabelverlängerungen wirds ja vermutlich nicht mangeln.

    Ich muß mal schauen, ob ich bei uns ne Endstufe rausrupfen kann, um mal mit Speakon die Übergangswiderstände zu ermitteln (genanntes Vierleiterprinzip). So ne Messgeräte haben wir, nur unser Geraffel ist fest verbaut (sprich fest aufgelegt ohne störende Steckverbindungen).

    VG
    Mattias

  • Wie wichtig ist der Dämpfungsfaktor von Endstufen wirklich?

    • mattias bost
    • 9. Mai 2014 um 09:09

    Hi,

    selbst ein sehr geringer Dämpfungsfaktor von z.B. 20 bei 4 Ohm (0,2Ohm Innenwiderstand) bewirkt wenig Veränderung bei den Boxen. Nehmem wir mal den üblichen Wahnsinn an, daß so ein Amp als Last 2Ohm sieht, die Chassis ein Qe von 0,25 haben, dann hätte dies zur Folge, daß der Qe auf 0,275 ansteigt. Die Welt verändert das nicht.

    Selbst kurze Verkabelung wird infolge Übergangswiderständen kaum nennenswert unter 0,1 Ohm zu bringen sein. Das entspricht einem Dämfpungsgfaktor von 40 bei 4 Ohm. Nur mal so zur Einordnung.

    Und ganz entscheidend, der Dämpfungsfaktor existiert nur solang die Endstufe nicht ansatzweise übersteuert wird. Clippt die (weil Strom- oder Spannungsgrenze überschritten) ist der Dämpfungsfaktor aber sowas von hin. Und zwar völlig unabhängig davon, wie groß der im linearen Bereich war. Wenn im Leistungsbetrieb merkliche Unterschiede auftreten, wird das auf das Verhalten im "Clippingfall" zurückzuführen sein. Ist eine Endstufe mit sehr hochwertigem Cliplimiter ausgestattet, sorgt sie dafür, daß der Leistungsteil der Endstufe für sich den linearen Bereich nicht verläßt. Sie "sägt" stattdessen das Ansteuersignal des Leistungsteils (intern) ab.

    VG
    Mattias

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • mattias bost
    • 24. April 2014 um 08:49

    Hi,

    ich versuche z.Zt. ein Problem mit nem X32 (vorab) zu knacken. Anwendung ist: Eine identische Klangeinstellung (nicht Boxenentzerrung!) in Surround-Anwendungen (7.1). Das X32 käme zwischen "Surround-Decoder" und "PA-System" und hat ferner kleine Mischfunktion wie Center in Front-LR und Sub in Front-LR zu erledigen.

    Und zwar möchte ich in mehreren Kanälen, entweder den 8 Eingängen (7.1Signal vom Decoder) oder den 6 Ausgängen (2xFront 4xSurround zum LS-System) ein gleiches Equing hinbekommen, welches ich SYNCHRON verändern kann ohne in jedem Kanal händisch gleiche Einstellerei zu machen. In der Steuersoftware zum X32 habe ich bisher keinen Weg dazu gefunden, ist in dieser Form sicherlich auch ne recht ungewöhnliche Signalbearbeitung, normalerweise werden Signale ja summiert und dann als Summe bearbeitet.

    Der Surround-Verstärker (Denon AVR2313) gibt etwas detailliertere Klangeinstellung (Grafik-Eq) nur unter Verlust des Equings der Boxenentzerrung der Surround-Satelliten her, Front-PA ist manuell entzerrt, läuft im Denon stets auf flat.

    Über die drei beteiligten DCX2496 im System fand ich ebenfalls noch keinen Weg das synchron hinzubekommen (also nur an "einer Stellschraube" zu drehen).

    Grüße
    Mattias

  • Wenn sie nebeneinander stehen ...GLD 80 / X32

    • mattias bost
    • 31. März 2014 um 22:51

    Hi,

    bin selber z.Zt. am überlegen, welches der beiden (drei) Pulte für uns als Ersatz für nen altes 24er Analogpult in Frage kommt.

    Der "drei" habe ich geschrieben, weil das X32 compact als etwas kleineres "GLD" ebenfalls interessant ist. Das würde noch unter einpersonenportabel fallen. Akzeptiert man am GLD 4 Kanalfader weniger als am X32 als vergleichbar, so muß man konsequenterweise erlauben ein X32 Compact mit 4 weniger Kanalfadern als ein GLD zu akzeptieren.

    Touch am GLD, ja, macht man irgendwie automatisch, das drauf rumdrücken, beim X32 lauf ich da auf.

    Aber, das X32 Compact geht als "Kleinmischer" für einfachte Veranstaltungen ohne Zusatzzauber (Stagebox) durch. Muß ich von der Bühne weiter weg, was solls, ein/zwei Snake dran und gut ist. Das Zuweisen in 8ter Gruppen (Snake zu Pult) ermöglicht hohe Flexibilität, bei unseren Anwendungen muß schon mal diese/jene/solche Quelle ans Pult. Da langen die Inputs an der GLD-Konsole schnell mal nicht. Da ist X32 flexibler.

    Echte Bauchscherzen macht mir beim X32 die blöde "Yamaha 01V" Eq Bedienphilosophie (haben so eins). Immer erst Frequenzband anwählen, dann kurbeln. Das ist beim GLD um Längen besser (grad für Wenig-/Seltenmixer wie meine Wenigkeit). Wär das beim X32 gleich wie beim GLD, dann wär das X32 (Compact) definitv gesetzt.

    So nebenbei: Gespannt bin ich, wann die ersten X32-Rack per "27-Zoll All in One Touch PC" bedient werden. Die "Smartphone" "ipad" Generation fingert so zielsicher mit sowas rum, daß man denen mit "Potis" und "Schaltern" gar nicht mehr kommen braucht. Und wenn ich partout Touchscreen in vernünftiger Größe haben möchte, dann packe ich mir sowas (von der Ersparnis zum GLD) glatt noch dazu (und sei es als Showeffekt bzw. um die Kanal-Eq direkter zu bedienen).

    Betrachtet man die ganze X32 Reihe, da hat der Uli schon was hingelegt. Alles kreuz und quer durchgängig, bei A&H ist das nicht so konsequent durchgestylt.

    Vielleicht gibt Mike hier nochmal was zum Besten, er hat nämlich inzwischen wegen des Umfanges der X32-Linie einiges davon in der Mache.

    Und: Man wird ebenso wenig ein GLD in nem Rider finden wie ein X32 (hier kommt die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zum Zuge). Aber im Verleih wird sicher manche (kleine) Band ein X32 eher wiederkennen als ein GLD. Da brauchts dann keine Einweisung, kein Support während der Veranstaltung => man hat Zeit einen anderen vlt wertigeren Job zu machen.

    VG
    Mattias

  • Tipp: Akkubetriebenes preiswertes Skope

    • mattias bost
    • 26. März 2014 um 13:22

    Hi,

    kurze Info, Owon und Peaktech sind baugleich, wir haben dummerweise erst ein etwas teureres Peaktech 1245 gehabt und danach Owon gefunden. Akku muß sowohl bei Peaktech wie Owon optional gekauft werden (in unser Peaktech ist ein Owonakku reingekommen), die Owonpreise hatte ich der Einfacheit als "Gesamtpaket" genannt. Dort der Akku um 60€.

    Die/eine sehr hohe Speicherteife von 10Mio Samples ist nicht zu verachten. Grad bei PWM-Signalen (oder anderen Modulationsverfahren) mit deren erheblich höheren Modulationsfrequenz gegenüber der zu erzeugenden Signalfrequenz brauchts hier eine große Reserve. (Zu Anfang der DSOs war das die Domäne von leCroy). Da ist TEK/Agilent etc lange nicht dabei.

    Picotech haben wir auch, aber andere Preisklasse und halt nicht "ein Gerät". Für rein analog-Audio ausreichend (da nur 20Ms/s), jedoch mit PWM-Signalen schon eigeschränkter (nur 500kS Speichertiefe). Hat zwar 12bit, aber meinem Kenntnisstand nach nur 100mV als empfindlichster Bereich, damit gesamt gesehen geringeren Arbeits-/Dynamikbereich als o.g. DSOs (2mV/div-10V/div).

    Und dann gibts immer noch Anwendungen, wo ich zum Analogskope ala Hameg 1502 greife...

  • Tipp: Akkubetriebenes preiswertes Skope

    • mattias bost
    • 24. März 2014 um 11:25

    Hallo Tomy

    Einige Nachteile Laptop Audiointerface:

    - nicht mal eben zur Hand (im Feld, in "unzugänglichem" Bereich wie Rigg)
    - Frequenzbereich eingeschränkt (nix Signale prüfbar wie Netzpower, DMX, AES/EBU etc)
    - Schwingungsprobleme (oberhalb Abtasthalbe des Audiointerfaces) nicht erkennbar
    - meist kein DC messbar (wenns Signal mal unsauber oder sonstwelche Probs macht)
    - Adaption an Audiointerface muß man selber zusammenbauen (will man Überspannungsschutz wie mit Tastkopf wirds aufwendig)
    - schießt man mit erheblicher Überspannung das Audiointerface geht der Läppi ggf mit hoch
    - Gefahr evtl doch mal "Groundverbindung" herzustellen durch USB/Ethernet (=> ggf viel "Kleinholz")
    - formal ist Audiointerface nicht für Messung an höheren Spannungen zugelassen (bei Unfall greift das Thema Arbeitsschutz etc.)
    - sofern Audiointerface ein Netzteil braucht ist, bei hohen Spannungen "Durchschlaggefahr" gegeben


    Einige Vorteile Laptop Audiointerfache:

    - Spektrale Untersuchungen deutlich genauer
    - => z.B. einfache Klirrbestimmungen sowie sonstige audiorelevante Kenngrößen
    - Audiointerface liefert auch gleich das Generator- bzw. Speisesignal zum Messen
    - Audiointerface/Läppi hat man meist (also keine zusätzlichen Kosten!)
    - Langzeitaufzeichnung mit nachgelagerter Auswertung möglich
    - geringe Spannungspegel besser messbar

    Das mal so ganz auf die Schnelle dahingeschrieben.

    So ganz allgemein würde ich nie mit für den Kleinschutzsspannungsbereich gedachten "Gerätschaften" Größen im Bereich oberhalb Kleinschutzspannung messen (die können auch mal durch Defekt vorliegen). Im Hobbysektor darf man das noch selber machen (sollte es nicht!), im Profibereich darf man das gar nicht machen (Arbeitsschutz). Das wäre so als würde man Heimboxen fliegen, nur weils geht, indem man nen Loch durchbohrt und ein Seil dran macht.

    Mich bitte nicht falsch verstehen, im Bastelbereich schaut man halt sehr auf die Kohle, mach ich ja auch, drum ist dein Hinweis auch berechtigt. Ist halt was nicht so direkt vergleichbares "Audiointerface mit Läppi" versus "Skope". Da brauchbare Skopes inzwischen aber keine Unsummen mehr Kosten, wollte ich den konkreten Tipp hier im Profibereich absondern.

    VG
    Mattias

  • FÖÖN E545HL / E460HL / E920HL

    • mattias bost
    • 23. März 2014 um 15:19

    Hi,

    kenne sowohl die Jungs vom Audiostudionord sowie auch deren ehemaliges "Föön-Zeugs" (u.a HL920). Wir haben die bei mir im Garten mal mit Alternativchassis gemessen. Kurz und gut, die Teile schoben in Originalbestückung schon mächtig, hatten aber leichte Haltbarkeitsprobleme. Das muß man aber unbedingt relativieren, in dem Setup des Systems (Hugo-Controller) schienen die bis aufs letzte ausgeknautscht (dies Setup basierte jedoch auf 18s Erstbestückungschassis, welche so nicht mehr gebaut wurden, nach Austausch ging der Zauber los).

    Da ASN die Systeme gern bis zu dieser Grenze betrieb, gabs (neuere) Material schon nach. Starkes DC-Displacement, die Membranen waren mal 8mm aus der Mittenlage raus (wenn man die Treiber VOR elektischem Tod ausbaute), naja, und beim nächsten Einsatz krepiert sowas dann garantiert.

    Aber interview ASN ruhig, da bekommste genaues User feedback. Ich habs mehr technisch begleitet/betrachtet.

    VG
    Mattias

  • Tipp: Akkubetriebenes preiswertes Skope

    • mattias bost
    • 23. März 2014 um 14:48

    Hi Leut,

    insbesondere in Zusammenhang mit Limitereinstellung (öfters angesprochenes Problem) empfiehlt es sich, die Signale ansehen zu können, um korrekte Einstellungen hinzubekommen. Rechnen ist das eine, Herstellerangaben noch so ne Sache, easy wenn man die Signale betrachten kann.

    Seit einiger Zeit haben wir von OWON die Skopes SDS7102 in unserer Hochschule in der Mache. Die sind recht ordentlich (flotte Darstellung), ganz gut bedienbar, großes Display und mit nen Akku auch mobil bzw. POTENTIALFREI betreibbar. Grad letzteres ist ein unschätzbarer Vorteil. Kein Trenntrafo mehr erforderlich, der zu sehr hohen Frequenzen hin doch koppelt. Damit kann man sogar in recht gestörter Umgebung gut messen. Nebenbei kann man Effektivspannung ermitteln (oft gebraucht) und diverse andere Kenngrößen.

    Unsere SDS7102 haben 100MHz BW, 1GS/s realtime (ein Kanal) und satte 10Mio Abtastpunkte. Kosten mit Akku (Zubehör) ca 450€ (inkl MwSt).

    Für Audio gut ausreichend wäre aber schon das SDS6062, 60MHz BW, 500MS/s und ebenfalls 10Mio Abtastpunkt. Mit Akku ca 400€(inkl.MwSt).

    Ach ja, mit Akku läuft des Teil so 3-4 Stunden.

    Viele Grüße
    Mattias

  • Framelight

    • mattias bost
    • 5. März 2014 um 11:27

    Ohne Kennschalldruck wäre das doch für "Selbstbau Technik (Alles was keine Boxen sind)", aber Herstellerangabe von 26dB, ist das schon Box? Jedenfalls nicht PA! :lol:

  • Behringer DCX 2496

    • mattias bost
    • 25. Februar 2014 um 08:29

    Hi,

    also wenn du sowieso adaptieren mußt, warum dann nicht o.g. RS-485 Adapter von Delock? Bei RS-485 hast du auch nicht diese RTS/CTS Problematik.

  • Rosa oder Weiss... Rauschen ?

    • mattias bost
    • 21. Februar 2014 um 15:43

    Hi,

    also wenn du alles richtig machts, muß sich ein annähernd gleicher Frequenzgang einstellen, ob mit Rosa- oder Weißem Rauschen.

    ABER: Womit analysierts du denn? Ich vermute anhannd deines klanglich geschilderten Ergebnisses spektral mittels FFT. Und damit gehts in die Hose, weil:

    Das Ergebnis einer FFT hat gleiche absolute Auflösung. Beispiel: Die Auflösung einer FFT sei 20Hz. Damit bekommts du z.B. eine spektrale Linie von 20-40Hz genauso wie eine von 10.020 bis 10.040Hz. Um einen linearen Frequenzgang bei dieser Methode zu erhalten ist, es am einfachsten mit weißem Rauschen zu arbeiten, denn das hat, wie oben schon ganz korrekt erläutert, gleiche Energiedichte bezogen auf absolute(!) Bandbreiten. Soll heißen, im Bereich 20-40Hz wird genau die gleiche Energie engespeißt wie im Bereich 10.020Hz bis 10.040Hz. FFT und weißes Rauschen passen zusammen, zieht man hier auf gleiche Pegel, ist der F-Gang linear (was halbwegs sinnvoll ist).

    So, nimmst du nun Rosa-Rauschen und FFT, so ist die eingespeiste Energiedichte im o.g. Beispiel dramatisch kleiner im Bereich 10.020-10.040Hz als in 20-40Hz. Bringst du das auf gleiche Pegel, hebst du von tiefen zu hohen Frequenzen hin mit 3dB/Oktave an. Das ist für die Tonne.

    Ferner ist FFT-Messung fürs Gehör ebenfalls nahezu für die Tonne, weil unten nix Auflösung (sprich z.B. tiefe Frequenzen u.U. nicht mal Oktavauflösung haben, man also nix sieht) und oben interessiert nicht die Bohne zwischen einigen hundert Hz herumzuglätten. Denn das Gehör hört frequenzrelativ und pegelrelativ (quasi doppelt logarithmisch).

    Allein schon um die Systeme zu retten, würd ich niemals mit weißem Rauschen messen, denn da ist die Häfte der Energie im Bereich 10kHz bis 20kHz drin. HT ade!

    An sich ist Rosa-Rauschen und Terzanalyse das Mittel der Wahl. Hier wird sowohl frequenzrelativ mit gleicher Leistung gespeist ( z.B unterste und oberste Oktave gleich viel Leistung), aber auch frequenzrelativ gemessen (Oktav/Terzanalyse). Flottes Sweepen geht auch, danach erhält man ja bei den meisten Messtools die übliche (doppelt logarithmische) Darstellung.

    Natürlich kann gegenseitig überführt werden, dabei muß z.B. bei Rosa-R und FFT mit einer 3dB/Okt fallenden Kennlinie entzerrt werden oder es ist umgekehrt, bei Weißem-R und Terzanalyse eine mit 3dB/Okt steigende Kennlinie anzustreben.

    Tja, und dann kommt das Thema, freifeld- oder diffusfeldentzerrtes Mikrofon! Macht oben nochmals dicke Unterschiede. Und dazu stellt sich die Frage, ob du Freifeld oder Diffusfeldbedingungen hast? Geht das nicht zusammen, dann ... Und dazu die Frage, will man aufs Direktschallereignis entzerren oder nicht? Denkt man an sowas, muß man sich über Kugel- oder Nichtkugelmikro nen Kopf machen.

    Richtig ist, man sollte den F-Gang nicht auf Krampf grade bügeln, schon gar nicht, wenn dazu extreme Korrekturen notwendig sind. Ggf nur die Hälfte der notwendigen dBs zur Korrektur zulassen, dann "lebt" der Raum noch mit. Schließlich unterliegen rein aktustische Ereignisse auch der Raumantwort.

    VG
    Mattias

  • Behringer DCX 2496

    • mattias bost
    • 21. Februar 2014 um 15:01

    Hallo,

    ich hatte ähnliche Probleme, mit einer "richtigen" RS232 Schnittstelle ging das, also 2DCXe, per RS 232 vom PC zum ersten und dann DCXe untereinander per RS485, BEIDE Enden terminiert (das muß so).

    Auf jeder Seite der RS232 muß RTS mit CTS für sich gebrückt sein (ein echtes RTS/CTS Handshake spielte nicht, keine Ahnung warum).

    Via USB-Seriell-Konverter brach ich mir die Ohren, ging nur mit Konvertern die einen FTDI-Chipsatz haben. Aber auch hier zwingend RTS mit CTS brücken. Mit anderen Konvertern gabs die dollsten Probleme (DCXe erhielten gleiche IDs, machten dasgleiche oder gar nix...)

    Ich bin aber schlußendlich zu einer mehrkanaligen USB-Lösung (z.B. vier RS232 Anschlüße an einem USB-Seriell-Adapter) übergegangen, jedes DCX kann dabei über einen COM-Port einzeln angesprochen werden. Hat den Vorteil ohne ID-Wechsel sofort mittels eigenen Fensters auf das jeweilge Gerät zugreifen zu können. Geht natürlich nur mit kurzen Leitungen. Ab und an verliert man dabei zwar den Kontakt, kann diesen aber nahezu immer ohne Zauber neu herstellen lassen.

    Ansonsten gleich nen USB-RS485 Konverter zulegen, damit gehen große Strecken vom PC zum ersten DCX (Terminierung dann am PC und letzten DCX in der Kette). Aber auch hier auf FTDI-Chipsatz achten, z.B. Delock 62406 (reichelt elektronik, ca 20€). Wobei ich mir aber nicht klar bin, wie hier die ID-Vergabe auf PC-Seite aussehen muß.

    VG
    Mattias

  • fragen bzgl. martin audio f2

    • mattias bost
    • 3. Februar 2014 um 10:54

    Hi,

    also die defekten neuen Chassis, das könnte ein ähnliches Problem sein, wie ich es bei einem "Kollegen" kennengelernt habe. Dort sind auch neue Chassis (die gleiche Herstellerbelastung und fast gleiche Parameter wie die alten hatten) reihenweise auf der Strecke geblieben.

    Erst ein Ausbau der noch intakten Chassis (einfach um mal nachzuschauen) brachte grausiges hervor. Die Chassis waren um 2/3 des linearen Hubes aus der Nulllage verschoben/eingefroren. Hier hatte die thermische Belastung mit dem Effekt des "DC-Displacements" zu einer totalen Ruhelagenverschiebung geführt. Spätestens bei der nächsten Belastung an der Belastungsgrenze wären die gestorben, weil so natürlich keine Kühlung mehr wie in richtiger Ruhelage vorhanden war. Das kann natürlich auch im laufenden Betrieb passieren.

    Boxen- wie Chassishersteller will ich hier nicht nennen, ist auch nicht so relevant. Ich bin sicher, daß die o.g. Teile die Herstellerangaben unter DESSEN Meßbedingungen erfüllt haben werden, nur wurden die eben nicht unter DESSEN Meßbedingungen (Gehäuse/Signal) betrieben. Ich will drauf raus, daß Belastung nicht einfach übertragbar ist. Da hat jede einzelne Kombination ihre eigenen Grenzen (die drunter oder gar drüber liegen).

    Mithin, mehr Kühlung ist angesagt oder eben eine ausgewachsene Versuchsreihe. Ist Aufwand, aber anders wirds auf Dauer unbezahlbar (wie bei meinem "Kollegen" oben, großes System mit dutzenden Chassis!). Oder schlicht die Belastung um z.B. die Hälfte zurücknehmen, das sollte reichen. Und es sind nur 3dB weniger (bzw. nicht mal, denn die Powercompression fällt geringer aus).

    Und wenns zu leise ist, einfach mal nen Verzerrer dazwischen, denn nix anderes machen die Chassis an den Lastgrenzen auch (bzw. die leicht clippenden Amps).

    VG
    Mattias

  • NAMM 2014 - Neue Midas Console

    • mattias bost
    • 30. Januar 2014 um 08:58

    Hallo,

    schon jemand was zum Preis der M32 gehört? Hab irgendwo was um 5K$ gelesen, das wäre doch etwas arg mehr als das X32. So nen Tausender für die andere (finde bessere) Ergonomie und vlt bessere Fader und vlt andere Eingangsstufen, das wär so die Schmerzgrenze.

    VG
    Mattias

  • fragen bzgl. martin audio f2

    • mattias bost
    • 30. Januar 2014 um 08:49

    Hallo Georg,

    aus den Leistungsdaten bekommst du da nix zurückgerrechnet. Sicher wissen andere im Forum genauer, welche Temperatur die Spule (Verklebung/Isolation) deines Chassis überlebt, so aus dem Bauch raus, was die Lacke auf den Drähten angeht, würde ich ca 250°C ansetzen. Blöde Nachfrage, wollte nicht alles von vorn lesen, die Kiste war doch passiv, oder?

    Da gibts ein kleines Problem, es ist noch das Filter vor dem Speaker (sprich Luftspule mit Widerstand). Ist der DC-Widerstand des/der Speaker bekannt, so kann man den rausrechnen. Sicherer wäre aber, zwei durchaus dünne Drähte direkt an eine Speaker anzulöten und nach außen als Messleitung zu führen. Dafür geht ganz dünnes Kabel (oder gar Lackdrähte, die bekommt man immer irgendwo durch ohne nennenswerte Luftöffnungen zu erzeugen).

    Dann gehts ungefähr wie folgt für einen fiktiven Lautsprecher:

    DC-Widerstand z.B. 6,5Ohm, bei ca 20°C, Zieltemperatur 250°C => Temperaturdelta 230K, Temperaturkoeffizient Widerstand Kupfer ca. 0,0039/K

    Widerstandszunahme 0,0039/K x 230K = 0,9 => 6,5Ohm x 0,9 = 5,85Ohm (Zunahme) => Gesamtwiderstand bei 250°C = 6,5Ohm + 5.85Ohm = 12,35Ohm!!!

    Mit nem Multimeter sind so niedrige Werte nur mäßig zu messen, würde deshalb mit etwas Abschlag (wg. Sicherheit) arbeiten und in o.g. Fall bei gemessenen 12Ohm Schluß machen. Ferner brauchst du, und das wird bei Musiksignal ein gewisses Problem, ein Multimeter welches die über einen längeren(!) Zeitraum den Effektivwert liefert. Hmm... Das gibts echt nicht um die Ecke. Damit landet man dann wieder schnell bei Rosa-Rauschen als Stimulus (das geht halbwegs mit Multimeter als Effektivwert zu messen).

    Sofern Luftspule drin ist (und DC-Widerstand des Chassis bekannt) gehts genaus wie oben, nur hast du einen festen Offset von z.B. 1Ohm drauf (sprich kalt von außen 7,5Ohm und warm dann 13,35Ohm)

    VG
    Mattias

    p.s.: Grad gefunden, gibt ne Berrechnung im WEB: http://home.arcor.de/wetec/rechner/cspezir.htm

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